Eva Sternheim-Peters: Habe ich denn allein gejubelt?

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Eva Sternheim-Peters: Habe ich denn allein gejubelt?
Untertitel
Eine Jugend im Nationalsozialismus
ET (D)
2015
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783958900103

Informationen zum Buch

Seiten
784

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Was brachte Anfang 1945 eine junge Frau von gerade 20 Jahren, aufgewachsen in einem bildungsbürgerlichen katholischen Elternhaus in Paderborn, dazu, beim Einmarsch der ersten amerikanischen Soldaten in ihrer Vaterstadt provozierend und trotzig den Arm zum »deutschen Gruß« zu heben?

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»Ich bin nicht mitgelaufen. Ich bin begeistert mitgestürmt!«

Eva Sternheim-Peters ist 90 Jahre alt. Und ihr Lebensbericht ist für viele eine Zumutung. Was ihn so einmalig macht, ist seine verblüffende Ehrlichkeit: Sternheim-Peters schildert ihren glühenden Eifer als 15-jährige Jungmädelführerin. Ihren Trotz, mit dem sie noch 1945 den einrückenden GIs den Hitlergruß entgegenstreckt. Habe ich denn allein gejubelt? will weder rechtfertigen noch entschuldigen. Der Autorin geht es um die Auseinandersetzung mit der eigenen jugendlichen Begeisterung für ein mörderisches System.

Es ist eine verstörende, unbequeme Lektüre. Eva Sternheim-Peters lässt ihr Aufwachsen in einem Umfeld lebendig werden, das Militär, Waffen oder Krieg keineswegs als schrecklich, sondern als normal empfindet. Sie beschreibt, mit welchen Mythen, Vorbildern und Ressentiments die kleine Eva aufwächst, dabei politische Schlagworte und Feindbilder verinnerlicht, bevor sie selbst überhaupt ein Verständnis der Welt erlangt hat. Der Zeitzeugin geht es weder um Apologetik noch um Revisionismus, sondern um Selbstkritik und auch Selbstironie. Sie schottet sich nicht ab mit der Einstellung: »Ihr wart nicht dabei, was wisst ihr schon?!« – Im Gegenteil: Ihre Erinnerungen sind eine Einladung, als wolle sie sagen: »Schaut, so habe ich es erlebt.« Ihren Lesern bietet sie die Möglichkeit, Einblicke zu erhalten, die man von den eigenen Eltern oder Großeltern häufig vermisst hat.

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