Lois McMaster Bujold: Cordelias Ehre

Lois McMaster Bujold: Cordelias Ehre

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Lois McMaster Bujold: Cordelias Ehre
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Cordelia's Honor (Sharps of Honor & Barrayar)
ET (Original)
1986
ISBN-13
9783453520011

Informationen zum Buch

Seiten
592

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Nebelschwaden trieben durch den Wald in den Wolken, weich, grau, mit einem fahlen Schimmer.

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Handlungsort

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Dieser Band enthält die ersten zwei Bücher des Barrayar Zyklus "Scherben der Ehre" und "Barrayar"

In ferner Zukunft auf einem weit entfernten, erdähnlichen Planeten: Die Regierung von Barrayar will mit allen Mitteln die Entwicklung eines noch geheimen interstellaren Antriebssystems voranbringen. Deshalb kommt es - wegen angeblicher Luftraum-Verletzung - zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit der Raumkolonie Beta. Cordelia Naismith, Kommandantin eines Raumschiffs des Betanischen Astronomischen Erkundungsdienstes, wird während einer wissenschaftlichen Expedition auf Barrayar unter Arrest gestellt, kann jedoch fliehen.

Da sie aber in ihrer Heimatkolonie als Kollaborateurin verdächtigt wird, kehrt sie heimlich nach Barrayar zurück - nicht zuletzt deshalb, weil sie sich ausgerechnet in den Mann verliebt hat, der sie gefangen nehmen ließ: Aral Vorkosigan. Er ist ein barrayaranischer Adliger, der nach dem Willen des inzwischen verstorbenen Kaisers von Barrayar die Regierungsgeschäfte fuhren soll, bis der junge Thronfolger Gregor das gesetzlich bestimmte Alter erreicht hat. Nach der Hochzeit mit der Betanerin Cordelia muss Lord Vorkosigan jedoch feststellen, dass es in den eigenen Reihen Neider gibt, die ihm seinen Regierungsanspruch streitig machen und dabei auch vor Giftanschlägen nicht zurückschrecken...

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(Aktualisiert: 08 April 2013)
Gesamtbewertung 
 
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Sprache & Stil 
 
4.0

gelungene Vorgeschichte zu Miles' Leben

Als ich begann mich für Barrayar-Reihe zu interessieren habe ich die beiden Bände vor Miles zunächst ausgeklammert, ich wollte mich direkt der Hauptfigur widmen. Nun habe ich alle übersetzten Miles-Bände durch und bevor ich die Sprache wechsele (von einer Übersetzung der neuesten Bände ist aktuell nichts zu finden), kümmere ich mal um die Vorgeschichte und schaue mir an, wie seine Eltern zueinander fanden.


Scherben der Ehre
Cordelia Naismith arbeitet gerade als Forschungsoffizierin auf einem neuen Planeten als ihr Camp von Barrayanern überfallen und fast alle Kollegen getötet werden. Außer ihr und einem schwer verletzten Kollegen ist ausgerechnet der „Schlächter von Komarr“ Aral Vorkosigan auf dem unwirtlichen Planeten zurückgeblieben und aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft entwickelt sich schnell Respekt und mehr, als Cordelia den Menschen hinter dem zweifelhaften Ruf kennenlernt, was zu einigen Problemen bei der Rückkehr in die Zivilisation führt.
Man merkt der Erzählung durchaus den Bruch an, der aus dem Zusammenfügen von ursprünglich zwei Geschichten entstanden ist, allerdings ist die Geschichte für mich bei den Barrayar-Romanen vor allem Linie ein Vehikel, um die wunderbaren Figuren in Aktion zu erleben. Hier merkt man, dass Miles tatsächlich ein Produkt seiner Eltern ist. Während die strategischen Qualitäten eher von seinem Vater stammen dürften, konnte man deutliche Parallelen zwischen Miles und seiner Mutter in ihrem Blick auf die Welt sehen. So mancher Gedanke, mit dem Cordelia innerlich ihre Mitmenschen kommentierte hätte genauso gut von Miles stammen können.

Barrayar
Das Leben auf Barrayar gestaltet sich nicht sonderlich friedlich für das frisch verheiratete Paar Naismith-Vorkosigan. Die Ernennung Vorkosigans zum Regenten ruft so einige machthungrige Feinde auf den Plan, die bereit sind, einen Bürgerkrieg auszulösen, um zu gewinnen und die Vorkosigans auszuschalten. Die Geschichte erklärt, wie genau Miles Behinderungen zustande kamen und in einem Epilog sieht man schließlich schon die ersten Ansätze der Qualitäten des erwachsenen Miles.

insgesamt
Die beiden Vorgeschichten zu Miles‘ Leben sind nicht ganz so mitreißend, wie die meisten seiner eigenen Geschichten und auch nicht notwendig, um sie zu verstehen. Insofern empfinde ich meine Entscheidung, diese Bücher erst sozusagen nachträglich zu lesen als ganz gelungen. Wer aber bereits Miles-Fan ist, wird auch diese beiden Erzählungen um seine Eltern zu schätzen wissen. Aus den unterschiedlichen Sozialisationen Arals und Cordelias ergeben sich unterhaltsame Konflikte und die ersten Begegnungen mit den Menschen, die später Miles‘ Leben prägen werden, sind interessant und werfen ein paar neue Sichtweisen auf.

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(Aktualisiert: 16 April 2012)
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Sprache & Stil 
 
5.0

Überraschend spannend!

Ich war überrascht, wie viel Neues und Unerwartetes mir dieser Band offenbarte, obwohl ich ja aufgrund der verschiedensten Erwähnungen aus den folgenden Büchern der Reihe schon so ungefähr wusste, was passieren würde.
Da sieht man mal wieder, dass es gar nicht so wichtig ist, ob man das Ende eines Buchs schon kennt, sondern, dass sich das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ gerade im literarischen Bereich stets bewahrheitet.

Endlich erfährt man als Leser die genauen Umstände, wie sich Cordelia und Aral kennen gelernt haben, was es mit dem Krieg gegen Escobar und Kolonie Beta auf sich hatte und wie Miles damals vergiftet wurde.
Zusätzlich lernt man etliche (bisherige) Nebenpersonen besser kennen. Zunächst einmal natürlich Miles Eltern, aber auch die Koudelkas, Simon Illian und natürlich den tragischen Bothari, der zwar bereits im ersten Miles- Roman umkommt, dessen Gegenwart bzw. Abwesenheit jedoch in allen weiteren Bänden spürbar ist.
Die Charakterbeschreibung ist auch hier wieder absolut gelungen und die Protagonisten müssen so einige persönliche Weiterentwicklungen überstehen.

Scherben der Ehre
Der Beginn von "Die Scherben der Ehre" war das Erste, was die Autorin überhaupt je geschrieben hatte und das merkt man auch. Es fehlt eindeutig etwas von ihrer sonstigen Spritzigkeit.
Als Bujold dann bemerkte, dass aus diesem Teil kein ganzer Roman entstehen kann, erweiterte sie die Geschichte um den Krieg gegen Beta und Escobar. Dadurch wirkt der Roman etwas auseinander gerissen und episodenhaft, aber im zweiten Teil kommt die Geschichte wieder richtig in Schwung und bietet die gewohnte Unterhaltung.

Barrayar
Das später entstandene "Barrayar" wirkt da doch wesentlich konsequenter und einheitlicher.
Neben den ganzen Kampfszenen dreht es sich hier hauptsächlich um das Muttersein.
Cordelias Kind wird vergiftet und muss in einen Uterusreplikator übertragen werden, um sein Leben zu retten. Doch er wird immer körperlich behindert sein und so etwas gilt auf Barrayar als unmöglich. Dann wird auch noch der Replikator entführt und nur Cordelia opfert alles um ihren Sohn zu retten: Sogar ihre eigenen Überzeugungen.
Cordelias Kampf um Miles Leben ist der zentrale Handlungsverlauf, aber auch andere Eltern/Kind - Beziehungen werden aufgezeigt. Da sind Aral und sein Vater Piotr, Prinzessin Kareen und ihr Sohn Gregor und Bothari mit seiner Tochter Elena.

Insgesamt ist dieses Buch sicher einer der brutalsten in der "Barrayar"-Reihe, nur „Der Doppelgänger“ toppt das noch. Krieg und Folter, Flucht und Geiselnahme sind hier die zentralen Handlungsbestandteile.
Also: Trotz der Liebesgeschichte nichts für schwache Nerven!

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