Karin Brynard: Weinende Wasser

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Karin Brynard: Weinende Wasser
ET (D)
2016
Ausgabe
CD
Originaltitel
Weeping Waters
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783785752319

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Der Anruf kam kurz nach zwei.

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Informationen zum Hörbuch

Sprecher
Laufzeit (in Minuten)
574
Typ
Hörbuch (gekürzt)

Handlungsort

Region
Kontinent
Handlungsorte
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"Den großen Mann aus der großen Stadt" - so nennen seine neuen Kollegen Albertus Beeslaar. Der 2 Meter große Inspector hat sich erst vor Kurzem in den Norden Südafrikas versetzen lassen, in die staubtrockene Provinz Nordkap. Nach über 20 Jahren bei der Mordkommission in Johannesburg wünscht Beeslaar sich nichts mehr als einen ruhigen Posten auf dem Land. Doch ein furchtbares Verbrechen bringt ihn auch hier um den Schlaf: Auf einer Farm werden eine junge Frau und ihr Kind ermordet, ihre Leichen zudem seltsam drapiert. Beim Anblick des grausigen Tatorts ahnt der Inspector, dass dieser Fall ihn bis an seine Grenzen treiben wird.

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Weinende Wasser

Mit ihrem Debüt „Weinende Wasser“ entführt uns die Autorin Karin Brynard nach Südafrika. Kommissar Beeslaar wurde gerade von Johannisburg in ein ländlicheres Gebiet versetzt. Dort hofft er mit sich selbst ins Reine zu kommen und einem ruhigeren Job nachgehen zu können. Doch nichts kommt so, wie er es erhofft.

Bereits seit einiger Zeit kommt es in der Gegend zu diversen Viehdiebstählen und Farmmorden. Und jetzt werden auch noch auf einer Farm eine alleinstehende Frau namens Freddie Swarts und deren Adoptivtochter ermordet. Beeslaar fragt sich zu Recht, ob es hier einen Zusammenhang zu den anderen Farmmorden gibt oder nicht.

Das Hörbuch wird gelesen von Achim Buch, dem es sehr gut gelingt die Atmosphäre Südafrikas einzufangen und die unterschiedlichen Personen für den Zuhörer ins richtige Licht zu rücken. Auch wenn man sich beim Hören mit den Namen und Begriffen und der damit einhergehenden Sprache Südafrikas etwas schwer tut, so schafft es Achim Buch doch, den Zuhörer in den Bann der Geschichte zu ziehen und sich auf das Leben auf den Farmen in Südafrika einzulassen. Es ist ein nicht einfaches Leben, überschattet von vielen Problemen. Dürre aufgrund von Wassermangel, Rassismus, Neid und politische Ränkespiele und Machtgehabe beherrschen den Alltag.

Beeslaar selbst muss sich in seiner neuen Position erst einmal beweisen und lernen mit neuen Vorgesetzten und Mitarbeitern umzugehen. Auch hier spielt die Thematik schwarz und/oder weiß eine Rolle. Außerdem muss sich Beeslaar immer wieder mit seiner Vergangenheit und einer verlorenen Liebe auseinandersetzen.

„Weinende Wasser“ ist ein gelungenes Debüt, ein Roman über das ländliche Leben in Südafrika, über die politischen und gesellschaftlichen Probleme und auch über die Gerissenheit mancher Menschen und deren Streben nach Macht und Geld ohne Rücksicht auf Verluste.

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Burensterben: aktuelles Thema, aber an der Umsetzung hapert es noch ein wenig

Südafrika – das aktuellste Krimithema schlechthin. Nach Deon Meyer, Roger Smith, Malla Nunn und Charlotte Otter nun eine Neuentdeckung: Karin Brynard. Bastei Lübbe, bei dem das Buch, bzw. Hörbuch „Weinende Wasser“ erschienen ist, steht ja unter anderem für Spannung und Thrill, aber – zumindest in meinen Augen – nicht unbedingt für tiefgreifende Geschichten, also eher nicht für politische oder sozialkritische Aufarbeitung von Themen. Kann also Karin Brynard mit Malla Nunn und Co. mithalten?

Inspector Beeslaar ist erst seit Kurzem auf seinem neuen Posten, als ein Mord auf einer Farm passiert: Freddie Swarts, eine junge, alleinstehende Frau, und Clara, ihre Adoptivtochter, werden ermordet. Beeslaar, weiß, zwei Meter groß und ein wenig jähzornig, muss nicht nur den Fall aufklären, sondern sich zeitgleich den Respekt seiner Mitarbeiter verdienen, seine Dienstherren beschwichtigen, Viehdiebe fangen und einen Mob von Buren im Zaum halten, die nun Angst um ihr Leben haben. Die Farmmorde sind ein um sich greifendes Phänomen und immer sind weiße, reiche Farmer die Opfer. Doch lässt sich der Mord an Freddie Swarts so aufklären oder steckt doch mehr dahinter?

Wer mal das Thema „Farmmorde“ in einer bekannten Suchmaschine eintippt, wird feststellen, dass sich hierzu einige Artikel finden lassen. Schwarze überfallen weiße Farmen bzw. ermorden weiße Farmer. Buren vornehmlich. Die Emotionen kochen hier sehr hoch, denn das Land hat eine lange und anstrengende Geschichte hinter sich. Wem gehört welches Stückchen Land? Wer ist der rechtmäßige Eigentümer? Und rechtfertigt das solche Taten? Doch oft sind diese Farmmorde noch nicht mal Streitigkeiten um Land. Es geht um einfache Raubzüge, oftmals vielleicht auch aus Not und Hunger geboren, und die Räuber sind nicht zimperlich.

Karin Brynard hat das Thema der „Farmmorde“ aufgenommen, um damit ihren Krimi „Weinende Wasser“ zu unterfüttern. Ein durchaus sehr spannendes Thema, welches die Autorin auch gut einarbeitet. Allerdings hätte die Geschichte noch ein wenig mehr Hintergrundwissen vertragen können, welches entweder mit Anmerkungen mitgeliefert hätte werden können (bei einem Hörbuch aber immer fraglich) oder eben im Text verarbeitet. Bewusst ist mir das hintergründige Thema nämlich erst geworden, als in der Hörrunde darüber gesprochen wurde.

Das ist vielleicht auch der Tatsache geschuldet, dass die Autorin einige Nebenschauplätze eröffnet. Neben persönlichen Problemen, mit denen Inspector Beeslaar kämpft, kümmert er sich anfangs zu intensiv später gar nicht mehr um die Viehdiebstähle der Gegend und hat grundsätzlich damit zu kämpfen, dass sich die Stimmung in der Gegend aufgrund der Morde aufheizt. Die Buren richten eine Nachbarschaftswache ein, bestückt mit Gewehren und viel Wut, aber auch mit gehörig viel Rassismus. Beeslaar selbst ist nicht ohne Fehl und Tadel, wobei er natürlich definitiv zu den Guten gehört und wohl weitere Teile bestreiten wird, da dies sein „erster Fall“ war, und verbeißt sich in den falschen Verdächtigen, der ganz klar nur als Sündenbock herhalten soll.

Die Spannung hat insgesamt ein wenig geschwankt. Bis hin zur Mitte fand ich alles sehr spannend, doch dann kam eine Durststrecke, in der die Ermittlung fast versiegt, auch wenn einige Sachen passieren. Das Ende hat sich dann fast überschlagen mit allen Ereignissen, die fast zeitgleich stattfanden. Nicht so begeistert war ich vom Ende der Aufklärung – diese fand statt, als Inspector Beeslaar seinem Mitarbeiter erklärt hat, warum sich was wie zugetragen hat. Schade, denn die Devise sollte sein „show, don’t tell“.

Das Hörbuch hat sich wunderbar hören lassen. Der Sprecher, Achim Buch, hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich konnte immer alle Personen auseinander halten und auch die niederländischen Namen bzw. Orte oder Wendungen hat er gut gesprochen und diese haben für zusätzliche Auflockerung gesorgt. Die Entscheidung fürs Hörbuch war also definitiv richtig.

Fazit:
Ein aktuelles Thema, welches noch ein wenig mehr hätte unterfüttert werden müssen, gepaart mit einer spannenden Ermittlung, die allerdings auch einen Durchhänger aufzuweisen hat. Krimiunterhaltung für zwischendurch.

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Die dramatische Jagd nach einem Mörder, der mit allen Wassern gewaschen ist

Nach 20 Jahren beim Johannesburger Raub- und Morddezernat wird Inspector Albertus Markus Beeslaar ins Hinterland versetzt, wo er auf ein ruhiges Leben hofft. Doch kaum ist er dort angekommen, wird er auch gleich mit einer Reihe von Farmmorden und Viehdiebstählen konfrontiert, die überaus brutal vonstattengehen. Als einziger Weißer im Team und mit zwei Neulingen an seiner Seite übernimmt er in einem Fall, der besonders merkwürdig ist. Eine junge Künstlerin und ihr Adoptivkind wurden auf einer Farm ermordet und auf seltsame Weise zur Schau gestellt. Was hat der Mörder mit diesem Arrangement bezweckt, das sich deutlich von allen anderen Verbrechen in dieser Gegend abhebt?

Brutale Farmmorde, Viehdiebstähle, Schießereien und brennende Häuser. Die Bedrohung, die in Südafrika an der Tagesordnung ist, wird in dem Kriminalroman von Karin Brynard unverblümt dargestellt. So taucht der Hörer in eine Welt ein, die trotz ihrer exotischen Schönheit schon lange nicht mehr sicher ist. Ein Zustand mit dem Kommissar Beeslaar zwar bestens vertraut ist, der dem 2 Meter Hühnen aber ordentlich zu schaffen macht. Doch nicht nur er scheint gegen Windmühlen zu kämpfen und begibt sich dabei in Gefahr. Auch die Schwester der Toten ist in ihrem Versuch, hinter die Identität des Mörders zu kommen lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt. Hinzu kommen gleich mehrere Verdächtige, die ein ganz besonderes Interesse am Ableben der jungen Künstlerin hatten und eine Reihe von Aufständischen, die die Szene ordentlich aufmischen.

Der erste Fall des afrikanischen Inspectors Albertus Markus Beeslaar präsentiert sich wunderbar spannend, die Figuren sind lebendig und in ihren Handlungen nur schwer zu durchschauen und der Einblick in ein Land voller Gegensätze und einer berauschenden Faszination ist interessant und lehrreich zugleich. Allerdings fällt es am Anfang schwer, die Personen aufgrund der ungewohnten Namen auseinander zuhalten und auch die vielen Nebenschauplätze bringen viel Unordnung ins Geschehen. Deshalb empfiehlt es sich, dieses Hörbuch in einem Rutsch zu konsumieren und dem Sprecher Achim Buch aufmerksam zu lauschen. Übrigens ein Meister seines Fachs. Er versteht es, allen Figuren einen eigenen Charakter zu verleihen und sie mit Tonart, Tempo und sprachlichen Nuancen voneinander abzugrenzen.

Fazit:
„Weinende Wasser“ ist ein interessanter und spannender Kriminalroman, der neben einem verzwickten Fall auch die in ihm dargestellten Missstände anprangert. Von Achim Buch mit viel Einfühlungsvermögen gelesen, erlebt der Hörer die dramatische Jagd nach einem Mörder, der mit allen Wassern gewaschen ist.

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Raue Sitten!

Inhalt:
Kommissar Beeslaar lässt sich von Johannisburg auf's Land versetzen, um eine ruhigeres Leben zu führen. Daraus wird leider nichts, da er es mit einem grausamen Mord an einer Farmfrau und ihrer Adoptivtochter zu tun bekommt. Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig, da die politische Situation eine tragende Rolle spielt. Farmmorde, Viehdiebstähle und eine gewaltbereite Gruppe, die Selbtjustiz üben möchte, machen Beeslaar und seinen Kollegen das Leben schwer. Im Laufe der Ermittlungen passieren noch mehr Morde. Steckt hinter allen der selbe Mörder? Hängen die Morde alle zusammen?

Meine Meinung:
Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern gehört. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit den ungewohnt klingenden Namen, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.
Kommissar Beeslaar ist sehr sympathisch und zeigt Schwächen, was ihn umso menschlicher macht. Seine Kollegen sind auch sehr authentisch dargestellt, die Charaktere haben mich voll und ganz überzeugt.
Die Handlung ist teilweise langatmig und verwirrend. Eine Spur von Komik lockert das ganze etwas auf.
Das Ende der Geschichte ist dann sehr überraschend und meines Erachtens ein bisschen zu dick aufgetragen.

Neben der Handlung erfährt der Leser bzw. Hörer viel Interessantes über die Geschichte und die momentane Situation der Buren. Manche Ereignisse hätte ich ein paar Jahrhunderte früher angesiedelt, es hat mich doch erschreckt, dass es in der heutigen Zeit noch Derartiges gibt. Ein Menschenleben ist nicht viel wert. Wer stört, wird beseitigt.

Der Sprecher des Hörbuchs (Achim Buch) ist ein Meister seines Fachs! Er beherrscht das gerollte "rrr" ebenso gut wie das Lispeln. Man meint, es sind mehrere Sprecher beteiligt.

Fazit:
Ein interessanter Roman mit sympathischen und überzeugenden Protagonisten. Ich hätte mir ein bisschen mehr Spannung gewünscht.

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