Marsili Cronberg: Fantasia: Vom Kochen und Träumen

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Marsili Cronberg: Fantasia: Vom Kochen und Träumen
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783981629903

Informationen zum Buch

Seiten
160

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte

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"Die Liebe kehrt wieder mit einem Sonnenaufgang über dem Meer. Es ist früh. Sehr früh. Ich stehe mit meinen beiden Töchtern auf dem Oberdeck der Fähre und bestaune den durch den morgendlichen Dunst aufsteigenden, tiefroten Glutball. Bald wird das Schiff anlegen. Bald wird die geliebte Insel wieder uns gehören. Fantasia. Dies ist eine Reise durch die wunderschöne Insel Sardinien. Dies ist eine Reise durch Träume, Mythen, Legenden. Und sie erzählt von der Kraft der Fantasie. Was sind wir? Was sind wir Menschen? Und wo gehen wir hin? Eine ungewöhnliche Reise. Eine Reise, auf der Marsili Cronberg zeigt, dass eine vegane Lebensweise allein zwar nicht die Welt rettet, dass sie aber einhergeht mit dem gerade stattfindenen Bewusstseinswandel. Vegan - nur ein erster Schritt, sich selbst zu befreien. Und ein Blick wird möglich aus weiter Entfernung auf unser Leben und auf unsere Zeit. Und am Ende wartet die Liebe."

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Eine Reise ins Reich der Phantasie

"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." Diesen Spruch von Albert Einstein hat wohl jeder schon mal gehört, gelesen und weitergegeben. Ich muss zugeben: Manchmal denke ich, dass man es mit solcherart Weisheiten und Sprücheklopferei einfach mal gut sein lassen sollte. Aber dennoch: Unwahr wird das Zitat nicht, egal wie oft man ihm irgendwo begegnet.

"Fantasia: Vom Kochen und Träumen" stammt aus Marsili Cronbergs Feder. Der Vater von zwei Kindern lebt seit einigen Jahren vegan. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch “Wie ich verlernte, Tiere zu essen” und die Internetshow „MiViZ – zu Gast bei Marsili“, in der er die Stars und Sternchen der veganen Szene vor der Kamera interviewt. Er behauptet von sich selbst, ein Zeitreisender zu sein - und bisher konnte ihm auch noch niemand das Gegenteil beweisen.

Marsili Cronberg führte mich in "Fantasia" manchmal an der Nase herum, so dass ich mir hin und wieder einige selbst auferlegte Gehirnschranken eingestehen musste.

"Wer sind wir? Sind wir wirklich die, für die wir uns halten? Nein, ganz gewiss sind wir das nicht. Über die Jahrtausende hat unser Selbstbild so vielfältige Formen ausgebildet, warum sollte das Momentane ausgerechnet das Richtige sein? Auch dies wird sich wieder verändern. Gewaltig. Und in 200 Jahren sehen die Menschen auf uns lächelnd herab, wie wir es auf die Menschen des Mittelalters tun. Glaubten die Menschen damals nicht daran, dass die Erde eine Scheibe ist? Wie absurd."

Nicht wahr? Verstehen Sie, was ich meine? Mein erster Gedanke, als ich dies las, war: "Ohje, Marsili. Das hättest du aber dann doch besser recherchieren sollen. Die Menschen glauben daran doch gar nicht. Das ist einer der am weitest verbreiteten historischen Irrtümer." Doch dann lese ich weiter und Marsili klärt mich mit einem Augenzwinkern darüber auf, dass ich auf dem Holzweg war und ihn unterschätzt habe. Es geht nämlich noch weiter mit seinem Text:

"Wie absurd unser Glaube an diese Primitivität doch ist. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich las, dass der mittelalterliche Glaube an die Erdscheibe nichts anderes als eine Erfindung der Neuzeit ist, der Aufklärung gar."

Mit der mythisch angehauchten Geschichte von Ccryl wurde ich allerdings leider nicht so richtig warm.

Fantasia ist für Marsili Cronberg die vor vielen Jahren von Menschen ausgeblutete Insel Sardinien. Trotz des Raubbaus, unter dem sie noch heute zu leiden hat, zeichnet er sie in wunderbaren Farben und berichtet über Mythen und Legenden. Doch dies passiert nicht belehrend und wissenschaftlich, sondern auf Marsilis ganz persönliche Art und Weise. Immer wieder streut er Rezepte seiner kreativen Traumküche ein und auch diese können den Horizont öffnen. Einfach mal etwas wagen. Die sich selbst auferlegten Schranken überwinden. Tun, was man tun will und nicht das, was man tun soll. So entstand bei mir spontan eine Bananen-Knoblauch-Soße. Eine Kombination, über die ich vor dem Buch nie nachgedacht hatte, die mich aber geschmacklich fast überwältigte (allerdings nich empfehlenswert, wenn man in seinem Leben nochmal geküsst werden möchte).

Müsste ich das Buch in einem Wort beschreiben, so wäre es wohl ein "Seelenbaumelbuch".

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