Andreas Eschbach: Die Haarteppichknüpfer

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Andreas Eschbach: Die Haarteppichknüpfer
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453133181

Informationen zum Buch

Seiten
324

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Handlungsort

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In einer anderen Welt, in einer anderen Zeit ... Seit undenklichen Zeiten knüpfen sie Teppiche für den Hof des Kaisers - Teppiche aus dem Haar ihrer Frauen und Töchter, so dicht und fein, daß jeder Haarteppichknüpfer nur einen einzigen Teppich in seinem ganzen Leben vollendet. Die Kunst wird vom Vater auf den Sohn vererbt, seit Jahrtausenden, seit dem Anbeginn der Zeit.

Doch eines Tages wird alles anders. Das Reich der Gottkaiser zerfällt, und die Fremden von den Sternen kommen, um der Spur der Haarteppiche zu folgen. Und sie stoßen auf ein Geheimnis jenseits aller Vorstellungskraft.

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Die Haarteppichknüpfer

Ein Haarteppichknüpfer verbringt sein ganzes Leben damit, einen einzigen großen Teppich aus den Haaren seiner Töchter und Frauen zu knüpfen. Zu Ehren des Kaisers, Herrscher über die Planeten. Vom Erlös des Teppichs kann die nächste Generation leben, während sein Sohn einen neuen Haarteppich anfertigt. Und dessen Sohn ebenfalls.
Doch was genau hat es mit diesen Haarteppichen auf sich? Was steckt dahinter?

Normalerweise bin ich kein Freund von episodischer Erzählweise. Dieses Buch hier stellt hier allerdings eine klare Ausnahme dar. Die Art, wie hier Personen oder Geschehnisse aus vorherigen Kurzgeschichte wieder aufgegriffen oder zumindest erwähnt werden, hält die einzelnen Episoden zusammen wie ein roter Faden. Langsam bildet sich ein großes Gesamtbild heraus, wenn die einzelnen Puzzlestücke nach und nach zusammengesetzt werden können.
Dabei ist auch beeindruckend, wie Eschbach es in den kurzen Geschichten doch immer wieder versteht, mich zu fesseln, mein Interesse an den Charakteren und ihren Schicksalen zu wecken. Dabei gleicht auch keines dem anderen und während einige leiser sind, warten andere doch mit ziemlich heftigen Auflösungen auf - so zum Beispiel gleich die erste Geschichte.
Allerdings muss ich gestehen, dass mich die endgültige Auflösung des Geheimnisses der Haarteppiche nicht ganz so sehr beeindruckt hat wie die Geschichte des Kaisers selbst. Die war für mich das absolute Highlight des Buches.

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Über Eschbach habe ich schon einmal als Kritik gelesen, er hätte Schwierigkeiten damit, seinen Figuren Leben einzuhauchen. Bei den Haarteppichknüpfern geht er diesem Problem dadurch aus dem Weg, dass es keine Hauptfigur gibt, bei der das wirklich nötig wäre. Das Buch besteht eigentlich aus einer Reihe von Kurzgeschichten, die (wie ein Teppich) miteinander verwoben sind und so erst nach und nach das Geheimnis um die Haarteppichknüpfer enthüllen. Dabei werden die vielen verschiedenen Figuren zumindest für die Kürze des jeweiligen Kapitels lebendig genug gezeichnet.

Einzelne Personen spielen in dem Roman auch gar nicht so eine grosse Rolle, es geht eher darum, woraus eine Kultur besteht oder darum, was passiert wenn die (religiöse) Grundlage für diese Kultur zerfällt.Erst am Ende werden die einzelnen Handlungsstränge zusammengeführt und man ist versucht, das eine oder andere Kapitel noch einmal zu lesen, dessen Sinn man erst jetzt verstehen kann. Die Lösung um die Haarteppiche macht betroffen, aber es bleibt einem immerhin die Hoffnung, dass sich irgendwann alles zum Guten wenden wird.Keine "harte" Science Fiction, daher auch für Leute empfehlenswert, die Weltraumschlachten etc. nichts abgewinnen können.

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INHALT

Die Lebensaufgabe eines Haarteppichknüpfers besteht darin, einen Teppich aus den Haaren seiner Frauen und Töchter zu knüpfen, einen Teppich, der so fein und so kunstvoll geknüpft ist, wie es seinem Verwendungszweck gebührt: Die Haarteppiche sind für den Palast des Imperators gedacht. Ein Haarteppichknüpfer verbringt sein gesamtes Leben mit der Arbeit an nur einem einzigen dieser wertvollen, einzigartigen Teppiche und das Geld, das er dafür erhält, muss ausreichen, um die nächste Generation seiner Familie zu ernähren. Seit Jahrtausenden prägt diese Tradition das Leben eines ganzen Planeten. Die Herstellung der Haarteppiche ist fast so etwas wie eine religiöse Pflicht und der auf einer fernen Welt residierende Kaiser ist Gegenstand abergläubischer Verehrung. Doch eines Tages breiten ketzerische Gerüchte sich aus. Der Kaiser sei gestorben, das mehrere Galaxien umfassende Imperium sei jetzt in der Hand von Rebellen. Doch die Gerüchte werden unterdrückt, wer sie weiterverbreitet, wird hingerichtet. Am Leben der Haarteppichknüpfer ändern die Gerüchte ohnehin nichts, denn immer noch sind die Haarteppichhändler unterwegs, immer noch landen Raumschiffe auf der Welt der Haarteppichknüpfer und transportieren Tausende der wertvollen Werke zu einem unbekannten Ort.

Eines Tages wird der Planet der Haarteppichknüpfer von einem Schiff der einstigen Rebellen, die jetzt die Macht in Händen halten, wieder entdeckt. Der Planet ist nur einer von unzähligen bewohnten Welten in einer Galaxie, die einst zum Imperium gehört hat, dann aber in Vergessenheit geraten ist. Auf fast all diesen Welten werden Haarteppiche hergestellt – doch wohin sie gebracht werden, scheint niemand zu wissen. Nur eines ist klar: Im gesamten Palast des gestürzten Kaisers gibt es keinen einzigen Haarteppich…

KRINGELS MEINUNG

Der erste Teil dieses Erstlingsromans von Andreas Eschbach ist eigentlich kein richtiger Roman, sondern eine Ansammlung von Kurzgeschichten, thematisch miteinander verknüpft sind, weil das Leben der Haarteppichknüpfer und die gesellschaftlichen Verhältnisse auf ihrem Planeten vorgestellt werden. In der zweiten Hälfte ändert sich der Blickwinkel, d.h. der Schwerpunkt der Ereignisse wird weg von der Welt der Haarteppichknüpfer und hin zu den Rebellen verlegt. Dann entsteht auch erst eine zusammenhängende Geschichte. Das Schicksal einer bestimmten Familie von Haarteppichknüpfern bildet im ersten und letzten Kapitel des Buchs einen Rahmen, in den die restlichen Geschehnisse eingebettet sind.

Durch diesen gestückelten Aufbau entsteht zwar ein etwas uneinheitlicher Eindruck. Es wird nicht etwa die durchgehende Geschichte einer Hauptperson erzählt, vielmehr entsteht eine Art Mosaik aus vielen kleinen Episoden. Dem Leser wird schnell klar, dass es mit den Haarteppichen irgendetwas Besonderes auf sich haben muss, und die Auflösung ist denn auch ziemlich phantastisch. Bis es soweit ist, entfaltet sich zunächst einmal das interessante Bild einer ganz auf die Herstellung eines einzigen Produkts ausgerichteten Gesellschaft. Leider werden viele Einzelschicksale nicht weiterverfolgt, man erfährt höchstens am Rande in einem späteren Kapitel, was aus ihnen geworden ist. Lustiges Detail am Rande: Die Haarteppiche werden nicht etwa aus der Kasse des Kaisers bezahlt. Die Haarteppichknüpfer finanzieren sie selbst – durch die Steuern, die sie entrichten müssen!

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