Philip K. Dick: Ubik

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Philip K. Dick: Ubik
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Ubik
ET (Original)
1969
ISBN-13
9783453873360

Informationen zum Buch

Seiten
427

Sonstiges

Erster Satz
Um drei Uhr dreißig in der Nacht des 5. Juni 1992 verschwand der Spitzentelepath des Sonnensystems von der Landkarte, die im Büro von Runeiter Associates in New York City hing.

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Glen Runeiter ist tot - nur warum finden sich dann Botschaften von ihm auf Zigarettenpackungen und Dosenetiketten? Es ist das Jahr 1992 - doch wieso ist die Stadt voller Autos aus den Dreißigern? Und was zur Hölle ist UBIK - ein gewöhnliches Raumspray oder womöglich das letzte Mittel gegen den drohenden Zerfall der Realität?

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INHALT

In Philip K. Dicks Version des Jahres 1992 wird die Welt vom Kommerz regiert, es gibt menschliche Kolonien auf anderen Planeten und der Tod hat einen Teil seines Schreckens verloren: Wird ein Verstorbener rechtzeitig in eine "Kaltpackung" gesteckt, kann man Kontakt zu seinen Hirnströmen aufnehmen und sich mit ihm unterhalten. Dieses "Halbleben" kann sich noch über Jahre hinziehen. Außerdem sind Menschen mit "übernatürlichen" Fähigkeiten keine Seltenheit mehr. Telepathen können die Gedanken ihrer Mitmenschen ausspionieren, Präkogs können die Zukunft vorhersagen und so weiter. Es gibt Agenturen, die Personen mit derartigen Fähigkeiten vermitteln und sie werden hauptsächlich für Industriespionage und ähnliches eingesetzt. Diese Psi-Fähigkeiten können durch sogenannte "Inerte" (also Anti-Mutanten) neutralisiert werden – natürlich gibt es inzwischen auch sogenannte Schutzgesellschaften, bei denen man Inerte mieten kann.

Joe Chip arbeitet bei einer solchen Schutzgesellschaft, er ist Psi-Feld-Tester bei der Firma seines Chefs und Freunds Glen Runciter. Sowohl Joe als auch Runciter haben Geldsorgen, und so stürzen sie sich unvorsichtigerweise auf einen Großauftrag, für den alle Inerten zusammengezogen werden, auf die Runciter zurückgreifen kann. Doch der Auftrag ist eine Falle: Als Runciter und seine Leute auf dem Mond ankommen, wo sie angeblich gegen die Telepathen einer Konkurrenzfirma einschreiten sollen, wird ein Bombenanschlag auf sie ausgeübt, bei dem allerdings nur Runciter ums Leben kommt. Doch schon bei der Rückkehr zur Erde häufen sich unerklärliche Ereignisse. Chip stellt fest, dass alle möglichen Gegenstände sich zu früheren Formen zurückzuentwickeln oder auf andere Weise zu degenerieren scheinen. Außerdem erhält er immer wieder auf unglaubliche Weise Botschaften von Runciter, dessen Konterfei plötzlich sogar auf Geldscheinen erscheint. Als einer von Chips Kollegen nach dem anderen einer rätselhaften Krankheit zum Opfer fällt, die zu einem extrem beschleunigten Alterungsprozess zu führen scheint, ist klar: Bei der Explosion auf dem Mond muss irgend etwas geschehen sein, was sich jedem rationalen Erklärungsversuch entzieht.

Chip begreift, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er selbst der namenlosen Macht zum Opfer fallen wird, die dafür verantwortlich ist, dass sich die Realität um ihn herum aufzulösen scheint. Aber irgendjemand oder irgendetwas ist auf Chips Seite. Runciters Botschaften weisen darauf hin, dass Chip UBIK braucht, um den Auflösungsprozess zu stoppen. Nur: Was ist UBIK?

KRINGELS MEINUNG

Ich halte P.K. Dick für einen der genialsten SF-Schriftsteller – und UBIK für eines seiner besten Werke. Es ist gar nicht so einfach, etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne zuviel von der vielschichtigen Handlung zu verraten. Typisch für die meisten Geschichten des leider viel zu früh verstorbenen Autors und zentrales Thema von UBIK ist die Frage: Was ist Realität? Welche Auswirkungen hätte eine virtuelle Realität, die von den darin Gefangenen nicht von der Wirklichkeit unterschieden werden kann, auf den menschlichen Geist? Genau wie die Hauptpersonen in diesem Roman wird auch der Leser lange darüber im Unklaren gelassen, was denn überhaupt los ist. Immer wieder werden falsche Fährten gelegt, deren Entlarvung zu einigen überraschenden Wendungen führt. Dabei geht aber nie die Logik verloren, und am Ende "stimmt" wieder alles, wenn sich auch im allerletzten Absatz doch wieder ein Haken verbirgt. Mit UBIK ist P.K. Dick ein faszinierender, enorm spannender Roman gelungen, dessen Geschichte zielstrebiger als in manch anderen seiner Werke entwickelt wird. Darüber hinaus sprüht der Roman nur so vor außergewöhnlichen Ideen, witzigen Details und bissigen Seitenhieben. Am besten gefallen mir Joe Chips eigenwillige Einrichtungsgegenstände, z.B. die Tür, die sich nur nach Einwurf von zehn Cent öffnet und Chip mit einer Anzeige droht, als er das Schloss abschrauben will, weil er keine zehn Cent mehr hat und somit in seiner eigenen Wohnung gefangen wäre…

Viele Geschichten von P.K. Dick wurden verfilmt – UBIK leider nicht, obwohl Dick selbst ein Drehbuch dafür geschrieben hat. Dieses Drehbuch ist in meiner Ausgabe des Romans (der eigentlich nur einen Umfang von 266 Seiten incl. Vorwort hat) abgedruckt. Das Drehbuch ist keine hundertprozentig genaue Umsetzung des Romans, insbesondere das Ende fällt etwas anders aus. Es ist aber schon deshalb interessant, weil darin einige Details genauer beschrieben sind als im Roman – und zwar so, wie Dick selbst es sich vorgestellt hat – und weil man erkennen kann, welche Aspekte der Geschichte dem Autor besonders wichtig waren.

Auch wenn man nicht "wirklich" erfährt, was UBIK eigentlich ist, kann ich dieses Buch jedem empfehlen. Und zwar wirklich jedem, denn man muss kein SF-Fan sein, um es faszinierend zu finden!

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Joe Chip ist ein Anti-Talent. Er arbeitet für eine Schutzgesellschaft, die die Menschen vor Talenten, wie Präkogs und Telepathen schützt.

Bei einem Attentat wird sein Boss umgebracht, aber warum ist sein Gesicht dann noch überall zu sehen? - auf Geldscheinen, Streichholzschachteln und im Fernsehen.

Warum scheint sich die Welt in der Zeit zurückzuentwickeln? Und warum verhindert Joes Freundin Pat das Attentat nich, wenn sie doch das Talent besitzt die Vergangenheit zu manipulieren?

Einen sehr verwirrender Roman hat Dick hier geschaffen. Immer wenn man meint die Handlung zu verstehen geschieht etwas womit man nicht gerechnet hat und man versteht wieder nichts.

Die Fäden lösen sich aber gegen Ende des Buches, obwohl sich wohl jeder seine eigenen Gedanken zu diesem Buch machen muss.

Insgesamt gut und flüssig zu lesen!

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