Tad Williams: Fluß aus blauem Feuer

Tad Williams: Fluß aus blauem Feuer

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Tad Williams: Fluß aus blauem Feuer
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
River of blue fire
ISBN-13
9783608934229

Informationen zum Buch

Seiten
781

Serieninfo

Sonstiges

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Einer Gruppe von Verzweifelten ist es gelungen, tatsächlich in Otherland einzudringen. Und da schnappt die Falle zu. Sie sind gefangen, unfähig, wieder in ihre Körper aus Fleisch und Blut in der realen Welt zurückzukehren. Zufälle und gefährliche Abenteuer zersprengen die Gruppe. Ihre einzige Hoffnung ist der Fluß. Der Fluß aus blauem Feuer, der durch alle virtuellen Welten Otherlands fließt. Alles scheint gegen sie verschworen.

Sie und Paul Jonas, der einzige Außenseiter, der ihnen vielleicht helfen könnte, verirren sich in die Eiszeitwelt, wo Urmenschen blutige Rituale zelebrieren...in die homerische Welt von Odysseus...in eine Albtraumwelt, in der Insekten so groß wie Saurier sind...in Welten, wo Comicfiguren lebendig werden...wo eine Marsinvasion fast eine komplette Stadt ausgelöscht hat...wo einer unter ihnen jener durchgeknallte Mörder ist, die schrecklichste und tödlichste Waffe der Gralsbruderschaft selbst. Dread, der Psychopath, der nie versagt hat und dessen Auftrag darin besteht, dafür zu sorgen, daß keiner des kleinen Trüppchens überlebt, um den Menschen auf der Welt die Wahrheit über Otherland zu erzählen.

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Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich den ersten Teil von Otherland gelesen. Vielleicht haben mich die Vielfalt der Handlungsstränge und der Ideenreichtum Williams' erst mal erschlagen, an der Qualität lag es sicher nicht, dass ich erst jetzt zum zweiten Teil gegriffen habe. Da ich vom ersten Teil nicht mehr viel im Kopf hatte, fand ich die Zusammenfassung am Anfang dieses Bandes sehr nützlich, um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen.

Am Ende des ersten Teils sind Renie, !Xabbu und sieben weitere Gefährten endlich in Otherland angekommen. Deswegen hatte ich anfangs die klitzekleine Hoffnung, dass die Handlung in Teil 2 etwas stringenter verläuft, aber Pustekuchen! Schon in der ersten Simulation werden die Gefährten getrennt (das erinnert mich etwas allzusehr an Herr der Ringe) und stolpern nun in drei getrennten Grüppchen durch die unterschiedlichsten Simulationen, von denen ich manche grandios (z.B. Venedig), manche etwas albern (die Comicwelt) und einige ziemlich grauselig (die Insektenwelt) fand. Daneben verfolgt Williams ein paar weitere Handlungsstränge aus Teil 1 weiter und fängt auch wieder ein paar neue an - der Mann kann wohl einfach nicht anders.

Diese Erzählweise muss man wohl mögen, ich fand die Handlung zeitweise etwas langatmig. Doch jedes Mal wenn es allzu langweilig zu werden drohte, geschah etwas Spannendes, gab es ein Fünkchen neuer Information bezüglich Otherland. Genügend um mich bei der Stange zu halten, aber nicht genug um mich restlos zu begeistern.

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Wird Otherland irgendwann verfilmt, dann werden die Menschen wohl mit offenen Mündern auf die Leinwand starren. So ging es mir zumindest zeitweise mit dem zweiten Teil der Saga, wenn die Leinwand auch die Seiten waren, die ich umblätterte. Tad Williams bewies bereits mit seiner Osten Ard Saga, enorm hohes Sprachpotential und viel Fantasie. Dieses Niveau behält er hier bei - seine Fantasie steigert sich sogar noch mit jedem Kapitel. Manchmal könnte man den Eindruck haben, der Autor verliere die Kontrolle darüber; die Geschichte spinne sich von selbst weiter. In solchen Momenten liest man dann von tanzenden Salatköpfen und Partytomaten, die wenige Augenblicke später von wildem Salatbesteck im Küchenfluß angegriffen und zerfleischt werden. Zugegeben: Das könnte nun den Eindruck erwecken, die ganze Geschichte sei absolut abgefahren und das ist sie auch mit Sicherheit. Dennoch wirkt sie in keiner Situation zu sehr an den Haaren beigezogen (im Cyberspace sollte schließlich alles möglich sein).

Liest man diesen Zyklus, zieht man in Otherland ein, wird Teil der Welt, die so komplex und gewaltig ist, daß man manchmal beim Lesen aufblickt und sich fragt, wie man dies alles überhaupt begreifen kann.

Doch Vorsicht: Otherland ist kein reiner Science Fiction Zyklus. Man merkt Tad Williams seine Fantasy-Erfahrungen an und wer eher actionreiche, weniger tiefgründige oder weniger detailliert beschriebene Bücher mag, der wird hier schlecht beraten sein.

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Inhalt

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Die Helden des ersten Bands - Renie, !Xabbu, Orlando, Fredericks und einige andere Sucher - haben es tatsächlich geschafft, der von Herrn Sellars ausgelegten Spur zu folgen und in die gigantische Virtuelle Realität des Otherland-Netzwerks einzudringen. Dort werden sie praktisch sofort wieder getrennt und müssen sich durch die verschiedenen Fantasiewelten kämpfen, ohne mehr als nur vage Vorstellungen davon zu haben, was sie überhaupt als nächstes tun und wohin sie sich wenden sollen. Sie wissen nur, dass sie jemanden finden müssen, der den Namen Paul Jonas trägt. Ihr Weg führt immer über einen ganz speziellen Fluss, der alle Otherland-Welten miteinander verbindet. Unterwegs begegnen sie neuen Gefährten, und zwar sowohl solchen, hinter denen sich echte Menschen verbergen, als auch rein virtuellen Geschöpfen, die aufgrund der unglaublichen Komplexität von Otherland aber nicht weniger menschlich wirken und durchaus auch eigene Ziele verfolgen. Die Gefährten müssen mit Entsetzen feststellen, dass sie nicht imstande sind, die Virtuelle Realität wieder zu verlassen. Sie sind in Otherland gefangen – und sollten sie den dort lauernden mannigfaltigen Gefahren erliegen, so hätte das auch für ihre realen Körper tödliche Folgen. Und zu allem Übel hat sich auch noch ein Verräter in ihre Gruppe eingeschlichen: Dread, der Serienkiller mit der Fähigkeit, elektronische Systeme zu "verdrehen", begleitet sie unerkannt…

Die Schöpfer von Otherland, die das Netzwerk eingerichtet haben, um dort nicht nur wie Götter uneingeschränkt herrschen zu können, sondern vor allem um das ewige Leben zu finden, stehen vor anderen Problemen. Seltsame, unerklärliche Störungen erschüttern immer häufiger alle Virtuellen Welten und keiner der Gralsbruderschaft, womöglich nicht einmal Felix Jongleur, der an ihrer Spitze steht, weiß wirklich, was der "Andere" ist, jenes ungeheuerliche Wesen, das überall in Otherland präsent zu sein scheint. Außerdem ist immer noch der ehemalige Gefangene namens Paul Jonas in Otherland verschollen. Eine Führungskrise bahnt sich in der Gralsbruderschaft an, außerdem entgleitet Dread mehr und mehr Jongleurs Kontrolle.

Langsam kehrt einiges von Pauls verlorenem Gedächtnis zurück, außerdem nimmt jemand vom "Kreis", einer Organisation, welche die Gralsbruderschaft bekämpft, Kontakt mit ihm auf. Aber er hat immer noch keine Ahnung, warum er für die Gralsbruderschaft so wichtig ist, dass sie ihn zwar gnadenlos verfolgen lässt, aber davor zurückschreckt, ihn zu töten. Er wenigstens weiß, welches Ziel er erreichen muss: Ithaka, die Heimat des Irrfahrers.

Kringels Meinung

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Der zweite Otherland-Roman wirkt im Vergleich zu Teil eins etwas uneinheitlicher und ist auch nicht mehr ganz so interessant. Das liegt zum einen natürlich daran, dass die zugrunde liegende Idee im ersten Teil einfach schon sehr umfangreich ausgearbeitet worden ist. Auch zu den Hauptfiguren ist eigentlich schon alles gesagt worden. Etwas wirklich Neues kann somit nicht mehr kommen. Zum anderen liegt es an der Vielzahl der Hauptfiguren und Schauplätze, zwischen denen die Handlung immer wieder hin- und her springt, wobei der Schwerpunkt immer noch auf Renie/!Xabbu zu liegen scheint. Allerdings schafft Tad Williams es dennoch, die Spannung aufrecht zu erhalten, indem er wichtige Informationen immer nur bröckchenweise enthüllt und indem er dafür sorgt, dass durch die Antworten immer wieder neue Fragen aufgeworfen werden. Während die Hauptfiguren also etwas ziel- und planlos durch eine virtuelle Welt nach der anderen stolpern, wird der Leser hauptsächlich durch die geschickt eingestreuten Rätsel (wer mag der Verräter sein?) und einige Cliffhanger bei der Stange gehalten. Etwas wirklich Entscheidendes geschieht jedoch bis zum Schluss nicht, irgendwie kommt die Geschichte nicht so recht von der Stelle. Noch mehr als bei Band eins könnte man also sagen, dass Tad Williams seinen Text ganz erheblich hätte raffen können.

Dann allerdings wäre aber wahrscheinlich doch ein wesentlicher Teil dessen weggefallen, was auch Otherland 2 zu etwas Besonderem macht, nämlich die unglaubliche Fabulier- und Formulierkunst des Autors. Seine sich in den bizarrsten Environments ausdrückende schillernde Fantasie und seine sprachlichen Fähigkeiten, die übrigens in der Übersetzung nicht gelitten haben, machen das Buch trotz einiger Längen in der Story zu einem uneingeschränkt empfehlenswerten Lesegenuss.

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