Bewertungsdetails

Science Fiction 3820
Im Re-Read schlechter
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Vorausschicken muss ich, dass ich das Buch, das ich im englischen Original gelesen habe, mit höchsten Erwartungen begann, denn ich hatte es vor Jahren schon einmal gelesen (damals aus der Bibliothek ausgeliehen) und es hatte mich so sehr beeindruckt, dass ich es mir später auch noch kaufte.

Um es kurz zu machen: Diese hohen Erwartungen konnte es nicht erfüllen. Zwar fesselte mich der zweigleisige Beginn ebenso sehr wie damals; sowohl die Entdeckung der fremden Gesänge im All, als auch der Strang um Emilio Sandoz, der nach seiner Begegnung mit den Bewohnern des fremden Planeten als physisches und physisches Wrack heimkehrt, boten Spannung und engagierten mich. Gerade die Tatsache, dass man von Anfang an von der Katastrophe wusste, der die Weltraumexpedition entgegen sah, aber nicht, wie diese aussah, war ein erzählerischer Trick, der mir sehr gut gefiel. Auch die langsame, zumindestens andeutungsweise Heilung Emilios war gut geschildert.

ABER: irgendwie ging mir alles zu glatt. Das wurde zwar auch im Roman thematisiert - es wurde eine mögliche Antwort geliefert, die ich bei der Erstlektüre willig "schluckte" und die einen guten Teil meiner Begeisterung für den Roman ausmachte, aber in der Wieholek konnte sie mich nicht mehr ganz überzeugen. Das lag nicht zuletzt an den "ach so guten" Expeditionsteilnehmern, die eine tiefe, ehrliche Freundschaft verband, die sich sooo gut verstanden und die sooo liebevoll und nachsichtig miteinander umgingen. Mir wurde das zu viel des Guten und es war mir zudem zu sehr im Detail geschildert.
Emilios Auseinandersetzung mit seinem Glauben hingegen – das war damals für mich das zentrale Thema des Buches – wurde viel knapper geschildert, als es in meiner Erinnerung der Fall war.
Die Begegnung mit den Bewohnern des Planeten wiederum ging mir auch zu problemlos vonstatten, was ich bei der Erstlektüre willig hinnahm, da es für mich - s. o. - nicht im Zentrum stand. Aber da mir jetzt eben jenes Zentrum fehlte, sah ich hier jetzt Schwächen.

Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch, aber nicht die Großtat, die ich in Erinnerung hatte.
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