Orson Scott Card: Das große Spiel

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Orson Scott Card: Das große Spiel
Verlag
ET (D)
1986
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Ender's Game
ET (Original)
1977
ISBN-13
9783453520967

Informationen zum Buch

Seiten
411

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
"Ich habe durch seine Augen gesehen, ich habe durch seine Ohren gehört, und ich sage Ihnen, er ist derjenige."

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Handlungsort

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Ender Wiggin ist sechs Jahre alt. Und er ist ein Genie. Also wird er auf eine Militärschule gebracht, wo er sich schnell die Anerkennung seiner Vorgesetzten und Kameraden erwirbt. An dieser Schule gibt es auch ein Computerspiel, das bislang noch kein Schüler gewonnen hat. Ein Spiel, das auf mysteriöse Weise die Wirklichkeit zu beeinflussen scheint. Und Ender spielt dieses Spiel mit einer Besessenheit wie noch keiner vor ihm.

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Ender's Game

Nachdem sich seine Geschwister als ungeeignet erwiesen hatten, wird Ender als Third geboren. Aufgrund seiner herausragenden Intelligenz kommt er mit 6 Jahren auf die Battle Acadamy.
Im Krieg der Menschen gegen die Bugger, dem dritten seiner Art, nachdem die ersten beiden gerade so von den Menschen gewonnen werden konnten, ist er die letzte Hoffnung.
Entsprechend rücksichtslos wird er von den Ausbildern behandelt, um das Beste aus ihm herauszuholen. Strategie, Taktik, Kriegsspiele in kleinen Gruppen, als Kindheit kann das nicht bezeichnet werden.
Kann Ender den Herausforderungen standhalten und die Menschheit retten?

Meine Meinung
Uff. Das Buch lies mir keine Ruhe, bis ich es durch hatte und hat mir damit mal wieder eine kurze Nacht beschert ;-)
Die kurzen Diskussionen der Ausbilder darüber, wie man sich Ender gegenüber verhalte, die Rechtfertigung mit der Rettung der Menschheit - das war mir zeitweise etwas zu plakativ. Spätestens nach dem ersten Mal hatte ich begriffen, dass sie Ender immer wieder neue unfaire Herausforderungen geben würden, ihn aus einer Situation herausreißen würden, sobald er sich zurechtgefunden hat. Ihn damit an seine Grenzen bringen.
Andererseits waren das mit die einzigen Momente, in denen man einen Einblick in deren Gefühlswelt bekommt. Außerdem werden gerade auch dadurch ihren Taten kritisch dargestellt. Es ist also keineswegs so, dass das Buch sagt: Hier, wenn ihr die Welt retten wollt, ist jedes Mittel erlaubt. Im Gegenteil finde ich, dass diese Denkweise ganz klar kritisch dargestellt wird.
Die Ausbildung, besonders die Kriegsspiele fand ich faszinierend beschrieben. Besonders die verschiedenen Taktiken, die Ender entwickelt um zu gewinnen. Im Vordergrund stehen auch seine Beziehungen zu den anderen Kindern der Akademie. Freunde, Feinde, Schüler, alles wird sehr glaubhaft beschrieben. Auch Ender's Überlegungen zu seinen Handlungen fand ich sehr interessant. Man kann nicht anders als mitfühlen.
Zeitweise kann man leicht vergessen, dass es hier wirklich nur um Kinder geht. Kinder im Sinne von 6 bis 12 Jahre alt. In ihren Handlungen und Überlegungen sind sie das schon längst nicht mehr.
Den kurze Schwenker zu seinen Geschwistern fand ich zunächst eher uninteressant, aber im Nachhinein hat er sich als sehr interessant und relevant herausgestellt. Besonders, da Peter und Valentine dadurch noch mehr Tiefe bekommen.

Kurzum also ein geniales Buch, dass ein ungelesenes Regaldasein definitiv nicht verdient. Wer übrigens Angst hat, sich hier auf irgendwelche Reihen einzulassen: Ja, es gibt Folgebände. Nein, die muss man nicht notwendigerweise lesen. Dieser Band steht komplett für sich allein und die Handlung ist abgeschlossen. Was nicht heißt, dass ich nicht mit Sicherheit die nächsten auch noch lesen werde.

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Zurecht ein Science Fiction Klassiker!

Ender ist sechs Jahre alt als er auf Grund seiner außergewöhnlichen Begabung Mitglied der Elite wird, die auf einer Raumstation zu Weltraumsoldaten ausgebildet wird. Sein Alltag hat mit dem eines gewöhnlichen Kindes nichts mehr gemein. Anstatt mit Freunden belanglose Spiele zu spielen und zur Schule zu gehen, wird er gleich auf mehreren Ebenen von Erwachsenen gedrillt und manipuliert. Denn er ist die letzte Hoffnung der Erde, den brutalen Krieg gegen die "buggers" zu gewinnen, die alles menschliche Leben bedrohen. Doch wird Ender es schaffen?

Es braucht nur wenige Seiten bis man in Enders Welt eintaucht, sich in die Gesellschaft hineinfühlt und mit der Sprache von Orson Scott Card vertraut wird. Das Buch ist - zumindest am Anfang - sehr leicht geschrieben, in simplen Sätzen und einfachen Begriffen. Das hat mich eine Zeitlang dazu verleitet, es für ein Kinderbuch zu halten. Jedes Kapitel hat seine abgegrenzte Handlung, die leicht zu verstehen und schnell geschehen ist.
Spätestens mit Enders Eintritt in das Schulleben in der Weltraumstation jedoch ändert sich das. Nicht nur für Ender werden die Dinge komplizierter, auch ich als Leserin habe mich stärker herausgefordert gefühlt. Das Spiel, das die einzelnen "Armeen" gegeneinander spielen müssen, ist zwar sehr simpel, aber so gut erklärt, dass man sich richtig hineinfühlt und aufgeregt darüber ist, wer gegen wen gewinnt. Ein bisschen wie Quidditch, nur nicht so magisch.

Enders Werdegang wird genauestens beobachtet, sowohl von seinen Vorgesetzen, ihm selbst und dem Leser der Geschichte. Es warten einige unerwartete Überraschungen und die Geschichte wird ab der zweiten Hälfte erstaunlich politisch und philosophisch - ganz und gar kein Kinderbuch mehr. Auch die psychologischen Aspekte, wie Ender sich selbst analysiert, welche Hindernisse ihm aus ganz bestimmten Gründen in den Weg gestellt werden, welchen Weg das Manipulations-Spiel einschlägt, um den User auf eine bestimmte Fährte zu führen war eine einzige Glanzleistung. Ich fühlte mich sehr in den Bann dieses Buches gezogen und habe inzwischen alle anderen Bücher der Ender-Reihe zuhause. Denn ein Autor, der ein solches Buch schreiben kann, muss weiter erkundet werden. Nie hätte ich erwartet, dass in diesem kleinen Buch mit nicht gerade schickem Cover so eine Geschichte steckt. Unbedingt lesen!

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