Charlotte Roche - Feuchtgebiete

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 90 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Erst gestern Abend habe ich mit einer Freundin über dieses Buch diskutiert.


    Ich fand es unterhaltsam, es hat sich gut gelesen und ich war froh, dass mal wieder jemand etwas "gewagt" hat. Vielen fanden den Erziehstil ekelhaft, ich gar nicht... es wurde einfach nur sehr offen aus der Perspektive einer jungen Frau berichtet.
    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass der Roman den ganzen Hype nicht verdient hat, einfach weil ich die ganze Geschichte an sich nicht aussagekräftig bzw einprägsam fand.


    3ratten

    :lesen: Sabine Weigand - Die Tore des Himmels

  • Feuchtgebiete von Charlotte Roche


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    Die Inhaltsangabe spare ich mir hier, die wurde schon oft genug gemacht.
    Ich habe es jedoch jetzt auch geschafft mir dieses so kontrovers diskutierte Buch einmal zu kaufen und endlich selber zu lesen. Ich gehöre auch zu den Leuten, die sich am liebsten selbst eine Meinung bilden.


    Nun, Feuchtgebiete hat mich in mehreren Punkten überrascht. Ich habe ja schon so einiges gelesen, aber ich glaube es gehört definitiv zu dem Buch mit den meisten Fäkalausdrücken, das ich je gelesen habe. Weiter hat es mich erstaunt, dass ein Buch mit einem eher durchschnittlichen Schreibstil eine solche Wirkung erzielen kann. Irgendwie war ich doch ziemlich interessiert und habe immer weiter gelesen, obwohl mir der Schreibstil anfangs wirklich nicht zugesprochen hat. Irgendwann fand ich aber gefallen daran an den so unverblühmten Gedanken der Protagonistin teilhaben zu können. Die Frau ist so versaut. :breitgrins:
    Was mich weiter erstaunt hat, ist, dass dieses Buch auch Tiefgang hat. Die meisten solchen Bücher kann man ja nach drei Kapitel durchschauen. Aber die Protagonistin hier ist wirklich eine sehr verletzliche, junge Frau, die sich mit ihren seltsamen Gedanken eigentlich nur von den schlimmen Erlebnissen mit ihrer Familie ablenkt.
    Obwohl das Buch Tiefgang hat, ist er mir etwas zu oberflächlich gehalten. Die Geschichte um Helens Familie hätte man doch sicher noch etwas vertiefen können, ihren verletzlichen Charakter vielleicht noch etwas mehr hervorheben... aber ich denke das ist Geschmackssache. Die Kritik an unserer Gesellschaft scheint auch ohne zu viel Drama gut durch.
    Alles wird auseinandergenommen: Verschwiegene Eltern, Phobien der Geschwister, Hygienefanatiker, Sexualität... das Buch lässt wirklich fast kein Thema, welches eine junge Frau interessiert und worüber für gewöhnlich nicht gesprochen wird, unerwähnt. Das fand ich oft auch ziemlich lustig. :smile:


    Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsames Buch, durchschnittlicher Schreibstil und jede Menge Fäkalausdrücke gekonnt verarbeitet zu einem mehr oder weinger gesellschaftskritischen Roman. Für meinen Geschmack ein bisschen zu wenig Familientragödie ;-). Jeder muss sich wohl selbst eine Meinung über das Buch bilden. Ich finde es nicht perfekt, ist nicht gerade in die Liste meiner Lieblingsbücher eingegangen, aber es ist durchaus lesenswert.


    3ratten


    elsabina : Oooooh nein, bitte bitte bitte bitte NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :Kreuz:

    Einmal editiert, zuletzt von Noble Scarlet ()

  • Gähn..._ es gibt Dinge und vor allem Bücher,die die Welt nicht braucht. Feuchtgebiete ist eins davon.


    Selten derart viel Unrealistisches und Schwachsinn gelesen. Hier will wohl nur jemand mit Fäkalsprache auf sich aufmerksam und Kohle machen. Aber wie das mit Viva, DSDS,
    und German s next Topmodel so ist, scheint auch dieses Buch mit wenig Niveau zum Ziel zu führen.


    Es gibt ein paar wenige lustige Spracheinlagen - ansonsten viel überflüssigen Driss.


    Ich sag mal


    1ratten

    Opa Pittschikowski aus dem Ruhrrevier, kennt die Blauen Knappen schon seit 1904 - niemals tat er fehlen, nur einmal war er krank - Oma tat er quälen wenn er schon morgens sang:<br /><br />Ob ich verroste und ver

  • Ich habe viele Freunde die mir das Buch immerwieder aufs Auge drücken wollen, aber irgendwie wehre ich mich gegen das Buch. Aber wenn ich hier so die Rezis lese.... Vielleicht mal als Hörbuch.

    Hinter den Wolken ist der Himmel blau.

  • Mein Süsser hat einmal in das Hörbuch hineingehört. Anscheinend hat er gleich eine Stelle erwischt, die nicht als appetitlich beschrieben werden kann. Er hat das Hörbuch danach links liegen lassen :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Oh ja, Feuchtgebiete gehört defintiv zu den Büchern, an denen ich nicht die geringste Lust verspüre, sie zu lesen.

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • Ich gehöre wohl mit zu den "Harten", ich habe es während meiner Mittagspause auf Arbeit gelesen. Ist zwar schon eine weile her, aber damals haben auch alle drüber gesprochen, sodass man einfach neugierig wurde. Ich persönlich wollte wissen, ob es wirklich so schlimm ist, wie immer alle erzählt haben.


    An sich war ich sehr schnell durch und konnte mitreden. Mehr aber auch nicht. Schoßgebete werde ich mir auch noch zu Gemüte führen, aber garantiert nicht selbst kaufen.

    &quot;Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überlässt es dem Dichter, wann man einschläft.&quot; [Ernst R. Hauschka]

  • Ich habe das Buch nicht gelesen, da mir das alles zu plakativ und aufgezwungen rüberkommt das es ja sooo Schlimm sein soll Genau wie Shades of Grey, auch so ein IN Buch. Sowas mag ich nicht. Habe vor einer Ewigkeit "Die 120 Tage von Sodom" gelesen. Das gefiel mir gut.

  • Meine kurze Meinung

    Ich bin von dem Buch gleichermaßen fasziniert wie abgestoßen. Fasziniert, weil die Autorin nicht nur das aufschreibt, was sie geschrieben hat und es sich auch noch gut verkauft und abgestoßen von dem, was sie geschrieben hat. Feuchtgebiete ist seit langer Zeit das erste Buch, das ich nicht beim Essen lesen konnte.

    2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    I'm young enough to still see the passionate girl that I sued to be. But I'm old enough to say I got a good look at the other side.