Markus Heitz: Ritus

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Markus Heitz: Ritus
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
CD
Format
ISBN-13
9783938956199

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Handlungsort

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Frankreich im Jahre 1764: Eine Bestie versetzt die Menschen des Gévaudan in Angst und Schrecken. Männer, Frauen, Kinder werden gehetzt - und getötet. Der König setzt öffentlich ein hohes Preisgeld auf den Kopf des Monsters aus. Der Vatikan hingegen entsendet Geheimermittler, die undurchsichtige Ziele verfolgen. Auch der Jäger Jean Chastel beteiligt sich an der Jagd auf die Bestie. Immer wieder kreuzen sich dabei seine Wege mit denen der ebenso energischen wie geheimnisvollen Äbtissin Gregoria. Beide können nicht ahnen, dass sie kaum mehr sind als Figuren in einem erschreckenden Spiel, das auch über 200 Jahre später noch nicht beendet sein wird.

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" ….Unmittelbar darunter baumelte eine tote, höchst seltsame Kreatur. "So etwas habe ich noch niemals gesehen." Jean Chastel trat vorsichtig näher. In seinem Gesicht standen Unglaube und höchste Aufmerksamkeit. Das merkwürdige Tier, das an der Wolfsangel gefangen hing, kannte er nur aus Erzählungen. Das wolfsartige Tier rührte sich nicht. Das Fell war dunkel und ging ins Rötliche über. …."

So stimmungsvoll beginnt das Hörbuch zu Ritus.

In Ritus (und Sanctum) wird die für Südfrankreich klassische Werwolflegende aufgegriffen. Interessant in der Darstellung sind die beiden Zeiträume in denen die Geschichte spielt. Eine Handlung ist im Frankreich des 18. Jahrhunderts angesiedelt. Dieser Handlungsstrang trägt meiner Meinung nach die Geschichte und lässt eine ähnliche Atmosphäre wie im Spielfilm „Der Pakt der Wölfe“ entstehen. Die Charaktere sind deutlich beschrieben und ihre Einstellungen und Motivationen nachvollziehbar.

Der zweite Handlungsstrang spielt in der heutigen Zeit. Der Hauptcharakter Erik von Kastell scheint aber eher aus dem "Matrix"-Universum entsprungen zu sein und eine ähnliche Atmosphäre wird auch aufgebaut. Die Jetztzeit ist stark actionlastig und der Hauptcharakter ein echter Frauenheld. Die Beschreibung der Kampfhandlungen ist stellenweise etwas schwer nachzuvollziehen, später wirken sie dann mehr wie Wiederholungen und lassen keine richtige Spannung aufkommen. Im Laufe der Erzählung werden die beiden Handlungsstränge verbunden und die Werwolflegende in unsere Zeit getragen. Unübersichtlich wird es dann mit der Einführung verschiedener Interessensgemeinschaften, die sich bis zum Ende des Romans noch nicht klar unterscheiden lassen, da sie in ihrer Beschreibung sehr ähnlich dargestellt werden. Die Geschichte hat mehrere Höhepunkte, unter anderem die Auflösung des Rätsels um die Ereignisse in Gévaudan um 1764, die Parallelen in der jetzigen Zeit finden. Ein neuer Puzzlestein findet sich, der Weg wird klarer die Spannung steigt und….. mein CD-Player ist kaputt..., nein. Das Hörbuch ist zu Ende. Mitten in der Geschichte bumms und Schluss. Was für ein Buch ist das denn? Es gibt keinerlei Hinweis auf dem Cover, das Ritus nur ein halbes Buch ist. Es handelt sich noch nicht einmal ansatzweise um einen ersten Teil, sondern die Geschichte ist stumpf in zwei Hälften gerissen. Dem Autor kann man dafür noch nicht einmal Vorwürfe machen, wenn der Verlag die Entscheidungen trifft. Markus Heitz gehört zur Zeit zu den erfolgreichsten deutschen Autoren und welchen Eindruck dann eine solche Mogelpackung auf den Leser bzw. Hörer macht kann sich wohl jeder ausmalen.

Gesprochen wird das Hörbuch von Jochen Nix. Er leistet sehr gute Arbeit und verleiht den Charakteren Persönlichkeit und Tiefe.

Abschließend lässt sich sagen, dass dem Hörer eine gute und spannende Geschichte in der Kategorie leichte Unterhaltung geboten wird. Sicher gibt es einige Situationen oder Beschreibungen, die nicht jedermanns Geschmack treffen, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich hoffe, dass mit Sanctum die Geschichte eine runde Sache wird, die noch mit ein paar Überraschungen gespickt ist. Über die Marketingstrategie des Verlags möchte ich mich lieber nicht weiter auslassen, da mich die Vorgehensweise einfach nur ärgert. Am liebsten würde ich dafür Null Punkte geben, aber das würde der Geschichte nicht gerecht werden.

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1764: Eine Bestie geht um im Gévaudan! Eine Bestie, die Menschen - vor allem Kinder und Frauen - anfällt, in Stücke reißt und ihr Blut trinkt. Schnell wird klar, dass nicht nur der Aberglaube auf einen Loup-Garou, einen Werwolf, hinweist. Nicht zuletzt wegen der vom königlichen Hof versprochenen Belohnung machen sich zahlreiche Jäger aus ganz Europa auf die Suche, doch Jean Chastel und seine Söhne Pierre und Antoine haben noch einen ganz anderen Grund, die Bestie zur Strecke zu bringen. 200 Jahre später sind die Werwölfe offensichtlich immer noch nicht ausgerottet, doch sie leben im Verborgenen und tarnen ihre Schreckenstaten. Nur wenige wissen um das Geheimnis der Loup-Garous und jagen sie erbittert. Einer davon ist Eric Kastell.

Historiker und Autor Markus Heitz wollte sich eigentlich lieber mit Vampiren beschäftigen, doch den Knaur-Verlag verlangte es nach Werwölfen und so entstand "Ritus", der erste Teil einer zweibändigen Geschichte über die werwolfjagende Familie Chastel, die im Jahre 1764 im franzöischen Gévaudan ihren Anfang nahm. Die Recherche brachte es zutage: Jeder Mythos beinhaltet einen Funken Wahrheit, denn spätere Untersuchungen zeigen, dass sich die im Buch beschriebenen Ereignisse tatsächlich zugetragen haben und dass es sich bei der Bestie offensichtlich um einen Wolf handelte, der Menschen - und vor allem Kinder - angriff und auffraß.

"Ritus" bietet zwei Handlungsstränge: Zum einen befinden wir uns mit Jean Chastel und seinen beiden Söhnen im Gévaudan und verfolgen die Anfänge der Bestie, zum anderen reisen wir Eric Kastell durch die Welt - ebenfalls auf den Spuren der Werwölfe. So entwickelt sich die Geschichte wie ein Puzzle und erst gegen Ende erhalten wir das Bild, das in "Sanctum" vollendet werden soll. Erinnert der Gévaudan-Teil atmosphärisch an den Film "Zeit der Wölfe", so fühlte ich mich bei Eric wie in "Blade", dem Vampirfilm mit Wesley Snipes. Die Charaktere sind "heitztypisch": Zerrissen und vielschichtig, niemals einfach oder einseitig und die Handlung bietet neben den frechen Sprüchen gründlich recherchiertes Hintergrundwissen und historische Genauigkeit. Viele der Protagonisten - wie auch Jean Chastel - existierten wirklich und jagten von 1764 bis 1767 den Loup-Garou. Eine Geschichtsstunde der etwas anderen Art. Einzig unser Actionheld und Alleskönner Eric ist stark überzeichnet - machte mir aber dafür umso mehr Spaß.

Die hier vorliegende Vertonung wird der Buchvorlage in vollem Umfang gerecht. Zwar handelt es sich um eine sorgfältig bearbeitete und somit gekürzte Fassung, jedoch fehlen keine wichtigen Passagen und die Kürzungen sind nicht spürbar oder gar störend. Der Sprecher Jochen Nix besticht durch seine angenehme und ruhige Erzählweise und passt sich stimmlich den Protagonisten an, ohne lächerlich zu wirken (was oft der Fall ist, wenn Männer versuchen, wie Frauen zu klingen).

Die (sehr schöne) optische Gestaltung passt sich mit dem Titelbild natürlich der Buchvorlage an. Leider bietet sie für den günstigen Preis von etwas mehr als 15 EUR nur ein knappes, zweiseitiges Booklet und auch die Unterbringung der CDs in einer doppelten Hartplastikbox ist eher standard als exklusiv zu nennen. Dennoch hat der Lagato-Verlag mit der Vertonung von "Ritus" eine Glanzleistung vollbracht und bietet mit dem Hörbuch eine echte Alternative zur Buchvorlage.

Der offene Schluss dieses ersten Teils macht jedoch die Vertonung von "Sanctum", das bereits als Buch vorliegt, unumgänglich.

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