Andreas Brandhorst: Die Stadt

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Andreas Brandhorst: Die Stadt
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453527645

Informationen zum Buch

Seiten
592

Sonstiges

Erster Satz
Es geschah an seinem vierzigsten Geburtstag.

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Nach einem Unfall ist es für Benjamin Harthman, eines der Opfer, schon zu spät: Er ist tot. Doch dann wacht Harthman wieder auf, mitten in einer seltsamen Stadt, einer Stadt voller verstorbener Menschen. Ist es das Paradies oder gar die Hölle? Benjamin Harthman macht sich auf die gefahrvolle Suche nach dem Geheimnis dieses seltsamen Ortes ...

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Trotz der gut gestrickten Geschichte, die sehr fesselnd und voller dunkler, stimmungsvoller Spannungsmomente war, gefiel mir das Buch vor allem wegen seiner philosophischen Auslegung. Komplex und sehr gehaltvoll hat es Andreas Brandhorst geschafft mich über weite Strecken immer wieder zu tiefgründigen Überlegungen zum Thema „Das Leben danach“ zu animieren. Diese Thematik, gemischt mit der Darstellung von sehr unterschiedlichen Charakteren, die jeweils auf ihre ganz eigene Art und Weise mit der jenseitigen Situation versuchen umzugehen, machten diesen Roman für mich so unglaublich intensiv. Immer wieder hielt ich inne, um eine besonders interessante Sichtweise mit meinem Partner zu diskutieren. Durch „Die Stadt“ angeregt entstanden wunderbare Thesen und Betrachtungen, die mir der Autor durch sein Werk als zusätzlichen Bonus bot. Aber auch die Handlung konnte mich begeistern, da ich bis zum Schluss nicht hinter das Geheimnis der Wirrungen blicken konnte. Da blieb immer jede Menge Platz für herrliche Spekulationen. Was mir auch noch gut gefallen hat, war die Perspektive der Erzählung selbst. So beging ich als Leser den Weg des Geschehens gemeinsam mit dem Protagonisten Benjamin, der nach Kräften versucht nicht im Status Quo dieser Stadt hängen zu bleiben, sondern versucht hinter die Dinge zu schauen. Ein Unterfangen welches natürlich nicht folgenlos bleib. Dabei empfand ich es als äußerst positiv, dass Benjamin nicht wie ein Superheld herüber kam sondern stets menschlich blieb.

Es war ganz sicher keine Geschichte, die man einfach so weglesen sollte. Sprachlich und vor allem angeregt durch die verschiedensten Denkanstöße, die vom Autor richtig gut in die Geschichte eingebettet waren, ohne schulmeisterlich zu sein, stellte sich dieser Phantastik-Thriller als ein Werk mit sehr viel Tiefgang dar. Stets wurde ich animiert auch einmal zwischen den Zeilen zu lesen und meinen eigenen Gedanken zu lauschen, die hier mächtig zu tun bekamen. Kurz: Ein unglaublich gutes Buch mit Sogcharakter, welches einem weitaus mehr als nur eine spannende Story bietet, wenn man nur bereit ist hinzuhören.

Für mich ein absoluter Buchtipp.

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Dieses Buch hat mich total begeistert und ich bin auch bis jetzt noch nicht wieder vollständig daraus herausgetaucht, so sehr halten mich die Worte und Bilder noch gefangen.

Der Leser wird hier gemeinsam mit dem Protagonisten Benjamin in eine geheimnisvolle und düstere Stadt entlassen und ist wie dieser verwirrt und beeindruckt zugleich von der unheimlichen und geheimnisvollen Umgebung. Gemeinsam mit Ben stellt man sich die Frage, warum man dort „lebt“ , obwohl man doch eigentlich tot ist, wo man überhaupt gelandet ist, was für eine Funktion diese Stadt hat und wie man aus ihr am besten wieder herauskommt. Denn gefährliche Kreaturen wandern im Nebel umher, schwarze Schatten verfolgen einen, Menschen verschwinden und die Bewohner haben sich zudem noch in drei verfeindete Gruppen aufgeteilt. Und jene der großen „Gemeinschaft“ akzeptieren es nicht, wenn man , wie Ben, zu viele neugierige Fragen stellt und sich nicht an die Regeln hält, die angeblich ins Paradies führen sollen. Und so findet er sich bald gemeinsam mit dem Mädchen Louise auf der Suche nach der Wahrheit, die sie unter anderem in ein unheimliches Labyrinth führt.

Diese Suche, die man zusammen mit Ben unternimmt, ist sehr spannend beschrieben. Eine gruselige, beklemmende und unheimliche Atmosphäre und dabei die große Ungewissheit über den Ort verstärken diese Spannung noch und haben mich richtig mitfiebern lassen. Andreas Brandhorst schafft es dafür auch hier wieder, wie ich es schon von seinen anderen Büchern so liebe, mit seinen Worten sehr eindringliche Bilder und Filme zu schaffen, die mich emotional sehr berühren und langhaltig in meinem Kopf hängen bleiben. Nicht nur einmal habe ich einen Kloß in den Hals oder sogar Tränen in die Augen bekommen, einfach weil eine Beschreibung so traurig schön und intensiv war und damit eine ganz besondere Stimmung zu mir übertragen wurde. Aus irgendeinem Grund treffen seine Worte bei mir immer wieder einen Nerv, auch wenn es manchmal nur ein einziger Satz ist. Sein besonderer Schreibstil insgesamt vermittelt mir eine ganz besondere Stimmung, eine Stimmung, in die ich total eintauchen kann und die mich zudem seine Geschichten eher langsamer lesen lassen, auch wenn die Handlung sehr spannend ist. So auch hier: ich hatte das Gefühl, manchmal wie in Zeitlupe durch die Stadt zu laufen und die vielen Eindrücke, die sie bot, auf mich eindringen zu lassen. Ein seltsames aber schönes Lesegefühl.

Aber nicht nur die Atmosphäre war hier eine besondere, sondern auch die Gedanken und Fragen , die die Protagonisten, und damit auch mich, beschäftigten. Fragen, die sich über den Tod und was danach kommt drehten. Fragen über das Leben, und was man daraus macht , Fragen über den Sinn des Lebens, wenn es überhaupt einen Sinn gibt, Fragen über sich selbst und das, was man zu verantworten hat und vieles mehr. Diese Gedanken und Gespräche, die Ben und die Menschen in der Stadt untereinander führten, regten auch mich während des Lesens zum Innehalten und Nachdenken an und dies empfand ich als zusätzliche Bereicherung.

Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen und ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich schon mal betone, dass es kein „Alles nur geträumt“- Ende geben wird. Es sind noch einzelne Fragen offen, aber das passt für mich sehr gut zur Geschichte, denn wie kann man beim Thema Leben und Tod schon totale Gewissheit bekommen? Eine endgültige Aufklärung hätte für mich nicht zum Grundgefühl der Handlung gepasst. Ich finde es gut, wenn noch etwas Spielraum für eigene Interpretationen bleibt. Und außerdem ist es nie verkehrt, wenn noch etwas Stoff übrig bleibt für eine Fortsetzung!

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