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Es gibt 50 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von bird.

  • Mein Cousin hat während seiner Teeniezeit die Bibel angeblich von A bis Z gelesen.
    Als ich das mit 11 Jahren hörte, machte ich mich daran, auch mal jeden Abend in der Bibel zu lesen, mit dem gleichen Ziel.
    Das habe ich schnell wieder aufgegeben, denn was ich lernte war "Gott ist ungerecht und man kann ihm nichts recht machen".


    Später habe ich dann wenigstens den Inhalt des Alten Testaments gelesen in einem Buch, das meine Eltern mal geschenkt bekamen:


    Walter Wangerin:
    Das Buch von Gott. Die Bibel als Roman.


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    Das würde ich als Einstieg vielleicht empfehlen, weil die Sprache recht einfach ist und man dann schon einen kleinen Überblick über zumindest das Alte Testament hat.


    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.


  • Mein Cousin hat während seiner Teeniezeit die Bibel angeblich von A bis Z gelesen.
    Als ich das mit 11 Jahren hörte, machte ich mich daran, auch mal jeden Abend in der Bibel zu lesen, mit dem gleichen Ziel.
    Das habe ich schnell wieder aufgegeben, denn was ich lernte war "Gott ist ungerecht und man kann ihm nichts recht machen".


    Da sieht man, wie gefährlich Bibellesen ist. :zwinker:


    Ich gestehe, ich kann nicht so gut nachvollziehen, warum man die Bibel gerne ganz gelesen haben will. Da steht doch soviel drin, das echt schräg und für mich super irrelevant ist (die ganzen jüdischen Gesetze, Ritualvorschriften usw.). Ich finde, man kann da eine ganze Menge weglassen. Vor allem, wenn man vorne anfängt, kommt man recht schnell an die Stellen, die ich rauslassen würde...

  • Ich habe es vor Jahren mal versucht, als wir eine wirklich gute Religionslehrerin hatten, da war ich wohl 11 oder 12. Tja, nach ein paar Seiten wurde mir das "dieser zeugte jenen und jener zeugte diesen" zu langweilig :breitgrins:


    Unterdessen würde ich es eigentlich ganz gerne noch einmal probieren...

    //Grösser ist doof//

  • [quote author=Tomke link=topic=12468.msg817850#msg817850]


    Ich gestehe, ich kann nicht so gut nachvollziehen, warum man die Bibel gerne ganz gelesen haben will. Da steht doch soviel drin, das echt schräg und für mich super irrelevant ist (die ganzen jüdischen Gesetze, Ritualvorschriften usw.). Ich finde, man kann da eine ganze Menge weglassen. Vor allem, wenn man vorne anfängt, kommt man recht schnell an die Stellen, die ich rauslassen würde...
    [/quote]


    Na gut, das weiß man ja am Anfang nicht.
    Mich hat es ziemlich beeindruckt, dass mein Cousin sich durch den ganzen Wälzer gequält haben soll und ich habe nicht intensiv darüber nachgedacht, wozu das gut sein sollte. Also nicht den Versuch gestartet, um gebildeter zu werden oder so.


    Heutzutage würde man es wohl "Challenge" nennen - man macht etwas eher Sinnloses mit dem Ziel, es einfach mal gemacht und beendet zu haben.
    Sinnlos vielleicht nicht in der Bedeutung sinnleer sondern eher in der Bedeutung nicht unbedingt für ein anderes Ziel wichtig.



    Ich habe es vor Jahren mal versucht, als wir eine wirklich gute Religionslehrerin hatten, da war ich wohl 11 oder 12. Tja, nach ein paar Seiten wurde mir das "dieser zeugte jenen und jener zeugte diesen" zu langweilig :breitgrins:


    Ja, genau, das hatte mich auch sehr irritiert: Erst mal die ganze Zeugungsliste am Anfang. :grmpf:


    In letzter Zeit ist mir noch etwas anderes aufgefallen:
    Nachdem mein Bruder gestorben ist, habe ich insgesamt 5 mal unbeabsichtigt ein sehr klares Bild von ihm vor mir gesehen. Immer, wenn ich gerade nichts anderes zu tun hatte und z.B. warten musste.
    Nun wird ja im NT sehr darauf herumgeritten, dass Jesus nach seinem Tod noch von x Leuten so und so oft gesehen worden ist. Wenn man aber mal in Trauerforen liest, stellt man fest, dass das gar nichts Besonderes ist sondern vermutlich etwas Normales - wenn man nichts zu tun hat, beschäftigt sich das Gehirn selbst und ruft dann vielleicht das ab, was einen gerade unbewusst am meisten beschäftigt. Und das ist in dem Fall ein Bild des kürzlich Verstorbenen.
    Ich habe zweimal auch etwas mehr als ein statisches Bild gesehen, und in Trauerforen gelesen, dass Hinterbliebene manchmal auch kurze Szenen sehen, in denen die Verstorbenen ihnen etwas sagen.
    Damit wären dann diese Berichte in der Bibel eigentlich ein recht verbreitetes Phänomen und kein Beweis für ein Wunder.


    LG
    von Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

    Einmal editiert, zuletzt von Keshia ()


  • Ein paar Unterschiede gibt es schon. Die biblischen Berichte vom auferstandenen Jesus beziehen sich auf Personengruppen bis hin zu mehreren hundert Menschen. Meines Wissens gibt es das zwar häufiger, dass Menschen einen Verstorbenen zu sehen meinen. Aber dass ganze Gruppen eine solche 'Erscheinung' haben, ist wohl eher ungewöhnlich.


    Und das zweite: die Körperlichkeit des auferstandenen Jesus. Einerseits kann er offenbar durch geschlossene Türen gehen und erscheinen und verschwinden. Andererseits aber isst und trinkt er mit den Menschen, oder er lädt Thomas ein, einen Finger in seine Wunden zu legen. Ich weiß nicht, ob Trauernde das ähnlich erleben?


  • Ich gestehe, ich kann nicht so gut nachvollziehen, warum man die Bibel gerne ganz gelesen haben will. Da steht doch soviel drin, das echt schräg und für mich super irrelevant ist (die ganzen jüdischen Gesetze, Ritualvorschriften usw.). Ich finde, man kann da eine ganze Menge weglassen. Vor allem, wenn man vorne anfängt, kommt man recht schnell an die Stellen, die ich rauslassen würde...


    Hmmm, gut, dass ich nicht von vorne angefangen habe. Ich finde die Idee, die Bibel häppchenweise zu lesen einfach toll.
    Warum ich die Bibel ganz lesen möchte? Ich glaube an Gott und fühle mich ihm während des Lesens sehr verbunden.
    Ich denke, man kann vielleicht nicht (mehr?) mit allem etwas anfangen, was dort geschrieben steht. Ich habe einfach das Bedürfnis es zu lesen. :smile:

    Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.


  • Warum ich die Bibel ganz lesen möchte? Ich glaube an Gott und fühle mich ihm während des Lesens sehr verbunden.
    Ich denke, man kann vielleicht nicht (mehr?) mit allem etwas anfangen, was dort geschrieben steht. Ich habe einfach das Bedürfnis es zu lesen. :smile:


    Das ist doch prima. :winken: Ich lese ja auch in der Bibel, aber das Bedürfnis nach Vollständigkeit habe ich nicht. Ich habe das allerdings auch nicht bei Autoren, die ich sonst gerne lese (also das Bedürfnis, alles gelesen zu haben, was sie geschrieben haben).

  • Die Bibel als Ganzes wäre für mich eine Quälerei. Insbesondere die ewigen Aufzählungen im AT. Wenn man die einzelnen Bücher der Bibel ein wenig querliest, dann wird schnell klar, dass man nicht alles lesen muss. Anderes hingegen von vorne bis hinten.


    Gruß, Thomas

  • Nun, ich gehe Sonntags regelmäßig in die Kirche und die Predigt zum jeweiligen Bibeltext interessiert mich auch immer sehr und ist wie finde, hilfreich, um die Bibel zu verstehen.


    Heute habe ich eine christliche Zeitschrift mitgenommen, die dort kostenlos auslag und bin auf folgenden Buchtipp gestossen.


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  • Ist "geistlich" denn das gleiche wie "im Geiste"?
    Geistlich arm wäre für mich nämlich das Gegenteil von "nur noch von Gott etwas erwarten" (nämlich geistlich = spirituell arm = eher nicht gläubig oder mit dem Glauben befasst) und "arm vor Gott" könnte noch einmal eine ganz andere Bedeutung haben, nämlich entweder wörtlich arm = besitzlos = gottgefällig (?) oder "arm vor Gott" = armselig, nicht gottgefällig, Sünder.


    Ich habe das Zitat allerdings von einem Mitglied einer Missionskirche mal in einem ganz anderen Zusammenhang gehört, nämlich bezogen auf geistig Behinderte, also Menschen, die nach Auffassung der Gespärchspartnerin Gottes Wort nicht folgen/ verstehen können und deswegen nicht in der gleichen Weise glauben müssten wie die anderen. Interessanterweise war die geistig Behinderte Person, von der die Rede war, selbst sehr gläubig, was sich später in einem Kommentar zeigte, nachdem ein großer Wunsch erfüllt worden war: Dafür hatte sie "so gebetet".


    Allein die Übersetzungen zeigen (nur mir?), dass man diese Stelle ganz unterschiedlich verstehen und entsprechend übersetzen kann.


    Meines Wissens - ich habe nur mal reingelesen und sie nicht vorliegen - ist die King James-Bibel einfacher zu lesen als die meisten deutschen Versionen.
    Ein Problem vermute ich darin, dass bspw. im Lateinischen oft "etiam" vorkommt, das ganz unterschiedliche Bedeutungen haben kann, aber in der Bibelübersetzung oft mit "aber" übersetzt wird?
    Jedenfalls kommt in den Predigttexten sehr oft das Wort "aber" an für mich nicht nachvollziehbaren Stellen vor, an denen eben kein Widerspruch vorliegt.
    Ebenso hätte man mMn das Wort "wahrlich" mal an den modernen Sprachgebrauch anpassen können, da es mMn heute fast nicht mehr benutzt wird und gerade Kindern evtl. das Verständnis erschwert. Allgemein halte ich Bibelübersetzungen, die ich kenne, im Deutschen für unnötig kompliziert, also mit veralteten, nicht mehr gebräuchlichen Wörtern. Nun mag man mit Nähe zum Original argumentieren, aber meine Vermutung ist, dass das "Original" die Lutherbibel oder eine ähnlich alte Übersetzung einer lateinischen Bibel ist, also gerade nicht vom griechischen (schriftlich?) oder hebräischen (mündlich?) Original stammt, sondern aus einer uns sprachlich sehr fernen Zeit.
    Ich sehe die Bibel nicht in gleicher Weise als Literatur wie andere Werke.
    Bei literarischen Werken ist der Originaltext mMn wichtiger, also Goethe müsste man nicht unbedingt sprachlich modernisieren :zwinker:, Shakespeare sicher auch nicht. Die Bibel wird aber mMn meist ganz anders verwendet als klassische Literatur, nämlich mit mehr Fokus auf den Inhalt bzw. Vorgaben, Aussagen, Gleichnisse als klassische Literatur, bei der es sehr viel stärker auf Formulierungen und letztlich auch Urheberschaft (?) ankommt (man kann den Text nicht einfach modernisieren, weil er sich dann vom Ursprungstext des Autors teils stark unterscheiden würde?).
    Dieses Verständnis, auf das es m.W. den meisten Lesern ankommt, wird mMn im Deutschen durch die teils archaische Sprache erschwert.


    Mein Eindruck ist jedenfalls nach Auszügen aus der King-James-Bibel, dass diese von Muttersprachlern einfacher zu verstehen ist als die deutschen Bibelausgaben von deutschen; jedenfalls die, aus denen die Pastoren, die ich so gehört habe, zitieren.


    Mit ca. 12 Jahren wollte ich mal, wie mein Cousin, die Bibel ganz durchlesen, kam aber nur ein paar Seiten weit. Über ein paar Wochen habe ich jeden Abend etwas gelesen, allerdings mit dem alten Testament (glaube ich :redface:) angefangen: Erst kam eine Liste mit Verwandtschaftsbeziehungen und dann nur unlogische Geschichten wie die von den Weinberg?arbeitern etc. - Fazit war für mich, dass man nie weiß, wann man gottgefällig handelt, auf jeden Fall aber nicht, wenn man sich Mühe gibt und der eigenen Meinung nach "erfolgreich" dabei ist (Arbeiter, die erst einen Tag arbeiten bekommen den gleichen Lohn wie andere, die eine Woche vorher angefangen haben).
    Solche Geschichten wiederholten sich ständig, so dass ich dann frustriert aufgab, denn mein Eindruck war einfach, dass Gott dermaßen kryptisch wäre, dass sich Mühe gar nicht lohnen würde, weil sowieso nur diejenigen "gut angesehen" würden, die sich gerade keine Mühe gaben - auf der anderen Seite solche Menschen aber als Sünder in Gefahr wären, in die Hölle zu kommen.
    Bevor ich dann meinen Glauben mehr oder weniger aufgab hatte ich tatsächlich eine Zeit als Kind, in der ich nach jeder "Verfehlung" (Schokolade aus der Schokoschale im Wohnzimmer nehmen oder so) immer um Vergebung betete. :breitgrins:


    Irgendwo hatte ich hier mal ein Buch verlinkt, das ich später mit deutlich mehr Begeisterung las:
    Walter Wangerin: Die Bibel als Roman.


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    Das empfehle ich jedem weniger religiös vorgebildeten "Einsteiger", falls es noch in der Bücherei zu haben ist.


    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

    Einmal editiert, zuletzt von Keshia ()

  • Ich habe die Bibel (Neues Testament) dank SLW im Januar dieses Jahres angefangen und mit viel Pausen dazwischen im Oktober beendet. Dass man Bibel nicht wie ein Buch lesen kann, versteht sich, von selbst denke ich.

    Meine Bibel gehört zu der Gideons Gemeinde an. Sie sind evangelische Christen. Im Bibel als Information steht, deren Ziel sei es Menschen durch die Bibel mit Jesus bekanntzumachen.


    Die Briefe zu Lesen fand ich, glaube am schwierigsten mich zu konzentrieren, da sie mir wie Wiederholungen vorkamen und leicht langweilig wurden, wenn man zu lange hintereinander gelesen hat.


    Was mir gefallen hat, ist die vielfältigen Themen, die man im Bibel findet, zu jeder Lebensnot gibt es eine Bibelstelle die einem helfen soll. Es ist auch sehr gut gelistet in der Bibel unter Thema/ Bibelstelle/ Seite.

    Was mir beim Lesen aufgefallen ist, so lange man Gottes Weg nach christliche Weise folgt, spürt man die guten Sachen, was einem erwartet, aber wehe, ihnen nicht. In eine Stelle hat irgendwer wohl nicht an Gott und die Führungsweise geglaubt und es wurde über ihm berichtet, dass er Gotteslästerer wäre, was ja nicht so schlimm wäre, wenn man nur ihm den Tod wünschen würde, aber nein die Frau und sie Kinder alle sollten auf irgendeine Weise ausgerottet werden, man soll mit ihnen kein Mitleid haben. Was mich noch gestört hat, war die Unterordnung. Dass die Menschen sich Gott unterordnen sollen, finde ich nicht schlimm. Aber Frauen sollen sich Männern unterordnen oder Sklaven, deren Könige etc. solche Stellen zu lesen macht einem bewusst, wie „alt" die Bibel ist und nicht immer zu unserem Lebensstil passt, dann aber gibt es Themen, die sind aktuell und man findet, eine Stelle im Bibel liest und denkt sich, genaues triff auch jetzt zu!

    Was ich wiederum sehr interessant fand in den Psalmen Sprüchen, las ich sehr oft, wie die Menschen Gott anbeteten, aber hatte oft das Gefühl, deren Gebete wurden, nicht erhört. :gruebel: