Das Glück der großen Dinge

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Das Glück der großen Dinge

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Informationen zum Film

Buchvorlage
Maisie
Originaltitel
What Maisie Knew
Buchvorlage (Originaltitel)
What Maisie Knew
Laufzeit (in Minuten)
99
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2012
FSK
ab 12 Jahren

Cast & Crew

Autor der Buchvorlage
Drehbuch
  • Nancy Doyne
  • Carroll Cartwright
Produzent
  • Daniela Taplin Lundberg
  • William Teitler
  • Charles Weinstock
  • Daniel Crown
Musik
Nick Urata

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch

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Maisie beobachtet wie die Ehe ihrer Eltern zerbricht. Streitereien am Rande zur Handgreiflichkeit bestimmen den Alltag von Susanna und Beale. Sie, einst berühmte Rock'n'Rollerin, leidet darunter, dass ihre Karriere ins Stocken geraten ist, er, charmanter Kunsthändler, dass die Geschäfte stagnieren. Die Scheidung ist von logischer Konsequenz, ums Sorgerecht wird erbittert gestritten - mit der Tochter als Faustpfand. Gut, dass es die neuen Partner der Eltern gibt, Barkeeper Lincoln und Kindermädchen Margo, denen das Wohl des kleinen Mädchens am Herzen liegt.

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(Aktualisiert: 04 November 2013)

#1 Rezensent
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Die ideale Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag

Susanna war einst eine erfolgreiche Rock-Musikerin, die nun gerne ihr Comeback feiern möchte. Ihr Mann Beale ist der charismatische Kunsthändler, doch auch seine Geschäfte gehen zur Zeit nicht gut. Beide sind ausgeprägte Narzißten. Immer mehr Probleme entstehen zwischen den beiden, Streitereien sind bald an der Tagesordnung, die Ehe kriselt. Schließlich: Die Scheidung. Dazwischen befindet sich ihre sechsjährige Tochter Maisie, die als Spielball zwischen den Eltern hin- und hergezerrt wird. Susanna und Beale müssen sich das Sorgerecht teilen, was beiden gegen den Strich geht, obwohl keiner von ihnen viel Zeit für das Kind hat. Als Beale das viel jüngere Kindermädchen Margo heiratet, sieht sich auch Susanna genötigt, einen neuen Partner zu finden und so wendet sie sich dem Barkeeper Lincoln zu.

"Das Glück der großen Dinge" ist die moderne Adaption des Klassikers "Maisi" von Henry James. Die Eltern sind Egozentriker, denen das Wohl ihres Kindes weniger wichtig ist, als sie sich selbst es sind. Die Stiefeltern, Lincoln und Margo, kümmern sich dagegen rührend um das kleine Mädchen und die entstehende Liebe zwischen diesen drei Menschen, ist vor allem Susanna ein Dorn im Auge.

Maisi hat alles, was sich ein Kind nur wünschen kann. Ein schönes Zimmer, ein Kindermädchen, Spielzeug. Alles, was sie sich wünscht, bekommt sie. Nur eines nicht: Aufrichtige Liebe von ihren Eltern. Natürlich lieben sie ihre Tochter, doch noch mehr lieben sie sich selbst. Maisi wird nicht körperlich misshandelt, aber ihre verletzliche Seele nimmt im Laufe der Zeit durch die Gefühlskälte und Gleichgültigkeit der Eltern immer größeren Schaden. Erst als Lincoln in Susannas Leben und damit auch in das von Maisi tritt, scheint das Kind wieder Freude empfinden zu können.

Während die Mutter auf Tournee und der Vater auf Geschäftsreise ist, kümmern sich Lincoln und Margo liebevoll um Maisi. Doch Susanna ist die einzige, die von ihrer Tochter geliebt werden will. Doch kann ein sechsjähriges Kind sich zwischen der Sehnsucht, von den Eltern bedingungslos geliebt zu werden und der echten Liebe, die sie von zwei anderen Menschen empfängt, entscheiden?

Interessant ist die Sichtweise des Filmes, denn von den Erwachsenen bekommt man nur so viel mit, wie auch Maisi wahrnimmt. Elterlicher Streit, mit viel Geschrei. Das Gefühl, dass Vater und Mutter einen im Stich lassen. Dagegen wiederum das Gefühl von Geborgenheit, sobald sich Margo und Lincoln um Maisi kümmern. Vielleicht verliert der Film gerade wegen der kindlichen Perspektive nicht seine Leichtigkeit. Trotz aller Schwierigkeiten, verliert Maisi nicht ihre aufrichtige Liebe und ihr Vertrauen in die Erwachsenen.

Das Zusammenspiel von Julianne Moore, als alternde Rock-Braut mit dem sympathischen und manchmal etwas linkisch wirkenden Alexander Skarsgård rückt fast etwas in den Hintergrund durch Onata Aprile, die Maisi spielt. Die Kleine wirkt oft so herzzereißend enttäuscht und einsam - und dennoch erfüllt von ihrer Liebe zu den Eltern, dass man nicht weiß, ob man weinen oder lachen soll. Skarsgård, bekannt als Vampir Eric aus der erfolgreichen HBO-Serie "True Blood", passt perfekt in die Rolle des erst unsicheren Barkeeper Lincoln. Und auch Steve Coogan nimmt man den selbstverliebten, etwas zu glatten Kunsthändler ab.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es trotzdem: Der Film transportiert zwar viel Gefühl, doch die beginnende romantische Beziehung zwischen Lincoln und Margo, wird eher nebenher abgetan und man ist schließlich überrascht, dass sich da überhaupt etwas angebahnt hat. "Das Glück der großen Dinge" ist ein sehr schöner, leiser Film ohne große Aufregung oder nennenswerten Spannungsbogen. Das Bild der mir vorliegenden Blu-ray ist klar, die Kameraführung teilweise aus der kindlichen Beobachtungsperspektive heraus, was dem Film mehr Authentizität verleiht.

Fazit: Die ideale Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag.

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