Robert Bolt - Der kleine dicke Ritter

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Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

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    Klappentext
    Er ist mutig, klug und voller Zuversicht: Sir Oblong-Fitz-Oblong, der kleine dicke Ritter mit dem guten Herzen, der es wagt, ganz allein gegen den bösen Baron Bolligru zu kämpfen. Sechs Abenteuer muss er bestehen, bis der Bösewicht besiegt ist. Ohne die Hilfe seiner Tiere, der Dohle Dolfus und des Dachses Wilhelm wäre es manchmal schlimm für ihn ausgegangen. Diese liebevollen, warmherzigen Geschichten schon für ganz Kleine wurden ein großer Erfolg durch die Fernsehfilme der „Augsburger Puppenkiste“.


    Meine Meinung
    Ritter Oblong ist nicht der typische Held. Er ist klein und dick. Und trotzdem ist er sehr sympatisch. Er liebt die Menschen und die Tiere und hilft, wo er kann. Natürlich hält er sich als Ritter auch an den Kodex für Ritter. Bolligru versucht ihn immer wieder hereinzulegen. Aber Ritter Oblong schafft es jedesmal in letzter Minute, das das Gute über das Böse triumphiert.
    Es war wirklich ein Genuß, das Buch zu lesen. Hätte ich noch kleine Kinder, wäre das ein Buch, das ich ihnen gerne geben würde. Es ist spannend aber auch anspruchsvoll. Außerdem ist die Ausgabe der "SZ Junge Bibliothek" sehr schön illustriert.
    Das Buch bekommt von mir 5ratten.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001

  • Ohhhh - das gibt es noch/wieder? Oblong-Fitz-Oblong war einer meiner Lieblingshelden, damals, vor gefühlten hundert Jahren!
    Ich glaube, die Ausgabe kaufe ich mir!

  • Hallo,


    hier muß ich mich mal der Rezension anschließen. Das ist wirklich ein sehr schönes, warmherziges Kinderbuch. Es ist einfach schön zu lesen, wie unverwüstlich zielstrebig Oblong in den Kampf gegen den vermeintlich stärkeren, bösen Baron Bolligru zieht, welche Entscheidungen Oblong trifft, wie er allen Intrigen begegnet und die Gefahren meistert, und wie er am Ende mit den besiegten Bösewichtern umgeht. Und trotzdem hat man beim Lesen nicht das Gefühl, daß hier der moralische Zeigefinger geschwungen wird.


    Ich halte das Buch für ab ca. 6 Jahre geeignet, in dem Alter habe ich es meiner Tochter vorgelesen, die davon auch begeistert war.
    Von uns beiden also auch eine Fünfratten-Wertung.
    5ratten


    Es gibt das Buch übrigens auch als Hörbuch.



    Ohhhh - das gibt es noch/wieder? Oblong-Fitz-Oblong war einer meiner Lieblingshelden, damals, vor gefühlten hundert Jahren!
    Ich glaube, die Ausgabe kaufe ich mir!


    Die "SZ Junge Bibliothek" ist inzwischen leider vergriffen, aber sicher ist es in einer anderen Ausgabe noch zu haben.


    Viele Grüße
    Katja

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Robert Bolt: Der kleine dicke Ritter


    (Wobei ich zur Autorenangabe sagen muss, dass bei mir vorne im Buch drinsteht: Nacherzählt von Carl Mandelartz. Bei wikipedia wird er als Übersetzer für das Buch aufgeführt, aber nacherzählt ist ja was anderes als übersetzt und es wird noch eine weitere Übersetzerin im Buch genannt. So ganz verstehe ich das nicht).


    Inhalt
    Sir Oblong-Fitz-Oblong ist Ritter am Hofe des Herzogs und anders als die anderen Ritter. Dass er Drachen nicht tötet, sondern sie aus Tierliebe mit an den Hof bringt, wird noch als nette Marotte angesehen, doch als die restliche Hofgesellschaft sich dem Müßiggang hingeben will und Oblong sich dagegen ausspricht, wird er ihnen immer lästiger und schließlich auf die Bolligru-Insel geschickt, um dort gegen den bösen Baron zu kämpfen.


    Der erste Satz
    Vor sehr langer Zeit, als es noch böse, Feuer speiende Drachen gab, wohnte ein Herzog mit all seinen Rittern in einem großen Schloss im Ostwesten.


    Meine Meinung
    Am Hofe des Herzogs liegt schon einiges im Argen, doch die kleinen Intrigen gegen Oblong sind nicht mit dem zu vergleichen, was sich auf der Bolligru-Insel ereignet. Der Baron herrscht als Tyrann über die Insel und unterdrückt sein Volk, brennt z.B. die Kirche nieder, zensiert die Post und missbraucht sein Amt als Richter. Gegen ihn will Oblong vorgehen und er nimmt sich Zeit für diese Aufgabe, richtet sich auf der Insel ein und gewinnt Verbündete für seinen Kampf. Von besonderer Hilfe sind ihm seine tierischen Freunde, eine Dohle und ein Dachs, mit denen Oblong auch sprechen kann.
    Im Buch gibt es also märchenhafte Elemente, es hat mich aber auch an die Artusritter und an deren Streben nach Ehre erinnert, wobei Oblong hier natürlich das Ritterideal verkörpert und als Vorbild für andere dient.
    Dennoch ist das Buch, trotz der Gesellschaftskritik, keine schwere Kost und besticht einfach durch einen warmen Tonfall und eine liebevolle Erzählweise.
    Das einzige, was mir nicht so gefallen hat, waren die ausführlichen Kapitelüberschriften, die für meinen Geschmack zuviel verraten.


    4ratten

    :lesen: Cathy Ytak: Rendez-vous sur le lac<br /><br />Deine Freunde sind die, die neben dir stehen, wenn die Welt Death Metal spielt.<br />(Aleksander Melli: Das Inselexperiment)<br /><br />SLW 2011<br />Seychella-List

  • Da sage noch einer, fünf Jahre alte Rezensionen würde niemand mehr lesen. Ich habe mir das Buch nun für meine Kinder bestellt, dank der Empfehlung von BigBen (unvergessen!) vor mehr als fünf Jahren. Und der Rest bestärkt mich ebenso.


    Gruß, Thomas

  • Da sage noch einer, fünf Jahre alte Rezensionen würde niemand mehr lesen.


    Oh doch, auch die alten Rezis werden gelesen. Ich habe auch schon in Threads geschrieben, bei denen ich erst eine dicke Staubschicht wegpusten musste.

    Man muss mutig sein, damit du die Angst überwindest, das Unmögliche möglich zu machen.