Die dämlichsten Buchtitel

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 171 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von MacOss.

  • Da versteht man mal wieder, warum Selfpublishing so einen zwiespältigen Ruf hat.

    The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.

    E. L. Doctorow






  • Den Schinken-Titel finde ich auch richtig eklig. Mir macht er keinerlei Lust auf das Buch.


    Kommt drauf an, was man erwartet. Den Kurztitel "Frauen, die nach Schinken stinken" finde ich aufgrund des Reimes schon mal interessant. Vermutlich würde ich persönlich das Buch nicht lesen wollen, halte das aber trotzdem für einen Titel, der zum Kauf verführen könnte.
    Diese Tendenz zum ausufernden Untertitel finde ich nicht toll.
    Oft sieht man das Buch im Vorbeigehen oder hört davon, macht sich keine Notizen oder Fotos und findet es später gar nicht wieder.


    Ich habe kürzlich das Buch "Arthur, der Hund, der den Dschungel durchquerte, um ein Zuhause zu finden" verschenkt. In der Buchhandlung habe ich es noch nicht mal geschafft, mit an den Namen des Hundes zu erinnern. Ich hatte damals Teile der Originalsendung gesehen und wusste nur, dass es um Sportler ging, denen ein Hund auf ein Salzfeld folge, und die ihn daraufhin mitnahmen, weil er sich dabei verletzte. Ich vermute mal, dass ich den Namen Arthur behalten hätte, wenn der Untertitel bzw. gesamte Titel etwas kürzer ausgefallen wäre.


    Übrigens zeigte diese Situation wieder mal meine Naivität. In der Annahme, es handele sich um ein Buch auf aktuellen Bestsellerlisten, frage ich einen Verkäufer nach dem Buch mit der von mir beschriebenen Handlung. Und er googelte den Titel. Ich selbst hatte ein Smartphone mit, war aber auf diese Idee nicht gekommen (und war davon ausgegangen, dass das Buch so bekannt sei, dass er den Titel auswendig kenne). :redface:


    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Heute in der Bücherei gesehen:
    Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen


    Mal abgesehen davon, dass ich den Titel nicht gerade toll finde, frage ich mich, wohin dieses Unter- und Nebentitelgedöns noch führt. Viel mehr hätte auf das Cover nicht gepasst.


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  • War es nicht eigentlich im 19. Jahrhundert modern, sehr beschreibende Titel und Untertitel in ganzen Sätzen zu finden? Wie bei Dickens, wo jedes Kapitel als Überschrift einen Satz hat ("Kapitel, in dem es um A, B und C geht und ein Hund vorkommt" - so in etwa).
    Insofern finde ich solche Titel etwas altbacken.
    Aber: Kann es sein, dass es soooo viele kurze Titel gibt, dass die Auswahl inzwischen schwer fällt, wenn man Doppellungen vermeiden will?
    Auch so gibt es bestimmt sehr viele Bücher mit Titeln wie "Das Auto", "Das Haus", "Urlaub" etc.



    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.


  • Aber: Kann es sein, dass es soooo viele kurze Titel gibt, dass die Auswahl inzwischen schwer fällt, wenn man Doppellungen vermeiden will?
    Auch so gibt es bestimmt sehr viele Bücher mit Titeln wie "Das Auto", "Das Haus", "Urlaub" etc.


    Das stimmt wohl. Aber diese unoriginellen Ein-Wort-Titel finde ich fast genauso schlimm wie die etlich langen. Macht mir auf jeden Fall absolute keine Lust das Buch zu lesen.
    Die Autoren sollen sich halt interessante Titel ausdenken, wenn sie Doppellungen vermeiden wollen.

    "Nun, ich pflege Fragen dadurch zu lösen, dass ich mich von ihnen auffressen lasse." Franz Kafka, Brief an Max Brod (1921)


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  • Kann es sein, dass es soooo viele kurze Titel gibt, dass die Auswahl inzwischen schwer fällt, wenn man Doppellungen vermeiden will?


    Das musste ich jetzt zweimal lesen. Zuerst habe ich mich nämlich gefragt, was eine Doppel-Lunge sein könnte und warum man sie vermeiden möchte...

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)


  • War es nicht eigentlich im 19. Jahrhundert modern, sehr beschreibende Titel und Untertitel in ganzen Sätzen zu finden? Wie bei Dickens, wo jedes Kapitel als Überschrift einen Satz hat ("Kapitel, in dem es um A, B und C geht und ein Hund vorkommt" - so in etwa).


    Solche Bücher kenne ich auch, aber da stört es mich seltsamerweise nicht so wie beim Titel. Bei der Formulierung "gewünschteste Wunschkind" habe ich Probleme, das Buch ernst zu nehmen. Zank hat recht, der Untertitel allein würde mich mehr verleiten, das Buch zu lesen. Zum Glück sind wir aus dem Trotzphasenalter raus.

  • Das musste ich jetzt zweimal lesen. Zuerst habe ich mich nämlich gefragt, was eine Doppel-Lunge sein könnte und warum man sie vermeiden möchte...


    Bei Vögeln spricht man in dem Fall von einem Luftsack, aber vermeiden muss man nur dessen Belastungen und Erkrankungen. :rollen:

  • [quote author=sandhofer link=topic=1317.msg973972#msg973972


    Das musste ich jetzt zweimal lesen. Zuerst habe ich mich nämlich gefragt, was eine Doppel-Lunge sein könnte und warum man sie vermeiden möchte...
    [/quote]


    Upps! :redface: :redface: :redface:

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Das musste ich jetzt zweimal lesen. Zuerst habe ich mich nämlich gefragt, was eine Doppel-Lunge sein könnte und warum man sie vermeiden möchte...


    :anbet: Du Adlerauge, Du. :lupe:
    Das ist ja selbst mir als Obererbsenzähler durchgerutscht.

    Andere Orte im Internet erkundet und für uninteressant befunden.