Patrick Bolk: So geht vegan!

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Patrick Bolk: So geht vegan!
Untertitel
Der einfache Einstieg in ein veganes Leben - Das 10-Punkte-Programm mit über 100 Rezepten
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Softcover
ISBN-13
9783517092782

Informationen zum Buch

Seiten
208

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte

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„So geht vegan!“ hilft, den Start in die vegane Ernährungs- oder sogar Lebensweise zu erleichtern, denn jede(r) hat zu Beginn eine ganze Menge Fragen. Diese werden hier beantwortet, und der Leser bekommt in einem 10-Punkte-Programm, das er ganz entspannt in seinem eigenen Tempo umsetzen kann, alles an die Hand, was er braucht, damit der Umstieg kein Frust wird. Das Buch bietet über 100 wirklich einfach umzusetzende Rezepte, dazu jede Menge Hintergrundinfos, Warenkunde und ganz praktische Tipps zu Einkaufsquellen oder versteckten tierischen Inhaltsstoffen.

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Hilfreich für den Einstieg in die vegane Ernährung

Ich selbst ernähre mich nicht vegan, sondern vegetarisch, aber ich wollte mich mit der veganen Ernährung beschäftigen und dafür ist dieses Kochbuch sehr geeignet. Es richtet sich nämlich besonders an Einsteiger und ist daher eine sehr gute Einführung in die vegane Ernährung. Natürlich finden auch Veganer hier schöne Anregungen, aber gerade die Basics werden sie schon kennen.

Nach einer kurzen Einführung, die allgemein auf die vegane Ernährung eingeht und mit ein paar Mythen aufräumt („zu ungesund, ich kann das nicht, zu kompliziert“) beginnt der Hauptteil, der in neun Rezeptbereiche eingeteilt ist. Jeder Teil hat wiederum eine kleine Einführung, die für den jeweiligen Bereich hilfreiche Informationen und Tipps bereithält, z. B. über Milch-, oder Eier-Ersatzprodukte, den veganen Vorratsschrank oder Zubereitungstipps und Nährstoffe. Man wird dabei nicht von Informationen erschlagen, sondern bekommt für den Anfang gerade die richtige Menge, um sich einen Überblick zu schaffen, gleichzeitig sind aber auch hinten im Buch viele Adressvorschläge, wo man noch mehr Informationen zum Thema finden kann. Ich finde die Einführungen zu den einzelnen Abschnitte schön beschrieben. Man wird nett und direkt angesprochen und das liest sich sehr sympathisch.

Folgende Bereiche gibt es:

1. Genuss ohne Fleisch und Fisch

Hier gibt es Rezepte mit Fleischersatz-Produkten wie Chili sin Carne, Seitan-Ofengulasch“ oder „Thunfisch“-Sandwich. Der Autor bietet hier Alternativen zu Fleischgerichten, die den Einstieg in die vegane Ernährung erleichtern können, weil man nicht ganz auf bekannte Gerichte verzichtet.

2. Ohne Milch und Milchprodukte

Hier werden neben der Herstellung von Soja-, Mandel-, Haferdrinks und Schmelzkäse auch Rezepte wie Sahnige Sojahack-Lauch-Suppe, Snow-White-Suppe und Käsespätzle mit Milchersatz vorgestellt.

3. Kochen und Backen ohne Eier

Grundrezepte für Mayonnaise und Remoulade neben Spaghetti Carbonara, Zwiebelkuchen, Torte und Tiramisu zeigen, wie gut das Backen und Kochen auch ohne Eier funktioniert und schmeckt.

4. Kreative vegane Küche

In diesem Abschnitt bietet der Autor Rezepte, die ohne Ersatzprodukte auskommen und mit ein bisschen Kreativität das Fleisch gar nicht erst vermissen lassen. Thaicurry mit Tofu, Ravioli mit Cashew-Tomaten-Füllung und Rote-Beete-Eintopf sind dafür ein paar Beispiele.

5. Getränke ohne Tierisches

Smoothies wie Waldbeere-Banane-Smoothie, Erfrischungsgetränke wie Mate-Limo, Cocktails wie White Russian und „Milch“getränke wie Mango-Lassi finden sich hier. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt und so gibt der Autor viele Tipps für Variationen.

6. Vegan unterwegs

Neben Tipps für vegane Ernährung in Restaurants, Seminaren oder Geschäftsessen finden sich hier Ideen für Snack und Knabbereien, die man gut mitnehmen kann, z. B. verschiedene leckere Sandwiches, Salat und Dips.

7. Besondere Gelegenheiten

Brunch, Grillsaison, Candle-Light-Dinner und Weihnachten sind Gelegenheiten, die für Einsteiger zu einer Herausforderung werden können. Hier werden dafür Tipps und Rezeptideen geboten. Wie wäre es z. B. mal mit einem Indischen Abend? Verschiedene Salate, Kuchen, Grillspieße, verschiedene Currys und zwei festliche Menus sind Bestandteil dieses Abschnittes.

8. Vegan mit Kindern

Wenn man Kinder hat, möchte man diesen vielleicht auch die vegane Ernährung schmackhaft machen oder die Kinder fragen selbst danach. Hier gibt der Autor Informationen, worauf man achten sollte (z. B. Vitamin B12), wie man die Lieblingsgerichte der Kinder vegan abwandeln kann etc. Rezepte wie Köttbullar mit Rahmsauce, Spaghetti Bolo, Cornflakes-Nuggets mit Pommes oder Waffeln mit Sahne und Kirschen sind ein paar Beispiele aus diesem Kapitel.

9. Vegan für Profis: Superfoods und Rohkost

Ein letzter kurzer Abschnitt widmet sich der Rohkost und den „Superfoods“, wie Matchatee, Gerstengras Gojibeeren und Chiasamen, um nur einige zu nennen. Diese Zutaten sollen einen besonders hohen Nährstoffgehalt haben und heilend wirken. In Gerichten wie Chiapudding, Superfoods-Riegeln oder Rohköstlichen Eiskreationen finden sie hier Anwendung.

Ich habe einige Rezepte ausprobiert und sie haben mir überwiegend sehr gut geschmeckt und sie waren einfach in der Zubereitung. Manche Zutaten sind zwar nicht immer einfach zu bekommen, es sei denn man hat einen gut sortierten Bioladen in der Nähe. Alternativ kann man sich auch einiges über den Internethandel schicken lassen (im Anhang sind verschiedene Online-Händler aufgeführt). Ich persönlich habe z. B. trotz längerer Suche kein Kala Namak bekommen, was dem veganen Eiersalat oder dem Tofu-Rührei einen typischen Ei-Geschmack hätte geben sollen. Mit den anderen Zutaten hatte ich aber kaum Probleme, da auch größere Supermärkte längst Tofuprodukte oder exotische Zutaten und Gewürze führen. Und Abwandeln kann man die Rezepte ja auch nach eigenem Geschmack.

Eine Sache hat leider nicht immer gepasst, nämlich die Zubereitungszeit. Ich habe einige Rezepte ausprobiert, die eine doppelte oder sogar dreifache Koch- oder Bratzeit benötigten als angegeben und immer waren die rohen Kartoffelstücke daran schuld. Da es nicht nur mit so erging, glaube ich, dass es an der geringen Flüssigkeitsmenge im Rezept lag, die die Kartoffeln nicht richtig garte. Hier würde ich in Zukunft vorgekochte Kartoffeln verwenden. Ansonsten war die Zubereitung für mich leicht verständlich und die Mahlzeiten gelangen wie im Rezept beschrieben.

Fazit: Das Kochbuch ist nach meinem Empfinden sehr gut geeignet für Einsteiger in die vegane Ernährung. Von fleischähnlichen Rezepten, die die Umstellung erleichtern können, bis hin zu kreativen Mahlzeiten, die kein Fleisch mehr vermissen lassen, wird dem Anfänger die Vielfalt der veganen Ernährung vorgestellt und Schritt für Schritt werden dabei gewohnte tierische Zutaten von pflanzlichen ersetzt. Viele zusätzliche Tipps und Anregungen bereichern die vorhandenen Rezeptideen und regen zum eigenen Experimentieren an. Das alles wird sehr sympathisch und ohne erhobenen Zeigefinger vom Autor vermittelt.

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Für Einsteiger, Neugierige und "alte Hasen"

Ich koche schon ein paar Jahre vegan und in meinem Regal haben sich schon einige Kochbücher angesammelt. Wahrscheinlich hätte ich mir das Buch "So geht vegan" selbst nicht gekauft. Es geht um den Einstieg in das Thema mit einem praktischen 10-Punkte-Programm für Neulinge. Wie es der Zufall aber so will, brachte meine Mutter das Buch als Geschenk mit und da sage ich natürlich nicht nein.

Schon beim ersten Durchsehen war ich positiv überrascht. Es ist sehr übersichtlich und bietet alle relevanten Informationen ohne mit ewig langen Texten zu erschlagen. Jede der 10 Kategorien ist mit einem kurzen Theorieteil versehen. Danach folgen Rezepte, auf die man sich nach Herzenslust stürzen kann. Wer bereits Erfahrung hat, kann sich einfach inspirieren lassen oder Zutaten abwandeln. Oftmals sind die Rezepte auch mit kleinen Tipps versehen, auf was man achten sollte bzw. wie man Alternativen findet.

Viele Rezepte habe ich bereits ausprobiert und kam auch in der Praxis gut klar. Ich habe Seitan hergestellt, dann "Schnitzel" gemacht, Grünkohl- und Lauchsuppe gekocht, auch gebackene Birnen und Schokoladenmousse durften nicht fehlen. Sicher werde ich auch in Zukunft einiges nachkochen, es gibt noch mehr zu entdecken.

Bei den 10 Punkten habe ich nichts vermisst. Das sind:
- Genuss ohne Fleisch und Fisch
- Ohne Milch und Milchprodukte
- Kochen und Backen ohne Eier
- Kreative vegane Küche
- Getränke ohne Tierisches
- Vegan unterwegs
- Besondere Gelegenheiten
- Vegan mit Kindern
- Vegan für Profis: Superfoods & Rohkost
- Über den Tellerrand: Vegan leben

Im Anhang befinden sich dann noch eine Austauschtabelle, Informationen zu Nährstoffen sowie Linktipps zu Blogs, Lebensmitteln, Kleidung & Kosmetik. Kurz und knapp trägt das Buch zu Recht den Untertitel "Der einfache Einstieg in ein veganes Leben". Und wenn es das nicht sein soll, können sich Neugierige eine Menge Informationen und Rezepte einholen, um so vielleicht das ein oder andere in den Alltag einzubauen.

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Ein Kochbuch, das Laune macht

"Ganz viel Spaß beim Kochen!" - das schrieb mir Patrick Bolk in mein Exemplar von "So geht vegan!", als ich ihn auf der Frankfurter Buchmesse 2015 traf. Und ich hatte Spaß. Nicht nur, weil es zu dem Buch unsere erste Kochbuchleserunde gab, sondern weil die Rezepte auch gute Laune machen.

Eines direkt zu Beginn: Eine Unglaublichkeit ist geschehen! Etwas kommt mit diesem veganen Kochbuch daher, das ich nicht erwartet hätte. Oder vielmehr, etwas kommt nicht daher. Festhalten: Im ganzen Buch gibt es nur ein einziges (kleines) Bild des Autors Patrick Bolk. Dieses wurde mitsamt der Autorenbiografie wie bei jedem anderen Buch auch in. den. Anhang. verbannt! Man stelle sich das nur vor. Wer sich nun fragt, warum ich um diesen Punkt so ein Gewese mache, der hat sicherlich noch kein Buch der restlichen veganen Prominenz gelesen. Irgendwann wird sie euch einholen. Ich verspreche es euch.

Dabei muss sich Patrick Bolk gar nicht verstecken, denn er ist einer der Gründer des wohl berühmtesten veganen Blogs: Deutschland is(s)t vegan. Sein Weg zum Veganismus deckt sich sehr gut mit dem meinen, weshalb ich diesen kleinen Teil des Buches zitieren möchte:

"Seit 2011 lebt Patrick Bolk vegan, was er vor wenigen Jahren noch relativ abwegig gefunden hätte. Der Auslöser war kein Schlüsselerlebnis, sondern die langjährige BEschäftigung mit Themen wie Ernährung und Nachhaltigkeit. Der Umstieg erfolgte also relativ langsam, dafür umso nachdrücklicher. Irgendwann war es einfach ein Buch und eine Dokumentation zu viel, als dass er noch weiterhin bedenkenlos und mit gutem Gefühl Tiere ausnutzen oder essen wollte. Vegan zu leben war eine der besten Entscheidungen in seinem Leben."

Ich kann alles so unterschreiben. Sogar das Jahr 2011 stimmt überein.

Genug geschwafelt. Das Kochbuch! Es besteht aus einem 10-Punkte-Programm mit rund 100 Rezepten. Bevor es jedoch damit los geht, gibt es eine sehr umfassende Einführung für Neuveganer und Ausprobierer. Patrick Bolk räumt hier mit verschiedenen Mythen auf (vegan ist kompliziert, ungesund, Verzicht usw.) und schließt mit der obligatorischen Liste der Nährstoffe ab.

1. "Genuss ohne Fleisch und Fisch" versteht sich als Einstieg. Altbekannte Rezepte, die er veganisiert, indem man tierische Produkte (ich bin so froh, dass er tierisch und nicht tierlich schreibt!) 1:1 gegen pflanzliche Alternative tauscht.

2. "Ohne Milch und Milchprodukte" gibt Hilfestellung, wie man sogar Käsespätzle vegan hinbekommt (und natürlich noch vieles mehr)

3. "Kochen und Backen ohne Eier" stellt sich der Frage, ob das überhaupt funktionieren kann. Die Ergebnisse sind auch hier erstaunlich.

4. "Kreative vegane Küche" kommt schließlich ohne Ersatzprodukte aus und immer mehr merkt man: Von Verzicht kann keine Rede sein!

5. "Getränke ohne tierisches" mit Smoothies, Mate-Limo, White Russian oder geeistem Frappuccino.

6. "Vegan unterwegs", wenn man nicht sicher ist, ob man auswärts vegane Einkehrmöglichkeiten findet. Oder auch einfach nur der Lunch fürs Büro.

7. "Besondere Gelegenheiten", bei denen man sicher auch die Familie davon überzeugen kann, dass vegan gar nicht so weh tut.

8. "Vegan mit Kindern" funktioniert auch hervorragend ganz ohne Kinder.

9. "Vegan für Profis: Superfoods & Rohkost" mit köstlichen Trendgerichten

10. "Über den Tellerrand: Vegan leben" ohne Rezepte, dafür mit vielen weiteren Tipps, was es bedeutet, vegan zu leben und nicht nur zu essen.

Vor den Rezepten jedes Kapitels gibt es auch noch eine ausführliche Einleitung zu dem jeweiligen Thema. Da bleiben kaum Fragen offen.

Nun noch schnell zu den Gerichten, die ich getestet habe:

Zürcher Sojageschnetzeltes mit Kartoffel-Petersililenwurzel-Rösti: Das hat leider nicht zu 100% überzeugt. Es war geschmacklich gut, aber ich mag in dem Zürcher Geschnetzelten lieber Seitan (hier wird Sojaschnetzel verwendet). Und dafür, dass ich für dieses Gericht (für mein Empfinden) lange in der Küche stand, schmeckte es dann doch zu gewöhnlich. Die Rösti unterschieden sich auch nicht sonderlich von reinen Kartoffelrösti.

Rahmwirsing mit Räuchertofu auf Süsskartoffelrösti: Süßkartoffeln liebe ich, aber bei den Rösti unterschieden sie sich nicht von normalen Kartoffeln. Gut, aber ich würde in Zukunft die günstigere Alternative vorziehen. Der Rahmwirsing war ebenfalls sehr lecker.

Ananas-Kokos-Kuchen mit Mango-Pannacotta: Ich koche lieber, als dass ich backe und dann backe ich auch eher trockene Kastenkuchen und keine hübsch anzusehenden Torten (ich finde, das ist eher eine Torte). Die Zubereitung ist sehr einfach, aber leider wurde im Rezept vergessen, die Flüssigkeitsmenge beim Biskuitboden anzugeben. Ich habe noch 200 ml Wasser dazugetan. Der Kuchen schmeckt sehr fruchtig.

Mais-Kokos-Suppe: Anfangs dachte ich, dass die sehr langweilig und etwas wässrig schmeckt. Dann habe ich sie püriert und das war super! Ich muss dazu sagen, dass ich Suppen gar nicht so gerne esse, aber die hier war mal was Neues (Mais hatte ich noch nie als Suppe). Toll!

Suppe aus geröstetem Kürbis mit kandierten Kürbiskernen: Hier war ich erst sehr skeptisch. Eine Kürbissuppe ohne Kokosmilch? Aber das Ergebnis war klasse! Solche Suppen mag sogar ich,

Kohlrabischnitzel mit Bratkartoffeln: Unser Weihnachtsmenü. Inklusive der Bratkartoffeln und grünem Salat. Zusätzlich noch die unschlagbare vegane Käsesauce. Es war soooo gut.

Mate-Limo: Eines der ersten Rezepte, das ich mir ausgesucht hatte. Fragt mich nicht warum. Ich mag dieses "Club-Mate" Erfrischungsgetränk nicht mal besonders. Aber, oh Wunder: Dieses Getränk hier schmeckt mir sehr gut. Im Rezept ist allerdings angegeben, dass man es mit Mineralwasser auffüllen soll. Das habe ich nicht getan (hier wird nur Leitungswasser getrunken). Außerdem trinke ich die Limo (wie auch meinen Tee und Kaffee) komplett ungesüßt. Das ist dann schon etwas herb.

Apfelkuchen mit Zimtstreusel: Super einfach und der Kuchen war der Hit bei meinen Arbeitskollegen.

Tacochips mit Guacamole: Die fruchtige Salsa habe ich nicht getestet. Ich liebe Guacamole. Deshalb konnte ich damit kaum was falsch machen.

Ein paar Rezeptfehler sind enthalten, weshalb das Buch nicht für absolute Kochanfänger zu empfehlen ist. Da könnte sich schnell Frust ansammeln. Wer sich aber ein bisschen auskennt, der weiß selbst, dass an den Bisquitboden noch Wasser gehört oder dass die Kartoffeln vielleicht etwas länger als die angegebene Zeit kochen müssen. Ansonsten ein rundum empfehlenswertes Kochbuch, das Laune macht.

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Mein Ausflug in die vegane Küche !

Im November wurde in meinem Lieblings-Leserundenforum eine Kochbuch-Leserunde ausgeschrieben. Nachdem ich einige Tage um den Beitrag herumgeschlichen bin, hab ich ganz leise angefragt ob ich bei der Runde auch mitmachen darf ... Dumme Frage? Nee, eigentlich nicht – es handelt sich nämlich um ein veganes Kochbuch und ich bin weder Vegetarier noch Veganer.

Das Buch trägt den Untertitel „Der einfache Einstieg in ein veganes Leben“.

Vegan leben möchte ich ganz sicher nicht, denn dazu esse ich zu gerne Käse und auch gegen ein Frühstücksei hab ich nix einzuwenden, aber vegetarisch zu leben, damit könnte ich mich anfreunden. Fleisch ist für mich nicht unbedingt eine Notwendigkeit.

Ich glaube wie so viele Leute stellte ich mir immer mal wieder die Frage „Was essen Veganer eigentlich so?“ – und wo kann man diese Frage besser beantwortet bekommen als in einer Leserunde bei der der Buchautor „vor Ort“ ist?

Ein Kochbuch ist eigentlich ganz leicht zu bewerten.
Einerseits bewertet man die Aufmachung, die Informationen die einem gegeben werden und andererseits die Rezepte. Sind die Rezepte alltagstauglich für jemanden wie mich, der nicht unbedingt Stunden in der Küche verbringen möchte und doch nicht auf irgendwelche Fix-Produkte zurückgreifen möchte? Für mich ist Kochen keine Leidenschaft, eher notwendiges Übel. Auch mag ich es gar nicht, wenn man sich teure und extravagante Zutaten kaufen muss die man sonst nie braucht und nach 1 Jahr wirft man sie weg weil sie überlagert sind.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut.
Das Buch ist in verschiedene Abschnitte gegliedert wie z. B.

· Genuss ohne Fleisch und Fisch
· Kochen und Backen ohne Eier
· vegan unterwegs

Die Einführung ins Buch beschäftigt sich mit den Mythen die sich um vegane Ernährung ranken und aus welchen Lebensmitteln ein Veganer seine lebenswichtigen Vitamine sowie Mineralien und Spurenelemente bezieht.

Es wird auf die Alternativen zu den herkömmlichen Produkten hingewiesen – z. B. durch was man beim Backen Gelatine ersetzen kann und was nimmt man an Stelle von Honig? Und warum sollte man überhaupt auf Eier verzichten, Eier sind ja schließlich kein Fleisch?

All das – und das gefällt mir an diesem Kochbuch sehr gut – geschieht ohne den erhobenen Zeigefinger oder den Versuch den Leser (der, wie ich, vielleicht noch gar nicht vegan unterwegs ist sondern nur mal reinschnuppern möchte) missionieren zu wollen.

Auch die Rezept-Fotos sind ansprechend, was bei vielen Menschen (auch bei mir) ein großes Kriterium ist, ein Rezept überhaupt erst in die engere Wahl zu nehmen.

Nach der Bewertung des Buches nach Äußerlichkeiten folgte nun der Praxistest auf Alltagstauglichkeit und natürlich auch Geschmack. Wir haben die Sache im Forum ruhig angehen lassen und jeder konnte kochen wonach ihm der Sinn steht. In entsprechenden Foren-Rubriken fand dann der Erfahrungsaustausch statt incl. Fotos der Kochergebnisse und auch Hinweise darauf, wenn etwas in der Praxis von der Rezeptbeschreibung abweichend ist.
So waren z. B. im Rezept „Chilli sin Carne“ bei keinem der Teilnehmer die Kartoffeln nach 20 Minuten gar. Solche Angaben hängen aber auch von den Umständen ab unter denen gekocht wird. Nutzt man tatsächlich, wie im Rezept angegeben, festkochende Kartoffeln oder hat nur mehligkochende zu Hause? Wie groß schneidet jeder einzelne die Kartoffelwürfel? Deckel auf der Pfanne, ja oder nein? Ein Kochbuch kann nur Anleitungen geben, das Ergebnis hängt dann vom individuellen Equipment des Koches ab.

Bei mir wurde für die Leserunde nachgekocht – aber ich bin noch nicht am Ende meiner „To-do-Liste“ angelangt:

· Chilli sin Carne
· Cashew-Kräuter-Frischkäse
· Spaghetti Carbonara
· Gnocchi-Gemüse-Pfanne
· Spaghetti Bolo
· Mousse au Chocolat

Die Zeit und der Aufwand für die Zubereitung entspricht dem was für mich angenehm ist. Keine stundenlangen Vorbereitungen, keine Extravaganzen – einfach kochen.

Erstaunlicherweise schmeckte auch meinem Mann das Essen, da hatte ich ganz andere Kommentare erwartet. Die Spaghetti Carbonara fand er sogar „richtig toll“. Eigentlich hatte ich erwartet, daß er mir das (den?) Räuchertofu hinterher werfen würde. :-D

In nächster Zeit werde ich immer mal wieder ein veganes Gericht auf unserem Mittagstisch erscheinen lassen, da steckt noch jede Menge Potential im Buch. Ganz besonders interessiert mich der „vegane Eiersalat“ für den ich auch die Mayonnaise selbst machen werde. Dazu brauche ich aber ein Gewürz das ich hier vor Ort (trotz wirklich gut sortiertem vegan-Bioladen) nicht bekommen kann.

Momentan spricht mich das Rezept für eine Kichererbsentortilla noch nicht an – aber was nicht ist kann ja noch werden.

Für mich war dieser Ausflug in die vegane Küche ein überraschend positives Erlebnis.
Vielen Dank an Patrick Bolk, den Autor des Kochbuches für den Einblick in vegane Lebensweise!

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das ideale Begleitbuch für Einsteiger in die vegane Lebensweise

Noch ein veganes Kochbuch?? Eigentlich möchte man denken, der Markt wäre langsam gesättigt in dieser Sparte. Trotzdem hat das Buch „So geht vegan!“ von Patrick Bolk durchaus seine Berechtigung und stellt meiner Meinung nach ein ideales Begleitbuch für interessierte Laien und Einsteiger in die vegane Lebensweise dar. Für bereits langjährige Veganer bietet das Buch sicher nicht viel Neues, außer natürlich gute alltagstaugliche Rezepte – und davon kann man ja nie genug haben :)

Das Kochbuch ist als 10-Punkte-Programm aufgebaut. Im Einführungsteil wird zunächst aufgeräumt mit den üblichen Vegan-Mythen (vegan ist Verzicht, ungesund, kompliziert...), man erhält einen Überblick über die wichtigsten Nährstoffe, vor allem auch auf für Veganer kritische Nährstoffe (B12) wird hingewiesen. Auf die Einführung folgen 9 Kapitel mit Rezepten, die jeweils mit einem kurzen informativen Theorieteil beginnen. Hier wird zB erklärt, warum man auf Fleisch/Eier/Milch.. verzichten sollte, weitere Mythen werden ausgeräumt („Man braucht Milch wegen des Kalziums“), Alternativen werden erklärt und man bekommt einen Einkaufszettel an die Hand.

Die Kapitel im Einzelnen:
1. Genuss ohne Fleisch und Fisch: dieses Kapitel arbeitet mit Fleischersatz wie Seitan, texturiertes Soja usw, die Rezepte sind klassische Fleischrezepte, die mit veganen Alternativen hergestellt werden (zB Chili sin Carne, Zürcher Geschnetzeltes, Schnitzel...)
2. Ohne Milch und Milchprodukte: von der Herstellung eigener Pflanzenmilch (ein guter Mixer ist empfehlenswert!) über Mac and Cheese, Käsespätzle, Schokoladentrüffel (sehr lecker!!)...
3. Kochen und Backen ohne Eier: Grundrezepte wie Mayonnaise und Remoulade, Spaghetti Carbonara, eine legendäre Schokomousse...
4. Kreative vegane Küche: dieses Kapitel kommt ohne Ersatzprodukte aus und stellt quasi die „fortgeschrittene“ vegane Kochkunst dar. Hier gibt es zB eine herrliche Weisse-Bohnen-Grünkohlsuppe, eine Mais-Kokos-Suppe, die ich unbedingt noch testen muss, einen Rote-Bete-Eintopf mit Polentatalern uvm.
5. Getränke ohne Tierisches: Smoothie Rezepte, vegane Cocktails und „Milch“-Getränke
6. Vegan unterwegs: für alle, die glauben, vegan ginge nur in den eigenen vier Wänden ;) - Snackideen für unterwegs, Tipps für Seminare und Geschäftsessen und Rezepte für das Lunch im Büro
7. Besondere Gelegenheiten: vegan Essen in Gesellschaft, auch das ist möglich! Grillideen, Brunchrezepte, ein Vorschlag für ein Candle-Light-Dinner (mit Hinweis, wo man den geeigneten (veganen) Partner fürs Dinner finden kann ;)) und ein Weihnachtsmenü
8. Vegan mit Kindern: mit den Klassikern für Kinder wie Köttbullar, Spaghetti Bolo, Waffeln mit Sahne und Kirschen...
9. Vegan für Profis: Superfoods & Rohkost – die großen Trends in der veganen Szene werden auch behandelt und mit leckeren Rezepten belegt. Hier gibt es Chiapudding, Superfoods-Riegel und einen Rohen Erdbeer-Käsekuchen (der noch ausprobiert werden muss!)

Das 10. Kapitel „Über den Tellerrand: Vegan leben“ beschäftigt sich mit den weiteren Lebensbereichen wie Kosmetik, Putzmitteln, Klamotten. Es wird aufgeklärt, wo sich überall tierische Inhaltsstoffe verstecken können und wie man diese vermeiden kann. Außerdem fehlt auch nicht der Hinweis, dass man natürlich nicht nur fair für Tiere, sondern auch fair für Menschen einkaufen und auf die FairTrade- und GOTS-Siegel achten sollte.

Im Anhang des Buches findet man noch eine Auflistung des „veganen Vorratsschrankes“, die vor allem die Vielfalt der veganen Ernährung zeigt; eine gute Übersicht, in welchen Lebensmitteln welche Nährstoffe enthalten sind; eine Austauschtabelle für Fleisch, Milchprodukte, Eierprodukte sowie Gelatine, Honig, Milcheis... . Außerdem gibt es noch eine ausführliche Auflistung von Infoseiten und Blogs, um sich weiter zu informieren und vegan zu shoppen.

Ich habe im Rahmen einer Kochbuch-Leserunde einige Rezepte selbst ausprobiert und vor allem auch von den anderen TeilnehmerInnen (die meist selbst Omnivoren sind) gehört, dass die Rezepte sehr alltagstauglich sind und einfach gelingen. Und das Wichtigste – sie haben immer geschmeckt (sogar den wohl mehr als kritischen und im Vorfeld eher unwilligen Ehemännern mancher Teilnehmerinnen :)). Die Zutaten sind fast immer gut zu bekommen, bei einige Spezialzutaten kann man zumindest in gut ausgestatteten Bioläden fündig werden.

Mein einziger Kritikpunkt gilt dem Rezeptregister. Dieses ist, wie üblich, alphabetisch aufgebaut. Da aber die Rezepte im Buch nicht der üblichen Aufteilung (Salate, Suppen, Vorspeisen, Pasta, Hauptgerichte mit „Fleisch“, Nachspeisen..) folgen, tut man sich etwas schwer diese wieder zu finden, wenn man sich nicht den genauen Titel des Rezeptes gemerkt hat. Ich habe zB die Grünkohlsuppe ewig gesucht, welche unter „W“ wie „Weisse-Bohnen-Grünkohlsuppe“ und im Buch unter „Kreative vegane Küche“ eingeordnet ist.

Abgesehen davon finde ich das Kochbuch perfekt für Einsteiger, die nicht nur auf der Suche nach veganen Rezepten sind, sondern sich auch über den Hintergrund der veganen Lebensweise informieren wollen. Man findet als Neuling hier alles, was man für den Einstieg braucht und ist schnell davon überzeugt, dass vegan eben nicht kompliziert ist oder Verzicht bedeutet :)

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Vegan im Alltag

Das Buch 'So geht Vegan' richtet sich vornehmlich an Leute, die 'Neueinsteiger' in die vegane Lebensweise sind.
Es gibt in den einzelnen Abschnitten klare Hinweise was man braucht, und was man beim Einkauf beachten sollte. Schließlich ist 'vegan' nicht auf Lebensmittel begrenzt. Außerdem gibt es viele Informationen rund um veganes Essen sowie Einkaufsvorschläge.

Der Hauptteil aber sind die Rezepte für verschiedene Gelegenheiten. Ich habe mich so ziemlich quer durchs Buch gekocht/gebacken/hergestellt, angefangen bei selbst-gemachtem Frischkäse oder Sojadrink, über Kuchen und Energieriegeln zu deftigen Mittagessen.

Was mir positiv auffiel, ist, dass diese Gerichte alle 'alltagstauglich' sind, das heißt, sie lassen sich sehr leicht nachkochen; sie schmecken und sättigen hervorragend und sind nicht 'abgehoben', wie so viele Gerichte in so vielen Kochbüchern.

Die Rezepte sind abwechslungsreich, so dass wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

Ich hätte allerdings im Rezeptregister gerne eine Rubrik gehabt, die zum Beispiel all Gerichte mit Kartoffeln aufführt (oder Äpfeln, etc), denn man findet weder den Kartoffelsalat unter K, noch die Bratkartoffeln unter B, was die Suche nach den entsprechenden Rezepten doch etwas erschwert.

Die Rezeptangaben sind überwiegend korrekt, bis auf ein paar kleine Fehler, die sich eingeschlichen haben (z:B. fehlt die Flüssigkeitsmenge für den Biskuitboden). Da ich selten backe und noch nie zuvor einen veganen Biskuitboden gefertigt hatte, wäre das ohne die Leserunde sicherlich voll daneben gegangen).

Auch bei den Personenangaben sollte man nicht so genau hinschauen, sondern sich anhand der angegebenen Menge auf seine eigenen Erfahrungswerte verlassen und kann dann gegebenenfalls die Menge vergrößern oder verkleinern, je nach Bedarf.

Alles in Allem kann ich das Buch rundum jedem empfehlen der gerne gesunde, abwechslungsreiche und leckere Gerichte kocht.

Dass sie vegan sind fällt im Grunde genommen gar nicht weiter auf, so dass man damit Jeden erfreuen kann, nicht nur Veganer.

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