John Irving: Bis ich dich finde

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John Irving: Bis ich dich finde
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
CD
Format
Originaltitel
Until I Find You
ET (Original)
2005
ISBN-13
9783257800081

Sonstiges

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Bis ich dich finde ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchen-orgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt.

Laut seiner Mutter war Jack Burns bereits ein Schauspieler, bevor er Schauspieler wurde, doch die lebhaftesten Erinnerungen an seine Kindheit waren die an jene Augenblicke, in denen er den Drang verspürte, sich an der Hand seiner Mutter festzuhalten. Das waren die Augenblicke, in denen er nicht spielte. So beginnt John Irvings elfter Roman, Bis ich dich finde - die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter, Alice, ist eine Tätowiererin aus Leith. Sein Vater, William Burns, ist ein junger Kirchenorganist aus Edinburgh und ein »Tintensüchtiger«, dem nachgesagt wird, daß er sich so viele Tattoos stechen lassen wird, bis sein Körper ein einziges Notenblatt und jeder Quadratzentimeter beschrieben ist. Eine düstere Prophezeiung. Doch Alice läßt sich nicht beirren - der tintensüchtige Organist hat längst ihr Herz erobert. Als Jack vier ist, begleitet er seine Mutter auf eine Reise durch verschiedene Ost- und Nordseehäfen - Hamburg, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Helsinki. Die beiden suchen Jacks Vater, der verschwunden ist. Aber Alice benimmt sich höchst rätselhaft, und der Vater bleibt unauffindbar. Jack wird in Kanada und Neuengland erzogen, doch geprägt - und unauslöschlich gezeichnet - wird er durch seine Beziehung zu älteren Frauen. Erst als er längst kein kleiner Junge mehr ist und als Hollywoodstar in Transvestitenrollen Triumphe feiert, bricht Jack noch einmal - allein - nach Europa auf.

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Jack Burns erinnert sich genau an den Moment, an dem er zum ersten Mal bewusst die Hand seiner Mutter Alice hielt. Natürlich hatte er sie vorher schon oft gehalten, doch daran erinnerte er sich nicht. Tätowiererin Alice macht sich gemeinsam mit Jack auf die Suche nach dessen treulosem Vater, dem Frauenhelden William Burns. Der Orgelspieler hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Flecken seiner Haut von den besten Tätowierern zeichnen zu lassen und so reisen die beiden ihm nach. Auf dieser Reise lernen sie Amsterdams Prostituierte, einbeinige Tätowierer, den kleinsten aller Soldaten, und ein ganz besonderes Mädchen mit Damenbart kennen: Emma.

John Irving ist ein Meister der skurrilen Charaktere. Er fabuliert meisterhaft über Nebensächliches und man erliegt seinetwegen sogar der Faszination eines Damenbartes, ja, möchte gemeinsam mit Jack über diesen zarten Flaum auf der Lippe streichen. "Bis ich dich finde" ist die Geschichte einer Reise, die von Jack Burns erzählt wird. Anfangs als 4-jähriger, später als Erwachsener wandelt sich die Erzählung und der Leser erkennt gemeinsam mit Jack wie Kindheitserlebnisse doch trügen können. Mutter Alices, mit dem Künstlernahmen "Tochter Alice", ist zwar eine zentrale Figur, aber ich wurde nie so richtig warm mit ihr. Emma, Jacks Anker, Jacks Rettung, erinnerte mich immer wieder stark an Melony aus "Gottes Werk und Teufels Beitrag" - und schon nach kurzer Zeit dachte ich mir: John Irving schreibt von sich selbst ab. Und das nicht zu zaghaft. Der Autor übertrifft sich mal wieder selbst hinsichtlich der skurrilen Charaktere bis in die kleinste Nebenfigur. Doch nach der Hälfte des Buches / Hörbuches hatte ich den Eindruck, dass er es etwas übertreibt. Alles schon mal dagewesen. Und selbst die grandiose Emma ist eigentlich nur eine Kopie von Melony.

Rufus Beck macht seine Sache gewohnt gut. Er liest unaufdringlich und passt seine Stimme den Figuren und Situationen an. Trotzdem kann er nicht darüber hinwegtrösten, dass das Buch irgendwann einfach nur noch nervt. Sexueller Missbrauch eines neunjährigen durch eine stark übergewichtige Haushaltshilfe, ewiges "Penishalten" im Kino, die Zurschaustellung von "Mr. Penis", die Ejakulation des 8-jährigen Jack ins Gesicht einer Mitschülerin im Teenageralter - das alles hat mich schließlich ermüdet. Vor allem, weil der Missbrauch Jacks eher in einem Nebensatz als solcher anerkannt wird. Jack wird erwachsen und erzählt seiner Psychiaterin (und uns) sein Leben chronologisch. Vom kleinen Jungen, der mit seiner Mutter im Amsterdamer Rotlichtviertel lebte wurde ein Schauspieler und Drehbuchautor, der "ganz schön verdreht" ist.

Sicherlich gibt es weitaus schlechtere Bücher, aber es gibt deutlich Besseres von John Irving. Skurrile Charaktere und ein grandioser Erzählstil vermögen nicht über alles hinwegzutrösten.

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