Frank Schätzing: Der Schwarm

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Frank Schätzing: Der Schwarm
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783462033748

Informationen zum Buch

Seiten
1000

Sonstiges

Erster Satz
An jenem Mittwoch erfüllte sich das Schicksal von Juan Narciso Ucanan, ohne dass die Welt Notiz davon nahm.

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Das Meer schlägt zurück - in Frank Schätzings Thriller erwächst der Menschheit eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen. Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland. Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.

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"Der Schwarm" ist eine Mischung aus "Deep Impact", "Outbreak - Lautlose Killer" und "Independence Day" - ganz amerikanisch, ganz auf eine (Hollywood)Verfilmung ausgelegt. Die Bedrohung kommt jedoch dieses Mal direkt aus dem Meer und bietet dem Leser das ganze Spektrum der Meeresbiologie: Von die methanfressenden Würmern, über menschenfressende Wale bis hin zu explodierenden Hummern - dem Einfallsreichtum Schätzings sind fast keine Grenzen gesetzt. Dabei bedient er sich der gängigen Horrorszenarien und fabuliert nebenher noch über die Bedeutung der Menschheit für die Umwelt, das Gottvorhandensein, amerikanische Kriegsführung und Mikrobiologie. Dass der Leser dabei viele interessante wissenschaftliche Informationen erhält, steht außer Frage.

Als sich seltsame Unfälle auf der See und Übergriffe der Meeresbewohner häufen, sieht zuerst der norwegische Biologe Sigur Johanson einen Zusammenhang. Gemeinsam mit verschiedenen Experten aus aller Welt versucht er die Welt zu retten. Damit ist die Geschichte eigentlich auch schon erzählt. Die Amerikaner agieren so, wie Europäer es von den Amerikanern erwarten: Sie übergehen die UNO, wollen sich als Retter der Welt und vorherrschende Macht ausgeben. Natürlich heißt das Schiff, das die Welt retten soll "Independence" und natürlich gibt es wieder ein paar böse Amerikaner, die für das Mißlingen der Mission verantwortlich sein könnten. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und natürlich werden viele Hauptprotagonisten dem Zweck, den Leser in Atem zu halten, geopfert.

Nur leider packte es Schätzing für mich nicht richtig an. Im ersten Drittel des Buches reiht sich Showdown an Showdown. Und dann? Plötzliche Ruhe. Die Ruhe vor dem Sturm? Die Wissenschaftler haben nun sogar mehrere Monate Zeit für die Problemlösung. Monate, in denen eigentlich keine Katastrophen mehr passieren. Eines muss ich Schätzing jedoch zu Gute halten: Er erklärt wissenschaftliche Sachverhalte in kurzweiliger, leicht verständlicher Form. So liest sich das Buch flüssig und ohne größere Längen. Nur leider gewöhnte ich mich recht schnell an die ständigen Katastrophen und dabei stumpfte ich gegen die erzwungene Spannung etwas ab.

Allgemein kann man sagen, dass jeder begeisterte Leser von Dan Browns "Illuminati" auch dieses Buch lieben wird. Mir jedoch war vieles zu vorhersehbar und (mal wieder) amerikanisch actionlastig.

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Ich finde das Buch "Der Schwarm" einfach toll und sehr interessant. Es ist schon richtig, dass es sehr langgezogen ist und einige Charaktere sehr genau beschrieben werden. Aber muss das auch nicht so sein ?? Schließlich will man sich in einige Personen hinein versetzt fühlen. Und bei einer gewissen Identifikation muss man wohl einiges von der Person über die geschrieben wird, auch verstehen. Ich bin zwar kein Biologe, aber ich denke es ist erstklassig recherchiert worden. Mann muss eben bei diesem Buch langsam lesen und sich Zeit lassen, es zu verstehen. Wenn jemand dieses Buch nach 150 Seiten zur Seite legt, dann hat diese Person eben kein Interesse was Realitäten angeht. Jedenfalls sehe ich jetzt vieles anders als vorher. Ich werde mich mit Sicherheit mehr mit unserer Umwelt auseinander setzen.

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An diesem Buch scheinen sich die Geister zu scheiden. Ich gehöre zu denen, die es für überwiegend "schwachsinnig" halten. Aber mal der Reihe nach: Ich habe an SF-Thrillern ala Alien oder Groschenromanen wie Captain Future aus den 30er Jahren nichts auszusetzen. Im Gegenteil, ich bin sogar ein großer Freund des Genres und Captain Furture ist mit Sicherheit eine vergessene Perle der "Schundliteratur". Schließlich ist mir als Leser stets bewusst, das vieles unrealistisch und eben "fiction" ist. Den Anspruch auf Realitätsnähe verfolge ich also gar nicht erst. Dann gibt es Geschichten, die spielen sich in der realen Welt ab. Und hier stören mich dubiose Ungereimtheiten ganz erheblich. Frank Schätzing befindet sich genau dazwischen.

Man fängt an zu lesen und hält die beschriebene Welt zunächst für real und die Erklärungen für die im Buch auftretende Phänomene für wissenschaftlich korrekt. Langsam aber sicher wird´s dann aber plötzlich völlig abgedreht. Reale Welt, wissenschaftliche Ansätze und Fiktion so zu vermengen, dass niemand mehr durchblickt halte ich für eine phantasielose Verballhornung des Lesers.

Ich würde mir wünschen Schätzing hätte nicht so offensichtlich bei Wissenschaftsthemen gewildert, um sich den Anschein eines "Gelehrten" zu geben, sondern offen und ehrlich eine SF Geschichte schreiben und mehr an seiner Phantasie geschrieben. Dass er lange Recherchiert hat ist ja löblich, die von ihm beschriebenen Fakten scheint er dabei aber kaum geistig durchdrungen zu haben. Alles wirkt irgendwie "eingeklebt" und dem Plot gemäß "frisiert".

Eines will ich ihm aber zugute halten: Ich habe von deutschen Touristen gehört, die durch "Der Schwarm" ausreichend informiert/sensibilisiert die Flutwelle in Südostasien überlebt haben. So gesehen lasse ich das Buch gerade noch durchgehen und hoffe, dass Frank Schätzing an seinen Fähigkeiten als Autor arbeitet. Seine Grundgedanken sind ja in Ordnung, nur die Umsetzung ist eben sehr holprig bzw. trivial.

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Ich hab das Buch gelesen, da wars ganz frisch draußen. Damals war ich 11 und mich hat eher die Geschichte als der Inhalt fasziniert. Leuchtende Masse im Meer, explodierende Hummer.. wo gibts denn sowas. Allerdings muss ich sagen, dass jetzt durch die ganzen Katastrophen mir das Buch wieder in den Sinn gekommen ist. Möglicherweise ist das Buch etwas übertrieben geschildert .. aber es macht nachdenklich - mich zumindest.

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Das Buch ist ziemlich dick, hat einen Haufen Buchstaben, viele, viele Nebenfiguren, die zwecks dramatischen Effekts zum passenden Zeitpunkt ins Gras oder in andere Dinge beissen und so viele sachliche Fehler, dass man sich dauernd fragt, wie gross der Bär ist, den man da gerade aufgebunden bekommt. Als spannender Thriller ist es zu langatmig, als sprachliches Schmankerl ist es zu flach und als Sachbuch hat es zu viele Fehler.

Aber als Klolektüre ist es empfehlenswert. Für das Geld hat man entschieden länger was davon als von ein paar Asterix-Heften zum gleichen Preis. Allerdings: "Ein Buch, das man nicht ein zweites Mal liest, ist es auch nicht wert, dass man es zum ersten mal liest." Dieses Buch werde ich garantiert nicht nochmal lesen.

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Ein ausserordentlich spannendes, gut durchdachtes, intelligentes und trotz aller harten Fakten sehr gefühlvolles Buch in einem erstklassigen Schreibstil geschrieben!

Den Tausend Seiten ist ein grosses Publikum zu wünschen - naturwissenschaftlich Interessierte (Meeresbiologie, Wale, Tauchen, Biochemie, DNA) werden kaum Mühe mit dem Durchhaltevermögen haben. Ein Männerbuch? Ja und Nein: es ist hart und weich zugleich - beeindruckend durch die vielschichtigen und sehr überzeugenden Romanfiguren, sowohl Männer als auch Frauen. Die vielen intellektuellen und philosophischen Diskurse lassen auf einen ebensolchen Autor schliessen!

"Der Schwarm" hat alles, was ein Kultbuch braucht; und ein Kultbuch wird es werden, weil die Themen der überfischten Meere, die Verantwortung der Menschheit für den blauen Planeten und die Kritik an der egoistischen Selbstherrlichkeit der Menschen immer drängender werden zu Beginn des 3. Jahrtausends.

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