Sebastian Niedlich: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Sebastian Niedlich: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

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Sebastian Niedlich: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
ET (D)
2016
Ausgabe
CD
Format
ISBN-13
9783785752982

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es hat etwas seltsam Beruhigendes zu wissen, dass ich in Kürze sterben werde.

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Informationen zum Hörbuch

Laufzeit (in Minuten)
442
Typ
Hörbuch (gekürzt)

Handlungsort

Stadt
Region
Kontinent
Handlungsorte
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Freunde sind was Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Wie z.B. Martin, der am Sterbebett seiner Großmutter auf den leibhaftigen Tod trifft. Der ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für den Tod ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Und auch Martin gewöhnt sich im Laufe der Zeit an die Anwesenheit des Todes. Doch als er sich verliebt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

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Unterhaltsame, amüsante Geschichte mit ernsten und ernsthaften Untertönen

Martin ist 7 Jahre alt, als seine Oma stirbt. An ihrem Totenbett begegnet er einem Mann, den sonst anscheinend keiner sieht: der Tod!
Dieser wirkt auf den Jungen keineswegs furchteinflößend, sie unterhalten sich und der Tod freut sich, endlich mal auf einen Menschen zu treffen, der ihn wahrnimmt und mit dem er reden kann. In den nächsten Jahren taucht er immer wieder in Martins Leben auf und es entsteht eine sonderbare Freundschaft.

Martin verändert sich durch diese Bekanntschaft, erst ganz unauffällig, doch nach und nach entwickelt er besondere Fähigkeiten, die er durchaus genießt und gerne nutzt. Doch Martin hadert auch immer wieder mit seinem ungewöhnlichen Freund, kann vieles nicht verstehen, beziehungsweise will er manches einfach nicht akzeptieren und so kommt es durchaus auch zum Streit zwischen den beiden.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Matthias Keller liest die Geschichte wunderbar und gibt beiden Hauptrollen eine passende Stimme. Die Audio CD Version ist eine gekürzte Fassung, was man leider auch immer wieder merkt, wenn plötzlich auf Ereignisse Bezug genommen wird, die überhaupt nicht vorgekommen und offensichtlich dem Rotstift zum Opfer gefallen sind.

Abgesehen davon hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und großen Spaß gemacht. Es geht sowohl um die großen philosophischen Fragen von Leben und Tod, von Vorherbestimmung und Eigeninitiative als auch einfach um die Erinnerungen an die Zeit der 80er Jahre, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten.

Nach dem Prolog denkt man, man weiß schon, wie es am Ende ausgeht – der Schluss war für mich dann doch überraschend!

Insgesamt eine unterhaltsame, amüsante Geschichte mit ernsten und ernsthaften Untertönen, der zuzuhören mir großen Spaß gemacht hat!

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Tod als Unterhaltung

Schon als Kind unterscheidet sich Martin von anderen Menschen: Er alleine kann den Tod sehen und mit ihm sprechen. Und Tod ist allgegenwärtig - sehr zu Martins Leidwesen, denn nicht in allen Situationen möchte man von einer dunklen Gestalt beobachtet und angesprochen werden.

Nein, Tod ist natürlich nicht immer da, besucht Martin aber doch häufig - entweder von Berufs wegen oder privat. Dass Martin das nicht immer passt, ist nur zu verständlich. Zumindest in diesem Buch, von dem ich mir leider anderes, besseres versprochen hatte. Statt der humoristischen Biographie eines Kindes/Jugendlichen/jungen Mannes mit den üblichen Vorkommnissen (ein wenig ausgeweitet durch die Besuches Todes) hatte ich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Phänomen Tod erwartet. Wie geht ein Mensch damit um, die Realität des Todes nicht wie sonst so üblich verdrängen zu können, sondern ein "Mitten im Leben sind wir von Tod umgeben" notgedrungen leben zu müssen?

So war ich anfangs ziemlich enttäuscht von dem (Hör)buch, zumal der benutzte Humaor so gar nicht der Meine war. Was witzig gemeint war, ließ mich nur zu oft genervt mit den Augen rollen. Verschärft wurde meine Abneigung durch eine gewisse Unschärfe der Sprache; immer wieder wurde ich durch leicht misslungene Formulierungen aus dem Hörfluss gerissen. Erst im letzten Drittel, als es sozusagen zur Sache geht und Martin nicht mit einer Witzfigur namens "Tod", sondern mit dem bevorstehenden, wirklichen Tod eines nahestehenden Menschen konfrontiert wird und damit Ernst ins Buch kommt, konnte das Buch mein Interesse wecken, aber da war es zu spät.

Für einen weiteren dicken Kritikpunkt ist allerdings nicht der Autor sondern der Verlag verantwortlich: Die Kürzung von einem guten Viertel, die auf der CD-Hülle als "leichte Bearbeitung" deklariert wird. Ein Buch, dem man ohne Verlust einen beträchtlichen Teil der Seiten bzw. Leseminuten nehmen kann, ist im Original zu lang und wenn man durch die Kürzung etwas verliert, ist sie fehl am Platz. Hier war meiner Meinung nach beides der Fall. Die vorhandenen Szenen waren für meinen Geschmack oft zu detailliert ausgewalzt und dass einige Szenen fehlten machte sich auch bemerkbar. Merke: In der Kürze - nicht der Kürzung - liegt die Würze.

Der Sprecher Matthia Keller machte seine Sache recht gut, wenn er auch für meinen Geschmack dem Tod eine zu salbungsvolle Stimme verlieh, die oft nicht zu dessen flapsigen Bemerkungen passte.

Fazit: Nichts für mich.

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(Aktualisiert: 19 Februar 2016)
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Leben und Sterben lassen?

Achtung: diese Rezension bezieht sich auf die g e k ü r z t e Hörbuchfassung, der leider fast ein Drittel des Buches zum Opfer gefallen ist.

Inhalt:

Im zarten Alter von sieben Jahren macht Martin die Bekanntschaft Todes, der die Seele von Martins sterbender Großmutter einsammeln will. Tod ist begeistert: endlich kann ihn jemand sehen und hören. Er beschließt dass Martin von nun an sein bester Freund ist, und er tut alles dafür, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Dabei stellt er sich nicht unbedingt immer so geschickt an, und je älter Martin wird, desto mehr hinterfragt er die Beziehung und rebelliert gegen die Idee, dass der Tod immer vorherbestimmt ist.

Meine Meinung:

Mit diesem Buch ist Sebastian Niedlich ein großartiges Werk gelungen. Das sensible und oft auch heikle Thema Tod wird mit Humor, aber auch mit Feinfühligkeit angegangen.
Im Laufe seiner Freundschaft mit Tod erlebt Martin die skurrilsten Situationen.
Beide machen eine Entwicklung durch, wobei Martin zum Teil recht fies ist, was aber in seiner Situation mehr als verständlich ist.
Das Sterben und der Tod werden zu keiner Zeit im Buch despektierlich behandelt, und die Grundidee, dass keiner dem Tod entkommen kann -- also ein gewisser Fatalismus -- hat irgendwie etwas tröstliches. Ausgenommen Mord kommen so ziemlich sämtliche Todesarten in irgendeiner Form vor, und Martin wird mehr oder weniger ständig damit konfrontiert.
Es wird auch sehr schön ersichtlich, wie unterschiedlich wir mit dem Tod von uns Unbekannten umgehen im Gegensatz zu dem Tod von Menschen, die uns nahe stehen.
Martin macht diese Erfahrung; es entspinnt sich sogar eine Diskussion mit Tod darüber, für den jeder Tod gegeben ist, egal, ob er die Menschen kannte, oder nicht. Tod kämpft nicht dagegen an (das wäre ja auch aberwitzig), er urteilt nicht, er erfüllt seine Aufgabe. Martin hingegen rebelliert, will sich nicht abfinden, und zieht doch den Kürzeren. Das verbittert ihn, und zeitweilig hat er gar keinen Kontakt zu Tod. Es kommt aber, wie es kommen muss, und sie laufen sich wieder über den Weg. Und wieder prallen alt, abgeklärt und weise und jung, ungestüm und uneinsichtig aufeinander. Der Schluss hat mich überrascht, ist aber logisch, da er das Ergebnis der Entwicklung ist, die die Protagonisten durchlaufen.

Ich würde zwar niemandem raten, sich diese gekürzte Version anzuhören (stellenweise merkt man, dass was fehlt), aber es gibt auch eine ungekürzte Version, sowie natürlich das Buch. Vorgelesen ist es sehr schön.

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Sebastian Niedlich - Der Tod undandere Höhêpunkte mines Lebs

Der 7jährige Martin trifft am Sterbebett seiner Oma den Tod. Dieser ist erstaunt, dass das Kind ihn sehen kann. Es entwickelt sich eine Freundschaft. Der Tod besucht Martin immer wieder, begleitet ihn durch Kindheit, Jugend bis ins Erwachsenenalter , buchstäblich bis zum Tod.

Im Laufe der Zeit wird klar, dass Martin Tods Nachfolger werden soll. Immer wieder mischt sich Tod in Martins Leben ein, versucht zu verhindern, dass dieser Freunde findet. Immer vor dem Hintergrund, ihn schützen zu wollen. Martin entwickelt Stück für Stück Fähigkeiten, die Tod eigen sind. Er muss lernen, mit diesen umzugehen oder diese zu akzeptieren.

Wird Tod Recht behalten, sollte Martin sein Leben drauf einstellen, dass er mit seinem Ableben der Nachfolger Tods wird?

Eine Geschichte, die uns auf teilweise witzige, teilweise traurige Weise unsere Endlichkeit bewusst macht, dabei aber nicht taktlos daherkommt. Mich hat das Buch zum Nachdenken gebracht, aber auch zum Lachen und manchmal musste ich auch schlucken.

War das Hörbuch anfangs witzig, so dass ich manchmal dachte, wo führt uns der Weg hin, wurde die Geschichte meiner Meinung nach immer runder. Martin und auch der Tod entwickeln sich deutlich. Und so passt es auch gut, dass der Tod abschließend sagst, nicht nur Martin habe von ihm gelernt, nein, auch der Tod habe von Martin gelernt. Der Humor bleibt der Geschichte dabei erhalten, tritt aber etwas in den Hintergrund, was auch ganz gut ist.

Leider sind teilweise die Kürzungen des Hörbuchs zum Buch spürbar, so dass ich denke, ich werde das gedruckte Buch auf jeden Fall ebenfalls lesen. Auch um zu sehen, ob das Buch gelesen eine andere Wirkung auf mich hat, als gehört.
Der Sprecher, Matthias Keller hat mir sehr gut gefallen, obwohl in einigen, vielleicht schnelleren Dialogen Martin/Tod, nicht ganz klar ersichtlich war, wer gerade sprach. Dies wurde aber tatsächlich mit jeder CD besser.

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Amüsant und dennoch ernsthaft

„Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ von Sebastian Niedlich ist mein bislang 2. Hörbuch gewesen und bestimmt nicht mein letztes.
Das Cover hatte mich neugierig gemacht, sah der Tod doch hier ziemlich lustig aus mit seinem Zipfelmützenkostüm und dem Kecher in der Hand, mit der er die Schmetterlinge einzufangen versucht.

Erzählt wird die Geschichte von Martin, einem siebenjährigen Jungen, der am Sterbebett seiner Oma als einziger Mensch den Tod sehen und mit ihm reden kann. Ab diesem Zeitpunkt wird der Tod sein mehr oder wenig ständiger Begleiter, obwohl dies Martin sich mehrfach dagegen sträubt, denn er merkt schnell, wenn Tod erscheint, gibt es meist in seinem Umfeld auch einen Todesfall. Und somit ist Martin gezwungen, sich auch mit dem Thema Leben und Tod intensiver auseinander zu setzen, als ihm vielleicht lieb ist. Man begleitet Martin im Hörbuch sein halbes Leben lang, bekommt Höhen und Tiefen mit, seine erste Liebe und seine berufliche Laufbahn und ich fühlte mich herrlich in meine Vergangenheit versetzt mit den 80-er Jahren, der Wende und Wiedervereinigung. Da kam mir vieles nur zu bekannt vor. Seine geschichtliche Entwicklung ist eigentlich die eines normalen Kindes zum Mann und macht es nur besonders durch die Begegnungen mit Tod, durch den allerdings auch sein Lebenslauf beeinflusst wird. Auch entwickelt Martin seltsame Fähigkeiten, die darauf hinauslaufen, dass Tod wohl doch mehr mit ihm vorhat als Martin nur als Freund an seiner Seite zu haben. So ein Leben als Tod kann nämlich ganz schön einsam sein.

Das Hörbuch wird von Matthias Keller erzählt. Das gelang ihm meines Erachtens auch ganz gut, an manchen Stellen fand ich die Stimme von Tod etwas unangebracht monoton, da der ein oder andere Scherz von ihm hier dadurch etwas unter ging. Leider handelte es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Fassung und das merkte man auch an einigen Stellen.

So unterhaltsam und amüsant die Geschichte hier vorgetragen wurde, hatte sie dennoch auch ernste Hintergründe und diese Mischung fand ich im Hörbuch sehr gut gelungen. Wer weiß denn wirklich, was mit uns und unserer Seele nach dem Tod passiert? Hier gab es im Hörbuch nicht nur bezogen auf den Tod, sondern auch auf die Entstehung des Lebens, eine für mich sehr schöne bildliche Vorstellung und meine Gedanken hingen der Geschichte so manches mal noch nach.

Das Ende hat mich dann sehr überrascht, denn im Hörbuch ist der Beginn der Anfang vom Ende und man glaubt so das ganze Hörbuch hindurch, den Schluss zu kennen.

Insgesamt fand ich das Hörbuch sehr unterhaltsam, teils amüsant, teils ernsthaft und vergebe hier 4 Sterne.

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Traurig bis zum Tod

Sebastian Niedlich - Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
Erschienen bei: Lübbe Audio
Berlin
Der kleine Martin wird im Krankenhaus Zeuge, wie seine Oma stirbt, ausgerechnet in den 5 Minuten, die seine Eltern für ein Arztgespräch nutzen. Aus Omas Mund krabbelt ein Schmetterling und so ein großer schwarzgewandeter Kerl mit Kapuze, fängt mit einem Casher, die "Seele" der Großmutter ein.
Martin sieht, was sonst keiner sehen kann und fragt:
"Wer bist denn du?"
Gevatter Tod ist gleichermaßen überrascht, wie entzückt, dass Martin ihn wahrnimmt. Dieser kleine Mann muss etwas ganz besonderes sein, seit 500 Jahren ist er unsichtbar.
Endlich hat der Tod jemanden mit dem er reden kann und über die Jahre hinweg, werden sie Freunde.
Martin ist ein Spätzünder, aber irgendwann kommt sie doch, die erste Liebe. Anja, seine Angebetete spielt leider in einer anderen Liga, so nutzt Conny ihre Chance auf "Defloration". Seltsamerweise wird dies, vom plötzlich auftauchenden Tod verhindert, da Martin keinen Zuschauer will, muss er Conny "enttäuschen", zwangsläufig..
Irgendwann stellt Martin fest, dass er eine visionäre Gabe hat, er sieht Fragmente der Zukunft. Die Erkenntnis trifft ihn, wie ein Schlag, er kann das Ableben der Menschen voraussagen. Tod, der sich inzwischen Thanatos nennen lässt, färbt auf ihn ab. Die Freundschaft vertieft sich, die beiden spielen Schach, gehen ins Kino und essen Chips und Eiskonfekt. Thanatos macht mit Martin spektakuläre Ausflüge: Sonnenuntergang am Südseestrand, Falafel in Indien und Bowling in Moskau.
Martin hat keine Lust, ein wandelndes Todes-Orakel zu sein und da eröffnet ihm Thanatos etwas Unfassbares. Martin soll sein Nachfolger werden.
Vom DLRG bis zum Medizinstudium, Martin will den Menschen das Leben retten und sie nicht ihrer finalen Bestimmung behändigen.

Die wandlungsfähige Stimme von Matthias Keller erzählt von einem Universum des Todes und auch des Lebens.
Spannend, schaurig und schwarzhumorig. Der Sarkasmus trägt zuweilen etwas dick auf, es ist nichts für Zartbesaitete.
Menschen, denen der Tod, in Form von Familie und Freunde, schon zu nahe kam, gebe ich eine Warnung mit auf dem Weg:
"Seid tough!"
Die Zeit, durch die 6 CDs, war schnell um und voller "Nachgedanken" beende ich dieses Hörbuch.
"Kann man dem Tod ein Schnippchen schlagen?"

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Humorvolle Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema

Am Sterbebett seiner Großmutter entdeckt der siebenjährige Martin, dass er im Gegensatz zum Rest der Welt den leibhaftigen Tod sehen kann. Tod freut sich darüber, endlich einen Gesprächspartner gefunden zu haben und besucht von nun Martin regelmäßig. Im Laufe der Jahre entsteht eine komplizierte Freundschaft zwischen den beiden, denn nicht immer sucht sich Tod den richtigen Zeitpunkt für seine Besuche aus.

"Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich wird in dieser gekürzten Fassung von Matthias Keller gelesen. Man lauscht gerne der angenehmen Stimme des Erzählers, welche den Hörer durch Martins Geschichte trägt. Bei manchen Dialogen zwischen Tod und Marin muss man sich sehr konzentrieren, um unterscheiden zu können, wer gerade spricht. Das ist allerdings der einzige kleine Kritikpunkt an der Arbeit des Sprechers.

An manchen Stellen bemerkt man leider, dass das Hörbuch gekürzt wurde. Martin, der sehr ausführlich über sein Leben erzählt, wächst in der Nähe der Berliner Mauer auf. Der Fall der Mauer findet aber keine Erwähnung in seinen Erinnerungen - höchst unwahrscheinlich und daher unglücklich gekürzt.

Positiv fällt der unverkrampfte Zugang zu dem Thema Tod und Sterben ins Gewicht. Hier gelingt der Spagat einer humorvollen Erzählweise ohne ins Lächerliche abzurutschen, sehr gut. Martin schildert beides eben als das, was es eigentlich ist: zum Leben gehörend. Das kitschige Ende ist natürlich Geschmackssache. Dem einen gefällt es, dem anderen ist es schon zu süß im Abgang. Insgesamt hinterlässt "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" einen zufriedenstellenden Gesamteindruck.

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