Ernest Cline: Ready Player One

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Ernest Cline: Ready Player One
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Ready Player One
ET (Original)
2011
ISBN-13
9783764530907

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Erster Satz
Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte.

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Wer online stirbt, ist wirklich tot!

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er - wie die meisten Menschen - in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos - in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!

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Für echte Nerds

Ernest Clines Debütroman spielt im Jahr 2044. Die Realität ist für die meisten Menschen recht trostlos. So flüchten sie sich in die virtuelle Welt OASIS, deren Schöpfer und Programmierer James Halliday ein sogenanntes „Easter Egg“ eingebaut hat. Kurz vor seinem Tod hat er verkündet, dass derjenige, der dieses Easter Egg findet, sein gesamtes Vermögen von ca. 240 Milliarden Dollar bekommen soll. Wade ist einer der Jäger, die hinter dem Schatz her sind. Und tatsächlich gelingt es ihm nach fünf Jahren Suche, als Erster einen Hinweis zu entdecken. Damit wird er zu einer Berühmtheit und gerät in das Visier von Killern.

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen, teilweise mit angehaltenem Atem, obwohl sich der Großteil der Handlung virtuell abspielt, man also eigentlich alles gelassen sehen könnte. Doch Cline schreibt so spannend und fesselnd, dass man richtig mitgerissen wird. Nebenbei ist das Buch eine Hommage an die 1980er Jahre, die der OASIS-Erfinder James Halliday als Teenager erlebt hat. In einem Almanach hat er alles zusammengetragen, was ihm wichtig war. Für die Schatzjäger ist dieser Almanach wie eine Bibel. Wade weiß genau, was darin steht. Er hat sich die Filme, die Halliday mochte, zig mal angesehen, er kennt sämtliche Musiktitel aus den 1980er Jahren in- und auswendig. Er weiß über alle Videospiele, die damals auf den Markt gekommen sind, Bescheid. Er kennt die Tricks, wie man spielen muss, um zu gewinnen. Und er kennt sämtliche Computermodelle aus der Anfangszeit. Bei der Erwähnung von Commodore 64 oder Atari II wurde mir ganz nostalgisch zumute.

Obwohl es ständig um technischen Kram geht, kommt auch die Menschlichkeit nicht zu kurz. Denn während anfangs jeder noch allein versucht, den Schatz zu finden, wird bald klar, dass es ohne Hilfe von anderen nicht geht. Wade ist ein sehr sympathischer junger Mann, der sich schließlich auch noch online in eine Konkurrentin verliebt. Doch diese Gefühle spielen zum Glück nur eine Nebenrolle, in der Hauptsache geht es um die Online-Suche nach dem Easter Egg, bei der verschiedene Stationen durchlaufen werden müssen.

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Unbedingt lesen! Ein Highlight für jeden Fan der Achtziger!

Bisher das Lesehighlight des Jahres!
Dank des Großen Bücherboards wurde ich auf diesen wunderbaren Roman aufmerksam und ich habe es wahrlich nicht bereut ihn gekauft zu haben. Vielen Dank an alle anderen Begeisterten!

Für Leute, die in den achtziger Jahren aufgewachsen sind, ist das Buch sogar geradezu ein Muss! Aber auch andere werden sicher ihren Spaß damit haben, solange sie nichts gegen diesen Zeitabschnitt haben.
Denn obwohl “Ready Player One“ ein Science Fiction-Roman ist, der in der Zukunft spielt, so ist dieses Buch eine Hommage an dieses Jahrzehnt: Filme, Musik und die Anfänge des Spielezeitalters. Man wird alles finden.
Obwohl ich in den Achtzigern aufgewachsen bin, konnte auch ich nicht jeden Hinweis ganz zuordnen, aber mehr als genug, um restlos begeistert zu sein. Wenn der Protagonist Wade mit seinen besten Freund Aech über den zweiten Ewok-Film und „Der Tag des Falken“ streitet oder „War Games“, der „Breakfastclub“ oder „Ferris macht blau“ erwähnt werden, muss man einfach nostalgisch werden.
Ich habe richtig Lust bekommen ein paar alte Filme und CDs (bzw. Kassetten) wieder raus zu kramen.

Neben diesem Aspekt bietet der Roman aber noch viel mehr: Sympathische Protagonisten, interessante Handlungsorte und eine wahnsinnig spannende Geschichte.
Etwas krankt die Geschichte an einer zu deutlichen Schwarz/Weiß-Zeichnung, aber die Handlung ist so mitreißend, das man das gerne verzeiht.

Der Ich-Erzähler Wade selbst ist dabei nicht unbedingt ein strahlender Held, sondern passend zur Rahmenhandlung eine richtiger Nerd, der sich in der virtuellen Welt wohler fühlt als in der realen.
Das ist 2044 allerdings nichts Ungewöhnliches. Die Welt leidet unter einer Energiekrise und die Wirtschaft der meisten Länder ist zusammengebrochen. Die Armut breitet sich aus.
Zuflucht bietet die sogenannte OASIS, eine Mischung aus Internet und interaktiver Spielwelt.
Der Erfinder der OASIS hat ein sogenanntes Easter Egg in seine Welt eingebaut. Wer dies findet, der wird sein Erbe werden. Millionen von Menschen machen sich auf die Suche, auch unser Protagonist Wade, der aus armen Verhältnissen stammt.

Obwohl der Roman also zu einem großen Teil in einer virtuellen Welt spielt und einem Computerspiel gleicht, sollten auch Nicht-Spiele-Fans keine Scheu vor dem Lesen haben.
Ich gehöre auch zur Nicht-Spiel-Fraktion. Während mein Bruder zu den ersten, begeisterten Konsolennutzern gehörte, konnte ich dem nie wirklich viel abgewinnen.
Diesem Roman hingegen schon.

Zum Ende hin wird die Handlung so spannen, dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Vorsicht also an alle, die gerne im Bett lesen. Das könnte eine lange Nacht werden!

Fazit: Unbedingt lesen!

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(Aktualisiert: 24 Mai 2012)
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Ein Highlight für den inneren Nerd in uns allen!

In der Zukunft ist die Welt ein schlimmer Ort. Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit herrschen vielerorts. Doch es gibt einen Ausweg: OASIS - ein kostenlose, unbegrenzte virtuelle Welt, die den Menschen alles bieten kann.
Spaß und Unterhaltung, Abenteuer, Schulbildung und Studium...
Mitten in dieser riesigen Welt hat ihr verstorbener Erschaffer, John Halliday, den ultimativen Preis versteckt: Ein Easteregg, das seinen Finder zum Erben seines gewaltigen Vermögens und seienr Firma macht. Kein Wunder also, dass unzählige Leute ("gunters") und auch zwielichtige Organisationen (IOI) auf der Suche danach sind. Und nach den drei Schlüsseln und Toren, die zu ihm führen.
Jahrelang erfolglos. Bis plötzlich eines Tages Parzival den ersten Schlüssel findet. Und damit in ein Abenteuer gerät, das sein Leben für immer verändert.

Nach den Begeisterungsstürmen im Forum konnte ich nicht anders, das Buch musste ich haben. Und ich habe es keinesfalls bereut! Oasis ist einfach nur genial - wenn es doch sowas heute auch schon gäbe! Und obwohl ich sicher nicht alle Andeutungen und Hinweise auf die unzähligen Filme, Bücher, Serien, Autoren, Lieder, Bands, etc. verstanden habe (wer tut das schon?), hatte ich doch fast ständig Momente von "Klasse!", "Hey, das kenn ich!", "Stimmt!", "Genial!", "Das will ich auch!",... An einigen Stellen habe ich mich fast weggeschmissen vor Lachen.
Ab spätestens etwa einem Drittel lässt die Handlung einen nicht mehr los und ich bin froh, dass ich einen Lesenachmittag einlegen konnte. Die Charaktere, allen voran Parzival, sind durchweg sympathisch und der trockene Humor und die ständigen Anspielungen in ihren Gesprächen sind einfach klasse. Liegt die Spannung am Anfang des Buches vor allem noch darin, wer wohl als erstes an das Ei kommt und in den virtuellen Rätseln und Gefahren, so kommt doch schon recht bald eine reale Bedrohung dazu. Das gibt dann auch die Möglichkeit, mehr über die wirkliche Welt zu erfahren. Ziemlich trostlos, aber konsequent und realistisch. Besonders bei einigen Punkten konnte ich nicht anders als entsetzt nicken.

In jedem Fall also ein Lesehighlight, für den inneren Nerd in uns allen!

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Ernest Cline – Ready Player One

Amerika im Jahr 2045. Die Welt hat sich nicht zum Besseren entwickelt. Es gibt mehr Hunger, mehr Armut, mehr Überbevölkerung, mehr Umweltverschmutzung und -ausbeutung. Aber es gibt auch die OASIS, eine virtuelle Realität, die kostenlosen Zugang zu Bildung, Kunst, Literatur und natürlich Unterhaltung bietet. In OASIS gibt es virtuelle Welten für jeden Geschmack. Erfinder und Entwickler dieses unglaublichen VR Universums ist James Halliday, ein großer Fan der goldenen 80er Jahre, und er ist verantwortlich für eine gigantische Queste innerhalb seines Universums. In seinem Testament hat er verfügt, dass sein Vermögen und die Besitzrechte an der OASIS an denjenigen fallen, der sein Easteregg findet, zu dem er einen ersten Hinweis und eine darauf aufbauende Schnitzeljagd hinterlassen hat.

Wade Watts ist einer der sogenannten Jäger, die das Easteregg in der OASIS suchen. Er kennt sich bestens mit Halliday und den 80er Jahren aus und eines Tages hat er einen Geistesblitz und viel Glück – er findet die erste Spur in der Queste nach dem Easteregg. Schon bald muss er feststellen, dass die Suche alles andere als ein (Computer-)Spiel ist und ein Groß?onzern mit fragwürdiger Moral und ebensolchen Mitteln hinter ihm her ist – die IOI, die schon lange hinter der OASIS und dem Unternehmen dahinter her ist.

Dieses Buch ist einfach unglaublich gut. Ich weiß gar nicht, wie ich beschreiben soll, warum das so ist. Zum einen rührt es sicher daher, dass ich nicht mal ein Jahr jünger als der große Halliday bin und meine Teeniezeit ebenfalls in den 80ern verbracht habe. Ich habe auf meinem C64 'rumgespielt, ich habe noch persönlich eine Datasette zum Datenspeichern benutzt (Ladezeiten von 45min waren nicht ungewöhnlich), ich habe Pen & Paper Roellenspiele gespielt und eine alte Gamekonsole besessen (damals nannten wir das noch „Telespiel“), mit der ich pixelige Rennautos durch pixelige Parcours gesteuert habe, ich habe eigentlich alles gemacht, was auch Halliday gemacht hat (wenn auch mit etwas geringerem finanziellen Erfolg) – nur die Automatenspiele habe ich ausgelassen.

Aber nicht nur der Wiedererkennungswert meiner Kindheit war in diesem Buch gegeben. Es ist außerdem auch absolut spannende erzählt und beschert keinen einzigen Augenblick Langeweile. Es gibt ungefähr in der Mitte eine etwas ruhigere Phase, aber auch die ist nicht langweilig, sondern bringt dem Leser Wade und Co noch näher und vertieft die Charaktere. Bevor es zu viel des Guten wird, schwenkt die Aufmerksamkeit aber wieder zur „Eiersuche“ zurück und lässt den Leser fortan nicht mehr los, bis dieser das Buch am Ende aus den verschwitzten Fingern legen kann – oder muss. Von mir aus hätte es gerne noch ein bisschen weiter gehen können.

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