Andreas Brandhorst: Feuervögel

Andreas Brandhorst: Feuervögel

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Andreas Brandhorst: Feuervögel
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453522060

Informationen zum Buch

Seiten
580

Sonstiges

Erster Satz
Der Untergang der Menschheit und vieler anderer galaktischer Völker begann vor über tausend Jahren, als die ersten Feuervögel erschienen.

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Seit mehr als tausend Jahren breiten sich die Graken in der Galaxis aus, mächtige Wesen, von denen niemand weiß, woher sie stammen. Erbarmungslos unterwerfen sie einen Planeten nach dem anderen und entziehen den Bewohnern die Lebensenergie. Die menschliche Zivilisation steht vor dem Fall. Da taucht plötzlich ein Junge auf, der die Gabe besitzt, mit den Graken auf telepathische Weise Kontakt aufzunehmen.

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Kantaki Universum

Nach der ersten Trilogie (Diamant), die mich schon sehr begeistert hatte, war ich natürlich gespannt auf die folgenden Bücher und ich wurde nicht enttäuscht. Mit "Feuervögel", dem ersten Band, dieser Trilogie, wurde der Leser wieder in das Kantaki-Universum gebracht, wenn auch mittlerweile sehr viel Zeit seit dem letzten Aufenthalt verstrichen ist.

Und es hat sich einiges verändert: Graken bringen Unheil über die Menschen, ernähren sich von deren Träumen und manch ein Planet ist nicht wiederzuerkennen. Und wie es dazu kommen konnte ist ein Rätsel, das kaum zu lösen ist, denn in der Vergangenheit gibt es zwei große Lücken, Informationen über die Geschehnisse in der Zeit liegen nicht mehr vor.

Die Menschen, unter ihnen Tako, versuchen, gegen die Graken vorzugehen, doch ist es ein recht aussichtsloser Kampf, der das Übel nicht an der Wurzel greifen kann. Bis plötzlich ein Junge auftaucht, der besondere Fähigkeiten zu haben scheint...

Das Buch ist wieder sehr spannend erzählt und fasziniert wieder einmal durch die tollen Bilder und Filme, die beim Lesen im Kopf entstehen. Dabei meine ich nicht nur die Äußerlichkeiten, wie die fantasievollen Geschöpfe und die großartige Kulisse der aufbrechenden Schiffe oder die erschreckend schönen Erscheinungen der Feuervögel als Vorboten des nahenden Feindes. Sondern auch die "inneren Bilder", wenn Dominik seine Gedanken wandern lässt, Landschaften baut oder mit seinen Sinnen auf die Suche geht.

Die Stimmung war auch wieder sehr gut zu spüren. Die Bedrohung durch die Graken, die Verzweiflung der von ihnen benutzten Menschen, für die es keine Rettung mehr gibt, die Gefühlskälte auf der einen Seite und die Macht der Gefühle auf der anderen.

Und was mich am meisten irritierte war, dass ich mich um eine künstliche Intelligenz mehr sorgte als um ein menschliches Wesen.

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Weit in der Zukunft: die Menschheit in der Allianz Freier Welten (AFW) kämpft seit über tausend Jahren einen schier aussichtslosen Kampf gegen die übermächtigen Graken, riesenhafte Wesen, die Planet um Planet seiner Menschen beraubt haben, indem sie durch Eindringen in deren Träume ihre Lebensenergie aussaugten. Tako Karides ist Offizier bei den Streitkräften der AFW und versucht wieder einmal, eine Welt vor den Graken zu retten.

Mit im Bunde gegen die Graken sind auch die uralten weisen Frauen des Tal-Telassi-Ordens, die Zugriff zu einer besonderen Kraft, dem Tal-Telas, besitzen und somit über große geistige Macht verfügen. Doch der Orden ist gespalten zwischen konservativen und fortschrittlichen Strömungen, die sich teils mit harten Bandagen bekämpfen.

Fast zufällig stößt Tako bei einem seiner Einsätze gegen die Brut der Graken auf Dominik, einen Jungen, der offenbar die Fähigkeit besitzt, sich in die Träume der Graken einzuschleichen. Könnte Dominik der Schlüssel zum Sieg über die große Bedrohung werden?

Andreas Brandhorst erschafft eine komplexe Welt aus Planeten und Galaxien, diversen Völkern und Wesen und zunächst recht kompliziert erscheinenden Zusammenhängen, wobei die Figuren anfangs eher blass wirken und der Kopf schwirrt von den zahlreichen fremdartigen Namen.

Hat man sich aber erst einmal eingelesen in die Gegebenheiten, stellen sich Spannung, Sympathie für die Protagonisten und Lesefluss quasi von selbst ein. Dies ist Science-fiction, die weit entfernt ist von Klischee-Aliens und stumpfem Hollywood-Heldentum. Tako und seine Kollegen von den Streitkräften sind in ihrem Denken und Handeln zwar eher technisch geprägt, und natürlich spielen die Möglichkeiten der hochentwickelten verfügbaren Technik besonders in Verkehr, Medizin und Verteidigung eine große Rolle (Brandhorst hat hier zahlreiche ziemlich faszinierende Ideen, die weit über Klonen und fliegende Autos hinausgehen), aber auch eine mystische Komponente kommt durch Dominik und die Tal-Telassi ins Spiel.

Ein solider, spannender und insgesamt sehr gelungener Science-fiction-Roman (der auch mir Sci-fi-Zweifler Lust auf die Fortsetzungen beschert hat).

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Der erste Satz:

„Der Untergang der Menschheit und vieler anderer galaktischer Völker begann vor über tausend Jahren, als die ersten Feuervögel erschienen.“

Meine Meinung zum Buch:

Andreas Brandhorst hat in seinen Büchern eine wunderbar differenzierte Welt geschaffen, die aber leider in diesem Einzelband die Mängel bei der Handlung nicht überdecken kann.

Der Einstieg in das Buch fiel mir zunächst schwer, da ich die vorangegangenen Bücher aus dem Zyklus („Diamant“, „Der Metamorph“, „Der Zeitkrieg“), die im gleichen Universum spielen, nicht gelesen hatte. Aber nach einiger Zeit fand ich mich gut zurecht, zumal mit diesem Band auch ein neuer Handlungsstrang geöffnet wird, der zu einer wesentlich späteren Zeit spielt als die ersten Bücher. Daher kann man dieses Buch durchaus auch als Start einer zweiten Trilogie ansehen.

Leider konnten mich die Figuren in dem Buch gar nicht berühren. Obwohl sie Höhen und vor allem Tiefen durchleben, konnte ich mit ihnen nicht mitfühlen – es war, als würden die im Buch beschriebenen „Bionen“ (künstlich erschaffene Wesen, welche die menschlichen Emotionen neutralisieren sollen) ihre Kraft bis zu mir hinaus ausstrahlen. Die interessantesten Personen bzw. die interessanteste Gruppe waren für mich die Tal-Telassi – wenn diese die Hauptpersonen gewesen wären, hätte mir das Buch sicher besser gefallen. In ihnen steckt eine Menge Potential für tolle Geschichten.

Die Graken wirkten auf mich leider nicht besonders furchterregend. Sie sind monströs, riesig, zerstörerisch, die Angst vor ihnen konnte ich im Kopf nachvollziehen, aber nicht nachfühlen. Größe allein reicht nicht aus, um Horrorgefühle zu erzeugen.

Sehr schön und sehr ausgereift ist die Welt, in der die Bücher dieser Reihe spielen. Man merkt, dass der Autor hier mit viel Phantasie und großer Akribie und Detailgenauigkeit vorgegangen ist, hier stimmt einfach alles, was man auch an den im Buch enthaltenen Karten, dem Glossar und der Chronologie ablesen kann.

Leider kann aber die Handlung des Buches hier nicht mithalten – Brandhorst hat ein faszinierendes Universum geschaffen, kann es aber in diesem Buch nicht mit Leben füllen. Es ist schwer zu beschreiben, das Buch war für mich nicht Fisch und nicht Fleisch. Bei der menschlichen Komponente fehlte die Leidenschaft und das Leben, es gab aber auch im – hm, wie nennt man das – „technischen“ Teil des Buches keine glänzenden Strategien oder taktischen Finessen, die mich begeistert oder zumindest erstaunt hätten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor hat seine gesamte Energie auf die Erschaffung seiner Welt gerichtet, jedes Fitzelchen darin genau geplant und durchdacht, und erst im Nachhinein eine Handlung hineingeschustert, weil die Leser das nun mal so haben wollen.

Schade, ich hatte mir mehr versprochen.

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