Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

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Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
A short History of nearly Everything
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783442310029

Informationen zum Buch

Seiten
671

Sonstiges

Übersetzer/in

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Wie groß ist eigentlich das Universum? Was wiegt unsere Erde? Und wie ist das überhaupt möglich – die Erde zu wiegen? In seinem neuen großen Buch nimmt uns Bestsellerautor Bill Bryson mit auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit: Er erklärt uns den Himmel und die Erde, die Sterne und die Meere, und nicht zuletzt die Entstehungsgeschichte des Menschen. »Eine kurze Geschichte von fast allem« ist ein ebenso fundierter und lehrreicher wie unterhaltsamer und amüsanter Ausflug in die Naturwissenschaften, mit dem Bill Bryson das scheinbar Unmögliche vollbracht hat: das Wissen von der Welt in dreißig Kapitel zu packen, die auch für den normalen Leser ohne Vorkenntnisse verständlich sind. Das ideale Buch für alle, die unser Universum und unsere Geschichte endlich verstehen möchten – und dabei auch noch Spaß haben wollen!

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Trotz der Titelähnlichkeit ist Bill Brysons Kompendium nicht vergleichbar mit Stephen Hawkings “Eine kurze Geschichte der Zeit”. Dieses Buch ist insgesamt sehr viel umfassender, sehr viel verständlicher - und sehr viel vergnüglicher. Seine Darstellung der Geschichte der Erde und der Naturwissenschaft ist ein Parforceritt durch die Äonen und macht den Leser nicht nur mit vielen interessanten Fakten, sondern auch mit einer Menge interessanter Menschen bekannt.

Bill Bryson, der breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine Reiseberichte bekannt, ist ein höchst wissbegieriger Mensch. Und weil sich schon seit seiner Schulzeit eine Menge Fragen in ihm angesammelt hatten, hat er sich irgendwann systematisch auf die Suche nach Antworten gemacht. Was wiegt die Erde? Wie groß ist das Universum? Wie funktioniert Evolution? All diese Fragen könnten auch auf dem Cover eines “Was ist was?”-Buches stehen, werden hier allerdings so ausführlich und tiefgehend abgehandelt, dass der Normalsterbliche mit herkömmlicher naturwissenschaftlicher Grundbildung noch gerade so mitkommt, ohne dabei in Banalitäten zu verfallen - ein Balanceakt, der höchst bewundernswert und selten ist.

Der Überblick ist dabei (fast) allumfassend - Bryson streift alle wesentlichen Gebiete der Naturwissenschaft, von der Chemie und Physik und Astronomie bis zur Geologie, Geographie, Biologie, Paläontologie bis hin zur Medizin. Dabei handelt es sich aber tatsächlich um eine “kurze Geschichte”, denn trotz der fast 700 Seiten des Buches werden viele Themen nur angeschnitten. Statt dessen zieht Bryson Verbindungslinien zwischen den verschiedenen Fachrichtungen, die Zusammenhänge klar machen. Und er lockert es ganz typisch immer wieder mit Anekdoten über das Menschliche im Wissenschaftler auf - vermeintliche “Deppen” werden als verkannte Genies und Entdecker, gefeierte Ikonen ihrer Zunft als menschliche Widerlinge entlarvt, deren Ruhm sich auf die Unterdrückung von Kollegen gründet.

Leider ist der Überblick in Hinsicht auf die verwendeten Quellen sehr USA-lastig, was wohl in der Herkunft des Autors begründet ist. Das fast völlige Fehlen von deutsch- und französischsprachigen Wissenschaftlern vor allem in der historischen Aufarbeitung fällt dem deutschen Leser besonders auf und stört - Leute wie Heisenberg, Curie, Schrödinger, Planck und viele andere hätten zumindest eine Erwähnung verdient. Allerdings hat Bryson auch mit vielen Experten persönlich gesprochen, sich dabei auch nicht nur auf Universitätsprofessoren beschränkt, sondern sich auch an Hobby-Wissenschaftlern, Museumsangestellten gewendet, unendliche Mengen an Literatur gewälzt (man schaue in die beeindruckende Literaturliste). Hier hat ein Laie für Laien recherchiert, und das merkt man den Texten an - auch da, wo Bryson selbst im Verständnis “ausgestiegen” ist. Aber er gibt dem interessierten Nicht-Fachmensch jede Menge Anregungen, da selbst weiterzufragen, wo ihm dieses Buch nicht detailliert genug ist - das ist dann der Punkt, an dem “echte” Fachliteratur zur Anwendung kommen kann.

Insgesamt ist dies ein beeindruckender Überblick über die Naturgeschichte, wie sie wohl nur ein nicht auf ein Gebiet festgelegter Laie schreiben kann. Sicherlich hätte man Schwerpunkte anders legen können, andere Quellen auswerten können, aber dennoch ist dies Buch eine gute Gelegenheit, sein naturwissenschaftliches Schulwissen auf spannende und amüsante Weise aufzufrischen und zu vertiefen.

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Bill Bryson stellt in seinem Buch die komplexen Zusammenhänge in Universum, Sonnensystem und auf unserer Erde vor. Vom Urknall bis zum Jetztmensch werden Erkenntnisse und deren Entwicklung erklärt und in Zusammenhang gebracht. Dies alles passiert in einer für Laien verständlichen oft auch mit humorisitischen Einwürfen untermalten Art ohne eine gewisse Tiefe missen zu lassen. In wieweit alle dargelegten Erkenntnisse stimmen oder richtig sind, kann ich nicht beurteilen, doch wird für mich an vielen Stellen klar, dass es die eine endgültige Wahrheit in der Wissenschaft niemals gibt.

Die Lektüre war für mich spannend, lehrreich, unterhaltsam und irgendwie beunruhigend zugleich. In dieser Zusammenfassung wird einem ersteinmal in aller Deutlichkeit bewußt, wieviele Zufälle, glückliche Entwicklungen und ausbleibende Katastrophen unser Dasein bestimmen. Wenn jeder von uns sich vor Augen führen würde, dass hier alle (zumindest fast alle) von einer Minute zur nächsten Tod sein könnten, würde man manche Dinge vielleicht anders entscheiden. Doch kann man für sich selbst aus diesem Buch einiges Mitnehmen und versuchen intensiver zu Leben.

Ein paar Gedanken sind mit in diesem Buch besonders aufgefallen: Teil 22: "Dieser Gedanke, dass das Leben einfach nur ist, übersieht man nur allzuleicht. Als Menschen neigen wir zu der Vorstellung, jedes Leben muss einen Sinn haben. Wir haben Pläne, Bestrebungen und Sehnsüchte. [...] Das Leben will einfach nur sein. Aber - und das ist das Interessante dabei - es will meist nicht besonders viel sein" --> Ein Gedanke der mich über meine eigenen Vorstellungen zum Leben und zu Lebenszielen nachdenken läßt. Ist unsere Einstellung zum Leben vielleicht doch etwas übertrieben? Sollten wir etwas genügsamer sein?

Teil 26: "Es gibt nur ein Leben. Das ist die tiefgreifendste Wahrheit die wir jemals erkannt haben und nach meiner Vermutung wird sie das auch bleiben." Teil 28: "Kaum einen anderen Gedanken können die Menschen so schlecht akzeptieren wie die Idee, dass wir nicht der Höhepunkt von irgendetwas sind. Dass wir hier sind, hat nichts Zwangsläufiges. Dass wir glauben die Evolution sei letztlich darauf programmiert, uns hervorzubringen, entspricht nur unserer menschlichen Eitelkeit." Dies sind Gedanken, die wir uns viel öfter vor Augen halten sollten.

Alles in allem ein Buch, dass mir viele neue Aspekte und Wissen beschert hat, Natruwissenschaften aus der Schule wiederholt und einen tieferen Einblick darauf beschert hat. Auch wurde mir ein etwas anderer Blick auf das Leben gegeben. Ein geniales Buch, was bei mir Lust auf mehr naturwissenschaftliche Sachbücher gemacht hat - Empfehlungen und Quellen finden sich darin ja zu Hauf!

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