Kai Meyer - Drache und Diamant

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Kai Meyers Drache ud Diamant

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    ist der Abschluss der Wolkenvolk Trilogie


    Inhalt laut Amazon:
    Am Berg der Drachen sammeln sich alle zum entscheidenden Kampf gegen den Äther. Doch unvermittelt tauchen neue Gegner auf: Tausende von mordlustigen Monstern entströmen dem Berg, und die Geheimen Händler werden in der Luft überfallen. Die Drachen tun, was sie können, aber ihre Kräfte schwinden. Doch es gibt ja noch die Schwertkämpferin Wisperwind, das Drachenmädchen Nugua und Niccolo, der die Genesung seiner geliebten, aber gefährlichen Mondkind überwacht. Sie alle kämpfen mit den Drachen zusammen in einem Kampf, der schon bald aussichtslos erscheint.
    Drache und Diamant ist der Nachfolger von Seide und Schwert (Band 1) und Lanze und Licht (Band 2)


    Meine Meinung:
    Drache und Diamant ist ein würdiger Abschluss der Wolkenvolk-Trilogie. Spannend bis auf die letzte Seite und mit einigen überraschenden Wendungen. Bis zum Schluss weiß man bei einigen Figuren nicht wirklich ob sie sich nun für das Gute oder das Böse entschieden haben. Und genau das macht das Buch meiner Ansicht nach so spannend.


    Bei einigen Szenen wächst der tollpatschige Feiqing über sich hinaus und ich habe ihn sehr lieb gewonnen. Wenn es nach mir geht, kann es ruhig einen vierten Band geben, in dem einige unbeantwortete Fragen geklärt werden. Genauso würde ich gerne noch weitere Abenteuer von Nugua und Niccolo lesen.


    Einziger Wermutstropfen: Für meinen Geschmack kamen die Bewohner der Wolkeninsel, allen voran Alessia, viel zu wenig vor und spielen auch eine viel zu geringe Rolle bei der Bekämpfung des Aethers. Daher gibt es von mir einen Punkt Abzug. Ansonsten kann ich das Buch allen Meyer Fans nur wärmstens empfehlen.


    Von mir bekommt das Buch daher 4ratten


    Katrin

  • Meine Meinung:


    Im letzten Teil der Wolkenvolktrilogie stehen nun endlich die langerwarteten Drachen im Mittelpunkt der Geschichte. "Drache und Diamant" ist düsterer als seine beiden Vorgänger; die Handlung fliesst unaufhaltsam auf den finalen Endkampf mit dem Aether zu, und streckenweise sieht es ziemlich hoffnungslos für unsere Protagonisten aus. Als zum Ende alles verloren scheint, greift Kai Meyer noch einmal tief in die fantastische Trickkiste und liefert uns ein fulminantes wie ergreifendes Ende.


    Besonders gut gefallen hat mir dabei, dass die Figuren im Kampf mit dem Aether ihr wahres Gesicht zeigen müssen und die Konflikte, die von Beginn an im Raum gestanden sind, in diesem Kampf ihre Auflösung erfahren. Das ist ziemlich raffiniert gemacht und hat mich sehr gefesselt. Anderen Handlungsfäden habe ich ein bisschen hinterhergetrauert, weil sie am Ende etwas lose herumwirbeln und für den Ausgang der Geschichte keine Bedeutung mehr haben. Dennoch bin ich froh darüber, dass nicht alle Fragen bis ins Detail beantwortet werden - einiges wird auch der Fantasie der Leser überlassen.


    Ich empfand "Drache und Diamant" als einen gelungenen Abschluss der Wolkenvolktrilogie, die mir auch in ihrer Gesamtheit sehr gut gefallen hat. Hervorheben möchte ich wie bereits bei den Bänden zuvor den wunderschönen Sprachstil von Kai Meyer, der mir das Lesen zum Genuss machte.


    4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    :lesen: Brandon Sanderson - Der Rhythmus des Krieges

  • Und hier noch meine Meinung:


    Mit „Drache und Diamant“ beendet Kai Meyer seine Wolkenvolk-Trilogie, die im China des 18. Jahrhunderts spielt. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da ich Teil 1 und 2 erst vor kurzem gelesen habe und mir die Figuren und das Setting der Geschichte dadurch noch sehr vertraut waren.


    Das Buch ist wie die Vorgänger gut und flüssig zu lesen, einzig die Geschichte selbst haut mich nicht vom Hocker. Ich kann es leider nicht richtig in Worte fassen, was mir gefehlt hat, zum einen bestimmt der WAH-Effekt, der mir die Haare zu Berge stehen lässt, vielleicht liegt es aber auch einfach an der chinesischen Kultur im Hintergrund, was für mich schon bei der Vorstellung der Drachen anfängt. Ich bin da einfach geprägt durch die westliche Vorstellung und die gefällt mir besser. Die Drachen hier haben mich leider nicht überzeugen können, und was mich vermutlich am meisten gestört hab, war das Manga-Artige der gesamten Trilogie. Ich bin ein Kind, was mit Augsburger Puppenkiste, Bine Maja und Neues aus Uhlenbusch aufgewachsen ist, oder auch mit Astrid Lindgren und ich kann mit diesen Kung-fu-Kampfszenen, bei denen ich mich wie eine Figur in einer Playstation fühle einfach nicht warm werden. Ich mag diese sich meterhoch in die Luft wirbelnden und Säbel schwingenden Figuren einfach nicht. Ist nicht meine Welt, tut mir leid. Man kann jetzt natürlich sagen, dass ich das auch direkt schon nach Teil 1 hätte merken können (hab ich auch) und Teil 2 und 3 nicht mehr hätte lesen müssen, aber ich bin dann ja doch neugierig, was passiert und meine Lieblinge hatte ich mit Wisperwind und Feiqing dann ja doch gefunden. Vor allem das Rätsel um deren Geheimnisse, (warum ist Wisperwind so allein, was ist passiert, dass sie so geworden ist, wer war derjenige, der ihr so wehgetan hat? und wer steckt genau hinter Feiqings Rattendrachenkostüm?) hätte ich zu gerne erfahren und das waren auch meine Hauptantriebe, warum ich weitergelesen hab. Und genau was diese beiden betrifft, weiß ich jetzt nicht genau, ob ich Kai Meyer bewundern oder „verdammen“ soll, denn das wurde nicht geklärt. Ich hätte über beide so gerne noch viel mehr erfahren und ihren weiteren Weg mitverfolgt und gesehen, was aus ihnen geworden ist, aber das wurde uns gegönnt. Ich hätte es wirklich gerne gewusst und hätte ihnen von Herzen alles Glück dieser Erde gewünscht, statt dessen hat es einen leichten schalen Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Auf der anderen Seite finde ich es auch mutig von Kai Meyer, dass er es nicht aufgelöst hat oder ein Happy End draus gemacht hat.


    Alles in allem ist es eine nette Fantasy-Geschichte, allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich es bereue dafür 51 Euro ausgegeben zu haben für die ganze Trilogie. Denn überzeugt hat sie mich nicht. Ich glaube ausleihen wäre in dem Fall echt besser gewesen und das von jemand, der alle Bücher, die er auch liest, unbedingt selbst besitzen muss. Aber da bin ich ja selbst dran schuld.


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    lg
    kathrin

  • "Seide und Schwert" war ein richtig schöner Auftakt für die Wolkenvolk-Trilogie. Leider fand ich die Nachfolgebände dann etwas enttäuschend, (besonders eben "Drache und Diamant"), da sich das Ganze in eine andere Richtung entwickelte, als ich mir gewünscht hätte.


    Im Einzelnen kann ich das nicht mehr belegen, aber ich hätte mir eine viel größere Rolle des Wolkenvolks gewünscht, nach dem ja immerhin die Trilogie benannt wurde. Die Teile, die auf der Wolke spielten, fand ich nämlich richtig toll und davon hätte ich gerne mehr gelesen. Stattdessen gab es ziemlich viel Kämpfe (in meiner Erinnerung besteht das Buch ausschließlich aus Kämpfen und Weltuntergang, wobei das wahrscheinlich nicht ganz zutreffend ist) und mit der ganzen chinesischen Mythologie kann ich wohl auch nicht so viel anfangen.


    Was Feiqing angeht: Bei mir war es auch so eine Mischung aus "verdammen oder bewundern", wobei ich (glaube ich) etwas mehr zum Bewundern geneigt habe. :breitgrins:


    Trotzdem ganz nette Unterhaltung, aber das Potential aus dem ersten Band wurde (finde ich) nicht genutzt. Zum Glück hatte ich die Bücher nur ausgeliehen.


    3ratten

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    Ich habe gestern Abend nun endlich auch mit meinem Monatsrundenbuch angefangen.
    "Drache und Diamant" ist der 3. Band der Wolkenvolk-Trilogie von Kai Meyer. Der Autor schreibt Jugend- und Erwachsenenbücher. Ich persönlich bin durch seine Fließende-Königin-Trilogie und die Wellenläufer-Trilogie auf ihn aufmerksam geworden und habe mir dann so ziemlich jedes Kai-Meyer-Buch unserer kleinen Dorfbibliothek ausgeliehen - mit Ausnahme des Wolkenvolks. Diese Trilogie hat mich damals überhaupt nicht angesprochen. Jetzt wollte ich ihr allerdings eine Chance geben.


    Die Bücher spielen im alten China. Hauptfigur ist Niccolo, ein Junge, der zum Wolkenvolk gehört. Dieses Volk lebt, wie der Name schon sagt, tatsächlich auf einer Wolke. Die Wolke beginnt nun allerdings zu sinken und Niccolo macht sich auf, um Hilfe für sein Volk zu finden. Dann gibt es noch Nugua, ein Menschenmächen, das unter Drachen aufgewachsen ist. Doch die Drachen sind auf einmal verschwunden. Also macht sich Nugua auf die Suche nach ihnen. Feiqing, ein Mann, der durch einen Fluch in einem Drachenkostüm feststeckt, hat sein Gedächtnis verloren. Und dann gibt es da noch die mächtigen Xian, Unsterbliche, die den Himmel und die Erde voneinander getrennt halten; und Mondkind, eine Schülerin der Xian, die diese jedoch töten will. Und Wisperwind, eine Chinesin, die auf dem Wind gehen kann. Kurz gesagt: viele, viele Personen, die alle irgendetwas suchen oder wollen. :breitgrins:


    Die drei Bände hängen untrennbar zusammen, also sollte man sie schon der Reihe nach lesen.
    In den ersten beiden Teilen hat man nach und nach die Personen kennengelernt und sich als Leser mit ihnen auf den Weg gemacht, die Welt zu retten. Denn der Aether - eine Sustanz, die von Drachen ausgeatmet wird und die die Wolkeninsel in der Luft hält - hat einen eigenen Verstand entwickelt und will die Welt vernichten.


    Mehr will ich gar nicht verraten. Ich höre den dritten Band als Hörbuch und bislang gefällt er mir genauso gut wie die ersten Teile. Andreas Fröhlich liest wie gewohnt einfach super :smile:

  • Das Buch ist wirklich in Ordnung. Nur in Ordnung, da es meiner Meinung nach nicht an andere Werke von Kai Meyer heranreicht. Aber in Ordnung.
    Richtig Spannung kommt bei mir nicht auf, da ich einfach mal davon ausgehe, dass dieses Jugendbuch ein gutes Ende haben wird - aber vielleicht überrascht es mich ja noch :zwinker:
    Momentan ist die Gruppe der Hauptfiguren an 3 verschiedenen Orten und dann gibt es noch einen Nebenhandlungsstrang. Zwischen diesen 4 Geschichten wird hin und her gewechselt, allerdings interessiert mich die Nebenhandlung nicht wirklich, da mir die Figur ziemlich egal ist. Die anderen Gruppen scheinen sich jetzt langsam wieder einander anzunähern (geografisch gesehen). Dadurch, dass es verschiedene Gruppen sind, wurden manche Dinge mehrfach erzählt. Da frage ich mich als Leser, ob Kai Meyer wohl an meinem Gedächtnis zweifelt :breitgrins:

  • Zwischenstand zur Hälfe des Buches:
    Wir nähern uns dem Ende und vermutlich einer finalen Schlacht von Gut gegen Böse. Alle verhalten sich nun sehr heldhaft und wollen sich opfern, um die anderen und/oder die Welt zu retten.
    Ich glaube, für die Zielgruppe jüngere Jugendliche ist das eine tolle und spannende Geschichte.

  • Fazit:


    Die ersten beiden Bände dieser Trilogie würde ich mit 3 Ratten bewerten. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Band drei hat mir überraschenderweise besser gefallen (normalerweise bin ich ein Freund von ersten Bänden), hier würde ich 3,5 Ratten vergeben.
    Die Handlung der Wolkenvolk-Trilogie spielt im China der Qing-Dynastie, ca. 1750 n. Chr. und erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Tapferkeit. Magische und mystische Wesen wie Drachen und Riesen spielen ebenso eine Rolle wie ein Volk, das auf Wolken lebt und ein Mädchen, dass auf dem Wind laufen kann. Für Jugendliche, die Fantasy-Literatur mögen, ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.
    Mich persönlich hat China als Handlungsort nicht besonders angesprochen und auch von Drachengeschichten war ich selten gefesselt. Kai Meyer gelingt es durch seinen mitreisenden Schreibstil dennoch eine gewisse Atmosphäre zu schaffen. Trotzdem blieb ich bis zum Schluss eher Beobachter und fühlte mich nicht mitten im Geschehen.
    Band drei überzeugte mich mit seinem durchdachten und nicht vollkommen vorhersehbaren Ende. Man beendet das Buch mit einem guten Gefühl :smile: