Marc Ritter: Kreuzzug

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Marc Ritter: Kreuzzug
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Digital
ISBN-13
B007A0Q54S

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Informationen zum Hörbuch

Laufzeit (in Minuten)
862
Typ
Hörbuch (ungekürzt)

Handlungsort

Handlungsorte
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Der internationale Terrorismus ist im beschaulichen Oberbayern angekommen: Die gesamte Zugspitze wird gekidnappt und 6.000 Zivilisten sind die Geiseln von hochausgerüsteten Terroristen. Die Zugspitzbahn wurde im Tunnel mit Sprengungen von der Außenwelt abgeschnitten. Die bayerische Polizei und die Gebirgsjäger müssen mit dem Verteidigungsminister und seinem Berliner Großkopferten-Tross zusammenarbeiten. Doch im Zug sitzt der Garmisch-Partenkirchener Alpinistenfotograf und Extremsportler Thien Hung Baumgartner, mit dem die Terroristen nicht gerechnet haben.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

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(Aktualisiert: 10 April 2012)

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Eine haarsträubende Geschichte!

Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, wird von Terroristen als Geisel genommen - zusammen mit mehreren Tausend skifahrenden Urlaubern.

Dieses Buch wird sowohl auf Amazon als auch auf Audible fast überwiegend gut besprochen. Dabei ist es mitsamt der enthaltenen Verschwörungstheorie so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es einem Dan Brown alle Ehre macht. Die Protagonisten sind allesamt Oberpfeifen. Beispielsweise der im Klappentext erwähnte Thien Hung Baumgartner, ein bayrischer Vietnamese (oder Philippine? Ich weiß nicht mehr genau - ich beginne bereits mit der Verdrängungsarbeit). Er sitzt in diesem Zug fest. Terroristen bedrohen sein Leben, ein weiterer Fahrgast wurde vor seinen Augen erschossen. Und was tut er? Er denkt darüber nach, wie er sich am besten verhalten sollte, um seine Ex Sandra wieder zurückzugewinnen. Denn schließlich ist die jetzt mit einem Elitesoldaten zusammen. Sollte er also besser bei den anderen Geiseln ausharren und Solidarität zeigen? Oder sollte er auf eigene Faust abhauen, um zu Sandra zu gelangen? Schwere Entscheidung. Würde mir sicher auch als erstes in so einer Situation durch den Kopf gehen.

Leider reißt auch Detlef Bierstedt das Ruder nicht herum. Dieses Mal nicht. Wenn er die Bundeskanzlerin, deren Name nie genannt wird, imitiert, dann klingt er wie eine männliche Gießkanne (wie auch immer man sich diese vorzustellen hat: Detlef Bierstedt weiß es!). Seine Männer klingen wie Detlef Bierstedt, seine Frauen klingen wie Detlef Bierstedt - nur heiser. Da bin ich wirklich besseres von dem Sprecher gewohnt, der doch immerhin George Clooney, Bill Pullman und John C. Reilly synchronisiert. Weiterhin erwähnenswert ist außerdem, dass Detlef Bierstedt keine Ahnung hat, wie man Neckarsulm korrekt ausspricht. Das wissen zwar sehr viele nicht, ich entschuldige das aber trotzdem nicht. Der Ortsname hat nichts mit Ulm zu tun, sondern mit dem Neckar und der Sulm, die hier in der Nähe im Neckar mündet. Somit wird der Ort Neckar-Sulm ausgesprochen und nicht (wie Detlef Bierstedt) Neckars-Ulm.

Der ganze Plot ist so extrem an den Haaren herbeigezogen, dass man am liebsten weinen würde und am Ende wird es nicht besser. Der Autor führt seine Geschichte nicht zu einem Ende und ich hatte das Gefühl, dass ihm irgendwann die Lust (oder die Luft) ausgegangen ist. Und die Sprache! Oh weh, die Sprache. Ich habe mich inzwischen schon daran gewöhnt, dass deutsche Autoren mit Hingabe reichlich Denglisch verwenden und dass Lektoren das gerne ignorieren, weil sie glauben, dass die Leser das nicht merken. Hier werden Floskeln wie "nicht wirklich" und "geschockt" aber schon fast exponentiell genutzt und das nicht nur in der wörtlichen Rede. Dazu kommt das durch Bierstedt bemüht wirkende "bayrisch" und im allgemeinen eher eine sehr bodenständige Umgangssprache, so dass ich das Buch ebenso als fast "stilsicheren" wie auch zielsicheren Fehlgriff bezeichnen würde.

Die Begebenheiten vor Ort (Tiroler Zugspitzbahn, das Schneefernerhaus usw.) wurden ordentlich recherchiert in die Geschichte eingebaut und zwischendurch ist "Kreuzzug" immerhin so spannend, dass ich es bis zum Ende durchgehalten habe.

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