[Umfrage] Habt ihr Tolkiens "Der Herr der Ringe" gelesen?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 95 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von sandhofer.


  • Nun da steht aber klar und deutlich das es ein meiner Meinung nach miserabel geschriebenes Buch ist.
    Wo ist da nun der Unterschied?


    soft

  • Ich denke, dass die Geschichte und das Thema "Mittelerde" genial ist, doch ich bin der Meinung das es viel (und damit meine ich viel) besser geschrieben hätte werden können!
    Hätte mann mehr Spannung, Abwechslung (!!!) und einen "lebendigeren" Schreibstil hergenommen wäre es meiner Meinung nach viel interessanter.


    Immer wenn ich durch die Filme Lust auf das Buch bekomme und damit anfange, werde ich jedesmal enttäuscht und es geht wieder zum staubeinfangen.
    Peter Jackson hatte wahrscheinlich echt eine ziemlich anstrengende Aufgabe daraus diese Knüllerfilme zumachen^^

    Signaturen sind Sch****!

  • Ich bin bekennende Herr-der-Ringe-Verweigerin und habe noch nicht mal die Filme gesehen, obwohl ich die drei DVDs hier stehen habe (waren mal ein Geschenk).
    Mir ging der ganze Hype darum extrem auf den Keks, als der erste Film rauskam konnte man mit niemandem mehr reden ohne das die Sprache auf Herr der Ringe kam und alle haben so :entsetzt: gekuckt wenn man (wie ich) die Herr der Ringe - Bücher nicht schon als Jugendliche verschlungen hat. Ehrlich gesagt, war mir bis dato gar nicht bewusst dass diese Bücher überhaupt existieren... :breitgrins:
    Und mit diesem Nicht-Wissen bin ich sehr glücklich (gewesen).
    Ach so, ich habe natürlich mit "Niemals" gestimmt. :clown:

    Liebe Grüße

    SheRaven

  • Es gibt überhaupt kein Buch, dass man gelesen haben muss.
    [/color]


    Guten Morgen,


    diese Aussage möchte ich einfach so stehenlassen.


    Für mich ist Lesen eine Freizeitbeschäftigung und diese sollte Spaß machen, weshalb ich nur Bücher lese, die mich ansprechen., weshalb ich auch nicht unbedingt das Bedürfnis habe, alle Klassiker zu lesen.


    Und die Herr der Ringe-Bücher habe ich deswegen nicht gelesen, weil mir das Genre nicht zusagt. Ob die Bücher gut oder schlecht sind, kann ich nicht beurteilen.


    Vielleicht sollte ich mich bei der Gelegenheit outen und zugeben, dass ich auch Harry Potter nicht gelesen habe, obwohl seit Jahren, genauer gesagt seit 2002, der erste Band bei mir rumsubbt. :redface:


    Zudem schreckt mich schon der ganze Rummel und das Trara, der um die Herr der Ringe und Harry Potter Bücher und Filme gemacht wurde und gemacht wird, total ab.
    Es widerstrebt mir einfach, Bücher zu kaufen und zu lesen, bloß weil sie gerade "in" sind.


    Liebe Feiertagsgrüße


    gretchen

    Einmal editiert, zuletzt von gretchen ()

  • Ich wollte Herr der Ringe auch nie schauen (ach, Bücher gibts da auch?), habe mich ganze zwei Jahre lang geweigert ... bis meine Schwester mich gezwungen hat den ersten Film mit ihr zu schauen und plötzlich lief alles von selbst. Schauen wir auch den zweiten? Schauen wir uns mal den dritten im Kino an? Ich will das Buch lesen! Ob die Bücherei es da hat?! Das war nur noch eine Kettenreaktion und heute bin ich sehr froh darüber. ;) Allerdings wurde das natürlich dadurch erleichtert, dass ich Fantasy einfach mag. Und beim Herrn der Ringe finde ich vor allem diese komplexe Welt genial. Ich werde die Bücher vermutlich so schnell nicht mehr lesen, aber in Hintergrundinformationen kann ich immer wieder stöbern. :)

  • Der Herr der Ringe ist eines der ganz wenigen Bücher, die ich mehrfach gelesen habe. Bislang habe ich bei jedem Lesen noch Neues gefunden, so daß ich auch kein Problem damit hätte, es ein weiteres Mal zu lesen. Um die Filme habe ich allerdings einen großen Bogen gemacht, aus zwei Gründen. Zum einen wollte ich mir meine Vorstellung vom Aussehen der Charaktere, Landschaften usw. vom Film nicht kaputtmachen lassen und nur noch Bilder im Kopf haben, die nicht mehr individuell sind, sondern die ich mit Millionen Menschen auf der Welt teilen würde. Zum anderen liebe ich die Hörspielfassung, die WDR und SWF Anfang der 1990er Jahre produziert haben, seitdem habe ich aber auch spezfische Stimmen für die einzelnen Personen im Kopf, die im Film auch nicht übereingestimmt hätten. Deshalb habe ich das lieber gelassen :smile:


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Habe ich die Bücher gelesen? Nein, ich habe es nicht getan und werde es vielleicht auch nie tun. Zuerst einmal bin ich nicht so ein großer Fantasy-Fan. Lange vor den Verfilmungen schaute ich mir die Bücher mal in der Buchhandlung an und sie sprachen mich nicht an. Dann ging ich doch für den ersten Film ins Kino und kaufte mir gleich die Trilogie als englischsprachige Gesamtausgabe und dazu "The Hobbits". Eine Freundin meinte damals schon ganz scheel, wir würden uns dann ein Jahr später wieder sprechen, ob ich die Bücher auch gelesen hätte. Und sie behielt recht! Beide subben noch immer bei mir. Einen weiteren Film habe ich auch nicht mehr angesehen (obwohl ich mir die DVDs jederzeit von meiner Schwester ausleihen könnte), meine VHS-Kassette von Teil 1 liegt schon lange in der Flohmarktkiste. Wahrscheinlich gehen die Schwarten nun ungelesen zu Booklooker. Vorher werde ich mir sicher mal die ersten 5 Seiten oder so antun, aber der Anreiz dazu ist eher (sehr) gering.

    &quot;Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler&quot; (Philippe Dijan)<br /><br />[url=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/11612.0.html]Mein SUB[/url

  • Auch ich bin der Meinung, dass es kein Buch gibt, das man gelesen haben muss. Wenn man Fantasy-Fan ist, sollte man Herr der Ringe allerdings lesen. Leuten ohne Fantasy-Neigung würde ich's aber noch nicht mal empfehlen - denen vielleicht eher "Die unendliche Geschichte".


    Hatte das Buch lange vor der Neuverfilmung gelesen und der ganze Hype hat mir nichts ausgemacht. Genervt haben mich allenfalls die Hardcore-Fans, die all die fantastischen Umsetzungen aufgrund der kleinen Mängel einfach nicht mehr sehen konnten. Ich mag die Verfilmung und der Hype war für mich bei weitem nicht unerträglich - dann schon eher diese Harry Potter-Manie.

  • Ich gehöre auch zur "Mehrfach-Fraktion". Das kann man ja auch an meinem Nick erkennen. :breitgrins:

    Liebe Grüße<br />Galadriel<br /><br />Das Lächeln ist eine Kurve, die manches gerade biegt.

  • Mir haben die Filme im Kino sehr gut gefallen, aber an die Buecher habe ich mich noch nicht herangetraut. Gerade weil oefters bemerkt wird, dass es viele langatmige Stellen gebe.
    "Der kleine Hobbit" subbt bei mir schon ein Weilchen und je nachdem wie mir das gefallen wird, werde ich den Herrn der Ringe auch mal probelesen. Jedenfalls werde ich nicht allzu enttaeuscht sein, falls es dann doch nicht mein Fall ist. :zwinker:

  • Den kleinen Hobbit habe ich allerdings noch nicht gelesen. Da ich schon öfters gehört habe das der nicht so "gähn" sein soll, überlege ich den zulesen.
    Soll ja die Vorgeschichte von den Herren der Ringe sein soweit ich weiss.


    Wie ist es beim kleinen Hobbit mit den Übersetzungen? Sind es die gleichen wie bei Herr der Ringe? Oder gibt es da noch mehr verschiedene?

    Signaturen sind Sch****!


  • Wie ist es beim kleinen Hobbit mit den Übersetzungen? Sind es die gleichen wie bei Herr der Ringe? Oder gibt es da noch mehr verschiedene?


    Es gibt mindestens zwei Übersetzungen: eine von Walter Scherf, erschienen bei dtv junior

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    und eine von Wolfgang Krege bei Klett-Cotta

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    . Im Gegensatz zu Kreges Neuübersetzung von Der Herr der Ringe ist die Hobbit-Übersetzung nicht mißglückt, ich weiß aber nicht mehr genau, ob ich sie besser oder schlechter als die von Scherf fand, weil es bei beiden lange her ist, daß ich sie gelesen habe. Ich meine aber mich zu erinnern, daß Kreges Übersetzung weniger „kindlich“ ist. Die dtv-Ausgabe hat dafür noch einige Illustrationen.


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Mehrfachtäter! :breitgrins: Und zu einigen Kommentaren enthalte ich mich lieber, bei sowas steigt mein Blutdruck immer so entsetzlich an :entsetzt: :ohnmacht: :zwinker:


    Zum Schreibstil lässt sich vielleicht aber anmerken, daß Tolkien nicht in erster Linie Schriftsteller war oder sein wollte. Zum Herrn der Ringe wurde er eher genötigt, weil sein Verleger auf eine Fortsetzung zum Hobbit drängte. Sein Hauptaugenmerk lag auf der Entwicklung von Sprachen und die Geschichte (ich würd es eher als Mythologie bezeichnen) diente eigentlich dazu ihnen Leben einzuhauchen und machte sich dadurch irgendwie selbstständig. :zwinker:


    Was mich aber brennend interessieren würde, welche Stellen denn einige so langweilig bzw langatmig fanden. Ich habe immer so meine Probleme, wenn die Gefährten sich trennen und es mit Frodo und Sam weitergeht. Nicht, daß ich es langweilig finde, aber die Stimmung ist so drückend , soll ja auch so sein, aber ich brache dann immer eine Weile, bis ich mich daran gewöhnt hab.

    LG Gytha<br /><br />&quot;Dieses Haus sei gesegniget&quot;

    Einmal editiert, zuletzt von Gytha ()

  • Zum Schreibstil lässt sich vielleicht aber anmerken, daß Tolkien nicht in erster Linie Schriftsteller war oder sein wollte.


    Warum hat er dann Bücher geschrieben und veröffentlicht? :wegrenn: :breitgrins:

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Zitat

    Was mich aber brennend interessieren würde, welche Stellen denn einige so langweilig bzw langatmig fanden.


    Also abgesehen von dem Prolog(!!!) und den immer auftauchenden Liedern in dem Buch die ich immer am liebsten übersprungen habe :breitgrins: und den Ausschweifungen wer wessen Sohn ist und dessen Sohn ist der Urgroßenkel von dessen Sohn, würde ich mal die Stelle mit der Baumbartversammlung sagen.
    Dann finde ich manche Szenen einfach zu lange beschrieben, wie die Geschichte mit Tom Bombadil und dem Alten Wald oder die Stelle vor Elronds Rat.


    Wie gesagt meine Meinung :zwinker:

    Signaturen sind Sch****!

  • Das Entthing? Kann ich irgendwie nachvollziehn, mit dem ganzen hms, hums und hus sicher nicht jedermanns Sache, aber man darf nicht vergessen, daß die Ents ja kein sehr hastiges Volk sind und schon eine Menge Zeit brauchen um ihre Namen zu nennen :breitgrins: Wenn man bedenkt wie langsam ein Baum wächst ist das nicht verwunderlich und kommt in der Szene sehr schön zum Ausdruck...Merry und Pippin langweilen sich ja auch fürchterlich :zwinker:
    Bombadil und den Alten Wald find ich nun gar nicht langatmig. Das sagen aber viele, verstehe ich irgendwie nicht so recht :confused:
    Den Rat finde ich mega-spannend, endlich wird so richtig klar um wie viel es geht und wie gefährlich der Ring ist.

    LG Gytha<br /><br />&quot;Dieses Haus sei gesegniget&quot;


  • Also abgesehen von dem Prolog(!!!) und den immer auftauchenden Liedern in dem Buch die ich immer am liebsten übersprungen habe :breitgrins: und den Ausschweifungen wer wessen Sohn ist und dessen Sohn ist der Urgroßenkel von dessen Sohn, würde ich mal die Stelle mit der Baumbartversammlung sagen.
    Dann finde ich manche Szenen einfach zu lange beschrieben, wie die Geschichte mit Tom Bombadil und dem Alten Wald oder die Stelle vor Elronds Rat.


    Sag doch gleich „das ganze Buch“ :zwinker:
    Gerade Tom Bombadil, die Versammlung bei Elrond und die Ents gehören zu meinen Lieblingsstellen. Die Lieder sind sicher Geschmackssache, aber für mein Elbenfeeling sind sie gleichfalls essentiell. Nee, mich irritiert eigentlich immer nur die Startphase bis Frodo in Krickloch ankommt. Das ist im Verhältnis zu dem, was danach noch alles kommt, wirklich sehr gemütlich und ausführlich. Aber auch das mag ich so, wie es ist.


    Schönen Gruß,
    Aldawen (die ihren Namen aus dem Anhang zum Quenya und Sindarin im Silmarillion hat :breitgrins: )

  • Warum hat er dann Bücher geschrieben und veröffentlicht? :wegrenn: :breitgrins:


    Nach dem kleinen Hobbit war die Nachfrage riesig. Glücklicherweise kam er zur Einsicht, dass es notwendig war, ein weiteres Buch zu schreiben. Ich gehöre zu denen, die dafür sehr dankbar sind. Was die Langatmigkeit betrifft: Herr der Ringe war das einzige Buch, bei dem ich mir gewünscht habe, dass es nie zu Ende gehen möge. Ich kann wenig Spannung darin erkennen, Szenen zu analysieren und interpretieren, über Bedeutungen zu philosophieren und mich über geniale Sprachkonstrukte zu erfreuen. Lieber reise ich zusammen mit niedlichen Hobbits durch eine völlig fremde Welt, wandle auf den Spuren der Altvorderen und lasse mich verzaubern.


    Klar, dass viele den unglaublichen Erfolg vom Herrn der Ringe nicht nachvollziehen können. Genauso fällt es mir zum Beispiel schwer, den Erfolg vom "Wendekreis des Krebses" auch nur ansatzweise zu verstehen.

  • Ich habe sowohl den Kleinen Hobbit - den ich total gerne mag als auch Herr der Ringe gelesen. Letzteres hat mir zwar recht gut gefallen aber ich für mich persönlich finde es jetzt nicht genial oder so. Es hat mich gut unterhalten und gerade die vielen und ausführlichen Beschreibungen haben mir persönlich gut gefallen. Das ist ja meist das, was den meisten nicht so zusagt. Ich hatte auch keine Schwierigkeiten mit dem Vorankommen. Im Gegenteil ich hatte die drei Bände in meiner normalen Lesegeschwindigkeit durch. Nicht ganz drei Wochen. (Das war aber auch noch wärend meiner Ausbildung als ich nur abends und in der S Bahn zum lesen kam)

  • Nach dem kleinen Hobbit war die Nachfrage riesig.


    Dann hätte er mit dem gar nicht erst anfangen sollen. ;)


    Was ich sagen will: Eventuelle Schwächen eines Romans, den der Autor zu seinen Lebzeiten und freiwillig veröffentlicht hat, damit zu entschuldigen, der Autor habe ja gar keiner sein wollen, ist m.M.n. nicht möglich. Hätte Tolkien für seine Schreibtischschublade geschrieben und wären die Bücher erst nach seinem Tod von raffgierigen Enkeln veröffentlicht worden, könnte man so etwas sicher ins Feld führen. In dem Moment aber, wo einer einen Roman veröffentlicht, ist er - zumindest im Zusammenhang mit dem Roman - ein Schriftsteller, und wir dürfen unsere üblichen Massstäbe an sein Werk legen. (Über diese Massstäbe lässt sich selbstverständlich nochmals separat diskutieren ;). Dass er z.B. wohl eher ein Geschichtenerzähler uralten Stils sein wollte als ein moderner Spannungsromanlieferant würde ich hingegen als Erklärung für seine Schreibe sehr wohl akzeptieren ;).)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)