Franz Alt, Rosi Gollmann, Rupert Neudeck: Eine bessere Welt ist möglich

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Franz Alt, Rosi Gollmann, Rupert Neudeck: Eine bessere Welt ist möglich
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783570500699

Informationen zum Buch

Seiten
317

Sonstiges

Erster Satz
Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit

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Brot oder Steine? Der Aktionsplan von Franz Alt gegen die Armut.

Immer weiter geht die Schere zwischen den Wohlhabenden und den Habenichtsen dieser Erde auseinander. Inzwischen ist die Dritte Welt mit ca. 2.000 Milliarden Euro gegenüber der Ersten Welt verschuldet und zahlt jährlich etwa neunmal so viel Schuldzins und Tilgung, wie sie Entwicklungshilfe erhält.

Aber nicht nur finanziell sind 80% der Weltbevölkerung arm dran. Ihre Bodenschätze werden im Norden verbraucht, dafür leiden die Länder des Südens überproportional an der durch die Industrieländer verursachten Klimaveränderung. Ausgehend von der internationalen Solidarität angesichts der Tsunami-Katastrophe fordern die Autoren einen Aktionsplan für die Dritte Welt – vergleichbar der Hilfe, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Marshallplan zuteil wurde. Diese Forderung sollte nicht nur aus altruistischen Gründen gehört werden, sondern im wohl verstandenen Eigeninteresse; denn den Reichen kann es auf Dauer nur gut gehen, wenn es dem Armen besser geht. Deshalb fordern Alt, Gollmann und Neudeck insbesondere von den europäischen Ländern eine umfassende Reformbegleitung für die Dritte Welt. Dabei geht es nicht nur um Finanztransfers, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ist das Maß wirkungsvoller Unterstützung. Beispielhaft dafür arbeitet Rosi Gollmann mit der Andheri-Hilfe, die über 400 höchst wirkungsvolle Projekte in Indien und Bangladesh ins Leben gerufen hat. Drei engagierte Autoren berichten aus verschiedenen Blickwinkeln: Rupert Neudeck von seiner heroischen Hilfe an Katastrophenbrennpunkten; Rosi Gollmann von ihrer Basisarbeit auf dem indischen Subkontinent und Franz Alt vor dem Hintergrund seiner Vor-Ort-Recherchen zu zahlreichen Filmen über die Probleme der Armen. „Eine bessere Welt ist möglich“ – der eindringliche Bericht zu Ursachen und Lösungsmöglichkeiten des Nord-Süd-Konflikts.

Die selbst gesteckten Ziele der Industrieländer zur Unterstützung der Dritten Welt sind bislang weit verfehlt worden. Die drei Autoren berichten von ihren Vor-Ort-Erfahrungen und von der katastrophalen Entwicklung, die zwei Drittel der Menschheit bedroht. Sie fordern einen Marshallplan zur Bekämpfung von Armut und Hunger.

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Der Dritte Weltkrieg hat schon längst begonnen - ein Dritter Weltkrieg nämlich gegen die Natur und man mag nun darüber diskutieren, ob unsere Erde bereits unter den ersten Anzeichen des Klimawandels kränkelt: Sicher ist, dass die Menschheit Natur und Lebewesen ausbeutet. Ist es ein Versagen der Politik, dass heute noch immer 840 Millionen Menschen jeden Tag nicht genug zu essen haben? Ist es nicht utopisch anzunehmen, dass durch einen globalen Marshallplan bis zum Jahre 2015 kein Kind mehr Hungers sterben müsste?

Franz Alt ist Journalist, Verfechter der "solaren Weltrevolution" und Buchautor. In "Eine bessere Welt ist möglich" erzählt er über Visionen, die wahr werden könnten, spielte jeder von uns im kleinen und die Politik im großen mit. Gerechtigkeit für alle, weg mit Armut, Hunger, Krankheit - große Worte für einen einzelnen und doch schafft Franz Alt es, wachzurütteln und mitzureißen. Engagement ist wichtig in einer materiell reichen, aber menschlich immer ärmeren (nördlichen) Welt. Alt nennt das Kind beim Namen und so wird nicht nur die derzeitige (amerikanische) Kriegspolitik, sondern auch unser Konsumverhalten an den Pranger gestellt. Zahlen und Fakten untermauern seine Thesen.

Rosi Gollmann rief in den Sechziger Jahren die Andheri Stiftung ins Leben und seitdem widmet sie ihr Leben den Ärmsten der Armen: Straßenkindern, Behinderten, Tempelprostituierten, Kastenlosen, Ureinwohnern. Dabei bemüht sich die Andheri Hilfe vor allem um nachhaltige Entwicklungshilfe, um die Bedürftigen in die Lage zu versetzen, nach einiger Zeit selbst für sich sorgen zu können. Gollmann liefert uns Einzelschicksale, die mir die Tränen in die Augen trieben.

Rupert Neudeck ist nicht nur Journalist sondern zeichnet sich auch für die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur verantwortlich. Auch er setzt sich ein gegen Menschenrechtsverletzungen und steht an der Seite der Armen und Unterdrückten.

Alle drei Autoren verinnerlichten eine Aussage des Koran: "Wenn du nur einen Menschen rettest, hast du die ganze Welt gerettet." Die Botschaft des Buches ist klar: Jeder kann mithelfen, eine bessere Welt möglich zu machen. Die Worte zogen mich in ihren Bann und rührten mich und doch hat man oft das Gefühl, dass die Co-Autoren sich nicht selten wiederholen und nicht ungerne für "ihre Sache" die Werbetrommel rühren (wobei "ihre Sache" natürlich nichts Schlechtes ist und Werbung deshalb meiner Meinung nach durchaus legitim sein sollte).

Ein Fader Beigeschmack bleibt zurück, denn ich frage mich: Lesen dieses Buch die richtigen Leute?

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