Was gehört in einen guten Fantasy-Roman?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Telesto.

  • Ich finde es irgendwie auffällig, wie abfällig hier im Forum oft über Erotik in Büchern geredet wird.
    Warum eigentlich?
    Gibt es dazu schon einen eigenen Thread?

    Viele Grüsse,

    Weratundrina


  • Ich finde es irgendwie auffällig, wie abfällig hier im Forum oft über Erotik in Büchern geredet wird.
    Warum eigentlich?


    Ich möcht hier verdeutlichen: Sex ist für mich weder ein Synonym für Liebe, noch für Erotik. Meine Aussagen bezogen sich explizit auf Sex. Liebe in Fantasy find ich alles andere als störend, ist auch ein Versäumnis von mir, dass ich Liebe nicht in die Liste genommen hab.


  • Sagen wir so: Poppen kann ich selber; mit dem Schwert Orks niedermähen nicht ... ;):breitgrins:


    Ich würde mal sagen, beim Umfang der meisten Fantasyromane, dürfte genug Raum für beides bleiben. :zwinker:

  • Ich würde mal sagen, beim Umfang der meisten Fantasyromane, dürfte genug Raum für beides bleiben. :zwinker:


    Das sind wir dann wieder beim Thema der 20bändigen Serien mit 1'200 Seiten je Band. Mag ich nicht. Irgendwann sollte eine Geschichte fertig sein. Ich habe im Kino jahrelang die Star-Wars-Sequels boykottiert. Und die Prequels habe ich mir dann gar nicht erst zu Leide getan. Ich meine: Selbst Krieg und Frieden hat nicht mehr als 1'200 Seiten in einem Band ...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich glaube ein Buch wird durch eine 1 -2 Seiten lange Liebesszene oder vielleicht auch nur ein paar eingeworfene Sätze nicht zu übermäßig lang. :zwinker:


    Mir würde ohne Liebe definitiv etwas fehlen (und das, obwohl ich niemals reine Liebesromane lesen würde), gerade im Fantasy Bereich.


    Und Sex ist durchaus OK, auch wenn es für meinen Geschmack meist viel zu prüde erzählt wird. :breitgrins:

    Viele Grüsse,

    Weratundrina

  • Das sind wir dann wieder beim Thema der 20bändigen Serien mit 1'200 Seiten je Band. Mag ich nicht. Irgendwann sollte eine Geschichte fertig sein. Ich habe im Kino jahrelang die Star-Wars-Sequels boykottiert. Und die Prequels habe ich mir dann gar nicht erst zu Leide getan. Ich meine: Selbst Krieg und Frieden hat nicht mehr als 1'200 Seiten in einem Band ...


    Mag ich persönlich auch nicht. Am glücklichsten bin ich mit 300-500 Seiten. Fortsetzungen mag ich, aber auch keine Endlosreihen.


    Allerdings dürfte auch bei 500 Seiten genug Platz bleiben, das der Held/die Heldin sich auch noch anderen Dingen als dem Niedermähen von Orks widmen kann. :zwinker:

  • Mag ich persönlich auch nicht. Am glücklichsten bin ich mit 300-500 Seiten. Fortsetzungen mag ich, aber auch keine Endlosreihen.


    Ich mag es eigentlich schon, wenn so ein Fantasyschinken richtig schön umfangreich ist. Allerdings muss ein Ende in Sicht sein. Ich mag es nicht, wenn ein Autor zB noch an seiner Reihe schreibt und selbst nicht weiß, wann und ob überhaupt jemals ein Ende kommt. Ansonsten lese ich auch 12-bände Reihen mit 1000 Seiten pro Buch, wenn mir die Geschichte und die Charaktere gefallen und die Qualität nicht nachlässt (was ja leider oft der Fall ist). :breitgrins:

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  • Das ist es: Ein ENDE gehört in einen guten Fantasyroman unbedingt rein. Endlos-Buchserien sind mir nämlich auch ein Graus.


  • In diesem Zusammenhang muss ich nun endlich mal die Frage stellen, worin der Unterschied zwischen Fantasy und Phantastik besteht? Das ist absolut nicht mein Genre und ich grüble immer aufs Neue, wenn ich die Überschrift zu dieser Kategorie hier lese. Ist es in etwa so zu verstehen, dass der Herr der Ringe zu Fantasy zählt und z. B. Die Zeitmaschine zur Phantastik?


    Grübelnde Grüße
    Doris


    Um dieses Thema nochmal aufzugreifen (finde ich nämlich sehr interessant die Diskussion), ist der Unterschied meißtens folgender: In einem Fantasy Roman hat man es oft mit in sich geschlossenen Welten zu tun. Diese Welten haben ihre eigenen Gesetze. In einem Phantastik Roman gibt es meißtens eine Verbindung zu unserer Welt. Damit beziehe ich mich nicht auf Parallelwelt Geschichten. H.G.Wells Zeitmaschine ist übrigens ein Science Fiction Roman (Zeitreise als wesentliches Element). Phantastik Romane sind für mich z.B. Der Blumenkrieg (Tad Williams), Die Unendliche Geschichte, auch Harry Potter, Narnia, Tintenwelt Romane usw. Es besteht immer eine Verbindung zu unserer Welt.


    Zum Thema "Was gehört für mich in einen Fantasy Roman":
    Hmm, sehr schwierige Frage. Zunächst einmal kann ich nicht viel mit der Abstimmung anfangen. Ich finde gerade Fantasy Romane mit romantisierter Mittelalterwelt grotten schlecht. Mal abgesehen von ein paar Autoren (meiner Meinung nach Tolkien, Tad Williams) kriegen das nicht viele wirklich hin.
    Ich finde gut ausgebaute Charaktere sehr wichtig. Eine kreative Idee ebenfalls, sowie der Versuch Stereotypen zu vermeiden (was man nicht immer vermeiden kann),sind wesentlich für eine gute Geschichte.
    Konflikte müssen mit rein, weniger irgendwelche Fantasy Wesen, nur weil man es sich mit dem schwierigen Thema Konflikt vereinfachen will.
    Ich mag z.B. auch China Mieville und seine Perdido Street Station Romane. Auch Fantasy nur eben mal vollkommen anders.

    Naja, ich persönlich finde es sehr schade, wenn nur Einheitsbrei produziert wird. Leider. Aber mir ist aufgefallen, dass viele Verlage einfach nur auf den Herr der Ringe Zug mit aufspringen wollen. Was meiner Meinung nach dem Genre schadet. Richtig Risikobereit ist in diesem Genre kaum noch ein Autor.
    Wie gesagt es handelt sich hierbei nur um meine persönliche Meinung.