Thomas Finn - Das Weltennetz (Magus Magellans Gezeitenwelt 3)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Aldawen.

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    Inhalt


    Ein verheerender Sturm ist erst der Beginn zahlloser tödlicher Gefahren, die der kurjamäischen Expeditionsflotte im Ozean des Morgens drohen. Ausgesandt, den Kauffahrern Serkan Kataus das Geheimnis der Purpurgewinnung zu entreißen, stoßen die tapfere Surjadora und ihre Getreuen auf ein uraltes Mysterium und begegnen alten und neuen Helden im Zwielicht einer Welt, die von Verschwörungen und Katastrophen heimgesucht wird. Sie alle eint die Suche nach einem Geheimnis, das hinter einem Gespinst aus Träumen, Intrigen und Liebe verborgen liegt - das sagenumwobene Weltennetz...



    Meine Meinung


    Die Beschreibungen und die Atmosphäre erzeugten bei mir ein Südsee-Feeling, obwohl ich mich noch nie damit beschäftigt habe und auch nicht so der Typ dafür bin. Aber ich sah die Menschen und die Umgebung sehr klar vor mir. Beeindruckend!
    Auch die ungewöhnlichen Namen und Wörter wie Federschnabel oder Hela fand ich toll. Und irgendwie auch die Käfer, obwohl ich Krabbelzeug nicht wirklich mag. Aber die Vielfalt und die interessanten Erläuterungen haben mich gepackt, und sie ziehen sich für mich außerdem wie ein rotes Band durch dieses Buch.


    Sehr bezaubert haben mich die alten Geschichten, besonders die von der ersten Tuilaepe. Sie wurden passend in die Ereignisse eingeflochten, und trugen zur besonderen Atmosphäre bei.
    Die Entwicklungen fand ich oft überraschend und geheimnisvoll, manchmal auch etwas märchenhaft. Das war ein toller Kontrast, der neben der Spannung, was als nächstes passiert, auch mit dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand legen wollte.


    Mir hat gefallen, dass man die einzelnen Figuren viel besser kennenlernt. Ich konnte dadurch auch schnell einen Bezug sowie eine tiefere Bindung zu ihnen aufbauen. Man erlebt viel zusammen, und kann die Veränderungen bei den einzelnen Figuren nachverfolgen.
    Es gab auch einige humorvolle Szenen und Einfälle, über die ich einfach schmunzeln musste.


    Ein paar Fragezeichen hätte ich mir allerdings ersparen können, wenn ich vorher gewusst hätte, dass der tolle Anhang im vierten Buch auch für diesen dritten Teil gilt. Ich denke da besonders an einige Begriffe aus der Seefahrt, oft habe ich da nämlich einfach ins Blaue hinein geraten...


    5ratten

  • Meine Meinung:


    Die Fortsetzung der Gezeitenwelt-Saga hat mich sofort wieder in ihren Bann gezogen. Neue Länder und neue Figuren werden eingeführt, aber auch bekannte Gestalten finden sich ein und man erfährt einiges über deren Vergangenheit. Sehr stimmungsvoll finde ich das neu hinzugekommene Coleopa-Archipel, dessen südseeartiger Charakter eine abwechslungsreiche Bereicherung der Gezeitenwelt darstellen.


    Erstmals werden auch im größeren Stil Zusammenhänge zwischen den Bänden hergestellt und manches Rätsel löst sich. Dafür gibt es wieder etliche neue.


    Der Aspekt der Seefahrt nimmt in diesem Band einen sehr breiten Raum in der Handlung ein und es wird klar, dass die Wiederentdeckung des Weltennetzes eine völlig neue Machtverteilung in der Gezeitenwelt nach sich ziehen könnte, je nach dem, wer es entdeckt. Kein Wunder, dass alle hinter dem Weltennetz her sind.


    Ich fand das Buch sehr spannend und unterhaltsam; dafür gibt es 4ratten

    :lesen: George R.R. Martin - Sturm der Schwerter

  • So, endlich auch mein Kommentar zur Gezeitenwelt-Fortsetzung ...


    Wieder erhalten wir eine Einführung in weitere Gegenden der Gezeitenwelt, vor allem Kurjameos und das Südsee-inspirierte Coleopa werden geschildert. Diese bilden einen reizvollen Kontrast zu den bisher schon bekannten Reichen. Die Ereignisse in Coleopa sind zunächst mal auch von der die Gezeitenwelt sonst so stark beeinflussenden Katastrophe ziemlich unabhängig, aber kaum weniger dramatisch. Außerdem führt Thomas Finn eine Reihe interessanter Charaktere ein, vor allem Kapitänin Surjadora, Prinz Nukulahi und Steuermann Lakshapheus hatten es mir angetan. Ich bin ihnen auf ihrer Queste gerne gefolgt, was durch das seemännische Problem der Längengradbestimmung bei mir auch nicht anders zu erwarten war :breitgrins:.


    Wie Miramis auch schon gesagt hat, werden die Querverbindungen zwischen den Handlungen der verschiedenen Bände deutlicher, was insgesamt ein großer Pluspunkt ist. Die Komplexität der Gezeitenwelt wird dadurch schön deutlich. Da ist es natürlich auch ein Vorteil, bereits den dritten Band zu schreiben und auf etwas aufbauen zu können. Ärgerlich war lediglich die Aufsplittung in zwei Bücher, ohne Die Purpurinseln ist dieser Band wirklich völlig »unfertig«. Aber dafür kann Das Weltennetz ja nichts, deshalb gibt's von mir


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Schönen Gruß,
    Aldawen