Kathrin Hartmann: Aus kontrolliertem Raubbau

 
5.0
 
0.0 (0)
937   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Kathrin Hartmann: Aus kontrolliertem Raubbau
Untertitel
Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783896675323

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

Community

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Die große Nachhaltigkeitslüge

Angesichts der Klimakatastrophe ruhen alle Hoffnungen auf der Green Economy, die das Wirtschaften nachhaltig und sozial machen soll. Elektro-Autos statt CO2-Schleudern, Biosprit statt Benzin, Aquakultur statt Überfischung. Subventioniert von der Politik, unterstützt von Umweltorganisationen, ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitspreisen. Wirtschaftswachstum und überbordender Konsum, so die frohe Botschaft der sogenannten dritten industriellen Revolution, sind gut für die Welt, solange sie innovativ und intelligent gemacht sind. Die technikbegeisterte Mittelschicht hört das gern.

Doch auch der Rohstoffhunger des grünen Kapitalismus ist riesig: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und Fertigprodukten steckt, werden Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben, wie Kathrin Hartmann in aufrüttelnden Reportagen aus Indonesien zeigt. Ebenfalls schockierend sind ihre Recherchen in Bangladesch: Garnelen aus Zuchtbecken werden mit Öko-Siegeln exportiert, dabei wurden dafür gegen den Willen der Bevölkerung Reisfelder und Mangrovenwälder zerstört. Um den eigenen Hunger zu bekämpfen, zwingt man den Bauern dort Gentechnik-Saatgut auf.

Eine schonungslose Abrechnung mit der Illusion des grünen Wachstums, dem Zynismus von Wirtschaft , Politik und NGO und unserem verschwenderischen Lebensstil.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Themensetzung 
 
5.0  (1)
Verständlichkeit 
 
5.0  (1)
Objektivität 
 
5.0  (1)
Verhältnis Text/Bild 
 
5.0  (1)

#1 Rezensent
Zeige alle meine Rezensionen (1135)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Themensetzung 
 
5.0
Verständlichkeit 
 
5.0
Objektivität 
 
5.0
Verhältnis Text/Bild 
 
5.0

Sollte Pflichtlektüre sein

Es ist nicht leicht, ein guter Mensch zu sein. Biodiesel zerstört Regenwälder, vertreibt Menschen und tötet Orang-Utans. Bio-Fische zerstören die Landwirtschaft vor Ort und es ist sicher nicht neu, dass unsere gespendeten Kleider, die in Sammelstellen wandern, irgendwo in Afrika landen, um dort die Textilindustrie zu demontieren. Kathrin Hartmann taucht tief ein in den Sumpf der vermeintlichen Nachhaltigkeit und führt uns vor Augen, dass der Spruch "Gut gemeint ist nicht gut gemacht" längst von sich selbst überholt wurde.

Ich plädiere dafür, dieses Buch jedem Menschen als Pflichtlektüre in die Hand zu drücken. Autorin und Journalistin Kathrin Hartman befasst ist schon lange in dieser Thematik beheimatet und ihr eingängiger Schreibstil macht es einfach, ihren Schilderungen zu folgen. Die Fassungslosigkeit stellt sich allerdings von Seite zu Seite immer mehr ein.

Es ist schwer, alles richtig zu machen. Man kann aber versuchen, so viel zu tun, wie es einem möglich ist. Dies gelingt schon sehr leicht durch eine Umstellung des Konsumverhaltens und irgendwann spielt es sich zur schönen Selbstverständlichkeit ein. Mit Verzicht hat das nichts zu tun, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und muss erst seinen inneren Schweinehund überwinden. Wir alle sollten das tun für uns, unsere Kinder und unsere Enkelkinder.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Themensetzung
Verständlichkeit
Objektivität
Verhältnis Text/Bild
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue