George MacDonald Fraser: Flashman in Afghanistan

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George MacDonald Fraser: Flashman in Afghanistan
ET (D)
1971
Ausgabe
CD
Format
Originaltitel
Flashman - From the Flashman Papers 1839-1842
ET (Original)
1969
ISBN-13
9783863460082

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Hughes hat sich in einer wichtigen Einzelheit geirrt.

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Informationen zum Hörbuch

Typ
Hörbuch (gekürzt)

Handlungsort

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Flashman war bei der Niederlage der Briten am Chaiber-Pass (zwischen Afghanistan und Indien, heutePakistan) mit dabei, er ritt vorne mit beim berühmten Angriff der Leichten Brigade im Krim-Krieg, er war der einzige weiße Mann, der bei der letzten Schlacht am Little Big Horn von General Custer überlebte, er war Sklavenhändler, wurde selbst Sklave und kämpfte auf beiden Seiten des Amerikanischen Bürgerkrieges, um nur einige historische Ereignisse, die seinen Lebensweg kreuzten, zu nennen. Auf seinem Weg gelang es ihm trotz einer gewissen Feigheit durch Glück und Betrug nicht nur, hohe Ehren und Auszeichnungen zu erreichen, sondern auch mit jedem halbwegs willigen Weibsstück, ob Monarchin oder Sklavin, ein Techtelmechtel zu beginnen. Selten sind die großen Akteure eines Zeitalters, ihre Statussymbole und die militärische Führung inklusive Rassismus und Militarismus derart spannend, zynisch und humorvoll demoliert worden.Harter historischer Roman: Harry Flashman gelingt es durch Glück und Betrug, Ruhm und Ehre zu erlangen und mit jedem "halbwegs willigen Weibsstück" ein Techtelmechtel zu beginnen. Während einer militärischen Niederlage bei Kabul macht er sich aus dem Staub, was in höchsten Auszeichnungen als "Held von Dschalalabad" endet und ihm die Achtung der Afghanen als "Bloody Lance" bringt.

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Harry Flashman ist 17 Jahre alt und verhält sich für einen englischen Gentleman der Viktorianischen Zeit mehr als unangemessen. Wegen Trunkenheit fliegt er von der Rugby School (eine der renommiertesten und ältesten Privatschulen des Landes), doch dank seines vermögenden Vaters, der ihm ein Offizierspatent kauft, wird er beim Militär aufgenommen. Eigentlich will er sich dort nur auf seiner eigenen Haut ausruhen und nur ja nicht in gefährliche Gebiete geschickt werden, doch als er seinem Trieb mal wieder nachgibt und die Kaufmannstochter Elspeth zuerst flachlegt und schließlich heiraten muss, wird er zu seinem Entsetzen nach Indien strafversetzt. Später führt ihn sein Weg sogar nach Afghanistan.

Mit mehr Glück und Überheblichkeit als Verstand ist dieser Harry Flashman gesegnet. Er stolpert unfreiwillig von einem Abenteuer in das nächste und nur der Tatsache, dass er ein ausgemachter Windbeutel ist, verdankt er mehr als einmal sein Überleben. Er lügt sich quer durch Indien und Afghanistan und selten erlebt man einen so erstaunlich feigen und unsympathischen Abenteurer als Hauptcharakter eines Buches. Geschickt weiß "Flashi" Mißverständnisse zu seinen Gunsten auszunutzen und so erlangt er im Laufe seiner Karriere militärische Ehre und Ruhm. Tja, was lässt sich noch von ihm sagen? Man könnte ihn auch als Hochstapler und Lebenskünstler vor dem Herrn bezeichnen, der immer die glücklichen Fügungen des Schicksals für sich zu nutzen weiß. Er fliegt wegen Suff von der Schule, schlägt Frauen und Diener und ist ein riesengroßer Feigling, der sich durchs Leben lügt. Warum könnte es also trotzdem Spaß machen, so ein Buch zu lesen?

Bei "Flashman in Afghanistan" handelt es sich wohl um das respektloseste Buch, das ich in den letzten Monaten gelesen habe. Schon alleine deshalb ist der Unterhaltungsfaktor sehr hoch. Der schottische Autor George MacDonald Fraser schrieb diesen ersten Teil der insgesamt zehn Bände umfassenden Reihe im Jahre 1969. Bei den sogenannten "Flashman Papers" handelt es sich um die fiktiven Memoiren von Brigadier-General Sir Harry Paget Flashman VC, KCB, KCIE (1822–1915), einem britischen Offizier im Ruhestand, der auf seine Militärkarriere im Dienst des britischen Empires und andere Abenteuer zwischen 1840 und 1890 zurückblickt. Es handelt sich bei den Büchern um eine Persiflage auf Abenteuerromane, in denen tapfere britische Offiziere heldenhaft nicht nur die Welt, sondern auch blonde Jungfrauen retten.

Trotz aller Schmunzelei kann der historisch interessierte Leser so manch interessantes Detail erfahren. Als Beispiel sei hier William George Keith Elphinstone ("Elphy Bey") genannt. Der britischer Generalmajor führte den verlustreichen Rückzug der Briten aus Kabul im Ersten Anglo-Afghanischen Krieg und Flashman weiß so einiges über diesen Herrn zu berichten:

"Aber nach wie vor behaupte ich ohne Zögern, dass an reiner, hilfloser Stupidität, an prachtvoller Unfähigkeit in der Befehlsführung, an Unwissenheit im Verein mit mangelndem Urteilsvermögen - kurz, an echter Begabung für Katastrophen - Elphy Bey einzigartig war. Andere mögen Kritik verdient haben, Elphy jedoch überglänzt sie alle als der größte Militäridiot unserer oder jeder beliebigen anderen Zeit."

Neben einer großen Portion Humor bietet dieser erste Teil der Flashman-Manuskripte vor allem eines: Zynismus und eine bitterböse Abrechnung mit dem Krieg und dem Militär. Ist man außerdem nicht empfindlich bezüglich gewisser - politisch völlig inkorrekter - Ausdrücke ("Nigger"), wird man dieses Buch sicherlich lieben und voller Begeisterung auf die nächsten Abenteuer dieses so ungewöhnlichen Helden warten.

Das Hörbuch, welches laut Verlag nur um die Fußnoten gekürzt wurde, wird gelesen von Stefan Wilkening. Seine Stimme ist wunderbar unaufdringlich und er versucht nicht, die Geschichte durch eigene Interpretationen zu verfälschen, weshalb die ganze Zeit Harrys Charakter genau so im Vordergrund steht, als wenn man das Buch selbst lesen würde. Ein großartiges Hörbuch.

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