Marion Zimmer Bradley - Die Herrin von Avalon

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Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jaqui.

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    Inhalt:


    m Jahre 98 n. Chr. ist Avalon die letzte Zufluchtstätte des alten Glaubens, während sich über das restliche Britannien die Herrschaft der Römer ausdehnt. Noch leben die Druiden und PriesterInnen von Avalon zwar in Eintracht mit den ersten Christen auf der Insel, und auch von den Römern wird ihr Heiligtum geachtet, doch die Zeiten ändern sich schnell.
    Aber auf Avalon wirken noch andere, ältere Kräfte, und in höchster Not gelingt es, die Insel im Nebel versinken zu lassen und von der äußeren Welt abzutrennen. So entrückt, bewahren die Priesterinnen in Avalon über Jahrhunderte hinweg das Wissen um die alten Mysterien, die Kraft des Mondes und ihre Fähigkeit, in die Zukunft und die Vergangenheit zu sehen. Doch die Versuche der Herrin von Avalon, das zwar von den Römern befreite, aber zerrissene Britannien wieder zu einen, scheitern ein ums andere Mal.
    'Die Herrin von Avalon' erzählt die Geschichte der drei Hohepriesterinnen Caillan, Dierna und Viviane, die von Avalon aus die Geschicke des Landes zu steuern versuchen. Im Werden und Vergehen entbrennen Konflikte, werden Helden geboren, und geheimnisvolle Dinge wirken im Verborgenen. Aus ihnen entstehen Mythen, Legenden und Sagen. Mit großer Eindringlichkeit beschreibt Marion Zimmer Bradley wiederum den Wandel der Zeiten und die Geschichte Avalons.


    Teilnehmer:


    Seychella
    Jaqui
    Cuddles


    Viel Spaß!


    [size=7pt]Habe mir erlaubt, einen Tippfehler im Titel auszubessern. Grüßle, Valentine[/size]

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()

  • Auch wenn ich mein anderes Buch nicht vernachlässigen möchte, bin ich gestern nach Avalon gereist - und gleich ordentlich stecken geblieben. :smile:
    Vom ersten Kapitel (Die Fee) wusste ich gar nichts mehr, und war über diesen Einstieg angenehm überrascht. Es wurde ziemlich mystisch und atmosphärisch, rätselhaft und einfach schön. Dieses "zwischen den Welten" - Gefühl blieb auch beim Weiterlesen bestehen, es ließ sich nicht so einfach verscheuchen - vor allem, da zwischendurch doch immer mystische Momente durchblitzen.


    Ich bin jetzt auf Seite 130 angekommen, und es ist schon einiges passiert. Caillean tut mir oft leid, sie hat viel zu tun und macht sich doch einige Gedanken. Manchmal habe ich den Eindruck, sie sucht in ihren Aufgaben eine Flucht vor ihren Erinnerungen, glücklich scheint sie ja nicht zu sein. Ich hoffe, das ändert sich noch. Sie hätte sicher auch gern mehr Zeit mit Gawen verbracht, findet dazu jedoch nicht die Zeit. Dadurch wirken die wenigen nahen Momente mit ihm aber auch sehr intensiv, und er empfindet sie ja auch eher wie ein Geschenk.


    Cailleans Verhältnis zu der Fee ist ja eher kühl, respektvoll aber auch irgendwie vorsichtig. Diese Distanz scheint mir auf Gegenseitigkeit zu beruhen, und auch Gawen distanziert sich durch Sianna von Caillean. Seine emotionale Bindung an Sianna kann ich zwar nachvollziehen, aber manche seiner Worte über seine Stiefmutter taten mir sehr weh. Das ganze gipfelt dann in seinem Weggang, als er sich nach Vater Josephs Tod nicht für eine Seite entscheiden wollte, sondern seinen Weg sucht. Ich hätte gerne mehr über seine Zeit mit dem alten Barden Brannos gelesen. Der Moment, als Gawen die Harfe rettete, erschien mir nämlich als etwas besonderes und bedeutungsvolles.


    Es gibt auch wieder viele Andeutungen über Nebel und alte Seelen, und das ist für mich immer noch etwas besonderes - eine besondere Ebene. Durch die Verknüpfungen zwischen den Büchern entdecke ich immer etwas neues, zumindest fühlt es sich so an. Diesmal meine ich hier auch einen Verweis auf ein später folgendes Buch gefunden zu haben, als Caillean an Josephs Sterbebett sagt, dass sie vielleicht in einem späteren Leben einmal seinen Glauben teilt. Dieser schöne Moment wurde dann leider durch den anderen Nazarener entweiht, der den Verstorbenen als zu weich und heidenfreundlich empfindet.

  • Ui Seychella, du bist ja schon ganz schön weit. Aber wenn man einmal in Avalon ist, möchte man nicht mehr weg. Ich habe mich gleich in der Geschichte wohlgefühlt, da sie nahezu nahtlos an "Die Wälder von Albion" anschließt. Inzwischen habe ich die ersten vier Kapitel gelesen.


    Gawen tat mir am Anfang leid. Er hat gerade seine Eltern verloren bzw. erst erfahren wer seine Eltern überhaupt sind und dann wird er noch von der Fee "auserwählt". Klar dass er da verwirrt ist. Dass es zwischen ihm und Sianna knistert war ja schon von Anfang an abzusehen. Ich bin gespannt wie sich diese Beziehung entwickelt.


    Die Szene mit dem Hirsch fand ich sehr beeindruckend - eine der wenigen, an die ich mich noch von der Erstlektüre erinnern konnte.


    Vater Joseph ist mir sehr sympathisch, im Gegensatz zu Bruder Paulus. Er und Caillean scheinen sich fast blind zu verstehen, wie Seelenverwandte. Es gibt ja auch ein paar Hinweise darauf, dass sie sich schon einmal in einem früheren Leben gekannt haben.



    Das ganze gipfelt dann in seinem Weggang, als er sich nach Vater Josephs Tod nicht für eine Seite entscheiden wollte, sondern seinen Weg sucht.


    Für mich scheint dieser Weggang eine Art Kurzschlussreaktion von Gawen zu sein. Er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Religionen und entscheidet sich letztendlich für den dritten Weg. Mal sehen, ob diese Entscheidung sich als klug erweist. Dabei hatte ich gar nicht das Gefühl, dass Caillean ihn zu irgendwas zwingt.




    Ich hätte gerne mehr über seine Zeit mit dem alten Barden Brannos gelesen. Der Moment, als Gawen die Harfe rettete, erschien mir nämlich als etwas besonderes und bedeutungsvolles.


    Oh ja, da muss ich dir zustimmen. Schließlich ist die Musik etwas Besonderes für Gawen. Schade, dass das nicht weiter ausgeführt wurde.

  • Gestern habe ich nun auch begonnen das Buch zu lesen und stecke mitten im ersten Kapitel. Mittlerweile habe ich aber meine Zweitlektüre beendet und werde nun hoffentlich schnell vorankommen.


    An die Fee kann ich mich auch nicht mehr erinnern, aber sie macht die Geschichte sehr spannend. Gawen tut mir auch sehr leid, mal sehen wie er mit der neuen Situation auf Avalon zurecht kommt.


    Katrin

  • Dass es zwischen ihm und Sianna knistert war ja schon von Anfang an abzusehen. Ich bin gespannt wie sich diese Beziehung entwickelt.


    Und genau das stört mich irgendwie. Wie alt sind die beiden? Zehn? Bahnen sich da schon die ersten Beziehungen an? Das kommt mir alles sehr unrealistisch vor. Wenn sie ein paar Jahre älter wären, okay, aber nicht in dem jungen Alter.


    Ansonsten bin ich jetzt im 4. Kapitel angelangt und wie voraus zu sehen fesselt mich das Buch sehr. Ich freue mich schon aufs Weiterlesen.


    Katrin

  • Und genau das stört mich irgendwie. Wie alt sind die beiden? Zehn? Bahnen sich da schon die ersten Beziehungen an? Das kommt mir alles sehr unrealistisch vor. Wenn sie ein paar Jahre älter wären, okay, aber nicht in dem jungen Alter.


    Das stimmt, als sie sich das erste Mal treffen sind sie noch ziemlich jung und trotzdem wissen beide schon irgendwie, dass der jeweils andere die große Liebe sein wird. Das ist vielleicht nicht realistisch, stört mich aber auch nicht unbedingt, das ist ja kein realistischer Roman.


    Ich bin inzwischen mit dem ersten Teil durch.


    Gawen ist inzwischen Soldat geworden, ich frage mich, wie er sich nur so weit von seiner Heimat (sowohl körperlich als auch geistig) entfernen konnte. Aber er merkt bald, dass er einen Fehler gemacht hat, als sein Freund bei einer Schlacht stirbt. Daraufhin kehrt er nach Avalon zurück und lässt sich zum Priester/Druiden weihen. Ich denke, er brauchte die Zeit bei den Römern, um sicher seine Entscheidung zu treffen, welchen Weg er einschlagen will. Das Ritual fand ich sehr beeindruckend. Gawen ist also der Pendragon. Wahrscheinlich müsste er dann auch ein Vorfahr von Uther Pendragon sein, wenn ich mich nicht irre.


    Am Tag nach dem Ritual wird endlich mal wieder ausgelassen das Beltane-Fest gefeiert, ohne durch den Einfluss der Römer gestört zu werden. Leider hält der Frieden nicht lang, die Christen haben den Römern Bescheid gesagt. Bruder Paulus wird sehr überspitzt dargestellt, das krasse Gegenteil von Vater Joseph. Leider muss dann auf Avalon Blut vergossen werden. :sauer:


    Damit die Insel auch in Zukunft vor den Römern geschützt werden kann, beschwören Caillean, Sianna und Gawen mit Hilfe der Fee die Nebel herauf, die Avalon in Zeit und Raum verrücken. Wieder ein beeindruckendes Ritual und endlich weiß ich wieder, wie die Nebel nach Avalon gekommen sind. Ein würdiger Abschluss des ersten Teils.


    Nun bin ich gespannt auf den zweiten Teil.

  • Den ersten Teil habe ich nun auch hinter mir, obwohl ich viel langsamer vorankomme als geplant.


    An das Blutvergießen kann ich mich gar nicht mehr erinnern und an Dierna, die gleich im zweiten Teil vorkommt kann ich mich auch nicht mehr erinnern.


    Ich finde das Buch daher sehr spannend und freue mich aufs Weiterlesen.


    Katrin

  • Ja, an den zweiten Teil konnte ich mich auch kaum erinnern. Inzwischen habe ich den diesen Teil auch fertiggelesen.


    Insgesamt hat mir der zweite Teil auch nicht so gut gefallen wie der erste. Zum einen bin ich mit den Charakteren nicht recht warm geworden, zum anderen spielt der Großteil der Handlung nicht in Avalon, was ich sehr schade finde. Es geht hauptsächlich um die Verteidigung Britanniens gegen die Piraten und dann gegen die Römer, als sich Britannien mit Carausius als Kaiser von Rom lossagt.


    Teleris Gefühle konnte ich gut nachvollziehen, vor allem als sie merkt, dass sie von allen eigentlich nur benutzt wurde. Zumindest Dierna sieht am Ende ja ihre Fehler ein und merkt, dass sie sich zu sehr eingemischt hat. Sehr feinfühlig war es ja nicht von ihr, Teleri an Carausius zu verheiraten, nachdem diese beinahe von einem Germanen vergewaltigt wurde. Auch verstehe ich nicht, dass sie dagegen ist, dass sich Carausius die Hilfe von Germanen holt, als er gegen die Römer kämpfen muss. Ja, was erwartet sie denn, er ist doch selbst Germane. :rollen:


    Das Ende wurde für meinen Geschmack auch etwas knapp abgehandelt. Schön fand ich dagegen die Vision, die auf spätere Ereignisse vorgreift, was wohl eine Verbindung zum dritten Teil darstellt.


    Ich hoffe nun, dass der dritte Teil wieder so gut wie der erste wird.

  • :winken:


    Das stimmt, als sie sich das erste Mal treffen sind sie noch ziemlich jung und trotzdem wissen beide schon irgendwie, dass der jeweils andere die große Liebe sein wird. Das ist vielleicht nicht realistisch, stört mich aber auch nicht unbedingt, das ist ja kein realistischer Roman.


    Das Alter stört mich nicht so, dafür das Fehlen von Gefühlen und Erklärungen dazu. Es ist einfach so, und außer strahlende Augen beim Anblick des anderen gibt es da nicht viel. Besonders über Sianna erfährt man kaum was, sie ist mir total fremd - da steht mir selbst ihre Mutter näher.



    Am Tag nach dem Ritual wird endlich mal wieder ausgelassen das Beltane-Fest gefeiert, ohne durch den Einfluss der Römer gestört zu werden. Leider hält der Frieden nicht lang, die Christen haben den Römern Bescheid gesagt. Bruder Paulus wird sehr überspitzt dargestellt, das krasse Gegenteil von Vater Joseph. Leider muss dann auf Avalon Blut vergossen werden. :sauer:


    Das war ein richtiges Wechselbad der Gefühle, gerade stand ich noch neben Caillean und habe das Fest genossen - und schon wird der Krieg nach Avalon getragen! Bruder Paulus will den alten Glauben fanatisch vernichten und Gawen auch von diesen teuflischen Ritualen befreien. Dass auf Avalon Blut vergossen wurde, fand ich schon schlimm, aber richtig weh getan hat mir das, was die Nazarener den Steinen angetan haben. :grmpf:


    Über den Tod von Gawen war ich nicht sehr traurig, irgendwie hatte ich keinen richtigen Zugang zu ihm. Die Szene in der Höhle, als er zu sich selbst findet und erkennt dass er der Pendragon ist, hat mir zwar gut gefallen - aber danach war zuwenig Zeit, um mich ihm zu nähern. Bei seinem Abschied habe ich zwar geweint, aber nur wegen Caillean.


    Und wo ich gerade bei ihr bin... Ich fand es traurig, dass sie nicht mehr Glück oder zumindest Freundschaft in Avalon gefunden hat. Sie bleibt bis zum Ende eine Einzelgängerin, die nur für ihre Aufgaben und den Dienst an der Göttin lebt. Und dann stirbt sie auch noch quasi nebenbei, das hat mich echt fertig gemacht. :sauer:

  • Ich stecke gerade irgendwo in Teil 2, auf Seite 314.



    Insgesamt hat mir der zweite Teil auch nicht so gut gefallen wie der erste. Zum einen bin ich mit den Charakteren nicht recht warm geworden, zum anderen spielt der Großteil der Handlung nicht in Avalon, was ich sehr schade finde. Es geht hauptsächlich um die Verteidigung Britanniens gegen die Piraten und dann gegen die Römer, als sich Britannien mit Carausius als Kaiser von Rom lossagt.


    Das geht mir genauso! Es erscheint mir auch eher wie eine Aufzählung von Namen und Ereignissen, auf das Innenleben der Figuren wird kaum eingegangen. Zu Dierna habe ich überhaupt keinen Zugang, ich konnte nicht einmal das Erkennen von Teleris alter Seele genießen - die Figur der Hohepriesterin wurde ja kaum eingeführt. Auch ihre Härte, als sie Teleri zu einer Heirat zwingt, wurde nicht beleuchtet.


    Zu Carausius habe ich noch den besten Zugang, er will für sein Volk dasein und steht vor einer Entscheidung. Ich hoffe nur, dass seine geistige Inaktivität (was seine Seele betrifft) bald vorbei ist - und wir auch mehr von Teleri hören...


  • Insgesamt hat mir der zweite Teil auch nicht so gut gefallen wie der erste. Zum einen bin ich mit den Charakteren nicht recht warm geworden, zum anderen spielt der Großteil der Handlung nicht in Avalon, was ich sehr schade finde. Es geht hauptsächlich um die Verteidigung Britanniens gegen die Piraten und dann gegen die Römer, als sich Britannien mit Carausius als Kaiser von Rom lossagt.


    Mir gefällt dieser Teil auch überhaupt nicht, ich stecke gerade bei Seite 300, und habe den zweiten Teil nun fast beendet. Hoffentlich wird der dritte Teil besser.




    Teleris Gefühle konnte ich gut nachvollziehen, vor allem als sie merkt, dass sie von allen eigentlich nur benutzt wurde.


    Stimmt, denn genau aus dem Grund wollte sie ja nach Avalon gehen um nicht benutzt werden zu können, aber sie wurde es trotzdem.




    Zu Carausius habe ich noch den besten Zugang, er will für sein Volk dasein und steht vor einer Entscheidung. Ich hoffe nur, dass seine geistige Inaktivität (was seine Seele betrifft) bald vorbei ist - und wir auch mehr von Teleri hören...


    Mit Carausius werde ich auch nicht warm, irgendwie ist er mir sympathisch, aber eigentlich ist er mir eher noch sehr suspekt.


    Katrin

  • Der zweite Teil hat mich zum Schluss ja nur noch genervt! Gefühle sind bei mir gar nicht angekommen, dabei hätte man auch aus diesem Teil etwas schönes machen können. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, die Figuren wären zu keinen wirklichen Gefühlen fähig, weder zu Liebe noch zu Freundschaft. Die Annäherung zwischen Teleri und dem Verräter konnte man wenigstens ahnen, wenn mir ihr Innenleben auch völlig fremd ist - aber Dierna und Carausius? Ich fand es krass, plötzlich wurden da Gefühle "zugelassen" die mir vorher noch nicht einmal andeutungsweise bewusst waren. Auf einmal lieben sie sich, auch wenn das nicht weiter ausgeführt wird - und ein Band verbindet sie auch noch, da Dierna ihm wohl "irgendwie" einen Teil ihrer Seele geschenkt hat. :grmpf: Ich will Lhiannon und Caillean zurück!


    Sicher, Dierna hat ihren Fehler eingesehen - sie hätte Teleri nicht aus Avalon vertreiben dürfen. Und die Szene, als die beiden sich fanden und von der Fee in Sicherheit gebracht wurden, hätte sehr schön und stimmungsvoll sein können. Auf mich wirkte das aber eher hölzern, bis zuletzt kamen die Figuren mir fremd vor - irgendwie kühl und unnahbar, ohne Emotionen.

  • Teil 3 hat mich dann zum Glück wieder gepackt. Hier wurde auch viel mehr auf einzelne Figuren eingegangen, Viviane und Taliesin habe ich besonders in mein Herz geschlossen. Es war spannend, Vivianes Entwicklung und den Kampf mit ihrer Mutter zu beobachten. Die beiden ähneln sich zwar in einigen Dingen, wirkten auf mich aber auch sehr verschieden. Ihre Beziehung ist nicht einfach, und sehr wechselhaft. Durch Vivianes Augen konnte ich dann auch Ana besser kennenlernen, manches verstehen - aber für eine besondere Sympathie hat es nicht gereicht.


    Vivianes Beziehung zu Vortimer wurde toll beschrieben, ich konnte da einiges spüren. Es gab nicht nur Liebe, Vertrauen und Verständnis - er hat sich auch Sorgen um sie gemacht. Sein Ende hat mich berührt, aber noch mehr musste ich weinen, als Taliesin seine Seele geöffnet hat. Ich mag ihn sehr, das was ihn auszeichnet und natürlich auch seine intensive Beziehung zu Viviane (obwohl oder gerade weil er ihr seine Liebe nicht so offen zeigen darf, wie Igraine). Und der Merlin ist eben anders... Aber immerhin kann ich mich damit trösten, dass Taliesins Seele nicht verloren ist, sondern später öfter durchscheinen wird.
    Hier fängt auch vieles an, was in "Die Nebel von Avalon" weitergeführt wird. Neben einigen Andeutungen lernen wir auch Igraine als Kind kennen, und sehen wie sie durch Ana bzw. ihre Anforderungen an ihre Tochter geprägt wird.

  • Hallo! :winken:


    Ich habe Teil 3 inzwischen auch beendet und fand ihn auch wieder besser als Teil 2. Allerdings war er für meinen Geschmack etwas kurz, aus der Geschichte hätte man von mir aus einen Roman machen können.



    Vivianes Beziehung zu Vortimer wurde toll beschrieben, ich konnte da einiges spüren.


    Das zum Beispiel hätte man von mir aus ausführlicher behandeln können. Für mich kam das alles etwas plötzlich, wie die zwei zusammenkommen. Ansonsten fand ich die Beziehung auch sehr schön beschrieben.


    Vivianes Gefühle bezüglich Ana kann ich gut nachvollziehen. Sie wünscht sich wohl einfach nur eine Mutter, aber Ana nimmt ihre Rolle als Hohepriesterin viel wichtiger als ihre Mutterrolle (nun ja, muss sie ja gewissermaßen auch). Daraus entstehen natürlich Reibereien.


    Insgesamt hat mich das Buch nicht so sehr überzeugt wie "Die Wälder von Albion". Durch die drei Teile wirkt das ganze sehr episodenartig und das Lesevergnügen wird vor allem durch den schwachen zweiten Teil geschmälert. Dennoch ist es wegen des guten 1.+3. Teils auf jeden Fall lesenswert. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich bei den besagten Teilen besser mitfühlen konnte, weil ich die meisten Figuren schon durch "Die Wälder von Albion" und "Die Nebel von Avalon" kannte. Der zweite Teil hat da ja keinen derartigen Bezugspunkt.

  • Endlich habe ich es nun auch geschafft und das Buch zu Ende gelesen. Es war ganz nett, aber das wars dann auch schon, von großartig oder so nicht zu reden. Eigentlich hatte ich mir mehr erwartet, da ich die Bücher in ganz toller Erinnerung hatte.


    Vielleicht soll man einige Bücher doch nur einmal lesen und kein zweites Mal mehr anrühren.
    Ob ich mir die beiden letzten Teile auch noch antue weiß ich noch nicht, immerhin will ich die Nebel in guter Erinnerung behalten.


    Katrin