Lois McMaster Bujold: Der junge Miles

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Lois McMaster Bujold: Der junge Miles
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Young Miles (The Warrior's Apprentice, The Mountains of Mourning & The Vor Game)
ET (Original)
1986
ISBN-13
9783453520141

Informationen zum Buch

Seiten
798

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Der große, mürrische Sergeant in der kaiserlichen Ausgehuniform trug seine Kommunikationstafel wie einen Marschallstab.

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Handlungsort

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Miles Vorkosigan, Sohn des obersten militärischen Befehlshabers auf dem Planeten Barrayar, scheint Abenteuer magisch anzuziehen. Nach einer turbulenten Zeit auf der Militärakademie durchstreift er mit seiner Söldnergruppe die Galaxis, und als Prinz Gregor, der künftige Herrscher von Barrayar, von einer interstellaren Bande Dunkelmänner gekidnappt wird, gibt es für ihn nur eines: Mit ein paar handverlesenen Söldnerfreunden die Spur verfolgen, mutig in die Höhle des Löwen vordringen und den Prinzen heraushauen, koste es, was es wolle. Denn er hat noch ein persönliches Motiv: Fiele der Prinz als Thronfolger aus, wäre er an der Reihe, die Herrschaft über den Planeten zu übernehmen. Und dieses schaurig-langweilige Schicksal will er sich um jeden Preis ersparen...

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“Der junge Miles“ beinhaltet 2 Romane und eine etwas kürzere Erzählung, in denen der Held der Barrayar-Serie, Miles Vorkosigan erwachsen wird.

Der Kadett

Miles entstammt einer Kriegsheldenfamilie, die in der Adelshierarchie Barrayars ganz weit oben steht. Doch aufgrund eines fötalen Defekts entspricht er nicht den körperlichen Perfektionsansprüchen seines Volkes, er ist zu klein und seine Knochen brechen sehr leicht, was ihn zu einem Krüppel und Mutanten macht, der in früheren Zeiten (die noch gar nicht so lange her sind) abgetrieben oder direkt nach der Geburt getötet worden wäre. Bei der Aufnahmeprüfung zur Militärakademie lässt sein Körper ihn wieder einmal im Stich und er bricht sich beide Beine. Den Erholungsurlaub bei seiner Großmutter nutzt er dazu, sich beinahe zufällig als Schmuggler und Söldner selbstständig zu machen.

Die Berge der Trauer

ist eine kürzere Erzählung, die Miles in seiner Heimatprovinz zeigt. Auf Heimaturlaub vor seinem ersten Einsatz in der Flotte, ist er mit einer Situation in den Bergen konfrontiert, wo das in der Vergangenheit und Tradition begründete Verhalten den modernen Gesetzen widerspricht. Miles wird dabei mit den Vorurteilen seines Volkes selbst kleinsten Missbildungen gegenüber konfrontiert und muss eine akzeptable Lösung suchen. Hier wird besonders die Rolle als Lehnsherr, die er in der barrayanischen Gesellschaft innehat, betont und er muss lernen, Verantwortung für die langfristigen Folgen seiner Entscheidungen zu tragen.

Der Prinz und der Söldner

Miles hat seinen Abschluss an der Akademie gemacht und wartet nun auf seinen ersten Einsatz im All. Zur Überbrückung der Wartezeit und als Test für seine angezweifelte Fähigkeit, auch unangenehme Befehle zu akzeptieren und sich unterzuordnen, wird er zunächst als technischer Offizier in ein Ausbildungslager in einem Permafrostgebiet geschickt. Natürlich verläuft die Zeit dort nicht so wie geplant, ihm droht (wieder einmal) eine Anklage wegen Hochverrat und plötzlich findet er sich ohne Unterstützung auf einer Raumstation mitten in einem Krisengebiet wieder und ist nicht nur für sein Leben verantwortlich, sondern trägt die Last der Zukunft von ganz Barrayar auf seinen Schultern.

Optisch ist Miles so weit von der typischen Heldenfigur entfernt, wie es nur geht, solange der Held noch entfernte Ähnlichkeit mit einem Menschen hat. Aber trotz seiner körperlichen Defizite und seiner für mich manchmal fürchterlich überheblichen Art, schafft er es, Menschen hinter sich zu versammeln und sich mit Intelligenz, Taktik und Ausstrahlung als Führungsfigur zu etablieren. Die Autorin schildert nicht nur seine Außenwirkung, sondern lässt den Leser auch an Miles Selbstzweifeln teilhaben, was ihn gleich ein ganzes Stück sympathischer macht. Gerade dadurch, dass sie ihren Helden immer tiefer in das galaktische Kuddelmuddel aus Diplomatie, Intrige und offenem Krieg führt und anscheinend jede seiner Entscheidung neue Entwicklungen und Entscheidungen bedingt, die ihn noch tiefer verstricken, reißt sie den Leser mit und lässt ihn hautnah an Miles Schicksal teilhaben. Dabei ist das Geschehen teilweise so übertrieben und die Handlungslogik so verquer, dass man mehr als einmal über den unterschwelliger Humor grinsen muss. Das darf man aber nicht mit Albernheit verwechseln, denn dabei transportiert die Serie durchaus ein Botschaft, nämlich die Wichtigkeit von Loyalität, Ehrgefühl und vor allem Menschlichkeit und auch, dass Intelligenz stets über körperliche Stärke siegt.

Ich kann diese Serie jedenfalls nur empfehlen und freue mich, dass ich die nächsten Barrayar-Sammelbände bereits hier stehen habe, denn ich werde Miles definitiv auf seinem weiteren Lebensweg begleiten.

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