Oskar Rosenfeld: Wozu noch Welt

 
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Oskar Rosenfeld: Wozu noch Welt
Untertitel
Aufzeichnungen aus dem Getto Lodz
ET (D)
1994
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783801502720

Informationen zum Buch

Seiten
323

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Pressestimmen
Oskar Rosenfelds Tragik ist es, daß er einen Weg suchte, wo eine Sackgasse war, und daß der Leser eine Wahrheit kennt, die dem Augenzeugen verborgen bleiben mußte. Das ist zugleich das Ergreifende an diesem Text. Ohne daß er »wissen« konnte, wie tödlich der enge Horizont war, in dem er schrieb, gab er sich aller zionistischen Hoffnung und religiösen Rückbindung zum Trotz nicht den geringsten Illusionen hin.
Jakob Hessing, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Er zeichnet auf, skizziert, berichtet, und das tat er auch im Getto […] Knapp, präzise, schlagwortartig beschreibt der einstige Chefredakteur der »Neuen Welt«, was er sah und erlebte […] ohne jegliche Sentimentalität.
Franz Bauer, Neue Welt

Es ist ein besonderer Verdienst dieses Buches, nicht nur an den unglaublichen Terror der Nazis zu erinnern. Immer wieder berichten diese Texte auch von einem Leben jenseits des Zugriffs der Gestapo.
Jörg Platiel, Bayerischer Rundfunk
Erster Satz
Was der Arzt sagt: Es hat keinen Sinn, sich Stimmungen hinzugeben, die das Gemüt bedrücken.

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»Die Tragödie ist ungeheuer. Die im Getto fassen es nicht. Denn sie bringt keine Größe hervor wie im Mittelalter. Es gibt keine Helden dieser Tragödie.« Diesen verzweifelten Tatbestand notiert der österreichische Schriftsteller Oskar Rosenfeld in seinem Tagebuch aus dem Getto von Lodz.

Mit 57 Jahren wird Rosenfeld 1941 von Prag ins Getto von Lodz deportiert - »in die Vorhölle der Vernichtung« (Jean Améry). In der »Statistischen Abteilung« des Gettos findet er Arbeit und schreibt Einträge für die offizielle Tageschronik des Judenrates.

Den Alltag im Getto, diese aus den Fugen geratene Welt, und seine eigenen Erfahrungen, Gedanken und Gefühle hat Rosenfeld in 21 Schulheften festgehalten: fragmentarische Notizen für eine spätere Zeit, Schilderungen von Deportationen und Hunger, von den Bemühungen um kulturelles, soziales und religiöses Leben sowie Skizzen zu literarischen Erzählungen.

»Ganz sachlich, kurze Sätze, alles Sentimentale beseitigen«, so beginnt Rosenfeld seine Aufzeichnungen, in denen er eine Sprache für das im Grunde Unbeschreibliche zu finden versucht.

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