Andrea Jolander: Treffen sich zwei Neurosen

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Andrea Jolander: Treffen sich zwei Neurosen
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783453200036

Informationen zum Buch

Seiten
224

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Männer und Frauen – jede Menge Stoff für Zoff

Warum knallt es so oft zwischen den Geschlechtern? Unser Unterbewusstsein sabotiert uns, wo es nur geht! Psychotherapeutin Andrea Jolander erklärt sehr unterhaltsam, was dahintersteckt und warum unser Verstand dabei wenig mitzureden hat. So schärft sie auf unkonventionelle Weise unsere Sinne für das, was Männer und Frauen wirklich ausmacht.

Warum Männer und Frauen oft nicht miteinander können – und manchmal nicht mal mit sich selbst –, entscheidet sich schon früh im Leben. Bereits im Kindesalter wird der Grundstein dafür gelegt, was wir für typisch männlich und weiblich halten. So entstehen Rollenbilder, die uns nicht bewusst sind, uns aber nachhaltig bei der Partnerwahl und im Zusammenleben beeinflussen. Anhand amüsanter Beispiele entlarvt Psychotherapeutin Andrea Jolander den miesen Verräter Unterbewusstsein, sorgt für viele Aha-Erlebnisse und schafft damit Verständnis für uns und den anderen – unverzichtbare Lektüre für eine funktionierende Beziehung und ein großes Lesevergnügen.

Autoren-Bewertungen

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Andrea Jolander - Treffen sich zwei Neurosen

ndrea Jolander schafft es, ein viel diskutiertes Thema in einem lockeren Ton anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen. Auch wenn man sich schon ein wenig mit dem Thema der Geschlechterrollen auseinander gesetzt hat, wird das Buch dennoch nicht langweilig, weil es - im Gegensatz zu den Gender Studies - vor allem auf die Psychologie eingeht und das Leben, bzw. die Kindheit hinterfragt.
Die Perspektive war also neu für mich und deswegen sehr interessant. Wenn ich im Rückblick darüber nachdenke, verschiebt sich ein wenig meine Wahrnehmung. In dem Buch wird eine Pauschalerklärung abgeliefert, warum es einige Männer und Frauen gibt, die in den alten Geschlechterrollen stecken bleiben und ein Umdenken schwierig ist. Die Erklärung gefällt mir nach wie vor gut, auch wenn man sich natürlich darüber im Klaren sein sollte, dass diese Pauschalisierung nicht auf jeden zutrifft. Im Grunde finde ich es aber nicht schlimm, dass sie in diesem Buch gemacht wurde, da es ansonsten zu schwierig wäre, ein unterhaltsames und informatives Buch über dieses Thema zu schreiben. Ich muss auch zugeben, dass ich es selber immer schwierig finde, über das Thema zu debattieren, weil man sich so schnell in der Wortwahl vergreifen kann und Leuten auf den Schlips tritt und Sachen falsch verstanden werden, die man gar nicht so meinte. Aber hier hat die Autorin diese Gratwanderung geschafft, was wohl viel fachliches Wissen und Kompetenz voraussetzt.

Für Argumente, um verstockte Konservative einen Spiegel vor die Nase zu halten, liefert das Buch auf jeden Fall genügend Stoff. Allerdings denke ich, dass ich das Buch wohl nochmal lesen muss, mit Stift und Post-Its in der Hand, damit ich alles gut verinnerlichen kann und ich nicht auf Halbwissen ausrutsche. Allerdings ist das auch eher ein Kompliment, denn welche wissenschaftlichen Fakten kann man nach einem unterhaltsamen Mal lesen, auch schon korrekt wiedergeben

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(K)ein Unterschied zwischen Mann und Frau?

Die Psychotherapeutin und Tiefenpsychologin Andrea Jolander räumt erzählerisch in diesem Buch mit den gängigen Klischees über Männer und Frauen auf. Dabei beleuchtet sie, ob es Unterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht gibt, und worin diese begründet sind. Sie stellt fest, daß Kindheitserfahrungen einen enormen Anteil an der persönlichen Entwicklung der Sichtweise der Geschlechterrollen haben und warum es dadurch zu Mißverständnissen und Konflikten in der späteren Partnerschaft kommen kann.

Die Autorin schafft es, psychologisches Wissen in einem sehr unterhaltsamen und angenehmen Plauderton an den Leser zu bringen, ohne daß es trocken wirkt. Ich hatte das Gefühl, zusammen mit der Autorin in einer gemütlichen Kaffeerunde zusammenzusitzen, während sie ihr Wissen verständlich vermittelt und durch zahlreiche Beispiele aus ihrem Therapeuten-Alltag auflockert und unterstreicht.

Das Buch ist in vier Kapitel aufgeteilt: das erste Kapitel befaßt sich mit der frühesten Kindheit, wie schon die Weichen durch rosa und hellblau gestellt werden. Zudem werden die unterschiedlichen Spielräume von Mädchen und Jungen aufgezeigt, die sich durch ihr Geschlecht ergeben.

Das zweite Kapitel befasst sich mit den Männern und den verschiedenen Auswirkungen ihres Elternhauses und Erziehung auf ihr Mann-Bild. Es scheint so, als ob Männer deutlich mehr Zwängen unterliegen als Frauen, die in vielen Dingen mehr Freiheiten geniessen als ihre männlichen Zeitgenossen.

Das dem nicht so ist, beweist das dritte Kapitel, daß sich die Frauen vorknöpft, die trotz ihrer Freiheiten sich in Korsetts der Werbung und Modeindustrie zwängen lassen, wodurch u.a. krankmachende oder die Beziehung belastende Minderwertigkeitsgefühle entstehen. Auch hier spielt das Elternhaus eine wichtige Bedeutung.

Zum Abschluß geht es um die Probleme, die entstehen können, wenn die verschiedenen Persönlichkeiten aufeinanderprallen und ihr Glück in einer Beziehung suchen. Auch hier ist für den Erfolg oder Mißerfolg der Partnerschaft entscheidend, durch welches Geschlechterbild das Individuum geprägt wurde. Der Leser erfährt, warum manche Menschen immer wieder an die falschen Partner geraten, warum die moderne Rollenaufteilung durch die Geburt des Kindes ins Kippen kommen kann und beleuchtet die biologischen Unterschiede des männlichen und weiblichen Orgasmus, der ebenfalls zu Unstimmigkeiten und Unverständnis in der Partnerschaft führen kann.

Die Autorin konnte mich mit dem Buch gut unterhalten und ich erlebte bei der Lektüre einige Aha-Momente, als ich Antworten auf Fragen bekommen habe, die ich mir in der Vergangenheit ebenfalls öfters gestellt habe.

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Plauderstunde mit der Psychotherapeutin…

Wenn ein Sachbuch gut gemacht ist, dann greife ich auch gern einmal danach und das Thema Beziehung interessiert mich eigentlich immer. Bei diesem Buch mit dem doch sehr speziellen Titel, da wollte ich einfach mehr wissen und ich wurde positiv überrascht.

Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert. Zunächst erfahren wir interessierten Leser etwas über die Klischees, durch die Männlein und Weiblein geprägt sind. In den beiden Folgekapiteln werden dann die beiden Geschlechter getrennt voneinander beleuchtet und im letzten Kapitel treffen die beiden aufeinander. Zoff vorprogrammiert? Vielleicht…

Beim Lesen des Buches kommt man sich vor als würde man mit der Autorin plaudern und nicht etwa nur ein Buch lesen, was mir ungemein gefiel. Zudem unterstreicht Andrea Jolander alles mit Beispielen aus ihrem Praxisalltag als Psychotherapeutin, wo man sich ein ums andere Mal ohne weiteres wiedererkennt.

Die Lektüre ist einfach nur ungemein amüsant und die ein oder andere neue Erkenntnis im Bezug auf das eigene Ich und Beziehungen im Besonderen hatte ich auch.

Auch wenn es sich hierbei um ein Sachbuch handelt, hat es doch so ein wenig den Ratgebertouch, was mich persönlich jedoch nicht störte. Zudem bin ich der Meinung, dass das Buch eher etwas für Frauen ist.

Fazit: Ich habe mit jeder Menge Spaß gelesen und kann nur meine Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch wird gleich an meine beste Freundin verliehen…

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