Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder

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Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Digital
Originaltitel
Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
ET (Original)
2011
ISBN-13
B006YUBR6G

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch

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Informationen zum Hörbuch

Sprecher
Laufzeit (in Minuten)
667
Typ
Hörbuch (ungekürzt)

Handlungsort

Handlungsorte
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Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind... Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern - bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt. Jacob findet ihn tödlich verwundet in einem kleinen Wald - und meint für einen kurzen, schrecklichen Moment, ein Monster im Unterholz zu sehen. Seine Eltern und ein Psychiater versichern ihm, dass er sich dies nur eingebildet hat, und schließlich ist Jacob bereit, ihnen zu glauben. Doch dann beginnen sich die Hinweise darauf zu mehren, dass Abrahams Schauergeschichten möglicherweise alles andere als erfunden waren.

Gibt es auf einer Insel vor der Küste Englands vielleicht immer noch ein Heim für "besondere" Kinder? Jacob macht sich auf die Suche danach und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real - und sie sind ihm gefolgt...

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

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Interessante Idee, leider sehr dünn umgesetzt - nur dank Simon Jäger gerettet


Jakob ist mit den fantastischen Geschichten seines Großvaters aufgewachsen. Die Geschichten handelten von besonderen Kindern, die versteckt auf einer Insel nahe England leben und dort bleiben müssen, damit die "Monster" sie nicht finden können. Nachdem die Klassenkameraden von Jakob angefangen hatten, ihn wegen den Geschichten zu hänseln, wollte er nichts mehr hören und erst recht die Geschichten nicht glauben. Als sein Großvater aber schließlich ermordet und Jakob selber für verrückt erklärt wird, macht sich Jakob auf, die Geschichten seines Großvaters zu überprüfen. Hat der alte Mann ihn wirklich angelogen und nur seine Schrecken während der Nazi-Zeit verarbeitet oder verbirgt sich doch ein Funken Wahrheit hinter den Geschichten...

Das Buch beginnt sehr ruhig und idyllisch, bis zu dem Zeitpunkt, als Jakob's Großvater ermordet wird. Für Jakob bricht eine Welt zusammen und noch schlimmer ist für ihn, dass ihm niemand glaubt. Jakob versinkt deswegen erstmal in tiefste Niedergeschlagenheit, bis er sich doch auf die Spuren seines Großvaters begibt. Dabei muss ich sagen, dass mich Jakob gut die Hälfte des Buches sehr aufgeregt hat und ich ihn irgendwann am liebsten angeschrien hätte. Er ist ein Teenager und ein sehr verwöhnter Jugendlicher dazu, aber teilweise benimmt er sich einfach nur dämlich. Mitdenken und die richtigen Fragen stellen, gehört nicht zu seinen Stärken.

Verstärkt wird das jedoch auch noch dadurch, dass die Erwachsenen einfach nicht wirklich mit ihm reden. Anstatt ihm wichtige Details mitzuteilen und ihn so auch vor sich selber zu schützen, werden ihm Dinge verheimlicht. Zwangsläufig war mir dadurch schon klar, dass er früher oder später zu einem Unglück beitragen wird.

Die Idee mit den besonderen Kindern und dem Versteck finde ich sehr gut, jedoch konnte mich die Geschichte trotzdem nicht so wirklich packen. Als sich nach und nach die ganzen Hintergründe lüften und klar wird, wer die "Monster" sind, war ich eher enttäuscht. Zu sehr hat der ganze Plott etwas von einem gruseligen Märchen und hat mich nicht wirklich überzeugt. Auch die "besondere" Gabe von Jakob glänzt nicht gerade durch Einfallsreichtum und hat bei mir eher Fragezeichen aufgeworfen.

Gut finde ich, dass auch das Versteck der Kinder nicht nur als Paradies dargestellt wird und auch die negativen Seiten gut dargestellt werden. Ohne den Zeigefinger zu erheben, wird dabei gezeigt, dass "Besonderheit" nicht zwangsläufig zu moralisch einwandfreien Verhalten führt. Jedoch ist es dem Autor leider nicht gelungen, dass mich das Schicksal der Kinder besonders berührt hätte.

Das Hörbuch gerettet, hat für mich eindeutig Simon Jäger. Er schafft es Atmosphäre zu lesen, wo für mich gefühlt eigentlich gar keine war und durch sein Talent die unterschiedlichsten Charaktere alleine durch seine Stimme auferstehen zu lassen, hat er mir doch noch einige kurzweilige Hörstunden beschert. Ich kann nur wieder betonen, dass ich ein absoluter Fan von ihm bin und fast nur noch Hörbücher höre, die er liest! :redface:

Aber auch er hat es nicht geschafft, dass ich nach Beendigung von diesem Buch das Bedürfnis habe mir die Nachfolgebände zu besorgen. Anscheinend sind auch hier wieder Mehrbände geplant und entsprechend bleibt das Ende doch relativ offen. Leider muss ich aber gestehen, dass mir das weitere Schicksal von Jakob und seinen Freunden relativ egal ist und ich mir keine weiteren Bücher holen werde.

Eine interessante Idee, die leider sehr dünn umgesetzt wurde.

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#1 Rezensent
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Ohne besondere Wirkung

Als Jacob noch ein Kind war, wollte er unbedingt ein großer Abenteurer und Entdecker werden und so hing er an den Lippen des Großvaters, wenn dieser dem Enkel die Geschichten seiner Jugend erzählte. Als der zweite Weltkrieg Englands Küsten erschütterte, habe der Opa auf der Insel der besonderen Kinder gelebt. Kinder, die so besonders waren, dass ihm Jacob später nicht mehr glauben konnte. Denn Mädchen, die fliegen können oder unsichtbare Jungen gibt es nicht. Oder vielleicht doch? Als der Großvater schließlich von seinen eigenen Monstern eingeholt wird und stirbt, muss Jacob schließlich in psychiatrische Behandlung und sich dem stellen, was er selbst ist: Ein besonderes Kind.

Dieses Buch lebt offensichtlich von den darin enthaltenen Fotos und so ist auch die ungekürzte Hörbuchversion nur eine abgespeckte Version davon. Dieses Loch kann auch ein brillianter Simon Jäger, der hier natürlich wieder einen hervorragenden Job leistet, nicht zur Gänze füllen. Seine Stimme ist wie immer unaufdringlich und doch so präsent, dass sie jedes von ihm gelesene Hörbuch unverwechselbar macht. Aber Simon Jägers Interpretation kann nicht über eine insgesamt eher schwache Handlung, die so offensichtlich von den Fotografien lebt, hinwegtrösten. Die Handlung zeichnet sich anfangs zwar noch recht spannend und leicht gruselig ab, doch irgendwann geht dem Autor die Luft aus.

Die Protagonisten sind mir egal. Das ist für mich immer ein sehr schlechtes Zeichen für ein Buch. Insbesondere, wenn es sich um Kinder oder Jugendliche handelt, denn diesen fällt es - ebenso wie Tieren - meistens recht leicht, sich in mein Herz zu schleichen. Es mag sein, dass die Fotografien in der Buchausgabe diese dünne Story so komplett herausreißen könnten, aber an den Charakteren selbst und an der Tiefe der Geschichte ändert sich ja trotzdem nichts.

Sehr schade, denn die Idee faszinierte mich auf Anhieb sehr - vielleicht hatte ich deshalb aber auch zu hohe Erwartungen, da das Buch überwiegend gelobt wird. Ein weiterer Minuspunkt ist das offene Ende des Buches. Die Geschichte ist noch längst nicht erzählt und insgesamt vergeudet der Autor die meiste Zeit des Buches mit einführendem Geplänkel. Leider konnte er mich nicht genügend für Fortsetzungen interessieren. Mir ist völlig egal, was mit Jacob und den übrigen besonderen Kindern geschehen wird, denn "Die Insel der besonderen Kinder" hatte leider absolut keine besondere Wirkung auf mich.

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[Buch] Ransom Riggs – Die Insel der besonderen Kinder

Als Kind hat Jacob schon gerne die verrückten Geschichten seines Großvaters angehört. Jetzt sind viele Jahre vergangen und Jacob erkennt die Geschichten als Märchen, die Photos, die ihm sein Großvater dazu gezeigt hat, als Fälschungen. Doch eines Tages bekommt er einen eigenartigen Anruf vom Großvater – und obwohl er so schnell wie möglich zu ihm fährt, kommt er zu spät. Was Jacob hier mitansehen muss, bringt seine geistige Stabilität gewaltig ins Wanken. Auf der Suche nach einer Erklärung begibt er sich auf Spurensuche in die Vergangenheit – in Großvaters Vergangenheit.

Was für ein Buch. Die Aufmachung ist nicht nur wunderschön, sie unterstreicht zudem auch noch ausgezeichnet die düstere und gruselige Atmosphäre der Geschichte und ist untrennbar mit ihr verbunden. Alle Photos, die im Laufe der Geschichte beschrieben werden, finden sich auch als Abbildungen wieder. Und nicht nur das, sie sind alle authentisch – und sie sind alle in irgendeiner Form beklemmend, bedrohlich oder anderweitig fesselnd und lassen den Leser nicht mehr los.

Riggs erschafft eine wunderbar düstere Atmosphäre, die ich durchaus gruselig und bedrohlich fand. Es ist ähnlich, wie durch eine alte Spukvilla zu streifen – Spinnweben und dicke Staubschichten verleihen eine eigenartige Atmosphäre, und obgleich der Besucher nicht an Gespenster glaubt, baut sich ein Druckgefühl im Magen auf und man wartet förmlich auf eine weiße Frau oder eine andere Erscheinung. Ganz ähnlich habe ich bei meiner Lektüre dieses Buches empfunden.

Tja, was soll ich noch schreiben? Nebenbei ist das Buch aber auch noch sehr sehr verrückt, skurril und auch humorvoll geschrieben, eine großartige Mischung. Es hat mir (im wahrsten Sinne des Wortes) unheimlich gut gefallen. Wer düstere und skurrile Protagonisten resp. Geschichten mag, der ist hier an der richtigen Adresse.

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