Überschätzte Autoren / Werke ?

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Es gibt 115 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lykantrophin.

  • Ruby
    Das traurige bei Twilight ist ja leider, das Bella nur scheinbar als "starke" Frau dargestellt ist. Dahinter versteckt ist eben dieses sehr konservative Bild. Es scheint aber das vielen das so gar nicht auffällt. Für die meisten ist wohl die Liebesgeschichte selbst im Mittelpunkt. Naja ich bin ja von solchen Romanzen meist eher genervt :breitgrins:


    Zu Anne Rice: Najaaaa Lestat ist schon auch als der tragische Vampir konzipiert - sein Vorteil: Er glitzert nicht im Sonnenlicht :breitgrins:
    Ich freu mich inzwischen über Vampire die auch einfach mal Blut trinken und so richtig gierig darauf sind. Ansonsten meide ich das Thema aber auch. Es macht einfach keinen Spaß mehr wenn Vampire nicht als die Raubtiere dargestellt werden, die sie eigentlich sind.

  • HoldenCaulfield: Das macht Sinn; eine wirklich starke Frau würde irgendwann feststellen, dass es sich ihr Wegbegleiter in seiner "Schwierigkeit" bequem eingerichtet hat und gar nicht daran denkt, sich retten zu lassen oder gar zu verändern. Schweren Herzens würde sie ihm dann den Laufpass geben, weil eine so ungleiche Beziehung keinen Sinn macht. So was findet man allerdings selten in der zeitgenössischen Literatur. Meistens ist es dann noch der Kerl, der praktischerweise aus der Geschichte verschwindet, so dass die Heldin ohne ihn besser dran ist, ohne "unweiblich" aktiv dazu beigetragen zu haben. Grr! :grmpf: Wie du siehst, bin ich auch genervt... :zwinker:
    Apropos "Raubtier": Als Kind hab ich mal ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen, das "Der letzte Vampir" hieß. Er lebte auf Burg Alucard und musste vor seinen Verwandten verheimlichen, dass er Vegetarier ist und nur Blutorangensaft trinkt. Fand ich irgendwie gut :breitgrins:


  • Aurelia: Um die "Twilight"-Bücher hab ich auch einen großen Bogen gemacht. Ich hatte schon 10 Jahre vorher Romane von Anne Rice im Regal stehen, aber da muss eine Stephenie Meyer mit ihren jugendfreien Geschichten kommen, und plötzlich geht es im Fantasy-Bereich nicht mehr ohne Vampire... :rollen:
    Nachdem jahrhundertelang starke Männer die zarte, holde Weiblichkeit retten mussten, halte ich es für nachvollziehbar, dass der Spieß irgendwann umgedreht wurde und dass sich nun die starken Frauen auf die "schwierigen" Männer stürzen - das heißt nicht, dass ich es gut finde. Mich persönlich nerven diese kaputten Typen... :grmpf:
    Ich hab lieber Romane, in denen sich zwei geistig erwachsene Menschen auf gleicher Augenhöhe begegnen (entspricht aber leider auch nicht immer der Realität...).


    HoldenCaulfield: Ich krieg schon innere Verknotungen, wenn ich nur darüber lese! Was ist denn das für ein Frauenbild, das jungen Leserinnen vorgesetzt wird?? :grmpf: Jetzt weiß ich wieder, warum ich nie das Bedürfnis verspürt habe, die "Twilight"-Bücher zu lesen...


    An mir ist das Twilight-Fieber auch völlig vorbei gegangen. Lediglich die Verfilmungen habe ich gesehen, um überhaupt ein Bild zu haben. Aber eine starke Frau konnte ich da nicht entdecken. Im Übrigen habe ich mir die Bücher auch erspart, weil eine Bekannte meinte, dass darin das Angeschmachte noch schlimmer als in den Filmen wäre.


    Bei Überschätzung fällt mir ein, dass die vielen "Huren" ebenfalls an mir vorbei ge"wandert" sind und mich abschrecken, ein Iny-Lorentz-Buch in die Hand zu nehmen. Allerdings schließe ich nicht aus, dass da nicht vorurteilsfrei bin.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Ich habe von der "Biss"-Reihe den ersten Band gelesen, weil ich wissen wollte, was an dem Hype dran ist. Für mich war es nichts. Die Darstellung von Bella gefiel mir einfach nicht. Ich kann aber nachvollziehen, dass Jugendliche, die ja die Zielgruppe dieser Reihe sind, ihren Spaß daran finden. Die meisten sehen nur das, was ihnen gefällt, und blenden den Rest einfach aus, wahrscheinlich aus Mangel an Lebenserfahrung. Alle anderen haben die Bücher gar nicht erst weitergelesen.

    Einmal editiert, zuletzt von Doris ()

  • Ich habe auch nur den ersten Teil gelesen und den ersten Film gesehen, rein inhaltlich kann ich also nicht viel dazu sagen. Ich hatte nicht das Bedürfnis, weiter zu lesen, weiß aber ungefähr, wie die Geschichte weitergeht. Das Thema Sex vor der Ehe finde ich auch sehr amerikanisch-konservativ bearbeitet, zur Unterwürfigkeit kann ich sonst nicht viel sagen.


    Ansonsten würd ich aber auch nicht zu viel reininterpretieren. Ich kann gut verstehen, wieso die Geschichte für Jugendliche ihren besonderen Reiz hat, ich traue Menschen in diesem Alter aber auch zu, die Reihe als das zu sehen, was sie ist: Fantasie. Ein Buch alleine prägt nicht das Verständnis und die Erwartungen, die man an Beziehungen aufbaut. Ich denke auch, dass man mit Jugendlichen darüber kritisch diskutieren könnte, und sie werden das Buch trotzdem weiterhin mögen.
    Ich selbst lese ja auch oft Bücher, in denen Rollenbilder und Beziehungen dargestellt werden, die ich nicht in mein eigenes Leben übernehmen würde. Oft sind das auch meine Kritikpunkte an Büchern, aber gerne lesen tue ich sie trotzdem, weil ich ein Buch zwar ernst nehme, aber auch nicht zu ernst :zwinker:


    Man mag von Frau Meyer ja halten, was man will, aber sie hat zumindest einen Nerv getroffen, der viele Jugendliche angesprochen hat, aber auch viele junge Erwachsene. Zumindest das finde ich fair, ihr zuzustehen, die Verkaufszahlen kommen ja nicht von irgendwoher.


    Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht wirklich weiß, was eigentlich mit dieser "starken Frau" gemeint ist, die immer gefordert wird? Was sind Beispiele dafür, wodurch zeichnet sich eine solche Frau aus und vor allem wie realitätsgetreu ist das denn noch?
    Übrigens bin ich der Meinung, dass in beinahe jeder monogamen Beziehung eine Form der Unterwerfung in irgendeinem Aspekt der Beziehung besteht. Das kann dysfunktional sein, das kann aber auch das sein, was beide Partner brauchen und wollen. Sei es im Bett, sei es nach außen, wenn einer die Rolle des Extrovertierten übernimmt und der andere sich mehr zurück hält, das kann aber auch sein, wenn einer der ist, der die Farbe der Gardinen aussucht. Gleichwertigkeit heißt für mich nicht, dass alles 50:50 aufgeteilt sein muss. (Ich beziehe mich jetzt eher allgemein auf das Thema, wie erwähnt, kann ich zum Inhalt wenig sagen.)

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

    Einmal editiert, zuletzt von tári ()

  • tári
    Das stimmt natürlich. Diese "starke" Frau ist natürlich genauso ein Konstrukt wie die "Unterdrückte". Ich will es mal anders ausdrücken, mich hat Bellas Passivität in den Wahnsinn getrieben. Sie lässt sich von allen Männern in dieser Reihe herumkommandieren und hinterfragt meiner Meinung nach deren Wünsche/Forderungen nicht. Vielleicht hinterlässt das deshalb bei mir den Eindruck das sie nicht selbstbestimmt handelt. Das ist eben meine Sicht darauf.

  • Beim Lesen des Themas fiel mir sofort ein Name ein: Kafka!
    Mir erschließt sich einfach nicht, weshalb er von vielen so geschätzt wird. Gibt es hier jemanden, der mir erklären kann, was ich übersehe? :breitgrins:
    Ich war eine der Ausnahmen, die Schullektüre liebte, aber als wir die Werke von Kafka gelesen haben, habe ich die Krise bekommen! Langweilig, zäh, abstoßend, absurd, unfassbar, ...

    Es geschah kurz nach Anbruch des neuen Jahres, zu einem Zeitpunkt,

    als die violetten und gelben Blüten der Mimosenbäume rings um die Ambulanz

    aufgesprungen waren und ganz Missing in Vanilleduft gehüllt war.


    Abraham Verghese – Rückkehr nach Missing

  • Von Kafka habe ich nur mal ein Buch angelesen, ich glaube das war "Die Verwandlung". Fand ich auch eher grotesk, aber das ist auch schon ewig her, vielleicht müsste ich ihm nochmal eine Chance geben.
    Ich hatte aber während der Schulzeit immer Probleme mit Thomas Mann. Da hab ich keinen Zugang zu gefunden.


  • Beim Lesen des Themas fiel mir sofort ein Name ein: Kafka!
    Mir erschließt sich einfach nicht, weshalb er von vielen so geschätzt wird. Gibt es hier jemanden, der mir erklären kann, was ich übersehe? :breitgrins:
    Ich war eine der Ausnahmen, die Schullektüre liebte, aber als wir die Werke von Kafka gelesen haben, habe ich die Krise bekommen! Langweilig, zäh, abstoßend, absurd, unfassbar, ...


    Ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit Kafka....
    Allerdings lese ich ihn schon gerne mal, hin und wieder. Mir gefällt das Absurde, Groteske, und ja...irgendwie auch das Abstoßende.


    Schlimmer fand ich damals ja Heinrich von Kleist...wenn ich von ihm etwas lese habe ich davor immer das Gefühl, ich reite vollbewaffnet in die Schlacht. Mit meinem Gehirn sozusagen...

  • Der am meisten überschätzte Autor ist für mich eindeutig Peter Prange. Was er sich (und sein Verlag) sich mit seinen "Historischen" Roman "Ich, Maximilian - Kaiser der Welt" geleistet hat, das ist mir in diesem Ausmaß bisher noch nie untergekommen.


    Es gibt viele "Historische" Romane, die es mit den Fakten beziehungsweise deren Details nicht genau nehmen, sich dabei sehr viel Freiheit (oder Schlamperei) erlauben, aber ein Autor, der das Nachwort noch dazu missbraucht, seiner Leserschaft weiszumachen, wie genau er doch recherchiert hat, das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Handelt es sich dabei lediglich um eine Internetrecherche, um sicher zu stellen, dass die Leserschaft, wenn sie diese ebenfalls macht, um seinen Roman auf historische Faktentreue zu überprüfen, keine Fehler entdeckt. (Wobei anzumerken ist, dass im Internet zu seinem historischen Stoff eine ganze Reihe Fehler und Blödsinn zu finden ist.)


    Dann behauptet Prange noch Dinge wie: "Dabei habe ich hie und da die Chronologie der Ereignisse sowie manche Äußerlichkeit im Detail abgewandelt. Dies geschah, um einen in sich geschlossenen Erzählkreis zu schaffen, der, gestützt auf die historische Überlieferung intuitiv den Geist und die Kräfte zu erfassen sucht, die den beschriebenen Ereignissen innewohnen und deren Bedeutung und Auswirkungen bis heute begründen. ..." Schon auffallend, dass die meisten Veränderungen zum Teil recht schwerwiegend sind und viele historische Fakten verfälscht oder sogar ins Gegenteil verkehrt werden.


    Was die geschilderte Zeitepoche betrifft, hatte ich den Eindruck im kaufmännischen Milieu zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu sein. Mit ein paar historischen Versatzstücke wie Stellvertreterhochzeit und einige Wochen sexuelles Fasten lässt sich leider keine Zeitepoche überzeugend darstellen. (Einzig gelungen ist da die Anfangsszene, die tatsächlich vom Autor aus einer historischen Quellen recht genau übernommen wurde, abgesehen davon, dass seine eigenen Figuren Rosina und Kunz dabei vorkommen. Diese aber steht inhaltlich im Widerspruch zum restlichen Roman, wo religiöses Empfinden oder standesbewusstes Verhalten kein Thema sind.)


    Blende ich aber das ganze historische Drumherum aus (soweit das möglich ist) und beschränke mich nur auf die Handlung, bleibt eine Liebesgeschichte übrig, deren Aufbau und weibliche Hauptfigur mir recht vertraut vorkommen. (Wurde Romane mit so einer Geschichte und Konstellation früher einmal Schundromane genannt?)


    Nachdenklich stimmt mich allerdings, dass zu dem Roman bisher fast nur Begeisterung zu finden ist, seien es Pressemeldungen oder Internet-Rezensionen. Vor allem die Historizität, die Figurencharakteristik und der Unterhaltungswert finden höchstes Lob. (Ein paar wirkliche kritische Rezensionen bei Amazon sind Ausnahmen.) Da entsteht der Eindruck, dass sich zurzeit noch niemand traut, Autor und Roman zu kritisieren. Liegt das daran, dass Prange internationale erfolgreich ist und den Ruf eines Stars hat? Offensichtlich ist die Rechnung für Prange (und vermutlich auch den Verlag) aufgegangen.


    Fazit: Es gibt viele Romane, die von der Leserschaft und Kritik überschätzt werden, aber dass ein Autor selbst so dreist ist, ein historisches Machwerk als historisches anspruchsvolles Meisterwerk zu vermarkten, das ist für mich jedenfalls wirklich ein schlimmer Fall von Überschätzung.
    (Das Nachwort, dass Prange immerhin selbst verfasst hat und einige Äußerungen zu dem Buch, die ich im Internet bei einer Leserunde und bei einem Interview gefunden habe, zeigen leider, dass Pranges Roman und sein Autor in diesem Fall keineswegs Opfer von unkritischen Fans oder seines Verlags sind.)

  • Kritty
    Örgst Kleist, never ever again :breitgrins: Ich fühlte mich bestraft und dabei habe ich die Schulliteratur während dem Abi ansonsten echt gemocht und hab mich auch über andre Lektüre gefreut, die unsere Lehrerin ausgesucht hatte.
    Allerdings, ich glaube ich war trotzdem die Einzige die sich über "Der Prozess" von Kafka als Lektüre fürs Abi gefreut hat :breitgrins: Wir haben aber auch eine Coole Verfilmung angeschaut (mit Romy Schneider) durch die der ein oder andere dann doch etwas mehr Zugang gefunden hat. Ich liebe ihn immer noch, auch wenn ich denke das man die Geschichten besser versteht, wenn man sie liest wenn es einem gerade schlecht geht. (Aber das ist natürlich ein Subjektiver Blickwinkel. ;) )

  • Da fällt mir noch ein: Charles Dickens. Die Weihnachtsgeschichte mochte ich, aber alles andere war so gar nicht meins. Habe es versucht mit Große Erwartungen und Der Raritätenladen (?) und beides irgendwann entnervt abgebrochen. Ich fand die Figuren durchweg unsympathisch und bin in die Geschichte nicht reingekommen. :rollen:

  • Teres: Ui das klingt alles nicht sehr vielversprechend... wobei sich hier die frage stellt, inwiefern die Unstimmigkeiten lediglich historisch versierten Menschen auffallen. Ich interessiere mich sehr für Geschichte, habe es im Abi gehabt und lese manchmal auch in diesem Genre (Filme/Serien sind mir hier fast lieber). Aber ich kenne mich leider nicht so sehr gut aus... kann es also sein, dass nur diejenige das Buch so streng kritisieren können (u. überhaupt daran denken), die sich entsprechend auskennen? Wie ist denn der Schreibstil?


    @Holden: Kleist war ein Graus, nicht wahr? *g* Ich mochte den Proceß auch sehr gerne.

  • Hasenpfote: Und ich dachte schon, ich sei da die Einzige :lachen: Ich hatte mich auf "Oliver Twist" gefreut, aber schlussendlich ging mir der Junge ziemlich auf den Keks :rollen: :redface:

    //Grösser ist doof//

  • Da fällt mir noch ein: Charles Dickens.


    Ich stimme dir voll und ganz zu :winken: Charles Dickens und ich werden in diesem und in den nächsten Leben keine Freunde werden. Ich würde allerdings nicht sagen, dass er deswegen ein "überschätzter Autor" ist. Ich komme einfach mit ihm nicht zurecht.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.


  • Hasenpfote: Und ich dachte schon, ich sei da die Einzige :lachen: Ich hatte mich auf "Oliver Twist" gefreut, aber schlussendlich ging mir der Junge ziemlich auf den Keks :rollen: :redface:


    Da kann ich mich Jari nur anschließen. "Oliver Twist" ist bisher der einzige Roman, den ich von Dickens gelesen habe, und der hat mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen. Oliver als Hauptperson ist dermaßen passiv und lässt sich die ganze Handlung nur hin- und herschubsen, dass ich ihn am liebsten geschüttelt hätte. :wand:


  • Teres: Ui das klingt alles nicht sehr vielversprechend... wobei sich hier die frage stellt, inwiefern die Unstimmigkeiten lediglich historisch versierten Menschen auffallen. Ich interessiere mich sehr für Geschichte, habe es im Abi gehabt und lese manchmal auch in diesem Genre (Filme/Serien sind mir hier fast lieber). Aber ich kenne mich leider nicht so sehr gut aus... kann es also sein, dass nur diejenige das Buch so streng kritisieren können (u. überhaupt daran denken), die sich entsprechend auskennen? Wie ist denn der Schreibstil?


    Mein Eindruck ist, dass Prange (und vielleicht auch der Verlag) davon ausgegangen sein dürften, dass ihre Leserschaft ohnehin historisch nicht viel mit dieser Zeit am Hut hat und sich leicht hereinlegen lässt. (Und wenn sie vielleicht später doch merken, dass sie eigentlich von Autor und Verlag in Bezug auf den historischen Wert "verarscht" wurden, werden sie vermutlich gute Miene zum bösen Spiel machen, den wer gibt gerne zu, wenn er hereingelegt wird.)


    Ob der Sprachstil gut ist - er dürfte dem entsprechen, was heute am Buchmarkt durchschnittlicher Standard ist.

  • Hm.


    Okay.


    Ich kann den 'durchschnittlichen Standart' eines Buchmarktes garnicht einschätzen. So viele (zum Großteil von mir ungelesene, denn es sind ja wirklich MENGEN) Bücher. Klingt bisschen so, als würdest du jenen Standart als qualitativ minderwertig(er) betrachten :D
    Kann ich nicht so einfach einschätzen, aber ich hatte bisher nicht so den Eindruck. Kommt aber immer drauf an, wo man seine Bücher liest/herbekommt/wie das subjektive Leserfahren ist usw. :)

  • Nun ja, wenn man sich anschaut, in wie vielen Romanen, die im Mittelalter und früher spielen, Kartoffeln oder Kartoffeläcker vorkommen, die dann von den Lesern vielleicht noch nicht einmal als störend empfunden werden, kann ich mir schon vorstellen, dass da eben auch andere Dinge nicht so ganz genau genommen werden.

  • Ich habe noch gar nicht gewusst, dass Durchschnitt minderwertig ist. :zwinker:


    Durchschnitt meint doch noch nur: unauffällig, Mittelmaß, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht herausragend.
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    Doch abgesehen davon, geht es hier doch um überschätzte Autoren und Werke - und das trifft auf diesen Autor und seinen Roman eindeutig zu.