Edgar Allan Poe - Verschiedene Erzählungen (+ ein Gedicht)

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Es gibt 322 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von insekt.


  • Morgen Ophelia,


    bislang warst du ja in dieser zweiten Runde nicht dabei (kein Vorwurf), weshalb ich nicht davon ausgehen konnte, dass du noch mitmachst. Nächste Woche ist Weihnachten, da sieht es etwas ungünstig aus mit dem Posten von Beiträgen, weshalb ich ihn heute schon reingesetzt habe. Also nicht unbedingt nur kurz vor Weihnachten, wie du schreibst, sondern auch sehr kurz vor Weihnachten. Wieso wird Kritik an der Aktivität geübt, nicht hingegen an der Inaktivität? Wieso Verständnis nur in dem Fall, dass jemand keine Zeit hat zu posten, sich darüber hinaus gar nicht meldet, und andere Teilnehmer der Leserunde im Unklaren lässt darüber, wie es sich verhält? Das Verständnis sollte dann wenigstens umfassender sein. Ich habe mich weder beklagt noch jemandem einen Vorwurf gemacht. Aber Ungleichbehandlung mag ich nicht.


    Gruß, mohan

    Einmal editiert, zuletzt von mohan ()


  • bislang warst du ja in dieser zweiten Runde nicht dabei (kein Vorwurf), weshalb ich nicht davon ausgehen konnte, dass du noch mitmachst.


    Wenn ich gar nicht mehr mitmachen wollte, würde ich das sagen. Ich kann deinen Ärger schon verstehen, mohan. Schließlich bin ich auch eine von denen, die eine zweite Runde ins Leben gerufen hat, sich jetzt aber kaum beteiligt. Ich denke aber nicht, dass ich mich dafür rechtfertigen muss.



    Wieso wird Kritik an der Aktivität geübt, nicht hingegen an der Inaktivität? Wieso Verständnis nur in dem Fall, dass jemand keine Zeit hat zu posten, sich darüber hinaus gar nicht meldet, und andere Teilnehmer der Leserunde im Unklaren lässt darüber, wie es sich verhält?


    Kritik an der Aktivität? Nö. Eher daran, dass man sich nicht an abgemachte "Regeln" hinsichtlich der LR macht, an die sich eigentlich jeder hält. Soviel zum Thema Ungleichheit. :zwinker:

  • Hallo Ophelia,


    natürlich musst du dich nicht rechtfertigen. Ich habe dies weder direkt noch indirekt gefordert, käme auch gar nicht auf die Idee. Was veranlasst dich zur Äußerung in diese Richtung?


    Es ist seltsam, dass bislang neun Postings in der zweiten Runde sich mit dem Inhalt der Geschichten befassen, und wir mit diesem Kommentar bei elf Postings zum Verfahren angelangt sind, oder besser: zu "REGELN", wie du schreibst.


    Manche in der Leserunde melden sich gar nicht, melden sich trotz Anmeldung auch nicht ab. Du meldest dich jetzt zum ersten Mal, nicht inhaltlich, sondern zu Regeln, schreibst jedoch, du hättest dich bislang kaum beteiligt. Es hat nur zur ersten Geschichte eine Diskussion gegeben. Aber dann wage ich es, gegen die "Regeln" zu verstoßen und aus Zeitgründen einen Beitrag einen Tag eher zu posten. Für Nicht-Aktivität ist das Zeitargument manchem Kommentar folgend zu akzeptieren, nicht hingegen für mein Vergehen, das nun schon mehr Beiträge initiiert hat als die Geschichten.


    Wohin soll eine solche Diskussion führen? In Kleingartenanlagen wird der Regelverletzer abgemahnt und dann rausgeschmissen. (Nein, keine eigene Erfahrung.)


    Gruß, mohan

    Einmal editiert, zuletzt von mohan ()

  • Oh Gott, oh Gott. Was hab ich denn da angestellt. Es tut mir Leid. Wirklich. Und deshalb auch jetzt mein letzter Off-Topic Beitrag, weil es traurig ist wenn Threads so ausarten. Sorry.


    Ansonsten - Locker bleiben Kinders. :eis:


  • Manche in der Leserunde melden sich gar nicht, melden sich trotz Anmeldung auch nicht ab. Du meldest dich jetzt zum ersten Mal, nicht inhaltlich, sondern zu Regeln, schreibst jedoch, du hättest dich bislang kaum beteiligt.


    Das Wort "Regeln" habe ich nicht umsonst in Gänsefüßchen gesetzt, aber ich denke, dass man von den Teilnehmern einer Leserunde (die eh sehr klein ist) erwarten kann, dass sie sich auch an gewisse zeitliche Angaben halten, da man hier sonst leicht den Überblick verliert. :smile: Aber lassen wir es bleiben, denn wie ich oben schrieb, wird das eine nie endende Diskussion. ^^



    Wohin soll eine solche Diskussion führen? In Kleingartenanlagen wird der Regelverletzer abgemahnt und dann rausgeschmissen. (Nein, keine eigene Erfahrung.)


    Mit diesem Satz machst du das "Problem" eigentlich größer, als es ist. Du hast für dich die Konsequenz gezogen, bei der Lovecraft-Leserunde nicht mehr mitzumachen, weil du wahrscheinlich ähnliches befürchtest wie hier. Das ist schade, dass du so denkst, aber letzlich deine Entscheidung.


    @insekt
    Ist nicht deine Schuld.


  • Oh Gott, oh Gott. Was hab ich denn da angestellt. Es tut mir Leid. Wirklich. Und deshalb auch jetzt mein letzter Off-Topic Beitrag, weil es traurig ist wenn Threads so ausarten. Sorry.


    Ansonsten - Locker bleiben Kinders. :eis:


    Nein insekt, da liegt Ophelia richtig. Es ist nicht deine Schuld. Wobei mir der Schuldgedanke bei einer derartigen Auseinandersetzung auch nicht in den Sinn käme.


    Grüße,
    mohan

  • Hallo zusammen,


    beim Lesen der Erzählung „Der entwendete Brief“ ist mir etwas aufgefallen. Ich finde, dass die Geschichte sehr gut gestaltet ist, aber das Vorgehen Poes ist sehr untypisch für das Genre.


    Schon zu Beginn wissen wir, es ist eine Kriminalgeschichte, aber die Tat und der Täter, sein Vorgehen und Motiv, sind von Anfang an bekannt. Wodurch wird unser Interesse gehalten? Worum geht es überhaupt, wenn nicht darum? Könnt ihr eine Moral o.ä. finden?


    Zum Teil geht es, denke ich, um das, was ich im ersten Posting zur Geschichte geschrieben habe. Aber das betrifft nur die Form. Ich glaube nicht, dass dies alles ist.


    Grüße,
    mohan

  • So ich bin nun auch durch, hat etwas länger gedauert, weil ich diese Geschichte Häppchenweise am PC gelesen habe, statt in meiner Gesamtausgabe, die ich nicht über Weihnachten mitschleppen wollte. Und natürlich waren ausgerechnet in dieser Geschichte mal wieder französische Stellen enthalten, aber in der Version, die ich gelesen habe, nicht übersetzt. Muss gleich mal schauen, ob ich dazu noch was finde.


    Ja, die Ähnlichkeit zu Holmes und Watson ist mal wieder nicht zu übersehen. Allerdings gefallen mir Doyle's Detektivgeschichten dann doch besser, als die von Poe - ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt, wahrscheinlich, weil die Figuren Holmes und Watson zumindest etwas lebendiger wirken und nicht ganz so stark auf ihre Rollen als "Genialer Detektiv" und "Erzähler" reduziert sind. Auch sind die Fälle, meiner Erinnerung nach, komplexer.


    Trotzdem gefiel mir The Purloined Letter ein Stück besser, als die Rue Morgue, zwar war auch in diesem Fall ziemlich klar, worauf das Ganze hinauslaufen würde, zumindest im Groben, also darauf, dass der Brief an irgendeiner ganz offensichtlichen Stelle aufbewahrt würde, aber die genaueren Umstände zu erfahren war doch ganz interessant.


    aber das Vorgehen Poes ist sehr untypisch für das Genre.
    Schon zu Beginn wissen wir, es ist eine Kriminalgeschichte, aber die Tat und der Täter, sein Vorgehen und Motiv, sind von Anfang an bekannt. Wodurch wird unser Interesse gehalten? Worum geht es überhaupt, wenn nicht darum? Könnt ihr eine Moral o.ä. finden?

    Ist das wirklich so untypisch? Ich kann jetzt leider nicht mit Beispielen dienen, aber The Purloined Letter ist ganz sicher nicht der erste "Krimi", der mir untergekommen ist, in dem in dem zumindest Tat und Täter von vorn herein feststehen. (Auch wenn ich nicht behaupten kann, dass ich dieses Vorgehen besonders mag.)


    Was den Leser dabei bei der Stange hält? Die Frage, ob der Täter geschnappt wird, oder vielleicht gar entkommt; wie erfolgreich er die Ermittler an der Nase herumführen kann, bis sie ihn endlich überführen können; nicht in dieser Geschichte, aber in anderen, vielleicht die Möglichkeit, das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittlern auch aus der Sicht des Täters zu schildern; und gerade bei Ermittlern wie Dupin (oder Holmes) natürlich auch die Frage, wie, anhand welcher, Indizien und zusammenhänge, die dem Leser nie aufgefallen wären, der Ermittler schließlich zur Lösung des Falls kommt.


    Edit: Eine Moral? Sehe ich nicht. Ich wäre auch gar nicht auf die Idee gekommen, die Anwesenheit einer solchen zu vermuten. Ich sehe es einfach als eine Möglichkeit, die übliche Krimi-Handlung etwas zu variieren und vielleicht die Schwerpunkte der Handlung etwas zu verteilen, zu betonen, wie die Lösung zustande kommt, nicht, wie sie lautet.

    Einmal editiert, zuletzt von Liafu ()

  • Moin,


    also ich mag die Geschichte sehr. Die ganze Idee um das "Versteck" des Briefes und wie er doch gefunden wird sind einfach genial. Es ist sehr gut geschrieben und langweilt mich kein bissel. Hier zeigt Poe mal wieder welch geniale Einfälle man bekommt wenn man zu viel Absinth konsumiert. :zwinker:


    Ob mir jetzt "Die Morde in der Rue Morgue" besser gefällt kann ich eigentlich nicht sagen. Ich mag beide Detektivgeschichten sehr und will mich da nicht festlegen.


    gruss & schöne Weihnachten


  • Ja, die Ähnlichkeit zu Holmes und Watson ist mal wieder nicht zu übersehen. Allerdings gefallen mir Doyle's Detektivgeschichten dann doch besser, als die von Poe - ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt, wahrscheinlich, weil die Figuren Holmes und Watson zumindest etwas lebendiger wirken und nicht ganz so stark auf ihre Rollen als "Genialer Detektiv" und "Erzähler" reduziert sind. Auch sind die Fälle, meiner Erinnerung nach, komplexer.


    Conan Doyle gefällt mir auch besser als Poe. In der Einschätzung der Figuren und der Komplexität stimme ich dir zu. Vielleicht liegt es auch noch daran, dass Poe das Feld mit vorbereitet hat, das in der Nachfolge über Weiterentwicklung der Erzähltechnik und Figurencharakterisierung besser bestellt werden konnte.



    Ist das wirklich so untypisch? Ich kann jetzt leider nicht mit Beispielen dienen, aber The Purloined Letter ist ganz sicher nicht der erste "Krimi", der mir untergekommen ist, in dem in dem zumindest Tat und Täter von vorn herein feststehen. (Auch wenn ich nicht behaupten kann, dass ich dieses Vorgehen besonders mag.)


    Ja, schon, Tat und Täter sind häufiger von Beginn an bekannt, besonders heute. Aber hier steht ja im Grunde schon alles fest, was den Kriminalfall ausmacht. So auch Vorgehen und Motiv, was üblicher Weise erst im Verlauf einer Erzählung herausgearbeitet wird.



    Was den Leser dabei bei der Stange hält? Die Frage, ob der Täter geschnappt wird, oder vielleicht gar entkommt; wie erfolgreich er die Ermittler an der Nase herumführen kann, bis sie ihn endlich überführen können; nicht in dieser Geschichte, aber in anderen, vielleicht die Möglichkeit, das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittlern auch aus der Sicht des Täters zu schildern; und gerade bei Ermittlern wie Dupin (oder Holmes) natürlich auch die Frage, wie, anhand welcher, Indizien und zusammenhänge, die dem Leser nie aufgefallen wären, der Ermittler schließlich zur Lösung des Falls kommt.


    Die Frage, ob der Täter überführt wird oder entkommt, stellte sich mir gar nicht. Ich bin mit einer gewissen Schädigung durch die Jetztzeit sofort davon ausgegangen, dass er als Minister nicht belangt wird. Wahrscheinlich war das bei früheren Lesern anders. (Es ging ja nicht nur um den Diebstahl des Briefes, sondern vor allem um die damit verbundene erpresserische Absicht.) Immerhin wurde er politisch neutralisiert.



    Edit: Eine Moral? Sehe ich nicht. Ich wäre auch gar nicht auf die Idee gekommen, die Anwesenheit einer solchen zu vermuten. Ich sehe es einfach als eine Möglichkeit, die übliche Krimi-Handlung etwas zu variieren und vielleicht die Schwerpunkte der Handlung etwas zu verteilen, zu betonen, wie die Lösung zustande kommt, nicht, wie sie lautet.


    Damit triffst du es wohl genau. Ich hatte stärker noch als bei anderen Erzählungen Poes den Eindruck, dass die mechanische Seite des Kriminalfalls im Vordergrund steht. Vielleicht war deshalb nahezu alles von Beginn an klar - weil es für ihn zu den Prämissen seines Vorhabens zählte. Mit Betonung der „Mechanik“ erscheint Poe mir als - zumindest bei dieser Kriminalerzählung - sehr moderner Autor. Um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts war diese Entwicklung im Film beobachtbar. Eine neue Möglichkeit des Erzählens jenseits der politischen, gesellschaftlichen, sozialen, psychologischen oder einfach nur emotionalen Diskurse. Und heute ist es im Film eher normal, auf diese Weise zu erzählen.

  • Hallo und ein frohes neues Jahr,


    ich kam heut endlich dazu "Mit dem Teufel ist schlecht wetten" zu lesen. Aber, naja was soll ich sagen? :smile: Ich sags mal so es ist keine meiner Lieblings-Poe Geschichten. :smile: Am besten gefiel mir aber der letzte Satz!


    gruss


    Andreas

  • Gesundes neues! :five:


    Ich habe die Geschichte "Mit dem Teufel ist schlecht wetten" gestern gelesen und musste am Ende feststellen, dass ich sie wohl schon einmal gelesen hatte. :breitgrins:


    Der Protagonist, Toby Dammit (fällt euch sicher auch sofort auf: Dammit = "damn it" = verdammt) wettet oft und gerne, ist aber arm und knauserig. Er lässt oft die Worte "Teufel, ich wette meinen Kopf" vernehmen, und das auf so merkwürdige Weise (Poe verwendet hier Ausdrücke wie pantheistisch, mystisch, hyperkasuistizistisch), dass man dafür eigentlich kein Wort finden kann. Nebenperson ist - wie so oft bei Poe - der namenlose Erzähler, der die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt. Eines Tages gehen Dammit und der Erzähler über eine Brücke spazieren, als ein kleiner alter Mann erscheint, "ä-hem" sagt, Dammits Hand schüttelt und ihm verkündet, er werde die Wette gewinnen, jedoch benötigt "man" eine Probe von ihm. Dammit soll über ein Drehkreuz springen.



    Die Geschichte gehört wahrlich nicht zu den guten Poes. Sie erscheint mir recht wirr und (wieder einmal) als ein Auswuchs von Poes Absinth-Nächten. Gerade der letzte Satz hat mich verwirrt. Was ist der Kern der Geschichte? Hat sie überhaupt einen Sinn? Da müsste man sich erst einmal näher mit dem Transzendentalismus befassen. Jedenfalls ne unsympathische Geschichte. :gruebel:


    Auch bei dieser Geschichte haben wir wieder den namenlosen Ich-Erzähler, der die Geschichte nur aus seiner Persektive erzählt. Das langweilt mich langsam aber sicher an Poe.

  • Mir hat die Geschichte nicht gefallen.


    Ja, die klangliche Ähnlichkeit zwischen Dammit und damn it sowie Toby Dammit und to be damned fällt auf, solche Spielereien macht Poe ja ganz gerne. Meine deutschsprachige Fassung des Textes verwendet statt Toby immer nur Tobias, warum auch immer.


    Was mir gefällt, ist das bissige "Hundemotiv", das mit einer leichten Verschiebung den Text durchzieht: Er war ein armseliger Hund - Er starb einen Hundetod - Er wurde als Hundefleisch verkauft. Diese "Kreislaufführung" eines Armen, Verdammten, hat natürlich mit Transzendenz nicht viel zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von mohan ()

  • mohan: Welche Fassung hast du denn gelesen? Tobias statt Toby find ich irgendwie doof. Das es immer wieder so komische "Übersetzungen" geben muss.


  • mohan: Welche Fassung hast du denn gelesen? Tobias statt Toby find ich irgendwie doof. Das es immer wieder so komische "Übersetzungen" geben muss.


    Morgen insekt,


    Poes veröffentlichtes Werk habe ich nur in der Originalfassung vollständig, in deutscher Sprache habe ich nur eine Auswahl. "Mit dem Teufel ist schlecht wetten" liegt mir als Ausdruck einer Webseite vor. Die Adresse kann ich dir mailen, aber es steht nicht dabei, um welche Übersetzung es sich handelt.


    Grüße, mohan

  • Danke mohan für die Info. Aber die Adresse der Website brauche ich nicht. Ich hab selber verschiedene gesamt Ausgaben von Poes Werken und muss mich doch mal hinsetzen und das vergleichen. Tobias find ich doof. :smile:

  • 'n Abend! :winken:


    Hat schon jemand die Geschichte der Woche - Lebendig begraben - gelesen? Ist die letzte Story der Runde.


    Die Geschichte habe ich nun wohl schon zum dritten Male gelesen - sie ist eine meiner liebsten von Poe, auch wenn eigentlich gar nicht viel passiert. Aber mich fasziniert der Gedanke des Lebendigbegrabenseins. Zunächst bringt der Ich-Erzähler (also Poe) einige Beispiele aus der Vergangenheit, wo Menschen versehentlich lebendig begraben wurden, und dann wieder aus dem Grab befreit wurden - oder eben auch nicht. :teufel:


    Im zweiten Teil schildert der Ich-Erzähler sein gesundheitliches Leiden, die Katalepsie. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass Poe wirklich an dieser Starre gelitten haben soll, daher auch seine in den Geschichten immer wiederkehrenden Gedanken von Scheintod und Lebendigbegrabensein. Momentan kann ich dafür aber keinen Nachweis bringen. :gruebel: Weiß jemand von euch näheres? Hm, insekt? ^^


    Da der Erzähler um seine Neigung weiß und seine Angehörigen auch, isoliert er sich von der Umwelt weitestgehend, um nicht einen Anfall von Katalepsie unter Fremden erleiden zu müssen, die ihn womöglich gleich unter die Erde bringen. Daher bereitet er sich für den Fall der Fälle vor - eine komfortable Gruft, ein mit weichem Stoff ausgeschlagener Sarg, dessen Deckel sich mühelos von innen öffnen lässt, sowie eine Glocke, deren Seil ins Innere des Sarges führt, damit der darin Liegende klingeln kann.


    Doch eines Tages wacht er im dunklen Sarg auf - und der Deckel lässt sich nicht öffnen!


    Poe spielt in dieser Geschichte eigentlich mit einer Urangst der Menschen. Mir gefällt sie!


    Übrigens werden auch heute noch Menschen lebendig begraben - allerdings in anderen Kulturkreisen und mit voller Absicht: klick

  • So ich habse nun auch gelesen.



    Die Geschichte habe ich nun wohl schon zum dritten Male gelesen - sie ist eine meiner liebsten von Poe, auch wenn eigentlich gar nicht viel passiert. Aber mich fasziniert der Gedanke des Lebendigbegrabenseins. Zunächst bringt der Ich-Erzähler (also Poe) einige Beispiele aus der Vergangenheit, wo Menschen versehentlich lebendig begraben wurden, und dann wieder aus dem Grab befreit wurden - oder eben auch nicht. :teufel:


    Da stimme ich zu. Es passiert zwar wirklich nicht viel, es ist aber trotzdem eine tolle Geschichte. Und das Thema hatte Poe ja schon öfter eingebaut - "Der Untergang des Hauses Usher" & in "Der Bericht des A. Gordon Pym".



    Im zweiten Teil schildert der Ich-Erzähler sein gesundheitliches Leiden, die Katalepsie. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass Poe wirklich an dieser Starre gelitten haben soll, daher auch seine in den Geschichten immer wiederkehrenden Gedanken von Scheintod und Lebendigbegrabensein. Momentan kann ich dafür aber keinen Nachweis bringen. :gruebel: Weiß jemand von euch näheres? Hm, insekt? ^^


    :redface: Na jetzt aber! Ich bin mir da auch nicht sicher, aber ich glaube nicht. Ich weiß nur das er angeblich riesen Angst davor hatte lebendig Begraben zu werden. Aber ob er an Katalepsie litt? Mh... Aber ich denke eben weil er solch große Angst davor hatte, baute er es hier und da mal wieder in eine Geschichte ein.



    Übrigens werden auch heute noch Menschen lebendig begraben - allerdings in anderen Kulturkreisen und mit voller Absicht: klick


    :entsetzt: Die spinnen die...