China Miéville: Die Falter

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China Miéville: Die Falter
ET (D)
2002
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Perdido Street Station, Part 1 - 4
ET (Original)
2000
ISBN-13
9783404232451

Informationen zum Buch

Seiten
558

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Hoch über dem Marktplatz sprang ein Fenster auf.

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New Crobuzon ist ein Moloch von einer Stadt. Menschen und Mutanten leben in ihr, Arbeiter und Sklaven, Künstler und Huren, Magier und Wissenschaftler. Tausende Jahre lang sorgte eine brutale Miliz für Frieden. Und dann kommt ein Fremder in die Stadt. Mit Gold in den Taschen und einem unmöglichen Anliegen. Und er löst eine Katastrophe aus: Ein "Falter", ein alles vernichtender Mutant, entkommt den Labors der Wissenschaftler und beginnt die Stadt zu verwüsten.

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Was den Inhalt betrifft, sollte man eigentlich wirklich nicht mehr als das im Klapptext Verratene (den es auf dieser Seite zu lesen gibt) verraten. Er ist sehr allgemein gehalten, aber das ist gut, denn jedes Wort mehr lindert die Überraschung beim eigentlichen Lesen. Ob dieses Buch lesenswert ist oder nicht, dabei soll einen meine Rezension helfen, ohne eben noch mehr verraten zu müssen. Wer sich lieber auf fachmännische Aussagen verlässt, dem sei gesagt, dass „The Guardian“ sagte: „Eins der besten Werke der fantastischen Literatur – endlich einmal sind Vergleiche mit Mervyn Peak gerechtfertigt“, und auch Brian Stabford dieses Werk als „ein phantasmagorisches Meisterwerk“ bezeichnete.

Diesen Aussagen kann ich nur zustimmen, und wenn man das Fantasiegenre mag, sowie gegen gewisse Abartigkeiten gewappnet ist - denn die Autorin ist wirklich nicht zimperlich und hat einen scharfen blick für die Realität - dann muss man diese Serie gelesen haben. Sie ist nicht nur wirklich ausgezeichnet geschrieben, sondern sie überrascht durch ihre Ideenvielfat. Die Welt, die sich Miéville ausgedacht hat ist unglaublich komplex, und dreht sich im Grunde genommen um den Hauptbahnhof der im Klapptext treffend als Moloch bezeichneten Stadt New Crobuzon. Dieser Hauptbahnhof gibt der Reihe auch ihren Namen: Perdido Street Station.

Allein diese Komplexität macht das Buch lesenswert, denn ein Spaziergang durch ihre Welt wäre schon interessant - je nach dem durch welche Region natürlich :). Aber, und das macht das Buch zu meinem Favoriten dieses Genres, die Vielfalt ihrer Fantasiewelt ist zwar überraschend, die Story jedoch erschlägt einen! Das mag zwar beim lesen des ersten Buches anfangs noch nicht so erscheinen, aber ändert sich dies im Verlauf des Buches allmählich, die Krisis entfaltet sich und außerdem ist der zweite Band ist eine direkte Fortsetzung (im Gegensatz zum dritten Band Leviathan, der nicht direkt an die Handlung anknüpft). Somit spannt Miéville über große Strecken des ersten Bandes lediglich die Handlungsfäden. Dies ist jedoch solcher Meisterhand geschehen, dass auch hier der Leser sich nicht langweilt, denn sie hat wirklichen einen ausgezeichneten Schreibstil, und ist vor allem auch wegen der skurrilen Welt die einen da vorgestellt wird nicht uninteressant und zweitens wegen der, wie ich finde, äußerst sympathischen Charaktere.

Als Fantasiefan sollten Sie diese Reihe wirklich lesen, sie ist meiner Meinung nach erschlagend genial, umwerfend detailverliebt geschrieben und so erstaunlich kreativ in seiner Handlung, seinen Charakteren, seiner Welt, dass man diesen fesselnden Lesegenuss einfach nicht versäumen darf. Das Talent der Autorin, einen dieses Fantasiekonstrukt glaubhaft zu machen, gelingt so gut, dass man für die Dauer des Lesens in diese grausam-ästethische Welt geholt wird. Gerade letzteres wünschen sich aber vielleicht einige nicht, da die Welt eben größtenteils äußerst grausam ist. Andererseits lehnt sich Miévilles Welt stark an die unserige an und nur bestimmte, für die Handlung zwar entscheidende, für das Aussehen und den Charakter ihrer Fantasiewelt aber nicht bestimmende Faktoren sind wirklich dem Fantasiegenre zuzuordnen. Das Verhalten der Menschen ist eben absolut real, daher ist nur die form in der manches entfremdet wird, sehr skurril und teils abstoßend surreal, die Grausamkeiten der eigentliche Inhalte und Handlungen aber sind der realen Welt entnommen und an diese angelehnt. Letzteres lässt das buch zum einen über den Unterhaltungswert hinaus auch sozial- und gesellschaftskritische Komponente aufgreifen und mich zum anderen zu der Aussage führen, dass jeder, der die Realität verkraftet, auch kein Problem mit der schonungslosen Darstellung im Buch haben wird.

Meine Empfehlung lautet also, dass jeder Mensch mit (schonungslosen) Blick für die Realität und einer Leidenschaft für Fantasiegeschichten dieses Buch lesen muss, und wenn erst einmal angefangen, er es nicht mehr aus der Hand lassen wird.

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