Winfried Wehle: Wann bin ich schon Ich

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Winfried Wehle: Wann bin ich schon Ich
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783826047374

Informationen zum Buch

Seiten
276

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Lesen? Literatur? Gar moderne? Was weiß sie mehr oder besser als ihr Konkurrent, der Film? Sie teilt, was sie zu sagen hat, nur langsam mit. Aber es ist ihre Art, Zeit zu gewinnen, damit die nackten Buchstaben innere Bilder, die Phantasie erwecken. Daß, was in den Geschichten und Gedichten vorfällt, einem Ich zugemutet wird, ist kein Zufall: es ist im 20. Jh. nicht einfach, eines zu haben. Die Literatur macht ihm deshalb hier 57 mal nichts als Schwierigkeiten aller Art, um zu sehen, was sich machen läßt, oder nicht und warum. Italienische und französische Nahaufnahmen haben dabei den Vorteil, daß sie ihre Motive erkennbar mit einer Lust zu fabulieren zu versehen wissen. Sagen wir also: nicht nur wer liebt auch wer liest, lebt mehr.

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Ein Literaturverführer zu frz. und ital. Autoren des 20. Jh.

Winfried Wehle ist em. Professor für Romanische und Allgemeine Literaturwissenschaft und präsentiert in seinem Buch 58 italienische und französische Autoren des 20. Jh, die er jeweils auf 4 - 10 Seiten portraitiert. Dazu wählt er zu jedem Autor einen Roman exemplarisch aus, der genauer beleuchtet wird.

Die große Stärke dieses Buches stellt die Auswahl der Autoren dar. Darunter sind viele bekannte Autoren wie Grazia Deledda, Marcel Proust, Italo Svevo, Claude Simon, Georges Perec, Ennio Flaiano, Primo Levi und Italo Calvino, um nur die wichtigsten mir näher bekannten zu nennen. Eine Vielzahl von Autoren ist (zumindest mir) bisher unbekannt, die Einzelartikel erläutern jedoch die Qualität ihrer Werke. Damit liegt ein Literaturverführer vor, wie er nicht schon hundertmal zuvor geschrieben wurde.

Die Schwäche des Buches ist der akademische, literaturwissenschaftliche Stil, der an etlichen Stellen den nur allgemein gebildeten Leser etwas ratlos zurücklässt. Ich bin weder vertraut mit Diskurskritik noch verwende ich den Begriff der Hermeneutik in sicherer Weise. Auf der anderen Seite schafft es Wehle auf knappstem Raum, die Werke eines Autors mit wenigen Sätzen zu charakterisieren und die Quintessenz daraus zu ziehen. Solche Sätze sind dann ein intellektuelles Vergnügen.

Um sich selbst einen Eindruck vom Stil zu machen, lese man die Rezension über Francesco Costa, die im Buch geringfügig überarbeitet übernommen wurde. Leider findet man im Anhang keinen Hinweis auf diesen Abdruck.
http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/rezension-belletristik-addieren-lernt-man-im-kino-11311584.html

Trotz der Schwierigkeiten mit der Lektüre empfehle ich dieses Buch, denn wenn man darin nur einen einzigen neuen Autor für sich entdeckt, dann hat sich die Arbeit von Wehle auch für den gemeinen Leser schon gelohnt.

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