Edgar Allan Poe - Verschiedene Erzählungen (+ ein Gedicht)

Leserunde mit Tobias O. Meißner ab 06.09.2019: Evil Miss Universe [Gesellschaftskritische Romantic Comedy]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 322 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von insekt.

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    Edgar Allan Poe (1809-49) gilt als bedeutendster Vertreter der amerikanischen Romantik und als Urvater der Kriminal- und phantastischen Literatur. Seine Kriminal- und Gruselgeschichten sind, ob als Gedicht oder Erzählung, in besonderem Maße von seinem analytischen Scharfsinn und seinem Hang zum Makaberen geprägt und haben einen großen Einfluss auch auf die europäische Literatur ausgeübt.
    Wir wollen verschiedene seiner Geschichten lesen.


    Teilnehmer:
    Cuddles
    foenig
    insekt
    Liafu
    Mrs.Dalloway
    Myriel
    Nachtfalterin
    Nemo
    Nischa
    Ophelia
    Puenktchen
    Saltanah
    Stephi
    WitchCookie


    [hr]


    Reihenfolge der Geschichten:
    1. Der Untergang des Hauses Usher [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Der+Untergang+des+Hauses+Usher]deutsch[/url] englisch
    2. Streitgespräch mit einer Mumie (ab 18. 8.) deutschenglisch
    3. Der Goldkäfer (ab 25. 8.) deutschenglisch
    4. Die Grube und das Pendel (ab 1. 9.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Wassergrube+und+Pendel]deutsch[/url] englisch
    5. Der Teufel im Glockenstuhl (ab 8. 9.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Der+Teufel+im+Glockenstuhl]deutsch[/url] englisch
    6. Das Manuskript in der Flasche (ab 15. 9.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Das+Manuskript+in+der+Flasche]deutsch[/url] englisch
    7. Die tausendundzweite Erzählung der Scheherazade (ab 22. 9.) deutschenglisch
    8. Der Doppelmord in der Rue Morgue (ab 29. 9.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Der+Doppelmord+in+der+Rue+Morgue]deutsch[/url] englisch
    9. Silence - A fable (Siope - Eine Fabel/Schweigen) (ab 6. 10.) deutsch [url=http://en.wikisource.org/wiki/Silence_(Poe,_1832)]englisch[/url]
    10. Das verräterische Herz (ab 13. 10.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Das+schwatzende+Herz]deutsch[/url] englisch
    11. Die schwarze Katze (ab 20. 10.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Die+schwarze+Katze]deutsch[/url] englisch
    12. Die Sphinx (ab 27. 10.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Die+Sphinx]deutsch[/url] englisch
    13. Der Rabe (ab 3. 11.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Gedichte/Der+Rabe]deutsch1[/url] deutsch2deutsch3englisch
    14. Die Maske des roten Todes (ab 10. 11.) [url=http://www.zeno.org/Literatur/M/Poe,+Edgar+Allan/Erz%C3%A4hlungen/Die+Maske+des+roten+Todes]deutsch[/url] englisch
    15. Der Bericht des A. Gordon Pym (ab 17. 11.) deutschenglisch
    16. Der Sturz in den Maelström
    17. Politian
    18. Der entwendete Brief
    19. Lebendig begraben
    20. Mit dem Teufel ist schlecht wetten
    Für die, die nicht alle Geschichten haben, habe ich Links zu deutschen und englischen Onlinetexten zusammengesucht.


    Viel Spaß!

    Wir sind irre, also lesen wir!

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()

  • Endlich geht's los... :freu:


    Ich habe "Den Untergang des Hauses Usher" bereits 1 mal gelesen, und zwar aus der Insel Ausgabe die Saltanah gepostet hat. Aber ich werde den Text definitiv nochmal aus einer anderen Übersetzung lesen oder vielleicht auf Englisch. Ist ja kein besonders langer Text. Aber gut!
    In der "Edgar Allan Poe - Das gesamte Werk in zehn Bänden" heißt die Geschichte "Der Fall des Hauses Ascher" und es juckt mir in den Fingern die beiden Versionen zu Vergleichen. Zumal meine Insel Ausgabe von 2002 ist und die 10 Bände aus dem Walter-Verlag von 1980.


    Saltanah : Das ist ja ein Service mit den Onlinetexten! :daumen:


    gruss


    Andreas

  • 1. Der Untergang des Hauses Usher


    Diese Geschichte habe ich vor Jahrzehnten mehrmals gelesen; meine Eltern hatten einen Band mit ausgewählten Geschichten Poes im Regal, den ich als Jugendliche verschlungen habe. Außerdem meine ich, sie im Englischunterricht gemeinsam ein paar anderen Erzählungen durchgenommen zu haben. Daher wundert es mich, dass ich den Inhalt so total vergessen konnte - klar vor Augen standen mir nur noch Beginn und Ende mit den zwei starken Bildern des Hauses von außen. (Allerdings dachte ich, das Haus würde abbrennen.) Was aber im Haus selbst geschah, das kam mir völlig unbekannt vor.


    Irgendwie wird "Usher" ja immer zu den besten Erzählungen Poes gezählt, aber auf mich hat es nie einen solch starken Eindruck gemacht wie manche anderen Geschichten. Und auch diesmal konnte es mich nicht so faszinieren oder gruseln wie anderes. Die unheimliche Atmosphäre, die mit dem Anblick des Hauses von außen aufgebaut wird, fehlt für mich im Inneren des Gebäudes. Dort geschieht nichts Ungewöhnliches - also nichts für Poe Ungewöhnliches - und das dramatische Finale mit Sturm, gelesener Lektüre und dazu passender äußerer Geräuschuntermalung, in dem sich die Spannung wohl bis ins Unerträgliche steigern soll, ließ mich ziemlich kalt. Es war einfach zu klar (zumindest mit etwas Poe-Erfahrung), was die Ursache der unheimlichen Geräusche sein würde. Oder bin ich vielleicht - schaurige Vorstellung! - zu alt für Poe geworden?


    Trotzdem keine schlechte "gothic" Erzählung, nur ein wenig zu typisch. Ich bin gespannt, was Poe-Neulinge zu ihr sagen werden - es gibt doch Neulinge hier? Was mich zu der Frage bringt: Kennt ihr schon was von Poe? Was? Woher?


    Ach ja, ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich alle Geschichten auf englisch lese. Ich bin glückliche Besitzerin des im Startbeitrag verlinkten englischen "Complete Tales and Poems of Edgar Allan Poe"-Bandes

    Wir sind irre, also lesen wir!

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()

  • Ich habe "Den Untergang des Hauses Usher" heute in der Fischer Klassik Ausgabe gelesen.

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    Wahrscheinlich werde ich die Erzählung aber morgen noch einmal lesen, dann aus der zehnbändigen Ausgabe. Der Vergleich interessiert mich auch sehr und da es ja wirklich nur wenige Seiten sind, kann man das schon mal machen finde ich. :smile:


    Ja, der Einstieg in das Werk Poes...ich glaube mit dieser Erzählung ist er mir einigermaßen gelungen. Ich brauchte am Anfang eine kurze Eingewöhnungsphase wegen der Sprache (ich habe schon lange nichts "älteres" mehr gelesen), bin aber nach kurzer Zeit ganz gut klar gekommen.
    Die Beschreibungen Poes, speziell ganz am Anfang, als das Haus beschrieben wird, haben mir sehr gut gefallen und die Stimmung war wunderbar greifbar.


    Was den Inhalt betrifft, habe ich glaube ich noch nicht alles aufgenommen. Das Ende fand ich ziemlich schräg, so viel ist sicher. :breitgrins:
    Ansonsten habe ich grundsätzlich schon verstanden, was so passiert ist, aber was so dahinter steckt (ich gehe doch davon aus, dass da noch was ist :breitgrins:), hat sich mir noch nicht erschlossen. :schulterzuck:


    Wie ist es euch denn so ergangen?


    @ Saltanah: Ich schließe mich Andreas an...toller Service! :klatschen:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Hallo Saltanah, Neuling meldet sich zum Appell. :stillgestanden::breitgrins:



    Die unheimliche Atmosphäre, die mit dem Anblick des Hauses von außen aufgebaut wird, fehlt für mich im Inneren des Gebäudes.


    Jetzt wo du das so sagst. Stimmt. Ich glaube die Beschreibung des Äußeren hat mich ziemlich beeindruckt, so dass ich das Innere nicht mehr so wichtig fand. Da wundere ich mich gerade ziemlich über mich selbst muss ich sagen. :gruebel: Offensichtlich sollte ich unbedingt noch ein zweites Mal lesen. :breitgrins:



    Dort geschieht nichts Ungewöhnliches - also nichts für Poe Ungewöhnliches - und das dramatische Finale mit Sturm, gelesener Lektüre und dazu passender äußerer Geräuschuntermalung, in dem sich die Spannung wohl bis ins Unerträgliche steigern soll, ließ mich ziemlich kalt.


    Das finde ich auch. Der Einstieg war super, das Ende war Durchschnitt. Spannend war es in meinen Augen auch nicht. Dafür fand ich es vermutlich zu eigenartig. Ich hoffe mir erschließen sich die hochgelobte Aspekte an den Texten Poes noch...



    Es war einfach zu klar (zumindest mit etwas Poe-Erfahrung), was die Ursache der unheimlichen Geräusche sein würde. Oder bin ich vielleicht - schaurige Vorstellung! - zu alt für Poe geworden?


    Dann liegt es vermutlich an meiner Poe-Unkenntnis, dass sich mir das ganze nicht wirklich erschlossen hat...?



    Ach ja, ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich alle Geschichten auf englisch lese. Ich bin glückliche besitzerin des im Startbeitrag verlinkten englischen "Complete Tales and Poems of Edgar Allan Poe"-Bandes


    Wie ist das Englisch denn so? Ziemlich schwierig oder? Ich hatte zumindest wie gesagt schon mit dem Deutschen leichte Probleme am Anfang. :rollen: :breitgrins:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10


  • Hallo Saltanah, Neuling meldet sich zum Appell. :stillgestanden::breitgrins:


    *sich rasch daneben stellt, ehe Feldwebel Saltanah etwas merkt* :breitgrins:


    Ich bin auch absoluter Poe-Neuling und das war meine erste Erzählung von ihm. Ich lese übrigens in dieser vierbändigen Ausgabe auf Deutsch:

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    Falls eine der Erzählungen mal nicht in meinen Büchern enthalten ist, kann ich sie ja dank Saltanahs Links trotzdem mitlesen. Tausend Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast, Saltanah. :anbet:


    Zu "Der Untergang des Hauses Usher":
    Der Beginn der Geschichte mit der Beschreibung des Hauses und seiner näheren Umgebung war klasse. Insbesondere die Düsternis, welche vom Spiegelbild des Hauses im Teich ausging, war fast greifbar. Auch die ersten Schritte des Ich-Erzählers im Haus vermittelten ein unheimliches Gefühl, als ob man sich verbotenerweise nachts in eine alte, baufällige Ruine geschlichen hatte. Danach verschwand die schaurig-schöne Atmosphäre aber irgendwie. Die Krankheit des letzten Usher nahm mich nicht wirklich gefangen. Erst als der Sturm aufzog, war da wieder ein Hauch von etwas Unheimlichen. Die Erklärung für die Geräusche lag aber ziemlich auf der Hand, hab ich doch so etwas ähnliches schon in einigen anderen Fällen gelesen. ( Saltanah : Aufatmen, ich glaube zu alt für Poe bist zu noch nicht, denn dann müsste ich ja auch zu alt dafür sein und das geht gar nicht. :zwinker: )



    Daher wundert es mich, dass ich den Inhalt so total vergessen kommte - klar vor Augen standen mir nur noch Beginn und Ende mit den zwei starken Bildern des Hauses von außen. (Allerdings dachte ich, das Haus würde abbrennen.) Was aber im Haus selbst geschah, das kam mir völlig unbekannt vor.


    Obwohl ich die Geschichte nicht kannte, dachte ich im ersten Moment auch, das Haus müsse doch brennen. Meiner Meinung nach wäre das ein stärkeres Bild gewesen, als das Verschwinden im Teich. Trotzdem hat mir die Erzählung gut gefallen und ich freue mich auf die nächste. :winken:

  • hallo ihr,


    also ich habe bisher die Hälfte von der ersten Kurzgeschichte gelesen.. und bisher bin ich nicht sonderlich begeistert. Also es ist recht nett geschrieben, aber wie schon von euch geschrieben, eine fühlbare Stimmung wird nicht rübergebracht. Vielleicht ändert es sich ja noch bzw ist bei anderen Geschichten von ihm anders..

  • Ist ja schon richtig was los hier! Ich fange gleich erst an zu lesen, dafür habe ich mich heute schon mit der musikalischen Interpretation vom Alan Parsons Project eingestimmt und morgen werde ich mich passend dazu in mein Edgar A. Poe-T-Shirt werfen :breitgrins:


    Saltanah
    Die Verlinkungen zu den Texten sind klasse! Vielen Dank für die Mühe :winken:

    ~ The world is quiet here ~

  • Hey,
    als erstes vermerke ich hiermit auch, dass ich ein Poe-Neuling bin :stillgestanden::zwinker:


    Mit der Sprache bin ich überraschender Weise sehr schnell klar gekommen, da ich ansonsten meist ein bißchen Eingewöhnungszeit brauche.
    Zunächst hat mich die Ich-Perspektive gestört, da ich keine Ahnung hatte, wen ich mir auf dem Pferd vorstellen sollte. Aber das hat sich zum Glück auch schnell gelegt, außerdem ist es für die Geschichte relativ egal, was für eine Person, der Ich-Erzähler ist.


    Obwohl eigentlich gar nichts im Haus passiert, außer dass der Ich-Erzähler einen alten erkrankten (eher psychisch erkrankten) Freund besucht, empfinde ich die Geschichte als sehr spannend. Da eine sehr düstere Stimmung geschaffen wird und man vermutet, dass gleich etwas Schlimmes passieren muss. So als ob man einen Horrorfilm guckt und diese spannende Musik im Hintergrund immer lauter wird...
    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass diese unheimliche Stimmung bei mir so stark war, da ich ansonsten noch nichts von Poe gelesen habe und somit auch nicht wusste, wie gruselig es werden könnte und man erwartet ja meist das Schlimmste. :smile:
    Außerdem habe ich mir wahrscheinlich die perfekte Tageszeit zum Lesen ausgesucht. Ich habe den Text in der Abenddämmerung gelesen und es wurde immer dunkler um mich herum.


    Obwohl mir auch klar war, was die Geräusche in der Sturmnacht bedeuteten, empfand ich es trotzdem als sehr spannend. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich mir das Ende doch schon etwas spektakulärer ausgemalt hatte. Das war schon etwas harmlos um nicht zu sagen lahm. Besonders enttäuscht hat mich dabei, dass der Ich-Erzähler nicht in Gefahr geraten ist, das hatte ich eigentlich noch erwartet...


    Als Randbemerkung möchte ich noch loswerden, dass ich die Ballade nervig fand, aber zum Glück war sie nicht allzu lang. Ich bin einfach kein Fan von Gedichten, Liedern, Balladen, irgendwas Gereimtes, ... mitten in Geschichten. Das lag jetzt nicht an Poe, sondern ich empfinde soetwas immer als nervig und überfliege es meist nur grob :redface:


    Fazit: Mein Poe-Einstieg würde ich als sehr gelungen bezeichnen und nun freue ich mich auf weitere Geschichten!


    Wie alle anderen möchte ich Saltanah für die Links danken, besonders weil ich heute davon auch einen benutzt habe! Danke!


    Grüße, foenig

  • Bin auch durch!
    Ich habe die Kurzgeschichte schon als Hörbuch-Version gekannt, aber gelesen hat sie mir noch besser gefallen! Ich kann Foenig gar nichts mehr hinzufügen - du hast eigentlich alles gesagt, was ich auch so gesehen habe :zwinker:
    Was mir besonders bei der Geschichte immer wieder auffällt ist, dass ich den Inhalt selber gar nicht soo spektakulär finde. Irgendwie erwartet man, dass mehr passiert, besonders zum Schluss. Aber trotzdem schafft Poe es, dass man sich (naja, mir geht es zumindest so :breitgrins:) Satz für Satz gruselt, weil er eine unglaublich unheimliche Stimmung erzeugen kann. Besonders die psychischen Krankheiten seiner Charaktere kann der Herr Poe so realistisch beschreiben, dass ich jedesmal eine Gänsehaut bekomme..


    Was den Ich-Erzähler angeht: da ich ein Bild von Edgar A. Poe auf meinem Bücherschrank habe, kommt mir zwangsläufig immer dieses Bild in den Kopf, wenn ich seine Geschichten lese.. Aber das mit der Ich-Perspektive gefällt mir, weil man so das Gefühl hat immer mitten im Geschehen zu sein, und dass der Erzähler selber nicht mehr weiß als der Leser.


    Freue mich schon auf die nächste Geschichte! :klatschen:

    ~ The world is quiet here ~

  • So, also nach einer Pause habe ich nun auch die Geschichte zu Ende gelesen und ich habe wohl genau an der richtigen Stelle gestoppt (nach diesem Gedicht), denn anschließend ging es echt spannend weiter.
    Der Anfang hat mir nicht so gut gefallen, aber die 2. Hälfte ist wirklich geglückt!
    Ich bin froh drum :D
    das mit der vorgelesenen Geschichte hat mir sehr gut gefallen, ist eine super Idee, die Geräusche dort mit den neuen zu verbinden!

  • So ich bin mit der ersten Geschichte nun auch durch. Ich lese übrigens diese Ausgabe:

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    (Allerdings dachte ich, das Haus würde abbrennen.)

    Vermischst du hier eventuell Usher und Metzengerstein?


    Zitat

    Und auch diesmal konnte es mich nicht so faszinieren oder gruseln wie anderes.

    Grusel erwarte ich von Poe gar nicht unbedingt, aber die melancholisch düstere Atmosphäre fand ich durchaus ansprechend.


    Zitat

    Es war einfach zu klar (zumindest mit etwas Poe-Erfahrung), was die Ursache der unheimlichen Geräusche sein würde. Oder bin ich vielleicht - schaurige Vorstellung! - zu alt für Poe geworden

    Dann bin ich auch zu alt, denn was mit der Schwester los war, war doch klar seit: "the mockery of a faint blush upon the bosom and the face,[...] Ich fand das Ende trotzdem gelungen.


    Zitat

    Kennt ihr schon was von Poe? Was? Woher?

    Mit 13/14 habe ich einige Geschichte von Poe gelesen, die meine Eltern im Regal stehen hatten, ich kann aber nicht mehr wirklich sagen, welche das waren. Dazu kamen dann später die ersten 170 Seiten meiner englischen Gesamtausgabe (hauptsächlich Gedichte und ein paar Geschichten wie Metzengerstein oder Loss of Breath), die ich aber irgendwo in der Mitte von Hans Phaall: A Tale abbrach. (Diese Geschichte fand ich dermaßen zäh und uninteressant.)


    Wie ist das Englisch denn so? Ziemlich schwierig oder?

    Ich fand diese Geschichte erstaunlich leicht und flüssig zu lesen, ich hatte Poe anstrengender in Erinnerung. Mal abwarten, ob es an dieser Geschichte lag, oder ob mein Englisch besser geworden ist.


    Zunächst hat mich die Ich-Perspektive gestört, da ich keine Ahnung hatte, wen ich mir auf dem Pferd vorstellen sollte.

    Das ist mir nicht mal so richtig aufgefallen, vielleicht weil das (soweit ich mich erinnere)bei Poe des öfteren vorkommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Liafu ()

  • puh, Liafu, die englische Stelle sagt mir grad gar nichts.. wahrscheinlich weil es englisch ist :rollen: ich hab bis zum Ende nicht gewusst, dass die Schwester noch lebt..
    Aber ich bin ja Poe Neuling, habe bisher noch nichts außer diese Geschichte von ihm gelesen, vielleicht kann ich deswegen soetwas noch nicht vermuten..

  • Ich bin nun auch durch mit unserer ersten Geschichte und muss Saltanah in so ziemlich allen Punkten zustimmen. Da ich auch kein Poe-Neuling bin, war ziemlich klar, was mich erwarten würde und ich war mir auch von Anfang an schon sehr sicher, dass der Ich-Erzähler nur eine Nebenfigur ist und mit dem eigentlichen Plot nichts zu tun hat.


    Sehr negativ aufgefallen ist mir, dass Poe sein ohnehin schon offensichtliches Wortspiel "House of Usher" dem Leser auch noch erklärt. Mir war klar, dass mit "House" sowohl die Familie als auch das Haus an sich gemeint sein kann. Irgendwie fühlte ich mich an dieser Stelle wie ein kleines Kind, dass vom Oberlehrer Poe belehrt wird. Da hätte Herr Poe seinen Lesern ruhig etwas mehr zutrauen können.



    Obwohl ich die Geschichte nicht kannte, dachte ich im ersten Moment auch, das Haus müsse doch brennen. Meiner Meinung nach wäre das ein stärkeres Bild gewesen, als das Verschwinden im Teich. Trotzdem hat mir die Erzählung gut gefallen und ich freue mich auf die nächste. :winken:


    Ich finde das Verschwinden im Teich sehr viel gruseliger als ein brennendes Haus. Ein Feuer hat doch eine klare Ursache, aber wenn ein Haus so plötzlich in sich zusammenbricht, dann muss da schon seit Jahren etwas marode sein. Und diesen "Fehler" des Hauses kann man dann wieder auf die Familie Usher beziehen, da ja auch hier ein Fehler des letzten Erben den "Untergang des Hauses Usher" hervorruft.
    Wenn ich mir das jetzt so recht überlege, könnte es dann nicht auch sein, dass der letzte Erbe seine Schwester absichtlich lebendig begraben hat? Hatten die beiden vielleicht schon seit Jahren ein schlechtes Verhältnis und er wollte sie loswerden und konnte seine Gewissensbisse dann nicht mehr ertragen? Ich denke, der Riss im Haus ist ein gutes Sinnbild für die Beziehung von Bruder und Schwester. Was meint ihr?



    Was mich zu der Frage bringt: Kennt ihr schon was von Poe? Was? Woher?


    Wie schon erwähnt: Ich bin kein kompletter Poe-Neuling, aber auch keine Expertin. Mit einem Englisch-Leistungskurs und einem Anglistikstudium kommt man um ihn einfach nicht herum. Ich kenne bisher "The murders in the Rue Morgue", "The purloined letter", "The tell-tale heart" und natürlich "The Raven".

    &quot;This was another of our fears: that Life wouldn&#039;t turn out to be like Literature&quot; (Julian Barnes - The Sense of an Ending)

  • Na hier geht's ja ab! Schön! :klatschen:


    Also ich hab nun auch "Der Fall des Hauses Ascher" aus dem Walter-Verlag gelesen und fand diese Version ein klein wenig besser als die Version aus dem Insel Verlag.


    Mir gefällt die Geschichte sehr gut! Von vorne bis hinten. Aber ich muß auch sagen das ich ein großer Poe Fan bin... Und als Einstieg in diese Leserunde ist "Der Untergang des Hauses Usher" einfach eine gute Wahl. Mir gefällt die finstere Stimmung, die Beschreibung des Hauses, die kranken Charaktere und das Thema des Lebendig Begraben sein, was bei Poe ja öfters mal vorkommt... Werden wir ja noch sehen.


    Ich glaube in diesem Hörspiel brennt das Haus am Ende auch:


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    Wobei es hier:


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    Wie in der Geschichte von Poe zusammenbricht.


    Wie es in diesem Film endet, weiß ich leider nicht mehr: :redface:


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    Auf jeden Fall sind die 2 Hörspiele eigentlich sehr gelungen, wobei mir aber das aus der Edgar Allan Poe Reihe besser gefällt als das aus der Gruselkabinett Reihe. Die Verfilmung ist auch ganz nett, man darf allerdings nichts gegen "alte Schinken" haben. :zwinker:


    @WitchCookie: Wenn dir die Ich-Erzählweise gefällt, bist du bei Poe genau richtig!


    Ich finde für Poe ist man nie zu alt! :smile: Und ich finde das Poe gut zu lesen ist für sein alter. :zwinker:


    Achso... irgendjemand fragte doch nach dem Lesetempo. Ich würde sagen wir lesen eine Geschichte, diskutieren dann darüber und wenn jeder von uns die Geschichte gelesen und seinen "Senf" dazu abgegeben hat, geht's weiter in die nächste Geschichte. Oder was meint ihr? Ich denke es wird einfach zu chaotisch wenn jeder einfach drauf los liest, da die einen schneller sind, sei es wegen der Lesegeschwindigkeit (gerade später wenn wir mal eine längere Geschichte lesen) oder aus zeitlichen Gründen (andere Leserunden oder einfach keine Zeit / keinen Nerv zum lesen). Was meint ihr?

  • Oh je....als ich gerade eure Einträge gelesen habe, hab ich dagesessen wie ein Pferd mit einer Gedankenblase über meinem Kopf: TEICH???
    Eigentlich hatte ich ja gedacht, bei meiner englischen Ausgabe alles verstanden zu haben, aber als ich gerade die deutsche angelesen habe, habe ich mein Urteil revidiert. Mir sind Riss, Teich und Einsturz vollkommen entgangen. :rollen:
    Es könnte daran liegen, dass mir meine Augen am Zufallen waren, aber nun gut.


    Hm, die Stimmung empfinde ich auch als sehr schön. Poe hat einfach eine herrlich melancholische Art zu erzählen. Allein durch die Sprache hat man immer das Gefühl, etwas furchtbar schrecklichem bei zu wohnen und bei so kurzen Geschichten ist das manchmal fast wichtiger, als das wirkliche Geschehen, meiner Meinung nach.
    Dass Madeleine noch am Leben ist, war mir auch klar, allerdings eher, weil ihr Bruder sie erst mal ein paar Tage liegen lassen will, anstatt sie zu verscharren. Da schreit doch alles förmlich: SCHEINTOT! SCHEEEEEINTOT!
    Allerdings hab ich das nicht mit den Geräuschen in Verbindung gebracht. Ich dachte an ein Kind der beiden, dass aufgrund des Inzestes wahnsinnig ist und im Dachgeschoss herumpoltert. Die Schuld wäre dann auch für die Krankheit der beiden Ushers verantwortlich gewesen...hmhmhm. Vielleicht war es ja auch wirklich so, man kann es nicht wissen. :zwinker:
    Ich glaub, die ganze Geschichte wäre um einiges unheimlicher, wenn es jemanden gäbe, der sie einem nachts vorliest und die richtigen Stellen betont und spannungsgeladene Pausen macht.


    Ich würde mich als 'halben' Poeneuling betrachten, da ich bisher nur 'Das verräterische Herz' und 'Die Grube und das Pendel' kannte.

    Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.<br />~ A. Einstein<br /><br />Man umgebe mich mit Luxus; auf das Notwendige kann ich verzichten. <br />~ Oscar Wilde


  • Oh je....als ich gerade eure Einträge gelesen habe, hab ich dagesessen wie ein Pferd mit einer Gedankenblase über meinem Kopf: TEICH???
    Eigentlich hatte ich ja gedacht, bei meiner englischen Ausgabe alles verstanden zu haben, aber als ich gerade die deutsche angelesen habe, habe ich mein Urteil revidiert. Mir sind Riss, Teich und Einsturz vollkommen entgangen. :rollen:
    Es könnte daran liegen, dass mir meine Augen am Zufallen waren, aber nun gut.


    Ich muss auch zugeben, dass mir das Poe-Englisch oft Schwierigkeiten bereitet, obwohl ich gerade Englisch studiere und ich schon meine, dass mein Englisch sehr gut ist. Natürlich liegt das daran, dass Poes Englisch sich vom heutigen schon stark unterscheidet, aber ich glaube, dass es bei mir persönlich auch damit zu tun hat, dass ich sonst nichts aus dem Genre Grusel, Krimi etc. lese. Mit Shakespeare komme ich, zum Beispiel, irgendwie besser zurecht... Sehr komisch! :gruebel:

    &quot;This was another of our fears: that Life wouldn&#039;t turn out to be like Literature&quot; (Julian Barnes - The Sense of an Ending)

  • Moin,


    ich habe die Geschichte heute Morgen zuende gelesen, gestern Abend war ich einfach zu müde dazu.


    Die Geschichte beginnt mit einer atmosphärisch dichten Beschreibung des Hauses und seiner Umgebung. Die dumpfe erdrückende gruselige Atmosphäre nahm mich gleich gefangen.


    Ja, es wird erklärt, dass das Haus Usher sowohl die Familie als auch das Haus selber beschreibt, aber das fand ich nicht schlimm, da man dadurch noch aufmerksamer auf mögliche andere Wortspiele gemacht wird und man denkt darüber nach, das nicht nur das Haus düster, vermodert, kalt und gruselig ist, sondern auch die Bewohner die zu ihrer Familie gehören.
    Der Riss im Haus kann die Beziehung der Geschwister darstellen, aber da beide Zwillinge sind könnte man heraus lesen, das die Schwester einen unterdrückten Teil des Bruders darstellen soll, also sein Alter Ego darstellt, das er zu verdrängen sucht und nicht erhören will, deshalb bemerkt er die lebende Schwester im Grab nicht. Die Seele kämpft mit seinem Alter Ego, symbolisiert durch die grausig stürmische Nacht. Die Verdrängung gelingt nicht und die Schwester/das unterdrückte Alter Ego erscheint und reißt ihn mit in den Tod. Die Moral: Es kann nicht gelingen Teile seiner selbst zu verleugnen und zu unterdrücken. Man muß sich akzeptieren wie man ist und das fällt schwer. Bei mißlingen aber stirbt die Seele.


    Zum Lesetempo: Ich fände es auch besser, wenn wir warten bis fast alle die Geschichte gelesen haben. Das geht mir sonst zu schnell, denn ich möchte die Geschichten genießen,...


    Gruß
    Nischa

    Habent sua fata libelli


  • Zum Lesetempo: Ich fände es auch besser, wenn wir warten bis fast alle die Geschichte gelesen haben. Das geht mir sonst zu schnell, denn ich möchte die Geschichten genießen,...


    Dem schließe ich mich an. Die Geschichten sind ja schon sehr unterschiedlich lang, so dass ich eine feste Vorgabe ungünstig finde.


    Liebe Grüße
    Stephi :winken:

    :leser: Plichota/ Wolf: Oksa Pollock - Die Unverhoffte<br /><br />SLW - Annabas: 1/10<br />SLW - Seychella: 0/10

  • Zum Lesetempo nochmal... Ich finde nicht das es ein Problem wird auf die Nachzügler warten zu müssen. Im Gegenteil denke ich das es ein Problem wird wenn wir einen festen Plan machen. Wenn man eine Woche nicht zum Lesen kommt verpasst man dann so eine Menge! Vielleicht verliert der eine oder andere dann auch die Lust am weiterlesen weil man einfach nicht mehr mitkommt. Und wenn dann noch jeder über eine andere Geschichte schreibt verlieren wir früher oder später ganz einfach den Überblick in diesem Thread. Bei 15 Geschichten / Teilnehmern wird das definitiv passieren. Ich denke das mir auch die Lust vergehen würde wenn wir auf einer Thread Seite 15 Teilnehmer haben die über 4,5,6 oder 7 verschiedenen Geschichten Sprechen. Dann hätten wir nicht mehr einen Thread mit 15 Teilnehmern die über eine Geschichte reden, sondern einen Thread mit 15 Teilnehmern die gleichzeitig über mehrere Geschichten schreiben und zwar nicht miteinander, sondern kreuz und quer.


    Außerdem hetzt uns doch keiner oder wollt ihr diese Runde wieder schnell beenden?


    PS: Laßt uns doch in einem Thread darüber reden... :zwinker:


    gruss