Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

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Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
ET (D)
2005
Ausgabe
CD
Format
ISBN-13
9783899032253

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Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterläßt er seinem Schützling nur wenig mehr als ein Manuskript. Dieses aber ist so makellos, daß Mythenmetz sich gezwungen sieht, dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher. Als der Held sie betritt, ist es, als würde er die Tür zu einer gigantischen Buchhandlung aufreißen. Er riecht den Anflug von Säure, der an den Duft von Zitronenbäumen erinnert, das anregende Aroma von altem Leder und das scharfe, intelligente Parfüm von Druckerschwärze. Einmal in den Klauen dieser buchverrückten Stadt, wird Mythenmetz immer tiefer hineingesogen in ihre labyrinthische Welt, in der Lesen noch eine wirkliche Gefahr ist, in der rücksichtslose Bücherjäger nach bibliophilen Schätzen gieren, Buchlinge ihren Schabernack treiben und der mysteriöse Schattenkönig herrscht.

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Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher

Der junge Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz erhält von seinem Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler ein ungewöhnliches Vermächtnis. Es ist ein kleines Manuskript, eine kurze Abhandlung eines unbekannten Schriftstellers, aber es ist so unglaublich gut, dass Mythenmetz sich aufmacht, um den Verfasser dieses Schriftstückes zu finden.

Er begibt sich nach Buchhaim, in die Stadt der träumenden Bücher – und schon nach kurzer Zeit wird er in einen Strudel von Ereignissen gezogen, den er sich wohl nie hätte träumen lassen. Intrigen, tödliche Gefahren, dunkle Gänge und Labyrinthe, finstere und freundliche Kreaturen, wundersame Orte, Geschichten und Bücher, Bücher, Bücher...

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir etwas schwer, aber ab dem Moment, wo die Handlung „richtig“ losgeht und Mythenmetz in Buchhaim ankommt, war ich in der Geschichte gefangen. Walter Moers ersinnt hier wieder eine unglaubliche und fantastische Geschichte, die dem Zuhörer kaum Zeit zum Luft holen lässt. Keinen kleinen Anteil daran hat der Sprecher Dirk Bach. Nach wie vor finde ich es mehr als erstaunlich, wie Bach in Windeseile in zig verschiedene Rollen springt und jede unnachahmlich und überzeugend darstellt. Man fiebert mit, man fürchtet sich, man staunt, man schlägt so manches Mal die Hände über dem Kopf zusammen, bis man am Schluss sogar zu Tränen gerührt ist.

Dennoch fehlt der Stadt ein kleiner Hauch dessen, was Rumo zu einem perfekten Buch gemacht hat, dafür und für den etwas langwierigen Einstieg ziehe ich ein Pünktchen ab.

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Hildegunst von Mythenmetz, seines Zeichens noch nicht veröffentlichter Dichter, verlässt nach dem Tode seines Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler die Lindwurmfeste, um einen ihm unbekannten, aber sehr begnateten Dichter in Buchhaim zu finden. In der zamonischen Stadt Buchhaim versammelt sich alles, was Rang und Namen hat und mit Literatur zu tun hat: Spezialantiquariate reihen sich wie Perlen aneinander, Buchjäger und Kritiker machen die Gassen unsicher, nebelheimer Trompaunenkonzerte und mehr oder minder gute Autoren sind unterhaltsame Touristenattraktion. Diese Traumstadt der Bibliophilen bietet jedoch noch ein geheimnisvolles und sehr gefährliches Labyrinth, die als harmlose Kellergewölbe beginnen und in die unbekannte Dunkelheit führen.

In dieses Labyrinth wird Hildegunst von Mythenmetz gegen seinen Willen verschleppt und seinem Schicksal überlassen. Bald erkennt er, dass die Welt unter der Stadt noch viel atemberaubender und auch viel gefährlicher ist.

"Die Stadt der träumenden Bücher" ist von einem Autor geschrieben worden, der die Bücher liebt (und Kritiker gar nicht leiden kann). Walter Moers entführt uns wieder in die zamonische Welt und dieses Mal erfahren wir mehr über Hildegunst von Mythenmetz', der bereits in "Ensel und Krete" seinen Auftritt hatte. Wie konnte aus diesem Lindwurm also so ein begnadeter Dichter werden, der das Orm allem Anschein nach für sich gefunden hat?

Das von Dirk Bach gelesene Hörbuch liegt in der ungekürzten Ausgabe vor - zum Glück. Es wäre schrecklich, auch nur eine Minute von der grandiosen Darbietung des Sprechers missen zu müssen! Der Komiker schlüpft in Hildegunsts Haut und lebt 14 CDs lang als Lindwurm. Seine Schreie, sein Gekreische, sein Lachen und natürlich auch das Geflüster - denn im Labyrinth sollte man unnötige Aufmerksamkeit vermeiden - umwirbeln den Hörer, lassen ihn mitlachen, kreischen, flüstern. Die Geschichte selbst bietet sehr viele phantastische Einfälle, die manchmal leider etwas lieblos aneinandergereiht sind und in einer schlichten Aufzählung enden. So gewinnt man den Eindruck, der Autor steht mit sich selbst im "Wettbewerb der schrägsten Einfälle" und dabei geht manchmal auch der rote Faden der Handlung verloren.

Die Ausstattung des Hörbuches ist nicht zu schlicht, aber auch nicht sonderlich aufwändig mit einem dünnen Booklet, in dem nicht nur die Übersicht über die Tracks zu finden ist, sondern das auch mit Zeichnungen und Zitaten des Buches versehen wurde. Selbstverständlich fehlen bei dieser Ausgabe natürlich sehr viele dieser von Walter Moers selbst gezeichneten Illustrationen. Man sollte also ganz genau abwägen, ob man das Erlebnis eines umwerfenden Dirk Bach, dem Durchblättern des Buches vorzieht - ich empfehle hier in jedem Fall das Hörbuch wegen oben genannter Kritikpunkte: Dirk Bach rettet "Die Stadt der träumenden Bücher" über den fehlenden roten Faden hinaus.

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