Maurice Maggi: Essbare Stadt

 
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Maurice Maggi: Essbare Stadt
Untertitel
Wildwuchs auf dem Teller. Vegetarische Rezepte mit Pflanzen aus der Stadt
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783038007777

Informationen zum Buch

Seiten
304

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Maurice Maggi, Guerillagärtner und Koch, nimmt uns mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise zu den essbaren Schätzen in der Stadt. Die Stadt bietet uns eine Fülle an wilden Pflanzen, mit denen man wunderbar kochen kann. Dieses Buch möchte Sie dazu verführen, diese wilden Delikatessen zu sammeln und damit ungezähmt und lustvoll zu kochen. Statt die Wildpflanzen selbst zu sammeln, kann man sie aber problemlos auch durch käufliche Zutaten ersetzen. 72 vegetarische Rezepte eröffnen uns eine vergessene Welt und zeigen, wie viel Geschmack, Würze und Abwechslung buchstäblich vor unserer Haustür liegen. Sie lassen uns die Stadtnatur mit ganz anderen Augen sehen, regen zum Experimentieren und zum spielerischen Umgang mit den oft unerwarteten Schätzen der Natur an. Dem Autor geht es dabei auch darum, mit den Lebensmitteln sorgsam umzugehen, sie zu schätzen und das Beste aus ihnen herauszukitzeln. Wahrhaft kreatives Kochen also, in dem sich Geschmack und Würze der oft unscheinbaren Zutaten optimal entfalten und entwickeln können. Ein Buch, das uns die Stadt mit ganz neuen Augen sehen lässt, das den Trend der Wildpflanzenküche und des »Urban Gardening« auf eine neue Stufe hebt und kreativ weiterentwickelt.

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Nicht so vegetarisch, wie es verspricht

Maurice Maggi ist in seiner Geburtsstadt nicht nur als Koch, sondern auch als sog. "Guerilla-Gärtner" bekannt. Dort sorgt er nämlich für "Blumen-Graffiti" durch das Säen heimischer Wildblumen unter Alleebäume oder brachliegende Flächen. In direktem Zusammenhang steht hier auch das Buch "Essbare Stadt", in dem er in der Stadt vorkommende Wildpflanzen zu tollen Gerichten verarbeitet.

Nach einer sehr knappen Einführung, was man beim Sammeln von Wildpflanzen im Allgemeinen und in der Stadt im Besonderen (Hundewege meiden!) geht Maggi, der bereits seit über 30 Jahren als Koch arbeitet, direkt zu den Rezepten über. Unterbrochen werden diese nur von den wunderbaren Fotografien von Juliette Chrétien. Blumen, Kräuter, Gräser, Gebäude und Menschen der Stadt. Wir begleiten sie auf ihrer Bilderreise durch die Jahreszeiten der urbanen Küche. Auch Mira Gisler sollte erwähnt werden. Sie hat die Rezepte mit zusätzlichen unaufdringlichen Illustrationen versehen und so eignet sich "Essbare Stadt" auch sehr gut (oder ganz besonders deshalb) als Geschenkbuch. Und wirklich: "Essbare Stadt" ist für mich eines jener Bücher, die man kauft, weil sie so schön gestaltet wurden und nicht der Rezepte wegen.

Dabei haben es die Rezepte in sich: Blütentempura auf Quinoa-Mungobohnen-Salat, Kokosmilch-Flan mit Galgant und Zitronengras auf Berberitzen, Tomme im Knuspermantel mit warmem Wirz-Quitten-Saslat und Hagebuttensauce, Lindenblüten-Goldmelissen-Gelee mit Avocado-Frucht-Salat. Manchmal frage ich mich, ob der Trend dahin geht, im Namen des Gerichtes alle Zutaten aufzuführen?

Vegane Rezepte habe ich nicht viele gefunden und es gibt auch keine Austauschtipps. Hat man Erfahrung, weiß man aber natürlich, wie man das für sich am besten anpasst.

Zwei große Kritikpunkte habe ich an dem Buch: 1. Auf der Vorderseite trägt es den Untertitel "Wildwuchs auf dem Teller. Vegetarische Rezepte mit Pflanzen aus der Stadt". Die Rezepte sind zwar größtenteils, aber eben nicht alle vegetarisch, sofern man Geflügel und Fische nicht zu den Pflanzen zählt (was mir neu wäre, aber die letzte Bio-Schulstunde ist bei mir lange her) und 2. gibt es keine sehr hilfreichen Bestimmungshinweise zu den Wildpflanzen.

"Essbare Stadt" richtet sich eher an trendige, urbane Hobbyköche und -köchinnen, die aber vermutlich nicht selbst sammeln werden, sondern das beherzigen, was die Verlagsbeschreibung mit auf den Weg gibt: "Statt die Wildpflanzen selbst zu sammeln, kann man sie aber problemlos auch durch käufliche Zutaten ersetzen." Ich wohne auf dem Land und nehme das Buch nicht nur als wahre Augenweide, sondern auch als Inspiration für neue Gerichte (an die meisten Zutaten komme ich hier sowieso nicht).

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