Christopher Moore: Fool

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Christopher Moore: Fool
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Digital
Originaltitel
Fool
ET (Original)
2009
ISBN-13
ADKO_000454DE

Sonstiges

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Informationen zum Hörbuch

Sprecher
Laufzeit (in Minuten)
591

Handlungsort

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Pocket hatte es noch nie leicht im Leben. Seinen Vater kennt er nicht und seine Mutter wollte ihn nicht: Sie setzte ihn als kleines Kind vor einem Kloster aus. Dort hätte er auch bis ans Ende seiner Tage bleiben können, wenn er nicht die Bekanntschaft einer sexsüchtigen Heiligen gemacht hätte, die ihn in gewaltige Schwierigkeiten bringt. Nur knapp kann er aus dem Kloster fliehen und landet am Hof des Königs, wo ihn Lear kurzerhand als Hofnarren anstellt. Aber nicht nur der König, sondern auch seine Töchter wollen stets gut unterhalten werden - auf jede erdenkliche Art und Weise! Nun ist Lear in einem Alter, in dem er sich Gedanken um sein Vermächtnis machen sollte. Er will seine Töchter daher einem Test unterziehen, bevor er sein Land unter ihnen aufteilt. Jede soll sagen, wie sehr sie ihn liebt. Obwohl Cordelia als einzige die Wahrheit sagt, enterbt er sie. Pocket, der ohnehin in die hübsche Cordelia verknallt ist, kann dieses Elend nicht mit ansehen und wittert nun seine Chance...

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Warnung. Dieses ist ein derber Schwank, randvoll mit entbehrlichem Beischlaf, Mord, allerlei Maulschellen, Verrat und einem ehedem ungeahnten Maß an Geschmacklosigkeit und Profanität. Fürderhin unüblicher Grammatik, getrennten Infinitiven und hier und da einem Onanisten. Solltet ihr euch an derlei stören, dann, edler Hörer, wandelt eures Weges. Denn unser Streben gilt allein der Unterhaltung - nicht der Kränkung. Wenn ihr aber glaubt, solcherlei könnte euch Freude bereiten, dann haltet ihr genau das rechte Hörbuch in Händen.

Ohne Geister geht es nicht. Das merkt auch Pocket, seines Zeichens Hofnarr am Hofe König Lears, Herrscher über Britannien. Wenn die Geister nur nicht ständig reimen würden. Das versteht doch kein Mensch. Ein Hofnarr erst recht nicht. König Lear ist alt. Steinalt. Leider aber alles andere als weise und als er beschließt, sein Reich unter seinen drei Töchtern Goneril, Regan und Cordelia aufzuteilen, veranstaltet er mit ihnen einen "Liebestest", um zu erfahren, welche seiner Töchter ihn am meisten liebt. Enttäuscht von Cordelias Antwort, enterbt er diese und verspricht seine Ländereien zu gleichen Teilen den beiden anderen Töchtern. Als der Earl of Kent sich gegen diese Entscheidung ausspricht, wird dieser verbannt.

Pocket, dessen Lebensinhalt es war, Cordelia zum Lachen zu bringen, ist bestürzt und mit Hilfe von Geistern, Hexen und nicht zu vergessen seinem Lehrling, dem etwas debilen Drool, spinnt er eine köngireichumfassende Intrige, durch die der Thron ins Wanken gerät.

Wer Shakespeares "König Lear" kennt, wird sich in "Fool" sofort heimisch fühlen. Christopher Moore erzählt die Tragödie mit einem breiten Grinsen im Gesicht - und der einen oder anderen menschlichen Körperflüssigkeit an den Wänden. Die Warnung zu Anfang sollte man auf jeden Fall ernst nehmen, denn "Fool" ist derb, vulgär und obszön. Daneben ist das Hörbuch aber auch einfach ein großer Spaß, zu dem Simon Jäger sicherlich einen Haupteil beiträgt.

Wie es sich für eine echte Tragödie gehört, treten nicht nur Könige und Hofnarren, Prinzessinen und Mägde auf, sondern auch Edelmänner und Schurken - und ein fluchender Rabe. Man muss das Williams Shakespears Version nicht unbedingt kennen, aber sicherlich bereitet einem "Fool" dann noch mehr Vergnügen.

Trotz allen Lobes gibt es einen kleinen Kritikpunkt, denn zwischen die teilweise an das Theaterstück angelehnte "alte" Sprache mischen sich manchmal allzu moderne und in dem Kontext dissonante Ausdrücke wie "oberhammeraffengeil" oder "gebumsfidelt". "Fool" ist also einerseits ein sehr typisches Buch von Christopher Moore, das - wenn man sich darauf einzulassen vermag - urkomisch ist, andererseits birgt es für seine Fans sicher so einige Überraschungen, die man von dem Autor bisher nicht kannte.

Simon Jäger, der mich schon in Moores "Ein todsicherer Job" mehr als begeistern konnte, inszeniert auch hier wieder ein wahrlich bühnenreifes Stück im Alleingang. Besonders seine Interpretation des alten und kranken König Lear ist sehr gelungen. Ich glaube, dass besonders "Fool" durch Simon Jäger nochmal an Qualität gewann, befürchte sogar, dass mir das Buch in der normalen Taschenbuchausgabe nicht so zugesagt hätte.

Insgesamt ist das Buch eher ein schwächerer Moore und ich lege wirklich jedem ans Herz, die Warnung zu beachten. Kann man nichts mit derben Scherzen anfangen, wird man zwangsweise enttäuscht sein. Lässt man sich dagegen darauf ein, ist man anfangs erst überrascht und geht dann in immer länger anhaltende Lachanfälle über. Und der Reiz, das Originalstück (nochmal) zu lesen, lässt sich am Ende kaum mehr unterdrücken. Bühne frei für den Narren des Königs.

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