Philipp José Farmer: Die Flußwelt der Zeit

Philipp José Farmer: Die Flußwelt der Zeit

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Philipp José Farmer: Die Flußwelt der Zeit
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
To Your Scattered Bodies Go
ISBN-13
9783453305526

Informationen zum Buch

Seiten
252

Serieninfo

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Handlungsort

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Sir Richard Francis Burton, der englische Forschungsreisende, Literat und Abenteurer, hatte vergeblich versucht, die Quellen des Nils zu entdecken, hatte "Tausendundeine Nacht" ins Englische übersetzt und war der erste Europäer, der, als Mohammedaner verkleidet, Mekka und Medina besuchte.

Er war zeit seines Lebens kein gläubiger Mensch gewesen. Als er 1890 in Tries einer Herzattacke erlag, glaubte er gewiß nicht an ein Leben nach dem Tode. Er sollte sich getäuscht haben.

Wenig später erwacht er in einer "Wiederbelebungsanlage" in einem Raum fern der Erde, und kurze Zeit später findet er sich in einer Flußlandschaft wieder, in der alle Menschen, die seit dem Urbeginn der Rasse bis zum Ende des 20. Jhd. existiert haben, nach ihrer Wiedererweckung angesiedelt wurden.

Burton gibt sich mit der bloßen Tatsache seiner Wiedergeburt nicht zufrieden. Er will herausfinden, wer ihn um seinen Tod betrogen hat und wer mit der menschlichen Rasse diese groteske Posse treibt. Zusammen mit einer ehrenwerten Lady, einem frühmenschlichen Kannibalen und weiteren Begleitern aus anderen irdischen Gegenden und Epochen macht er sich auf, der Sache nachzugehen...

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Tolle Idee, aber erst der Anfang einer größeren Geschichte

Sir Richard Burton segnet das Zeitliche auf Erden und erwacht am Ufer eines schier endlosen Flusses wieder. Zusammen mit allen anderen Menschen, die je auf der Erde gelebt haben. Schnell stellt sich heraus, dass Kulturen, Zeiten, Sprachen und Religionen hier bunt gemischt wurden.
Nun stellt sich die Frage des Wie und des Warum. Was ist diese Welt, die nur aus einem Fluss und ein paar Hügeln an den Ufern besteht? Wie konnte die gesamte Menschheit - plus ein Alien - wiederbelebt werden? Und wie wird sich die Gesellschaft entwickeln?

Was für eine grandiose Idee! Alle Menschen der Erde in jungen, gesunden Körpern - und übrigens völlig nackt und haarlos - in einer fremden Welt wieder zu beleben, klingt wie ein toller Anfang für eine gute Geschichte. Und das ist es auch.
Ich habe mit Richard Burton gemeinsam gestaunt und mich gewundert, was mit ihm passiert. Etwa die erste Hälfte des Romans verbringen wir damit, die Flusswelt genauer zu erkunden, Nahrungsquellen ausfindig zu machen und zumindest annähernd zu verstehen, was eigentlich los ist.

Hier wurde für mich auch etwas holprig erzählt. Farmer konzentriert sich entweder auf die Welt oder auf die Charaktere, schafft es aber - zumindest in der ersten Hälfte des Buches - nicht, die beiden miteinander zu verbinden. Das ist nicht unbedingt tragisch, ließ die Handlung aber zeitweise etwas langatmig werden und die Charaktere wiederum lange Zeit flach bleiben. Die Gruppe, die sich um Burton bildet, ist mir aber doch schnell ans Herz gewachsen, auch wenn für meinen Geschmack viel zu wenig Monat (das Alien) vorkam.

Ab der Hälfte wird es ein zwiespältiger Genuss zu erleben, wie sich die Gesellschaft an verschiedenen Stellen des Flusses entwickelt. Man trifft hier von kriegerischen Völkern alles bis hin zu friedliebenden, offenen Kulturen. Der Krieg scheint aber zumindest da, wo Burton ist, zu überwiegen. Teilweise schockierend, erkennt man die Menschheit wieder, so wie sie nun mal zu sein scheint. Dieser Teil des Romans hat mir aber sehr viel Spaß gemacht, besonders als Hermann Göring auftaucht (schließlich sind alle Menschen wieder erweckt worden, irgendwo rennt also sicher auch Hitler herum). Dieser macht auch eine interessante Charakterentwicklung durch, die ich mir nicht erwartet hatte.

Das zweite, und viel größere, Fragezeichen der Geschichte ist: Was hat die Menschheit eigentlich hier verloren? Warum sind sie hier? Burton glaubt an wissenschaftliche Erklärungen und setzt alles dran, diese zu finden. Obwohl wir Leser gegen Ende hin kleine Happen an Informationen vorgesetzt bekommen, bleibt doch vieles unbeantwortet. Normalerweise würde ich mich darüber sehr ärgern, aber weil es der erste Teil einer Reihe ist, bin ich dem Autor nicht böse.

Man merkt sehr, dass dieses Buch die Einleitung zu einer größeren Geschichte ist, daher auch die unbeantworteten Fragen. Sie hat mir jedenfalls Lust auf mehr gemacht und das Nachwort hat dann sein Übriges getan - in Band 2 treffen wir demnach nämlich auf Samuel Clemens. ;)

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Die Idee hinter dieser Geschichte ist für mich bisher einzigartig. Alle Menschen, die jemals auf der Erde gelebt haben wachen alle gleichzeitig auf einer "Welt" wieder auf, nachdem sie vorher bereits gestorben waren. Hier sind nun Menschen aller Epochen auf einmal vereint - vom Neandertaler bis zum modernen Menschen. Alle Menschen sind gesund, ca. 25 Jahre alt und erwachen immer wider aufs Neue, wenn Sie auf dieser "Welt" sterben sollten, jedoch immer an einer anderen - nicht vorhersehbaren Stelle auf dieser Welt. Allein diese Vorstellung bietet Stoff für Gedankenspiele und Fantasien. ich habe dieses Buch vor ca. 1 Jahr gelesen und denke immer noch voller Ehrfurcht und Freude an die Stunden der Hingabe beim Lesen dieses Buches. Ein Genuß für den Geist und eine absolute Bereicherung der SF/Fantasy Literatur.

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