Dennis Lehane - Regenzauber

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    Titel: Regenzauber
    Autor: Dennis Lehane


    Allgemein:
    460 .; Ullstein; 8.95 €; 2004



    Inhalt:
    Patrick McKennizie, seines Zeichens Privatdetektiv mit Verbindungen zu einem der Gefährtlichesten Mafiaschläger Amerikas, wir von einer jungen Frau um Hilfe gebeten. Ein Mann belästig sie schon seit Wochen und sie hofft mit seiner Hilfe das dies bald aufhört. Patrick fackelt nicht lange und hilft Karen. Damit scheint die Sache beendet...


    Wochen später hat sich Karen umgebracht. Patrick fühlt sich schuldig, einen Telefonanruf von Karen hatte er nicht weiter beachtet und sie nicht zurückgerufen, obwohl sie ihn noch einmal um seiner Hilfe gebeten hatte. Gemeinsam mit Bubba (obig gennantem Freund) und seine Ex Angi, versucht er herauszufinden was Karen dazu bewogen haben könnte Selbstmord zu begehen. Schonbald kommt er einem Psychopathen auf die Spur. Doch irgendetwas scheint Patrick übersehen zu haben - nur was?


    Meine Meinung:
    Es gibt schlechte, sehr schlechte und richtig richtig schlechte Kriminalromane. Dieser ist einer der letzteren Kategorie. Ich habe selten eine, deart an den Haaren herbei gezogene, vorrausehbare Storyline gesehen. Es ist dermaßen schlecht erfunden und geschrieben, das ich mich mehrmals gefragt habe, welchem Verleger es eingefallen ist dieses Buch überhaupt anzunehmen und auf den Markt zu bringen.


    Die Hauptfigur ist ein möchtegern -ganz Böser-Junge -mit- gutem Herzen-Typ, den man schon nach wenigen Seiten gegen die Wand klatschen will. Er ist plump und ohne Persönlichkeit, dafür aber mit mindestens 50 Klischees ausgestattet, sowie jedem anderen Böser-Bube-ist-jetzt-Detektiv Klischee ausgestattet, das es gibt.
    Natürlich hat er beste Verbindungen zur Mafia und kennt jede Menge Kerle die auf Befehl mal eben einen Vergewaltiger zu Brei schlagen. Sein bester Freund ist natürlich ebenfalls ein böser Junge. Klar das er auch noch unglücklich verliebt ist - gehört sich schließlich so. (Ich hab seinen Namen übrigens schon wieder vergessen...)


    Der Fall selbst ist ebenfalls überkonstruiert und klischeehaft. Der Täter und das Opfer stehen ebenfalls in dieser "Tradition". Ich hatte den Fall jedenfalls schon nach kürzester Zeit gelöst als unsre Lieben Detektive noch im dunkeln tappten. Alles in allem ist die Geschichte so unrealistisch wie es nur irgendgeht.


    Schade das die Verlage heutzutage wirklich jeden Schrott verkaufen, hauptsache er tut es. Auf Qualität wird nun wohl entgültig verzichtet. Für mich ist das Buch einer der schlechtesten Krimis die ich insgesammt jemals gelesen habe.


    1ratten


    PS: Was genau der Titel eigentlich mit dem Buch zu tun hat konnte ich auch nicht rausfinden...

  • Meine Meinung

    Es ist selten, dass @Holden und ich in unseren Meinungen so weit auseinander gehen ;-) Mir hat Prayers for rain gut gefallen. Man merkt ihm die Jahre an, die er auf dem Buchrücken hat, aber trotzdem wirkt er nicht altbacken. Er ist ein echtes Kind seiner Zeit. Die Ermittlungen dauerten ein bisschen länger als heute, auf der anderen Seite machte es die Sache dem Täter genauso schwer.


    Die Stimmung im Buch hat mir anfangs sehr gut gefallen, später wurde sie ein bisschen platter. Da gab es auch mehr Klischees, wie die gegensätzlichen Charaktere oder die bildschönen Ex- und Wiederfreundinnen.


    Den Fall fand ich sehr interessant, wenn auch sehr verwickelt. Nie sind die Dinge so, wie sie scheinen. Der Täter ist sehr raffiniert. Wie raffiniert er wirklich ist, habe ich erst am Ende gemerkt. Ich kann verstehen, dass so eine Handlung konstruiert wirken kann, aber mir hat sie gefallen. Als ich nach dem Autor gesucht habe, bin ich auf ein anderes Buch gestoßen, das ich schon von ihm gelesen habe. Das hat mir nicht so gut gefallen. Ein dritter Titel steht noch auf meiner Leseliste. Mal sehen, wie der Autor insgesamt abschneidet.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.