Gesellschaft für bedrohte Völker: Lebenszeichen 2011 - Autonomie und Selbstbestimmung

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Gesellschaft für bedrohte Völker: Lebenszeichen 2011 - Autonomie und Selbstbestimmung
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9999999999999

Informationen zum Buch

Seiten
13

Sonstiges

Schlagworte

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Die faszinierende Vielfalt und exotische Farbigkeit fremder Kulturen ziehen uns immer wieder in den Bann. Doch viele Minderheiten und indigene Völker müssen um Anerkennung und ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen, das für die Bewahrung ihrer kulturellen Identität so wichtig ist. Sehr anschaulich setzt der beliebte Bildkalender der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) 2011 das eher abstrakte Thema "Autonomie und Selbstbestimmung" in Szene.

So zeigen seine Bilder Vertreter indigener Völker im traditionellen Gewand bei hitzigen Debatten mit Regierungsvertretern oder fangen die Atmosphäre bei einer Dorfversammlung ein. Unter den 13 hochwertigen DinA3-Kalenderblättern gibt es aber auch Porträts und Momentaufnahmen aus dem Alltag indigener Völker vor grandioser landschaftlicher Kulisse. Auf den Rückseiten schildern Betroffene Probleme, Erfolge oder Rückschläge im Ringen um ein selbstbestimmtes Leben. Ergänzt werden die Berichte - z.B. über den Irokesenbund, Irakisch-Kurdistan, die Republik Tuva in Sibirien, das Homeland Kaokofeld in Namibia oder das beispielhafte Autonomiemodell Südtirol – durch Informationen über die jeweilige Menschenrechtslage. Ein Experten-Beitrag über Regionalautonomien rundet dieses Mosaik aus aller Welt ab.

Erhältlich bei der Gesellschaft für bedrohte Völker

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(Aktualisiert: 30 Januar 2012)

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Dieser Kalender ist nicht nur informativ

Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit - für uns Selbstverständlichkeiten, andere Völker der Erde jedoch müssen sich diese Rechte noch immer hart erkämpfen. Schillernde Exotik, das Fremde vereint mit dem täglichen Ringen um das Überleben in Würde. Zwei Seiten einer für uns so fernen Welt, die uns gleichermaßen fasziniert wie abstößt. "Autonomie und Selbstbestimmung" ist 2011 das zentrale Thema des wunderbaren Bildkalenders der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Die GfbV ist eine internationale nichtstaatliche Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt - im Speziellen für die Rechte von religiösen, sprachlichen und ethnischen Minderheiten. Die GfbV unterstützt humanitäre und Entwicklungshilfe als Selbsthilfe und setzt sich für Flüchtlinge bedrohter Völker ein.

Auf 13 großformtigen Kalenderbildern stoßen wir auf kulturelle Vielfalt, die auf der Kalenderbildrückseite nochmals umfangreich erklärt wird. Zwei erwähnenswerte Aspekte: Verfasst wurden diese Texte von Angehörigen von Minderheiten bzw. indigenen Völkern oder Menschenrechtsaktivisten, die über längere Zeit eine enge Beziehung zu diesen Völkern aufgebaut haben und die Bilder wurden im Einvernehmen mit den Fotografierten aufgenommen.

Das Januar-Blatt zeigt das Manau-Festival der Kachin in Nordburma. Die Kachin sind eine von 130 einzigartigen Kulturen Burmas.

Das Februar-Blatt zeigt den indianischen Autor, Philosphen und Historiker John Mohawk Sotsisowah im Tanz vor einem typischen Langhaus eines Irokesenstammes.

Das März-Blatt zeigt zwei Freundinnen mit Rosen unter Stacheldraht: das turkmenische Mädchen Sirin und die kurdische Sermi.

Das April-Blatt zeigt die Gründungszeremonie der autonomen Inuit-Region Nunavut in Iqaluit am 01.04.1999

Das Mai-Blatt zeigt vier südtiroler Reiterinnen beim Oswald von Wolkenstein-Ritt in Völs am Schlern.

Das Juni-Blatt zeigt eine Tibeterin mit vielen Gebetsfahnen. Die Gebetsfahnen sind in Tibet allgegenwärtig und ein Symbol für Eigenständigkeit.

Das Juli-Blatt zeigt zwei kriegsversehrte, schachspielende Saharauis (maurische Volksgruppe der Westsahara).

Das August-Blatt zeigt eine Parade von Herero-Frauen (afrikanisches Hirtenvolk) am Hererotag. Dieser Gedenktag soll an die Schlacht am Waterberg 1904 erinnern, als ein Aufstand von Herero und Nama von deutschen Truppen niedergeschlagen wurde.

Das September-Blatt zeigt eine Demonstration von brasilianischen Indianern in Brasilia gegen die Beschneidung ihrer Landrechte.

Das Oktober-Blatt zeigt Adivasi-Frauen bei der Reisernte in der Region Chota-Nagpur (Indien).

Das November-Blatt zeigt drei Männer der Arhuaco in der Sierra Nevada de Santa Marta (Kolumbien).

Das Dezember-Blatt zeigt eine Chanten-Frau mit ihren Kindern, die bei einem Festival in der Stadt Nadym (Nordwestsibirien) ankommen.

Dieser Kalender ist nicht nur informativ und "anders", sondern er sieht auch richtig gut aus und bekommt dafür von mir ein: Uneingeschränkt empfehlenswert!

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