Isabel Abedi - Isola

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lilli33.

  • Isabel Abedi - Isola


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    Inhalt
    Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen - bei dem nur sie selbst wissen, was Wahrheit ist und was Lüge. Doch dann wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.


    Meine Meinung
    Nun finde ich auf meine alten Tage :breitgrins:, doch tatsächlich immer mehr gefallen an Jugendliteratur. Aber ist ja auch kein Wunder wenn sie so unterhaltsam ist wie dieses Buch.
    Ich muss aber ehrlich sagen, ich bin erst durch die Buchmesse auf Isabel Abedi und besonders auf dieses Buch aufmerksam geworden. So oft schreiben deutsche Autoren ja nicht Bücher deren Handlung in Brasilien spielt, ganz klar also das ich mir das holen musste.
    Erst mal etwas zur Optik. Das Buch sieht nämlich wirklich toll aus. Schwarz, mit hervorgehobener blauer Schrift und einem, ebenfalls etwas hervorgehobener, Kamera Auge mit Blick auf die Insel. Sehr schlicht, aber sehr passend und effektvoll.


    Nun zum Buch: Eine ausgesprochen unterhaltsame Geschichte. Spannend und mit einem hochaktuellen Thema.
    "Big brother is watching you" in tropischer Umgebung. Feine Idee und gut umgesetzt.
    Ein bisschen "Big Brother" trifft "Herr der Fliegen", aber Isabel Abedi macht eine sehr eigene Geschichte daraus.
    Joy Reichert, die fast 18jährige, Ich-Erzählerin der Geschichte ist als Kind von einer deutschen Familie Adoptiert worden und hat nun, durch dieses Filmprojekt, die Möglichkeit in das Land ihrer Herkunft zurückzukommen.


    Isabel Abedi kennt Brasilien, sie ist selber mit einem Brasilianer verheiratet, und das lässt sie in die Geschichte mit einfließen.
    Man erfährt ein wenig über das Land und seine Menschen(und dem Geruch bei der Ankunft :smile:. Brasilien richt einfach besonders intensiv, dass habe ich auch immer so empfunden wenn ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, [size=6pt]nach Abgasen und Eukalyptus-Putzmitteln[/size] :zwinker: :putzen:)
    Man darf von diesen Informationen über Kultur, Land und Leute sicherlich nicht zu viel erwarten, es bleibt eben ein Jugendbuch und 320 Seiten sind ja auch nicht besonders viel, aber ich fands eine schöne, ausgewogene Mischung.


    Das Buch ist auch über weite Strecken spannend und eben einfach zum "so weglesen" auf dem Sofa.
    Das Ende ist dann leider nicht so ganz gelungen. Etwas arg konstruiert und leider auch etwas unlogisch in den Handlungen der Protagonisten, da hatte ich einfach, nach dem guten Aufbau, etwas mehr erwartet. Und nein....die brasilianische Polizei wäre niemals so schnell zur Stelle...nein, nein, nein...das geht gar nicht. :rollen:.


    Trotzdem bleibt es ein schönes Buch für Mädchen ab ca. 14 Jahren und deren Mütter :zwinker:. Und "Whisper" von Isabel Abedi werde ich mir nun sicher auch noch kaufen.


    4ratten

    Einmal editiert, zuletzt von Flor ()

  • Zufälle über Zufälle...genau das Buch habe ich gestern auch gelesen. :zwinker:



    Meine Meinung: Ich kann mich beinah nur anschließen. Ein gutes Buch zum einfach mal durchlesen, aber der Schluss kam mir dann etwas melodramatisch vor.
    Es gibt im Buch einige Hinweise auf die Auflösung, die einem aber erst im Nachhinein als solche aufgehen. Ergo: Genau so, wie es sein sollte. ^^
    Manchmal waren mir die Personen etwas zu flach geraten, bei einigen (Neander - riesengroßer Kerl, ganz sanft und ein Herz für Vögel) habe ich hinter dem Cliché nicht mehr viel entdecken können, aber das tut dem Unterhaltungswert des Buches keinen Abbruch.
    Alles in allem :


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.<br />~ A. Einstein<br /><br />Man umgebe mich mit Luxus; auf das Notwendige kann ich verzichten. <br />~ Oscar Wilde

  • Ich hab das Buch mal vor einem Jahr gelesen, nachdem cih Whisper regelrecht verschlungen hab.
    Von dem Buch war ich aber leider sehr enttäuscht :grmpf:
    Von Anfang an ziemlich unrealistisch & das Ende erst...
    Ich kam mir vor wie in einer schlechten Soap.
    Auch ich finde die Charaktere etwas Klischeehaft... Vielleicht liegt es einfach daran, dass es zu viele sind.
    Vielleicht bin ich aber auch nur mit Whisper verwöhnt worden :gruebel:
    Leider kann ich mich jetzt noch nicht entscheiden ob ich mir ihr nächstes Buch wirklich kaufen soll..

  • Nachdem ich gestern in der Stadt war und mal wieder Lesenachschub gebraucht habe, habe ich mich dazu entschieden Isola zu kaufen. Whisper habe ich schon vor einem Jahr oder so gelesen und fand es ziehmlich gut (dafür dass ich für Thriller-mäßige Bücher bis jetzt noch nicht viel übrig habe..). Bei Isola wusste ich am Anfang auch nicht so recht was ich von dem Buch halten sollte, natürlich wie auch bei Wh gefiel mir das Cover mal wieder super, schlicht aber genau das macht es (wie ich finde) unter all den knallig, bunten Einbänden sehr auffällig. Nachdem ich das Buch dann aber angefangen habe, war ich eigentlich ziehmlich überrascht. Da gleich am Anfang 12 Jugendliche im Buch vorgestellt wurde, war es ein bisschen klar, dass sie alles etwas schräg waren und jeder durch seine Eigenheiten einen gewissen Erinnerungswert hatte. (Natürlich bleibt dabei das Klischee nicht aus ,siehe Nemo) Das hat mich jetzt aber nicht sonderlich gestört, hat mir eher geholfen sie alle im Kopf zu behalten. An sich fand ich die Story richtig gut, wie auch bei Whisper fing es irgendwann in der Mitte oder so an, dass ich immer dachte "So wird des Ende sein, der und der ist der Böse" und dann passierte wieder was und ich dachte immer noch derselbe sei der Böse aber, was wenn. WIe bei Wh hat mir das besonders gut gefallen, man hatte Ahnungen und "Verdächtigungen" konnte aber bis zur Auflösung immer noch ein "aber was wenn" einbauen. :breitgrins: Das Ende wirkte wirklich ein bisschen gestelzt und unlogisch, vielleicht hätte man es mit ein paar mehr Seiten und ein bisschen umbauen vielleicht verbessern können, aber naja... :rollen:
    Alles in allem hat Isabel Abedi mich mal wieder mit ihrem Buch überrumpelt (am Anfang denk ich immer das es total schlecht sein würde aber dann kann ich nicht mehr aufhören zu lesen und am Ende finde ich sie dann ganz gut ^^).
    Ich überlege gerade ob ich mir Imago nicht auch mal bald holen sollte....*denk*denk*
    lg

    Hoffnung<br />ist nicht die Überzeugung,<br />dass etwas gut ausgeht,<br />sondern die Gewissheit,<br />dass etwas Sinn hat,<br />egal wie es ausgeht.<br /><br />[url=https://literaturschock.de/literaturforum/forum/index.php?thread/17801.ms

  • Guten Morgen,


    ich habe "Isola" nun auch gelesen, nachdem mir "Lucian" sehr gut gefallen hatte.


    Meine Meinung:


    Big Brother is watching you. "Isola", die abgeschiedene Insel vor Rio de Janeiro wurde einst als tropisches und außergewöhnliches Gefängnis genutzt. Ohne Gitter, dafür aber mit zahlreichen fast unsichtbaren Kameras versehen, ist sie idealer Handlungsort für ein neues Filmprojekt des erfolgreichen Regisseurs Quint Tempelhoff. Er wählt zwölf Jugendliche im Alter zwischen sechzehn und neunzehn Jahren aus, schickt sie für drei Wochen ohne Drehbuch nach Isola, um alles zu filmen. Nur drei persönliche Dinge darf jeder der Zwölf mitnehmen.


    Vera, die in ihrem richtigen Leben eigentlich Joy heißt, möchte auf der Insel nur die Zeit bis zu ihrem 18. Geburtstag überstehen und sich dann auf die Suche nach der geheimnisvollen Esperanza machen, deren Foto eines der drei persönlichen Dinge ist, die Vera mit auf Isola nahm. Doch nicht nur Vera trägt ein Geheimnis mit sich. Was haben Solo, Joker, Darling, Moon, Krys, Elfe, Neander und all die anderen zu verbergen? Kurz nach Ankunft auf der Insel beginnt ein tödliches Spiel und keiner scheint zu wissen, wer hier die Fäden zieht.


    Die stille Vera fühlt sich von Anfang an zu Solo hingezogen und obwohl sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden recht schnell abzeichnet, bleibt diese angenehm dezent und behält trotz der animalischen Umgebung eine unschuldige Zartheit, was natürlich für einen Jugendroman angemessen ist. Isabel Abedi weiß, wie sie jugendliche und erwachsene Leser gleichermaßen in ihren Bann zieht. Die Geschichte beginnt langsam, geheimnisvoll und auch etwas unheimlich. Als aus einem Spiel tödlicher Ernst wird, steigert sich die Spannung immer mehr, bis schließlich weder die Protagonisten noch die Leser wissen, wem sie noch vertrauen können.


    Etwas verwundert hat mich, dass die Autorin nur in einer nebensächlichen Bemerkung Kritik an solchen Fernsehsendungen übt. Ich hätte mir in dieser Hinsicht eine etwas umfangreichere und kritische Auseinandersetzung gewünscht. Auch die Charaktere selbst sind zwar mehr oder weniger sympathisch, mache sogar sehr unsympathisch, aber so richtige Tiefe erlangt keiner von ihnen. Es finden sich ein paar gängige Klischees und das Ende war für meinen Geschmack etwas zu übertrieben. Vielleicht sieht man das aber als Erwachsener etwas strenger?


    "Isola" ist trotz der Kritik als Spannungsroman empfehlenswert, wenn ich auch denke, dass die Autorin daraus viel mehr hätte machen können.


    3ratten

    "Vor ein paar Jahren hätte ich Ihnen geantwortet: Wir sind nicht die Weimarer Republik. Aber wenn ich mir die Entwicklungen in der letzten Zeit so ansehe, dann muss ich antworten: Ja, ich mache mir ernsthaft Sorgen um unsere Demokratie." (Ein Experte für Rechtsextremismus wird in der Dokumentation "Rechts. Deutsch. Radikal")

  • Broschiert: 328 Seiten

    Verlag: Arena (1. Januar 2010)

    ISBN-13: 978-3401501987

    empfohlenes Alter: ab 14 Jahren

    Preis: vergriffen

    als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Spannender Thriller, schöne Liebesgeschichte


    Inhalt:

    Zwölf Jugendliche aus Deutschland wurden für ein Filmprojekt auf einer brasilianischen Insel ausgewählt. Der bunt zusammengewürfelte Haufen soll drei Wochen allein auf der Insel bleiben, durch Kameras minutiös beobachtet. Doch was zunächst wie ein Spiel aussieht, wird bald tödlicher Ernst.


    Meine Meinung:

    Auch wenn die Idee mit der abgeschiedenen Insel vielleicht nicht ganz neu ist, konnte mich Isabel Abedi mit diesem Buch doch von Anfang an begeistern. Von der ersten Seite an spürt man eine unterschwellige Spannung. Immer wieder wird thematisiert, dass alles ganz anders, nämlich gut, hätte ausgehen können, wenn man sich an bestimmten Punkten der Geschichte anders entschieden hätte. Hier kommt die Ich-Perspektive der Protagonistin Vera sehr gut zur Geltung. Sie erzählt im Rückblick und weiß daher, was geschehen ist. Dazu kommen ihre eigenen Probleme mit ihrer persönlichen Vergangenheit, an denen sie zu knabbern hat. Mir war sie sehr sympathisch und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren.


    Während sich die Handlung immer mehr in Richtung Thriller entwickelt, bahnt sich auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen an. Selbst diese hat sehr spannende Momente und hat mir ausgesprochen gut gefallen.


    Zudem gibt es immer wieder kursiv gedruckte Einschübe aus einer zweiten Perspektive. Wer dahintersteckt, wird erst zum Schluss verraten. Auch diese Passagen tragen viel zur Spannung bei.


    Isabel Abedi geizt nicht mit Überraschungen. Die Handlung dreht sich mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung, und man weiß nie, was auf einen zukommt. Das ist wirklich toll geschrieben und macht das Buch sehr vielseitig und fesselnd.