George Orwell: Farm der Tiere

George Orwell: Farm der Tiere

Hot
 
5.0
 
4.7 (3)
5070   1  
Bewertung schreiben
Add to list
George Orwell: Farm der Tiere
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Animal Farm
ISBN-13
9783257201185

Informationen zum Buch

Seiten
144

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Dem Roman liegt die Überzeugung zugrunde, daß alle Revolutionen letzten Endes nur eine Verschiebung im Kaleidoskop der Macht herbeiführen, daß die Grunstrukturder Gesellschaft aber immer die gleiche bleibe. Dieser Pessimismus zeigt, daß die Farm der Tiere mehr ist als nur eine Satire auf die kommunistische Revolution in Sowjetrußland. Die Satire zielt nicht nur auf den einmaligen historischen Tatbestand, sondern auf jede Revolution überhaupt, deren Ursachen und Antriebe, deren Versagen und endliche Verkehrung ins Gegenteil Orwell an einem animalischen Staatswesen demonstriert.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Der greise Keiler Old Major auf der Herren-Farm von Mr. Jones schwört bei einer abendlichen Versammlung die Tiere des Hofes darauf ein, an der Revolution gegen den Menschen zu arbeiten, weil Menschen an allem Übel der Tiere schuld seien. Die Gelegenheit zur Revolution kommt schneller als gedacht und die Menschen werden vom Hof vertrieben. Sieben Regeln stellen die Tiere für ihr Miteinander auf und anfänglich geht auch alles gut. Aber schnell nehmen sich vor allem die Schweine Freiheiten, die sie damit begründen, die notwendige Geistesarbeit für den Erhalt und Betrieb der Farm zu leisten. Zwischen den beiden Führungsschweinen Schneeball und Napoleon kommt es immer wieder zu Streitereien, die Napoleon mit seiner persönlichen Hundeleibgarde und der Vertreibung Schneeballs löst, um sich anschließend dessen Ideen zu eigen zu machen. Alle Tiere arbeiten hart und immer härter, die Verpflegung wird so schlecht und schlechter als sie es zu Mr. Jones' Zeiten war, das einzige, was funktioniert, ist die Propaganda der Schweine. Den übrigen Tieren wird mit langen Zahlenkolonnen bewiesen, daß es ihnen immer besser geht, ihre kollektive Erinnerung wird verdreht, die hehren Gebote werden den Wünschen und dem Betragen der herrschenden Schweine angepaßt, die den Menschen immer ähnlicher werden.

Ein Buch, das ich längst hätte lesen sollen, aber bislang kannte ich nur den Zeichentrickfilm, den ich vor vielen Jahren gesehen habe und entsprechend schwach ist die Erinnerung. Schullektüre war es bei uns leider nicht. George Orwell hat die Geschichte bewußt als Parallele an die Sowjetunion konzipiert und erzählt. Das war zum Entstehungszeitpunkt des Textes Ende 1943/Anfang 1944 keine selbstverständliche Angelegenheit. Meine Diogenes-Ausgabe enthält eine Art "Nachwort" von Orwell, in dem er sich über die freiwillige Selbstzensur der britischen Verlage, Zeitungen, Intellektuellen usw. mokiert, die Kritik an den sowjetischen Kriegsverbündeten gar nicht erst zur Kenntnis nehmen, sondern im Gegenteil sogar gezielt unterdrücken.

Trotz dieser unzweifelhaften Herkunft der Verhältnisse und Entwicklungen auf der Farm der Tiere schildert Orwell aber letztlich ein Grundproblem revolutionärer Umwälzungen. Das Machtgefüge verschiebt sich, es spült andere Gruppen nach oben, aber für eine Mehrheit ändert sich bestensfalls nichts, schlimmstenfalls verschlechtert sich ihre Lage sogar. Und am meisten leiden die Gutwilligen, die sich engagieren wollen und an den Geist der Revolution, an die guten Absichten glauben, hier perfekt dargestellt im Pferd Boxer. Überhaupt sind die Charakterisierungen über die verschiedenen Tiere Orwell gut gelungen, das zeigt sich vor allem auch an der Auswahl der Schweine für die herrschende Gruppe und den Einsatz der Hunde. Eine phantastische Satire!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.7  (3)
Charaktere 
 
4.7  (3)
Sprache & Stil 
 
4.7  (3)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Die perfekte Parabel auf die Mechaniken von Revolutionen, in ihrer Einfachheit erstaunlich treffend und stilistisch unschlagbar. Jeder politisch interessanten gesellschaftlichen Gruppierung derartig überzeugend ein tier mit seinen typischen Eigenschaften gegenüberzustellen und so deren (Fehl-)Verhalten offenzulegen, zeugt von scharfsinnigem Verständnis für menschliche bzw. soziale Zustände und von großem metaphorischem Talent. Eins der wichtigsten und lesenswertesten Bücher des letzten Jahrhunderts.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Ein herrliches Buch, dass einem mal wieder die Schizophrenie der Gesellschaft vorzeigt: die Parteien, welche am meisten de Revolution hrebeigewünscht und den Sturz der obrigkeit bewerkstelligt haben, sind jene, welche kurz darauf genau dieselbe Gesellschaft aufbauen, aus welcher sie ausgebrochen sind.

Eine moderne Fabel, aus heutiger sicht vielleicht schon alt, aber von ihrer Aussage her Zeitlos.

Unbedingt lesenswert.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Ich hab das Buch auf Englisch und auf Deutsch gelesen. Natürlich ist es in der Originalsprache immer besser, aber die Story bleibt ja die gleiche. ;) Ich fand 'Animal Farm' - 'Farm der Tiere' sehr gut. Ich kann es jedem empfehlen, der sich für die politischen Ereignisse in Russland ab etwa 1917 bis etwa 1953 interessiert. Die Ereignisse, wie Orwell sie schildert, sind zwar nicht chronologisch aufgeführt, aber das ist ja auch nicht schlimm. Orwell zeigt auch, dass nicht nur die 'Oberen', also die Schweine, die Revolution zum Scheitern brachten, sondern auch die Arbeiter, die nie protestierten (wobei ich nicht weiß, ob die Arbeiter in Wirklichkeit nicht protestierten). Es ist ebenfalls gut dargestellt, wie die Propaganda Menschen in ihrer Handlungsweise und ihrem Denken beeinflussen. Ich finde es nur an manchen Stellen zu ausführlich geschrieben, aber vielleicht liegt das daran, weil ich das Buch schon so oft gelesen habe und mich mit Geschichte gerne beschäftige und dann halt weiß was passiert. Naja, auf jedenfall lesenswert!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue