John Boyne: Der Junge im gestreiften Pyjama

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John Boyne: Der Junge im gestreiften Pyjama
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
CD
Format
Originaltitel
The Boy in the Striped Pyjamas
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783866103634

Sonstiges

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Informationen zum Hörbuch

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Berlin 1942: Als Bruno eines Tages nach Hause kommt, werden gerade alle seine Habseligkeiten in Kisten verpackt. Sein Vater wurde befördert und die Familie muss umziehen, an einen weit entfernten Ort, wo es niemanden gibt, mit dem er spielen kann. Ein hoher Zaun trennt ihn von den seltsamen Menschen in gestreiften Anzügen in der Ferne. Aber Bruno beschließt, dass es mehr an diesem verlassenen Ort geben muss, als es den Anschein hat. Er trifft auf einen Jungen, dessen Lebensumstände ganz anders als seine eigenen sind. Die beiden Jungen freunden sich an - und das hat verheerende Folgen.

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Berlin 1942: Für den sechsjährigen Bruno bricht die Welt zusammen, als er von Berlin wegziehen muss. Seine Freunde, das tolle Haus mit dem Geländer, das man herunterrutschen konnte - alles muss er zurücklassen, um mit seinen Eltern und der Schwester in die Fremde zu ziehen. Angekommen im neuen Haus findet er eine gedrückte Stimmung und keine Spielkameraden vor. Wäre da nicht der lange Zaun, dessen Ende er erforschen könnte, hätte er keinerlei Abenteuer.

"Der Junge im gestreiften Pyjama" erweckt den Anschein eines Kinderbuches. Nicht nur Titel und Aufmachung sind harmlos, sondern auch die Erzählweise zu Beginn. Dies liegt vor allem daran, dass die Handlung aus Brunos Sicht und kindlichem Erleben geschildert wird und wir als Erwachsene genau diese kindliche Sichtweise zu übernehmen gezwungen sind. Die Figur des Bruno wird absichtlich etwas naiv gehalten, damit auch der Leser oder Hörer in die Irre geführt wird und rätselt, was denn nun mit dem Wort "Furor" gemeint ist, denn damit der Hörer weiterhin im Dunkeln tappt, lässt der Autor ab und zu absichtlich Worte unausgesprochen oder verfälscht sie.

So harmlos das Hörbuch beginnt, so dramatisch entwickelt es sich weiter. Die Nebelschwaden im Leserkopf verziehen sich allmählich und es dämmert die Erkenntnis, dass dieser harmlose Beginn ein umso schrecklicheres Ende haben muss. Und doch spielt sich der Schrecken überwiegend in unseren Köpfen ab, denn mit jedem Stückchen des Weges, den wir gemeinsam mit Bruno gehen, werden wir schlauer und uns blenden die Bilder der schrecklichen Vergangenheit, die wir selbst erlebt haben, die wir in der Schule immer und immer wieder lernten und die uns immer noch wöchentlich von den Medien vorgehalten werden. Wir wissen, was geschehen muss und doch können wir nicht eingreifen und das Schicksal Brunos abwenden.

Ulrich Matthes meistert seine Aufgabe als Erzähler in der Dritten Person aus Sicht des Kindes vorbildlich. Realistischer könnte wohl wirklich nur ein Sechsjähriger wirken. Matthes versteht sich darauf, seiner Stimme diesen kindlichen Klang zu geben, ohne auf Dauer nervtötend zu wirken und so bin ich sehr glücklich darüber, dass ich mich für das Hörbuch anstatt für die gedruckte Version entschied. Zwar handelt es sich um eine leicht gekürzte Ausgabe - von diesen Kürzungen bemerkte ich aber während der Lesung nichts. Ein wunderbares und doch so schreckliches Hörbuch.

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